Fragen zu ESWL-Zertrümmerung

    Hallo,


    Ich war gestern im Krankenhaus zur ESWL Zertrümmerung. Ich muss sagen, das ich es mir schlimmer vorgestellt hatte. Es war auszuhalten, ohne Schmerzmittel. Heute sind ein paar "Krümelchen" schon abgegangen. Bin immer wieder aufs neue gespannt, wenn ich auf Toilette gehe :-)


    Nun habe ich aber ein paar Fragen???


    Wie soll ich mich nun verhalten bzw. darf ich nur bestimmte Tätigkeiten machen.


    Schwer heben bzw. Bauchmuskeln anspannen lass ich, seit dem ich weiss, das ich nen Steinchen habe, sowieso sein. Was sollte ich vermeiden???

  • 16 Antworten

    @ chanel4

    also ich hatte einen 12mm großen Stein, der zertrümmert wurde. Zuerst haben die mir ne Schiene gelegt, weil die Niere stark gestaut war. Dann mußte ich ein paar Tage ins Kh, habe ein Beruhigungsmittel bekommen und los gings.


    Schmerzen hatte ich keine. Der Arzt meinte, wenn ich es nicht mehr aushalte, soll ich mich melden. Gerade als es unangehm wurde, war es vorbei. Durch die Beruhigungsmedis habe ich alles nicht so wirklich mitbekommen.


    Danach mußte ich viel trinken, um die Stückchen auszuspülen. Als der Urin dann wieder klar war, durfte ich heim.


    Liebe Grüße


    lotus

    @ Micha

    Wenn du nicht weisst, was ESWL ist, dann bist du in der Kategorie "Urologie" fehl am Platz!!!


    Puhh... endlich haben sich mal welche gemeldet*:)


    Also ich hatte immer ein echt übles stechen in der Magengegend, die der Stein verursacht hat.


    Bei mir sind schon nach der ersten ESWL kleine "Fragmente" abgegangen. Seit dem habe ich das Stechen nicht mehr. Laut Aussage meines Urologen, könnte ich Nierenkoliken erst bei der nächsten ESWL bekommen, da der der Stein durch die Abgangsstenose (Verengung des Harnwegs an der Niere) sich erstmal!!! nicht weiter nach unten bewegen kann. Aber umso kleiner er wird umso höher das Risiko, das er ne Kolik verursacht. Davor habe ich bisschen Angst. Ich hatte vor ca. 8 Jahren schonmal nen Stein und da hatte ich Koliken gehabt und das war echt heftig.


    So an sich gehts mir jetzt eigentlich ganz gut. Keine Schmerzen...ab und zu merkt man, das die Niere gestaut ist. (Druck im Bauch)

    @ Chanel4

    Habe bei dem Stechen immer Diclac und Buscopan genommen, die echt gut geholfen haben.


    Zur Zeit nehme ich keine Medikamente.


    Schiene hab ich auch keine. Wobei ich sagen muss, das während des Abgangs (1 Tag nach ESWL) es ganz schön in der Blasengegend gebrannt hat und es ein komisches Gefühl beim Wasserlassen war.


    Ich hab in 3 Wochen wieder nen Termin zur ESWL.


    Mir wurde geraten, übernacht immer im KH zu bleiben. Ist auch besser so, denn von den Beruhigungspillen ist man ganz schön verpeilt:=o Ausserdem tun die im KH auch 3 mal am Tag Ultraschall machen und aben so 20 Uhr ist dann noch mal Röntgen angesagt. Deswegen bleib ich immer einen Tag dort.

    ... weißt du , ob die eswl auch beim steinchen vor der blase geht???


    er liegt kurz davor, aber hüpft nicht, es zieht, zwickt und manchmal eben bis zur niere,die ganze schambeinregion schmerzt.


    koliken hab ich starke nicht mehr. aber ich glaube ich komme wohl nicht drum herum ihn holen zu lassen:(v, er will nicht von alleine.


    trinken tu ich jetzt wieder normal, sonst komme ich um vor schmerzen.....


    ich habe auf busopan eine allergie und auch auf andere Medi, deshalb kann ich kaum was nehmen,


    *:)

    Zitat

    Wenn du nicht weisst, was ESWL ist, dann bist du in der Kategorie "Urologie" fehl am Platz!!!

    Wenn man es unbedingt so hart formulieren muss, könnte man auch schreiben, wer Google nicht benutzen kann, ist im Internet fehl am Platz...

    Hallo,


    ich würde spontan sagen, wenn Deine Niere manchmal gestaut ist, sollte ein Doppel-J gelegt werden! Ansonsten könnte Nierengewebe unwiderbringlich geschädigt werden.

