PSA Wert zu hoch

    Mein Vater (bald 63) hatte vor ca. 3 Wochen einen PSA Wert von 6,4. Der Urologe verschrieb daraufhin 5 Tage Antibiotika. Letzte Woche war der Wert dann auf 11,4. Nun ist der Urologe im Urlaub, in 3 Wochen soll er wieder hin.

    Hat jemand schon mal einen ähnlich schnellen Anstieg erlebt und ist dies ein Hinweis auf Krebs?

  • 10 Antworten

    Der Wert schwankt natürlich immer mal. Es kann sich dabei z.b. auch um eine Entzündung handeln, allerdings hätte da der Wert eher sinken sollen.

    Mein Vater hatte einen Anstieg von 6 auf 17, dann wurde Krebs festgestellt. Ich denke der Arzt wird deinen Vater zur Biopsie schicken. Ich drücke die Daumen, dass es etwas anderes ist. Aber falls es doch Krebs sein sollte, bei meinem Vater ist das jetzt 10 Jahre her, er wurde operiert (Stadium 2c) und seit dem wurde nie wieder was gefunden.

    Ich denke auch, dass der Arzt als nächsten Schritt eine Biopsie anordnen wird. Und ja, der Wert kann ein Hinweis auf Krebs sein. Selbst, wenn es sich bestätigt: Es ist sehr gut behandelbar und die Heilungschancen sehr gut.

    Ein PSA-Wert von 11,4 ng/ml nach sehr schnellem Anstieg spricht zwar sehr für Krebs, kann aber auch eine andere Ursache haben. Immerhin erhöhen alle mechanischen Drücke auf die Prostata (insbesondere beim Radfahren und Reiten aber auch bei längerem Sitzen auf harter Unterlage) den PSA-Wert.

    Ich unterstelle, dass der Urologe eine Tastuntersuchung und auch eine Ultraschall-Untersuchung gemacht hat. Bei Krebs hätte eigentlich zumindest bei einer dieser beiden Untersuchungen etwas als unnormal auffallen müssen.

    Hilfreich wäre eine MRT-Untersuchung. Deren Kosten (ca. 1000 EURO für Selbstzahler) werden von den gesetzlichen Krankenkassen i. a. nicht übernommen.

    So bleibt zur Aufklärung noch die Biopsie.

    Ich würde bei der Vertretung des Urologen anrufen und fragen, ob dein Vater die drei Wochen Urlaub des Arztes abgewarten kann oder ob wegen des schnellen Anstiegs die Vertretung draufschauen und ggf. zur Biopsie überweisen soll.

    Der Urologe hat ja am Freitag selbst angerufen und gemeint, so schnell müsse man nicht handeln und keine Panik schieben. Es reicht leicht in 3 Wochen zu kommen. Er hat morgen einen Termin beim Hausarzt und wird da nochmal den PSA testen lassen.

    Emax schrieb:

    Ich unterstelle, dass der Urologe eine Tastuntersuchung und auch eine Ultraschall-Untersuchung gemacht hat. Bei Krebs hätte eigentlich zumindest bei einer dieser beiden Untersuchungen etwas als unnormal auffallen müssen.

    De würde ich wiedersprechen. Beides war bei meinem Vater normal. Als er einen PSA Wert von 6 hatte, wurde die Prostata biopsiert und nichts gefunden. Eine ganze Zeit später (etwa 1,5-2 Jahre) war der PSA Wert dann bei 17, Ultraschall und Tastbefund unaufällig. Erst die erneute Biopsie brachte das Ergebnis.

    Zitat

    Wir haben soeben den PSA Wert des Hausarztes bekommen. 3,68.

    Da ist also der PSA-Wert genauso schnell wieder Im "zulässigen" Bereich wie er vorher nach oben gestiegen war. Das spricht sehr dafür, dass der Anstieg nicht durch Krebs verursacht war, sondern eine andere Ursache hatte.

    Jetzt hat die Sache auf jeden Fall Zeit, bis der Urologe aus dem Urlaub zurück ist.