Inkontinenz & Alkohol

    Hallo zusammen,


    da beim Urulogen meines Vertrauens über zwei Monate Wartezeit besteht, dachte ich mir, ich wende vllt an dieses Forum.


    Ich bin 24 und habe innerhalb des letzten Jahres sage und schreibe 3 mal ins Bett gemacht. Weiß ja nicht wie es euch geht, aber wie mein Deutschlehrer früher sagte "Rauschfreiheit für alle", aber ab und an mal richtig was trinken gehn und quasi durch die verzerrte Realität einen unglaublichen witzigen Abend zu haben.


    Es passierte vor 4 Wochen. Ich war mit Freunden unterwegs, trank ein paar Bier mehr, alles okay – wache auf und oh nein. Wirklich die komplette Blase entleert.


    Ich mein, früher wars doch auch kein Problem. Schläfste dein Rausch aus und die Welt ist wieder ok. Aber sowas ist für mich untragbar und möchte es nicht mehr wieder erleben.


    Weiß jemand wie es dazu kommen konnte bzw. was das für Gründe haben kann? Wie gesagt, bis vor einem Jahr gabs keine Probleme.


    Ich habe auch keine psychischen Probleme und brauche keine Ansätze à la Siegmund Freud.


    So unglaublich wie es sich für manche anhört, aber hier in Bayern gehörts ab und an dazu wenns gesellig wird, 4,5 Maß zu trinken oder mehr. Ich trinke weder jeden Tag Alkohol, noch betrinke ich mich jedes Wochenende.


    Bitte nur sachliche Ratschläge und danke für eure Hilfe!


    (Bitte nicht: dann trink halt weniger...)


    lg


    chip

  • 10 Antworten

    Hallo Chio,


    es ist schon interessant. Da verhalten sich Menschen einfach unnatürlich, indem sie literweise Bier trinken, infolge des Rausches wie ein Murmeltier schlafen und deswegen nicht merken, daß die Blase überläuft.


    Indem sie auf diese Weise die Funktionsfähigkeit ihres Körpers überstrapazieren, mangelt es ihnen an der Einsichtsfähigkeit darüber, daß man seinem body zwar einiges zumuten kann, aber eben nicht alles.


    Stattdessen wird nach irgendwelchen verborgenen Ursachen gefragt, wobei eigentlich alles offensichtlich ist.


    Anstatt einfache Antworten auszuschließen, sollten Sie mehr Selbstkritik an den Tag legen.


    Frdl. Gruß


    Kurt Schmidt

    Kurt,


    mir ist bewusst, dass so ein Verhalten kaum Verständnis erntet. Aber wenn ich damit meinen Körper so überstrapaziere, warum passiert das ungewollte "Ablassen" erst jetzt und nicht schon vor fünf Jahren, wo es ähnliche Quantität war.


    Wer kennt das nicht, wenn man mit Freunden unterwegs ist, und dann wird es mehr, mehr und mehr. Abende lassen sich nicht planen.


    Mehr Selbstkritik an den Tag legen? Die Moralapostel brauche ich nicht. Jeder weiß, dass Alkohol in Megen alles andere als gut für den Körper ist. Aber wenn man so denkt, darf man nicht mehr atmen, weil man Gifte einatmet. Ich suche einfach nach einem anderem Weg, eben nicht die "einfachen" Antworten. Jeder in meiner Umgebung (von Handwerker, Student oder Akademiker – also nicht dumm^^) trinkt ab und an in diesen Regionen und da passiert nix.


    Ich befinde mich einfach auf Ursachenforschung, warum sowas bei mir passiert ist.


    Aber sowas wird (vielleicht) verständlicherweise nicht verstanden, weil alle Menschen brav sind und nach einem Gläschen Wein ins Bett gehen.


    Kann mir vllt einen Wecker stellen, dann ich ins Bett gehe, dass ich das Urinieren nicht vergesse *Ironie*

    Hallo Chio...,


    versuchen Sie es doch mal mit der Logik.


    1. ist bekannt, daß bei starkem Bierkonsum ein relativ hoher Blasendruck entsteht, weil die Nieren nicht nur durch die Flüssigkeit, sondern auch durch den Alkohol gereizt werden, ihrer Entgiftungsaufgabe umso intensiver nachzukommen, als dies bei normalem Verhalten zu erwarten wäre.


    2. Wenn sich nun 4 1/2 l Bier im Körper befinden und diese Flüssigkeitsmenge in die Blase befördert wird, diese aber schnell voll ist, sucht sich das vegetative Nervensystem seinen üblichen Ausweg über die Harnröhre. Dieses ist, wie Sie wahrscheinlich wissen, autonom, also willentlich nicht zu beeinflussen, jedenfalls nicht entscheidend, wie sich in Ihrem Falle zeigt.


    Warum?


    Weil Sie vom Alkohol berauscht sind, tief schlafen, und von dem Vorgang nichts merken.


    Soweit so gut.


    Ich bin kein Moralapostel. Mir ist es persönlich völlig schnuppe, ob Sie sich als Bettnässer durchs Leben jonglieren wollen oder nicht. Wenn Ihnen dies eine Sauftour wert ist, müssen Sie alleine damit zurecht kommen, was Ihnen offensichtlich aber unangenehm zu sein scheint.


    Sie suchen daher nach einer Erklärung. Gut!


    Dann nehmen Sie doch zur Kenntnis, daß Menschen in ihrer Individualität höchst unterschiedlich reagieren, insbesondere im Verlaufe ihres Lebens werden die physiologischen Bedingungen schlechter, weil das ganze System altert, ok?


    Ob Akademiker oder nicht, dieser Kelch geht an niemandem vorbei. Aber auch hier werden Sie wohl wieder einwenden, daß damit Eulen nach Athen getragen würden.


    Finden Sie sich halt damit ab: Den einen erwischt es, den anderen nicht.


    Solange es sich um selbst gemachte Probleme handelt, die durch eigene Einsicht und entsprechende Handlung auf den Weg des Besseren geführt werden könnten, bedarf es auch keines besonderen Bedauerns.


    Frdl. Gruß


    Kurt Schmidt

    Hallo Chio_Chip


    frag doch mal einen Sanitäter, der auf einschlägigen Veranstaltungen die durch Alkoholkonsum hilflosen Personen einsammelt und betreut.


    Die "Patienten" die "nur" die Kontrolle über ihre Blase verloren haben, sind da schon die harmloseren Fälle.


    Und nach meiner Beobachtung passiert das bei "Komatrinkern" aller Altersgruppen.


    Ich bin selbst kein Sanitäter, glaube das aber so wahrgenommen zu haben.

    Zitat

    frag doch mal einen Sanitäter, der auf einschlägigen Veranstaltungen die durch Alkoholkonsum hilflosen Personen einsammelt und betreut.


    Die "Patienten" die "nur" die Kontrolle über ihre Blase verloren haben, sind da schon die harmloseren Fälle.

    kann ich unterschreiben...