Harnröhre Zwangsstörung

    Hallo Zusammen,


    ich bitte euch um eine kurze Einschätzung.


    Aufgrund einer psychischen "Störung" (Hypochondrie, Angstattacken) und daraus resultierenden psychosomatischen CPPS mit milden Symptomen, habe ich den Zwang entwickelt täglich ca 40-70 mal die Harnröhre bzw. Harnröhrenausgang mit den Fingern zu öffnen um mit einer Taschenlampe hineinzuleuchten. Daraus resultieren manchmal Reizungen und teilweise Rötungen - diese gehen in der Regel spätestens nach einem Tag wieder weg.


    Diverse Urinkulturen direkt im Labor (ca. 15 in den letzten 3 Monaten), sowie Spermaproben, Abstriche etc. ergaben keine bakterielle Entzündung.


    Denkt ihr, dass die kurzzeitigen Rötungen durch meine Praktik zustande kommen?! Eine Entzündung scheint es ja nicht zu sein...


    Ich hoffe auf ernst gemeinte Antworten und hoffe das sich einige User finden die mir gerne helfen wollen.


    VG Franz

  • 12 Antworten

    Naja, wenn 40-70 Mal täglich an der Harnröhre manipuliert wird, ist aus meiner Sicht eine Rötung logisch. Sei froh, dass es nicht noch zu größeren Entzündungen oder Rissen kommt.


    Nicht desto trotz würde ich diese Manipulationen unterlassen und lieber etwas gegen diese Zwangsstörungen unternehmen. So werden die daraus resultierenden Kosten für unnötige Urinuntersuchungen und dergleichen eingedämmt. Ebenso das Risiko, sich dort etwas Ernsteres einzufangen.


    Hol Dir fachmännische Hilfe wegen der Zwangshandlungen.


    Alles Gute!

    Hi Zusammen,


    vielen Dank für eure bisherigen Antworten - ich erhoffe mir auch noch weitere Antworten (auch wenn diese sich wahrscheinlich mit euren decken :))


    Ja, ich bin bereits seit kurzem bei einer neuen Therapeutin und somit in Behandlung

    durch mein CPPS (chronisches Beckenschmerzsyndrom) habe ich immer mal Missempfindungen die auf die Harnröhre ausstrahlen - somit schaue ich eben immer nach ob meine Harnröhre gesund aussieht oder nicht :(

    Du schreibst es doch selber:

    Zitat

    habe ich den Zwang entwickelt täglich ca 40-70 mal die Harnröhre bzw. Harnröhrenausgang mit den Fingern zu öffnen um mit einer Taschenlampe hineinzuleuchten. Daraus resultieren manchmal Reizungen und teilweise Rötungen

    Also weißt du es eh.


    Gute Besserung!

    Zitat

    habe ich immer mal Missempfindungen die auf die Harnröhre ausstrahlen - somit schaue ich eben immer nach ob meine Harnröhre gesund aussieht oder nicht :(

    und wenn du mal n klaren moment hast und nicht zwanghaft bist- leuchtet dir dann nicht ein, daß permanentes dranrumspielen auch optische folgen hat?


    ich mein, wenn du dich kratzt (EINmal und nich 40-70x) wird die haut ja auch rot.


    und wenn ich schon die 40x übern tag verteilt denke.. das is alle paar minuten- glaubst du, wenn du n klaren moment hast ernsthaft, daß deine harnröhre anders aussehen kann, als vor 5 min?


    kriegst du es hin, dir diesen zwang zu verbieten? weißt du, daß dein hirn dir einen streich spielt, oder glaubst du dir selber, daß du unterschiede zu vor 5 min erkennen kannst?


    kannst du überhaupt noch entscheiden, ob es gesund aussieht oder nicht?


    wie arbeitest du gegen diesen zwang?

    Zitat

    Denkt ihr, dass die kurzzeitigen Rötungen durch meine Praktik zustande kommen?!

    Ja. Und wenn du das nicht bald in den Griff bekommst, ebnest du den Weg, in der Zukunft dann doch wirklich mal unschöne Entzündungen zu bekommen.


    Du hattest nun im Grunde schon hinreichend Einschätzungen. Dein Problem wird nicht weniger, wenn du weiterhin immer um noch mehr bittest (und dabei Rückfragen komplett ignorierst).


    Bist du wegen der Zwangsstörungen in Behandlung? Wenn ja - hast du das Gefühl, voranzukommen? Wenn nein - wieso gehst du wegen der Harnröhre zum Arzt, wegen der weitaus gravierenderen Zwangsstörung dahinter aber nicht?

    So ganz stimmt das nicht mnef - wie oben bereits geschrieben, bin ich bereits in psychotherapeutischer Behandlung. Allerdings ist das noch recht frisch und daher kann ich noch nicht sagen, wie effektiv es ist.