    @ chanel4

    soweit ich weiß geht ESWL nur in den Nieren. Im Harnleiter kann der Stein nicht auseinanderplatzen. Wenn der Stein kurz vor der Blase ist, lass ihn dir holen und du hast Ruhe. Wenn du Schmerzen hast, ist der Arzt verpflichtet dir zu helfen. Es sei denn, er hat gute Argumente gegen einen Eingriff.


    Gute Besserung

    ... das ist doch fies, kurz davor und dann doch ein Eingriff:(v:(v:(v


    ... muss ich da trotzdem eine schiene bekommen???


    Jetzt habe ich all die schmerzen durchgemacht und nun hüpft er nicht, da hätte ich ihn ja gleich holen lassen können:|N:|N


    .. und die koliken waren doch extrem heftig, aber die Niere war nie gestaut.......zumindest nicht, als ich beim doc war...

    @ miguelmariachi

    Ja gut Ok...hätte man netter fomulieren können

    @ Chanel4

    Soweit ich weiss ist ESWL nur in der Niere bzw. dem Harnleiter möglich. Meiner steckt ja auch unmittelbar nach der der Niere im Harnleiter. Es wird auch versucht, den Stein mittels Sono, in die Gegend zurück zu schieben, wo dann ESWL wieder möglich wäre. Er liegt bei dir kurz vor der Blase

    . 2 Wochen hatte er sich nicht bewegt...dank dem Mittel gings dann innerhalb von 2 Tagen.

    @ Chanel

    Das war irgendso ein "ätherisches Öl"....hat total widerlich geschmeckt...aber hat MIR geholfen. Obs dir was bringt, weiss nur dein Urologe. Den Namen kann ich dir leider nicht mehr sagen...ist zu lange her.

    Von mir gibts wieder was interessantes...


    Ich sollte ja letzte Woche am Donnerstag wieder zur ESWL. Zur Lokalisierung des Steins wurde vorher wieder Ultraschall gemacht. Mhhh...kein Stein zu sehen...Er ist also irgendwann abgegangen ohne das ich was gemerkt hatte. Soweit so gut. Der Doc meinte dann, das es besser wäre eine Harneleiterschiene einzusetzten, weil meine Niere auch ohne Stein massiv gestaut war/ist. Klar ich hab auch noch ne Abgangsstenose (Harnleiterverengung).


    Hab also seitdem ne Harnleiterschiene drin. Das "einführen" war echt der Hammer trotz Schmerzmittel. Die darauffolgenden 2-3 Tage waren auch nicht so schön. Heute (nach 1 Woche) kann ich aber sagen, das man kaum noch was merkt. Ich muss jetzt jeden Tag Antibiotika nehmen, solange das Dring noch drin ist.

    Soooo... Auch ich habe jetzt meine 1. ESWL- Behandlung aufgrund eines ca. 1cm Nierensteins in der linken, unteren Kelchgruppe hinter mir. Entdeckt wurde er während einer Kontrastmittelaufnahme, die wegen einer leichten Nierenentzündung (leichte Schmerzen, Ultraschall unauffällig, Blut im Urin) gemacht werden musste. Der Stein selber hat bis dahin keinerlei Probleme gemacht, klar war aber auch dass er nicht ohne von alleine rauskommen würde.


    Am Tag der ESWL konnte ich noch Frühstücken, sollte Mittags nüchtern bleiben und war gegen 14:00 Uhr dran. Hemd aus, Hose runter und ab auf die Pritsche. Ein speziell dafür ausgebildeter Techniker (nicht mein Doc selbst) hat sich nochmal die Röntgenaufnahme angeschaut und per Ultraschall die Lokalisierung vorgenommen. Nach ein wenig Small-Talk und der obligatorischen Einbalsamierung mit Kontaktgel wurde dann der Schallkopf an meiner Flanke in Position gebracht und mir wurde erklärt, was nun in den nächsten 25 Minuten vor sich gehen würde: Die Wellen seien etwas laut und würden sich anfühlen wie kleine Nadelstiche. Die Intensität würde anfangs zum eingewöhnen sehr niedrig gehalten, jedoch bald angehoben. Wenn ich Schmerzen hätte, solle ich was sagen, dann könne er die Intensität wieder ein wenig herunterfahren, was dem Ergebnis der Behandlung jedoch nicht gerade dienlich sei.


