Linker Hoden rutscht in die Leiste hinein

    Hi,


    mein Freund wurde vor kurzem wegen eines Leistenbruchs operiert. Das irgendetwas nicht stimmte fiel uns auf, als sein linker Hoden jedesmal irgendwie in die Leiste rein rutschte während des GV. Durch den Druck kam er dann viel zu früh. Meisten auch ohne einen Orgasmus zu haben. Der linke Hoden wurde in der Leiste so zusammengedruckt, dass die Samen einfach heraus kamen. Als mein Freund zum Urologen ging, stellt dieser den Leistebruch fest, allerdings ohne auf seine Hoden einzugehen. Wir dachten, dass nach der Leistenoperation alles in Ordnung sein würde, aber irgendwie rutsch der linke Hoden weiterhin in die Leiste hinein und wieder raus. Der Leistenbruch war übrigens auch auf der linken Seite, deswegen dachten wir, dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Probleme sein würde.


    Das ist erst seit ca. 6 Monaten so, davor hatte er keine Beschwerden.


    Ist das Normal, dass der Hoden einfach in die Leiste rein rutscht und wieder raus? Was kann man dagegen machen? Ist das gefährlich? Hatte es was mit dem Leistenbruch zu tun, oder ist es Zufall, dass ausgerechnet der linke Hoden nach oben rutscht?


    Zu erwähnen sei auch, dass nach der Leistenoperation sich einige Tage nach seiner Entlassung, Gewebeflüssigkeit in seinem Hoden ansammelte. Beweißt das, dass der Leistenbruch seinen Hoden beschädigt oder auf jedenfall beeinträchtigt hat?


    Hoffentlich könnt ihr uns helfen!

  • 17 Antworten

    Kenn ich auch

    Hallo ...


    Ist bei mir auch so, daß der Hoden gelegentlich in die Leiste rutscht... Meistens der Linke und ich habe auch mal als ich klein war eine Verletzung an der Leiste gehabt, aber an der rechten... Glaub also eher nicht daß das so direkt ein Zusammenhang besteht...


    Hab aber nicht wirklich Probleme damit, denn beim GV rutscht bei mir (außer in ganz interessanten Stellungen) der Hoden nirgends hin... aber wenns passiert dann schmerzt


    das zwar nicht, aber der Druck fühlt sich nicht so ganz doll


    an ...


    Hoff jemand kennt sich da noch genauer aus

    Kenn ich auch

    Hallo,


    ist doch immer wieder interessant, daß man im Forum Leute mit denselben "Leiden" trifft. Ich (66) habe diese Erscheinung seit etwa einem Jahr, allerdings mit meinem rechten Hoden. Anläßlich einer Vorsorgeuntersuchung habe ich meinen Urologen darauf angesprochen. Er hielt es für ungefährlich, solange der Hoden von selbst oder mit geringem Fingerdruck wieder herausrutscht. Ich beobachte mich weiterhin bis zur nächsten Untersuchung. Einfluß auf meinen Sex (GV und Onanie) habe ich nicht festgestellt.

    Pendelhoden

    Was ihr da so beschreibt nennt man Pendelhoden. Habe das selbst auch als Folge eines Hodenhochstandes im Kindesalter, der falsch behandelt wurde.


    Wichtig bei der Sache ist nur, daß der Hoden die überwiegende Zeit im Hodensack ist. Ansonsten wird nämlich der Hoden durch die Wärme im Körper dauerhaft geschädigt!!!


    LG, Stefan

    Re: Gleithoden

    Hallo Marcel,


    Gleithoden nennt man es dann wenn man mit der Hand die Hoden zwar in den Hodensack schieben kann, diese aber wieder sofort hochgleiten wenn man sie losläßt.


    Pendelhoden bleiben dagegen auch längere Zeit unten wenn man sie nicht festhält!


    Stefan

    Frage

    Ich habe ebenfalls das Problem, dass mir einer der beiden Hoden aus dem Sack in die Bauchhöhle rutscht, dass kommt nur bei einer Errektion vor und man muss etwas drücken um den Hoden wieder herauszubekommen. Das stört imens und ist obendrein ein äußerst ungutes Gefühl. Meine Frage: Muss man od. kann man etwas dagegen unternehmen wenn ja was. Und ist das ganze m it gewissen Risken verbunden

    Hallo, zu Deiner / Eurer Frage:


    normalerweise verschließt sich der Hodenkanal vollständig, doch bei vielen Männern ist dieses nicht der Fall, somit kann es zu den sog. Pendelhoden kommen. Eine Therapie ist nicht von nöten, da es zu keiner Schädigung der Spermien und der Potenz kommt. Da ein Pendelhoden zuweilen sehr schmerzhaft und unangenehm sein kann, liegt es an einem selber ob man zu einem Urologen geht oder nicht. Eine mögliche Therapie wäre die Fixation des oder der Hoden im Hodensack.


