Verödung Krampfader Hoden

    Hi, hat jemand Erfahrung damit, wie eine Verödung einer Krampfader im Hoden abläuft, wie unangenehm das ist, wieviel man spürt, wie lange das dauert. Wie sieht es aus mit Erfolg und Risiken.


    Gruß


    Andi

  • 53 Antworten

    @andi30

    Solltest du dich für eine Behandlung entschieden haben, dann solltest du dich da gut informieren.


    Ich empfehle die minimal-invasive Methode, die für den Patienten am Besten ist, also am patientenfreundlichsten.


    Spüren tut man während der OP gar nichts.


    Die minimal-invasive Methode dauert ca. 20 Minuten, dann ist gut und vorbei. Kann halt auch ambulant gemacht werden, dann kannst danach nach Hause.


    Der Erfolg ist immer individuell, aber es gibt sehr gute Erfolgschancen.


    Risiken sind nur minimal (minimal-invasiv ;-) )


    Gruß


    eenvoudigweg

    Hi eenvoudigweg,


    vielen Dank für die Antwort.


    Entschieden habe ich mich noch nicht. Vom Urologen wurde keine Notwendigkeit gesehen, da die Krampfader relativ klein ist. Aber ich habe Beschwerden, die mich sehr nerven. Ob die durch eine Behandlung verschwinden, ist eine andere Frage.


    Ich hatte allerdings den Eindruck bisher, das mein Urologe von der minimal-invasiven Methode nicht all zu viel hält.


    Sollte man dies, wenn man sich dazu entscheidet, einfach vom Urologen machen lassen, oder genauer recherchieren, wo man es machen lässt. Die Frage ist, wo man herausbekommt, "wer das am Besten kann".


    Du schreibst ja, dass man sich zuvor genau informieren sollte. Was meinst Du damit konkret ?


    Ich war vor ein paar Monaten sicherheitshalber noch bei nem anderen Urologen. Der meinte, die kleine Krampfader könnte eigentlich keine Beschwerden machen. Ein dritter meinte ebenfalls, er könnte sie operieren, wenn ich denn nun unbedingt möchte, aber es wäre nicht nötig. Das alles hat mir nun aber auch nicht wirklich weiter geholfen.


    Insgesamt muss ich sagen, dass ich aus mehreren Gründen Angst vor einer Behandlung habe.


    1. Angst vor dem Eingriff allgemein


    2. Angst vor Komplikation


    3. Angst vor Risiken


    4. Angst dass nachher Beschwerden auftreten, die vorhaer nicht da waren.


    Okay, der Psychologe würde sagen, eine ängstliche Persönlichkeitsstruktur, geb ich ja zu.


    Ach ja, ich hatte als Kleinkind einen Leistenbruch, mit einer Öffnung zum Hoden hin, was operiert wurde. Vielleicht hat das alles auch damit zu tun. Aber dazu konnte mir bisher auch kein Arzt was sagen.


    Gruß


    Andreas

    Man kann die Krampfader im Hoden ertasten. Sie ist vergleichsweise dick, je nach Ausprägung, und, je nach Ausprägung, recht verschlängelt. Wenn ich stehe, kann ich sie unten am Hoden ertasten. Zudem kann sie eben schmerzen bzw. schmerzempfindlich sein.

    @Andi30

    Nebenher: Bei einer ausgeprägten Krampfader im Hoden (Varikozele) hat man das Gefühl, als ob man Würmer im Hoden hat. Und man kanns dann halt eben auch sehen. Zum Beispiel könnte man mal mit einer Taschenlampe durchleuchten, in machen Fällen kann man was sehen.


    Nur mal so nebenbei erwähnt ;-)

    @Andi:

    Wegen der Beschwerden:


    Wenn du da Bedenken hast, dass das durch eine OP nicht geändert wird, dann würde ich das persönlich lassen. Eigentlich treten keine weiteren Beschwerden nach einer Behandlung auf. Deswegen sagte ich ja, du sollst dich informieren. Der Arzt muss dich über die Risiken, evtl. Nebenwirkungen und Narkose usw. alles aufklären und du musst dem einwilligen.


    Ich persönlich würde das eh im Krankenhaus machen lassen, als in einer Praxis, aber das kann ja jeder selber entscheiden.


    Du warst sicher in einer Praxis beim Urologen, oder?


    Dann ist es klar, dass er von der minimal-invasiven Methode nichts hält, weil er dazu nicht die nötige Fachkenntnis hat und es in seiner Praxis nicht durchführbar ist. Es fehlen ihm die Geräte, das Wissen und die Instrumente dazu. Deswegen würde ich dazu in ein Krankenhaus fahren...


