Panik vor Blasenspiegelung wg. Double J Stent Entfernung

    Hallo,


    bestimmt schimpfen jetzt einige warum wieder dieses Thema eröffnet wird. Allerdings fand ich den letzten Beitrag aus dem Jahre 2012 und lt. Aussage meines “neuen” Urologen hat sich zwischenzeitlich einiges getan.


    Zu meiner Vorgeschichte, im Jahre 2009 hat ich eine Nierencholik rechts, verursacht durch einen Harnleiterstein.

    Die Behandlung erfolgte im KH mittels ESWL. Nach der Entlassung vergingen ein paar Wochen und der Double J wurde ambulant entfernt. Ich war froh den Stein “verloren” zu haben und ging Naiv zum Urologen.


    Dieser Eingriff zum Entfernen der Schiene hat mir während der Behandlung so zugesetzt, dass ich einfach nur noch Wahnvorstellungen habe und so etwas schmerzhaftes nie lieber erleben will.


    Nun zu meinem Problem. Vor 2 Wochen ging ich ins KH mit Flankenschmerzen, da ich mich irgendwie ans Jahr 2009 erinnert habe, wusste ich was auf mich zukommen würde.


    Ergebnis, Nierencholik mit Harnleiterstein links. Der Stein wurde mittels URS komplett herausgezogen und eine “Schiene” Double J Stent gelegt !? Sorry wenn ich etwas falsche geschrieben habe, bin kein Mediziner. Dieser Eingriff erfolgte zum Glück unter Vollnarkose.


    Im Aufwachraum hab ich unter die Decke geschaut und gesehen wie mein kleiner Freund eine Verlängerung bekommen hat die in einem Beutel endete. Schwub stand der Doc neben mir und meinte alles sei gut verlaufen, der Stein sei weg und die Schiene drin.


    Entweder habe ich Wahnvorstellungen oder ich bin einfach nur ein Angsthase. Mir sind sofort die Bilder und die Schmerzen der Entfernung aus dem Jahre 2009 hochgekommen, trotz noch wirkender Restnarkose.


    Die paar Tage zuhause hab ich mir einen Urologen gesucht und bin zu einem offenen Gespräch in die Praxis.


    Hab ihm meine Vorgeschichte in Ruhe erzählt und er hat in Ruhe und ohne zu Widersprechen zugehört. So etwas gibt es nicht oft.


    Dann meinte der, der Katheter mit dem Beutel nach der OP wäre mir auch gezogen worden und ich hätte es überlebt :=o


    Klar er verstehe das ich eine Urologen Phobie hätte nach 2009.


    Es hätte sich mittlerweile aber sehr sehr viel getan und er würde ein flexibles Instrument verwenden um mir den Double J zu entfernen. Wir würden das zusammen auf jeden Fall schaffen.


    Das klingt schonmal gut und die ruhige und gelassene Art des Arztes ist mir sympathisch. Er meinte eine Zahnbehandlung in welcher der Zahnarzt des falschen Zahn betäubt ist schlimmer. Das sei ihm widerfahren ???


    Nun meine Frage an die Forengemeinde! Ist dem wirklich so? Ist die Entfernung des Double J auszuhalten oder aufgrund meiner Phobie doch eher Dämmerschlaf?

    Ich hab extrem Bammel vor dem Eingriff :-(

  • 1 Antwort

    Ich hatte früher wegen rez. Blasenentzündungen mehrere Blasenspiegelungen, auch recht unschön für mich, zum Teil wegen der Umstände oder auch wegen starker Schmerzen während der Untersuchung. Ich hatte mir geschworen: Egal was kommt, ich werde NIE NIE NIE wieder eine Blasenspiegelung durchführen lassen


    Gute 25 Jahre ging das dann auch gut, die Erinnerungen verblassten aber nicht wirklich, ich empfand es nach wie vor als eine entsetzliche Untersuchung. Im Nov. 2016 musste ich wegen einer unklaren Diagnose nach Ewigkeiten mal wieder zum Urologen. Ich berichtete von meinen halbwegs traumatischen Erinnerungen und er hat mich dann für die folgende Blasenspiegelung "kurz abgeschossen". Ich habe absolut nichts davon mitbekommen und würde JEDERZEIT wieder das "abschiessen" wählen.


    Wenn Du extrem Bammel hast, dann wähle den Dämmerschlaf.