    Eine Gefahr der Unfruchtbarkeit besteht nur dann, wenn die Hoden nach dem 2. Lebensjahr noch nicht im Hodensack liegen!


    Also, überlegt es Euch was Ihr tun wollt oder nicht. MfG

    Zitat

    Eine Gefahr der Unfruchtbarkeit besteht nur dann, wenn die Hoden nach dem 2. Lebensjahr noch nicht im Hodensack liegen

    bzw. zwar dahin drückbar sind, aber wie schon von Stefan beschrieben, ohne äußerliches Zutun eher im Leistenkanal als im Hodensack zu liegen kommen.


    Ein Pendelhoden ist genau anders herum, der rutscht gelegentlich mal hoch, aber die meiste Zeit verbringt er da wo er hin gehört.


    Deswegen ist ein Pendler auch nicht therapiebedürftig.

    Das Problem hab ich auch...;-(((

    Moin,


    hab Eure Diskussion gelesen.


    Bei mir wurde mit 14 rechts der Hodenhochstand beseitigt(Operation),links wurde nichts gemacht(Pendelhoden),d.h der war im Liegen oder so eigentlich immer oben.


    Die Reparatur rechts hat bis vor kurzem gehalten(warum hat der sich wieder gelöst???),jetzt habe ich -verbunden mit nem Leistenbruch/Hodenbruch- auch noch dort nen Hodenhochstand;-(


    Der Uro meinte,das wird eh gleich mitgemacht.


    Man würde beide Hoden(warum eigentlich beide?) unten fixieren und auf beiden Seiten den "äusseren Leistenring"(was ist das?) verengen und den Bruch beseitigen.


    Das gibt dann 2 attraktive Narben in der Leiste und eine unten am Sack....


    Deshalb möchte ich das gerne minimalinvasiv gemacht haben,aber das schein in .de schwierig zu sein.


    Gruß:


    Andy


    PS: Meine Hoden sind etwa gleichgross,so fast "kleines Hühnerei"...

    Hallo Andy!


    ein weiterer Zugang am Skrotum sollte eigentlich nicht erforderlich sein, weil es bei dir beidseits ist, muss Du auch mit zwei Schnitten in den beiden Leistengegenden rechnen. Eine Funikolyse mit Orchipexie (geht eigentlich minimal-invasiv nicht) wird kurz gesagt folgendermaßen durchgeführt: Der Samenstrang wird so weit wie möglich freipräpariert und der Hoden so weit nach unten gezogen, wie es geht und dann ganz einfach am Skrotum festgemacht, das ist eine Naht am unteren Punkt des Skrotalfachs (sieht man später nicht mehr, keine Narbe).


    Hast du Glück und gute Operateure und geht es bei dir (hängt auch vom Bruch ab) wird der Schnitt in der Leiste intrakutan (unter der Haut) mit resorbierbaren Fäden genäht, so dass diese auch nicht gezogen werden müssen ;-)


    Alles Gute!

    @Andy1978

    Auweia, bei dir wurde der Hodenhochstand erst mit 14 Jahren beseitigt??


    Hast du mal eine Spermauntersuchung gemacht, ob du zeugungsfähig bist? Normalerweise geht ein Hoden nämlich nach einer so langen Zeit in immer warmer Umgebung kaputt.


    Ich will dich ja nicht zusätzlich beunruhigen, aber diese Spermauntersuchung kann ich nur dringend raten.

    Spermauntersuchung...Was ändert das?

    Hallo,


    mir ist schon klar,daß die OP mit 14 wohl weit zu spät war.Erst wurde da mit Spritzen dranrumgedoktert,das hatte auch zeitweise Erfolg.Der Hodenhochstand(rezi...) wurde dann mit 13 bei einer Schuluntersuchung festgestellt und irgendwann in den Ferien operiert.


