Nierenstein soll zertrümmert werden (ESWL)

    Hallo liebes Forum,


    ich weiß, dieses Thema wurde sicher schon hundertmal behandelt, aber ich habe für meinen persönlichen Fall noch einige Fragen...


    Zunächst meine Situation: Bei einem Ultraschall wegen Magenbeschwerden hat mein Hausarzt einen Nierenstein in der linken Niere gefunden. Daraufhin war ich heute beim Urologen, der den Befund bestätigt hat. Der Stein ist irgendwas zwischen 8-10mm groß und wird laut ärztlicher Aussage nicht von selbst abgehen. Daher wurde mir eine ESWL-Stoßwellentherapie angeraten. Dafür müsse ich eine Nacht stationär im Krankenhaus bleiben. Ich hatte mich im Voraus schon etwas mit dieser Option beschäftigt und bin natürlich gewillt, alles zu tun, womit ich eine Kolik bei Steinabgang vermeiden kann. Dass die ESWL-Behandlung individuell verschieden schmerzhaft ist und ich ein Beruhigungsmittel bekomme, weiß ich. Das muss ich also wahrscheinlich einfach abwarten. Nur habe ich nun gelesen, dass auch beim Abgang der zertrümmerten Teile häufig Koliken auftreten. Von einer Schiene hat der Urologe allerdings nichts gesagt. In zwei Wochen habe ich einen Termin zum Röntgen mit Kontrastmittel und der Urologe sagt, man könne das gesamte Prozedere über die nächsten paar Monate planen. Beschwerden hatte ich bisher keine, der Stein sitzt noch in der Niere.


    Nun meine Fragen:


    1. Ist es grundsätzlich immer sinnvoll, eine Schiene eingesetzt zu bekommen oder sind Koliken nach der ESWL eher die Ausnahme?


    2. Welche Narkosemittel werden bei der ESWL verabreicht? (Ich hatte bei meiner Weisheitszahnentfernung eine "Scheißegal-Spritze", bei dir ich alles mitbekommen habe – es war mir bloß egal. Bei einer Darmspiegelung habe ich Propofol bekommen und tief und fest geschlafen, also rein gar nichts mitbekommen. Womit ist es eher vergleichbar?)


    Habe ehrlich gesagt ziemlich Angst vor der ganzen Prozedur und hoffe, die könnt ihr mir etwas nehmen... :-(


    Viele Grüße,


    Violetta333

  • 8 Antworten

    Zertrümmerung ist kein Problem. Ein Beruhigungsmittel ist optional, so war es bei mir. Es gibt nichts Aufregendes, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Der weitere Verlauf ist unterschiedlich, je nachdem wie die Trümmer abgehen. Es kann, besonders nachts zu leichten Koliken kommen, die jedoch problemlos mit Arzeneien beherschbar sind. Der Abgang wird duch Pinkeln in ein Sieb kontrolliert.


    Viel Erfolg.


    Bedenke, die Alternative sind bei Nichtbehandlung extreme Koliken.


    Alternativ zur Zertrümmerung wäre eine OP!!!

    Es gibt wohl solche Harnleiterschienen, die eingesetzt werden, damit der Stein besser abgehen kann... man liest allerdings häufig, dass die sehr unangenehm sind und sogar starke Schmerzen und Entzündungen verursachen können, daher würde ich mich sehr freuen, wenn die Sache ohne so eine Schiene über die Bühne ginge. Dass du keine hattest, beruhigt mich schonmal sehr. Wie groß war denn dein Stein?


    Ich muss ja auch bei einer Urinprobe den Becher treffen, da werde ich das mit dem Sieb/Filter schon schaffen. ;-)

    Also... kurzes Update:


    Ich habe inzwischen das Röntgen mit Kontrastmittel hinter mir. Es sind wohl drei etwas kleinere Steine, die dicht beieinander liegen. Zertrümmert werden sollen sie trotzdem. Ihre Lage sei dafür wohl ganz gut und die Tatsache, dass ich eine Frau bin (höherer Wassergehalt im Körper) und noch dazu recht schlank, sind wohl auch ganz gute Faktoren für das Gelingen der ESWL-Geschichte.


    Eine Harnleiterschiene soll nicht gelegt werden, sagte der Urologe. Am 22. November soll es soweit sein. Um 7.30 Uhr muss ich mich im Krankenhaus einfinden, dann werde ich aufgenommen und ziemlich bald danach geht es auch schon los. Die Sedierung wird mit Dormicum gemacht. Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?


    Hoffentlich klappt alles ohne Zwischenfälle und die Teilchen sind danach klein genug zum rausflutschen, ohne dass ich Koliken oder einen Nierenstau bekomme... %-|