    Gesagt, getan! Auf die Frage, ob ich bereit sei, traf mich die erste Stoßwelle... Angefühlt hat es sich wie eine ganz leichte Backpfeife mit der flachen Hand. So als wenn einem einer einen kleinen Klaps auf die Nierengegend gibt. "Hey, das ist ja easy und nur auf der Haut! Das halt ich locker 25 Minuten aus...", dachte ich erleichtert bei mir. Leider blieb es nicht ganz so angenehm, denn schnell (schon nach ca. nach 1 Minute) wurde die Intensität bereits deutlich erhöht. Nun bemerkte ich auch ein leichtes Piksen im inneren meines Körpers – jedoch immer noch keiner Rede wert. Dieses Piksen wurde über die Zeit dann immer etwas penetranter, genau wie das Geräusch des schallgebenden Gerätes. Beschreiben würde ich es als dumpfes Ziehen, das sich ähnlich anfühlt wie das leichte Ziehen, das ich schon von meiner vorausgegangenen Nierenentzündung kannte – nur etwas deutlicher und eben impulsartig. Prinzipiell kam es mir vor, als ob die Niere mit jedem Schuss etwas mehr gereitzt wird und entsprechend darauf reagiert.


    Über die Zeit wurde das ganze dann zunehmend unangenehmer bzw. schmerzhafter und ich hatte schon ein bißchen damit zu kämpfen. Irgendwann wechselte die Beschussfrequenz, die Schläge kamen langsamer, dafür gefühlt intensiver. Daraufhin habe ich den guten Mann mal gefragt, wie lange es noch dauern würde. Seine Antwort: "Noch knapp 5 Minuten". Fünf Minuten kamen mir zu diesem Zeitpunkt schon wie eine Herausforderung vor, die ich jedoch annehmen musste, weil mir ja sowieso keine andere Wahl blieb. So hieß es also Zähne zusammen beißen und durch. Als er dann plötzlich sagte: "Die letzte Minute läuft..." war ich froh, dass es gleich vorbei ist.


    Während der gesamten Behandlung wechselte die Position des Schallkopfes ab und zu mal hin und her, ohne den Kontakt zu meiner Flanke zu verlieren. Einmal wurde mir gesagt, ich solle etwas langsamer atmen, auch wenn mir das aufgrund der Irritation nicht besonders gut gelang. Ich habe keinerlei Schmerz- oder Beruhigungsmittel bekommen und war nach der Behandlung lediglich für ein 1-2 Minuten etwas wackelig auf den Beinen. Auf meine Frage hin, wie warscheinlich es ist, dass es zu Koliken als Folge kommen kann sagte mir der Techniker: "Ca. 40%", was ich zu diesem Zeitpunkt nicht gerade erbaulich fand. Den restlichen Tag über hatte ich jedenfalls zwar ein paar Schmerzen in der Nierengegend, jedoch keine unerträglichen. Die Einnahme irgendwelcher Schmerztabletten war jedenfalls nicht nötig, Koliken blieben aus.


    Der Doc sagte mir nach der Behandlung noch, dass mein Stein sich wohl gut zertrümmern ließe, jedoch wohl erst ein Drittel geschafft sei und wir das noch ein-, zwei Mal wiederholen müssten. Er sagte ausserdem, dass wenn ich Koliken bekommen würde, ich sofort ein Krankenhaus aufsuchen solle. Ich bekam einen Termin zur Nachkontrolle am nächsten Tag und solle bis dahin viel Trinken und mich ordentlich bewegen, was ich auch tat. Der erste Urin war wie zu erwarten dunkelrot eingefärbt, beim zweiten Mal war er schon nur noch leicht rosa und im Anschluss normal. Steinfragmente habe ich leider keine nennenswerten auffangen können.


    Bei der Kontrolluntersuchung am nächsten Tag war mein Doc positiv überrascht: "Das sieht doch schon viel besser aus als gestern! Da ist doch mehr kaputt gegangen, als es gestern danach aussah... Alles schön porös, kaum noch massive Strukturen zu erkennen...". Das Ganze hat wohl sehr gut angeschlagen und wenn ich Glück hab, mich viel bewege und sehr, sehr viel trinke, geht das alles sogar ohne eine weitere Behandlung zuende. Den nächsten Kontrolltermin habe ich jedenfalls erst in 2 Monaten.


    Im Nachhinein betrachtet hatte ich echt Schiss davor, den ich garnicht hätte haben müssen. Wenn ich da noch mal hin muss, dann ist das eben so, davon geht die Welt nicht unter. Wenn ich das völlig ohne Schmerzmittel schaffen kann, ist das doch halb so wild. Klar war das nicht angenehm, aber hey: Frauen bekommen Kinder! Das ist sicher nochmal ne ganz andere Liga... Und auch den letzten Zahnarzttermin habe ich schlimmer in Erinnerung.


    Aufgrund dieser Erfahrung kann ich jedenfalls heute sagen: Davor braucht man keine Angst haben.