    Da wurde aber glaub ich nur am Sack geschnitten,jedenfalls habe ich in der Leiste keine sichtbare Narbe.


    Warum die nur die eine Seite fixiert haben,ist mir allerdings ein Rätsel....


    Genauso,warum das nicht gehalten hat.(?)


    Ist es eigentlich ein grosser Mehraufwand,bei einer LeistenbruchOP die Hoden zu fixieren?


    Und warum will der Doc beide Leisten bearbeiten?


    LG:


    Andy

    @andy

    wahrscheinlich einfach vorsorglich, auch um die Gefahr einer möglichen späteren Entartung (sprich Krebs) so gering wie möglich zu halten, wird er Dir auch den Pendelhoden fixieren.


    Der Eingriff an sich ist harmlos und sollte i.V. zur Bruch-OP keinen allzu grossen Mehraufwand bedeuten.


    lg,


    Shutt

    Das ist bei mir auch so. Bei SB im liegen rutscht der linke Hoden manchmal in die Leiste, während der rechte Hoden sehr weit unten hängt. Solang er später wieder aus der Leiste in den Hodensack zurück rutscht ist alles okay, denke ich jedenfalls. 8-)

    Hallo in diese Diskussion, ich kann euch auch etwas dazu schreiben. Bei mir liegt jedoch eine besondere Situation vor. Bei mir fehlt der linke Hoden. Vorhanden ist linksseitig nur der Samenstrang und teilweise der Nebenhoden. Bei mir ist pränatal, also vor meiner Geburt der seltene Fehler aufgetreten, dass der linke Hoden nicht angelegt wurde. Bezeichnet wird so etwas als Monorchismus und wird in der Medizin unter dem Schlüssel Q 55 gelistet. Anbei habe ich ein Bild aus "Gray's Anatomie verlinkt, welches ich entsprechend meiner Situation angepasst habe.


    http://www.abload.de/image.php…miefehlenderlindjbagc.jpg


    Weshalb ich das Bild eingelinkt habe, es ist gut zu erkennen, dass es keine Barriere gibt, die den oder die Hoden daran hindert, aus dem Hodensack in den Leistenkanal aufzusteigen. Wenn ein Hoden aufsteigt, ohne von Aussen dazu bewegt zu werden, kann das an einen etwas zu kurzen Samenstrang liegen. Da bei sexueller Erregung, aber auch bei kühlen Umgebungstemperaturen, der oder die Hoden von dem Samensträngen in Richtung Leiste gezogen werden. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass die Hoden bis in die Leiste raufrutschen. Meistens kehren die aber nach dem Orgasmus vo alleine in den Hodensack zurück. Gleiches gilt, wenn durch Druck von Aussen die Hoden in die Leiste gedrängt werden. Hier kann beim GV eine andere Stellung Abhilfe schaffen. Unangenehm ist es, wenn die Hoden stärkerem Druck durch sehr intensiven GV ausgesetzt werden. Das kann dann schon weh tun. Gefährlich ist alles jedoch nicht. Verbeleiben die Hoden andauernd in den Leistenkanälen, ist das zu beanstanden. Hier kann dann ein Arzt Abhilfe schaffen, in dem die Hoden am Hodensackgrundangenäht werden. die OP ist vergleichbar der OP bei einer Hodentorsion, wenn der betroffene Hoden noch nicht so weit geschädigt wurde, dass er entnommen werden muss. Auch bei mir kann der vorhandene rechte Hoden in den Leistenkanal gedrückt werden, ohne dass Schmerzen entstehen. Druck von oben bzw. vorne wenn ich z.B.beim GV unten liege, würde den Hoden gleich zurück in das Scrotum befördern. Das Aufsteigen eines oder selten beider Hoden in den Leistenkanal beim GV wird dadurch begünstigt, dass ja beide Hoden irgendwo vor oder zwischen den Beinen Ihren Platz beanspruchen. Wird es dabei dann zu eng, weicht "der Klügere" halt aus. Welchen dass dann betrifft, hängt überwiegend von der individuellen Person ab. Mein Tipp zur Verringerung der Wahrscheinlichkeit des Aufsteigens des/der Hoden, beim GV sollte er die Beine nicht zu eng aneinander halten sondern die Schenkel leicht geöffnet lassen. Dann kann ein Hoden zwischen die Beine ausweichen statt in die Leiste zu verschwinden.


    Sonst wünsche ich alles Gute