    Es ist nun mal eben die neueste Methode eine Varikozele zu oprieren und jeder sieht es anders. Auf jeden Fall ist sie die risikoärmste und die patientenfreundlichste.


    Ich würde da genau recherchieren und mir die Ärzte ansehen. Dir fällt sicher auf, wenn dich jemand belabert oder dir helfen möchte oder wie kompetent und zuverlässig jemand ist. Das sollte man eben in einem persönlichem Gespräch rausfinden. Wer das am besten kann, kann ich dir leider auch nicht sagen :°(


    Auf jeden Fall fand ich es gut, dass du mehrere Meinungen eingeholt hast. Da fängt das informieren ja schon an. Informier dich über die Folgen einer Nichtbehandlung, über das Verfahren, wie operiert werden kann und welche Methoden es gibt. Was muss man danach beachten, wie sind die Erfolgsaussichten bei den einzelnen Verfahren. Waswird genau gemacht...sowas halt so eben...


    Dass du Angst hast ist normal. Glaub mir, das hätte ich auch und gewiss bist du nicht der Einzigste.


    All deine 4 Punkte sind verständlich (aus meiner Sicht zumindest). Ich denke nur, dass wenn man die minimal-invasive Methode nimmt, kannst du bei Pnkt 2-4ganz beruhigt sein. Punkt 1 ist normal, das haben alle, wenn sie operiert werden.


    Im OP sind mind. 5 Leute. 1 Operateur, 1 Assistent, 1 Instrumentierender, 1 Springer und 1 Anästhesist die alles dafür tun, dass es dem Patienten gut geht und alles glatt läuft. Sie alle passen auf dich während der OP auf.


    Mit dem Leistenbruch hat es meiner Meinung nach nix zu tun.


    Wo war der Leistenbruch? Links?


    Gruß


    eenvoudigweg

    Hi eenvoudigweg,


    vielen Dank für die ausführliche Antwort.


    Sooo ausgeprägt scheint es bei mir ja nicht zu sein. Es dauert schon einige Zeit des tastenden Suchens, bis man die Krampfader findet. Sie ist im untersten Bereich des Hodensackes. Wie gesagt, die Ärzte sahen an sich keine Veranlassung zur Operation, nur die Schmerzen sind halt enorm störend, da der Hoden sehr sehr empfindlch ist. Fahrrad fahren beispielsweise ist überhaupt nicht möglich.


    Ich denke aber, ich werd vorher noch mal zum Neurologen gehen, da ich auch in der Vergangenheit schon öfter Last mit Nervenschmerzen an ganz anderen Stellen hatte. Vielleicht steckt ja doch etwas anderes dahinter. Dann würde die Operation möglicherweise keinen Erfolg bringen, das wäre schon sehr ärgerlich. Das weitere ist ja, dass ich Morbus Bechterew habe im untersten Bereich der Wirbelsäule. Vielleicht kann ein eingeklemmter Nerv von dort auch eine Ursache sein, was die Sache aber wahrscheinlich nicht besser machen würde.


    Nun, wenn eine Behandlung der Krampfader nötig wird, hoffe ich ja sehr, dass eine minimal-invasive Behandlung möglich und ausreichend ist.


    Bei ner minimal-invasiven OP ist das ganze doch auf jeden Fall nur mit örtlicher Betäubung, oder ?


    Ich frage nur, weil Du von 5 Ärzten geschrieben hast. Ein Anästhesist wäre doch dann nicht nötig, oder ?


    Eine Operation mit Vollnarkose wäre das, wovor ich am meisten Angst hätte.


    Bei dem Leistenbruch damals soll durchaus der Darm bis in den linken Hoden reingedrückt haben. Kann mich selber nicht erinnern, da ich noch sehr klein war, das von Geburt an schon hatte.


    Gruß


    Andreas

    Hey Andi30 ;-)


    Die Schmerzen sind meiner Meinung nach eine Indikation zur OP.


    Ich bin nur leider (noch) nicht auf dem Fach der Neurologie gebildet *nur ein kleiner dummer Schüler ist* ;-)


    Deswegen kann ich dir da leider nichts zu sagen, da weiß ich noch nichts drüber.


    Dann hast du natürlich Recht, dann würde eine OP kein Erfolg bringen. Zumal du ja auch sagst, dass du Morbus Bechterew hast, würde ich das abchecken lassen. Hinterher ist die OP umsonst, und das will keiner.


    Hmm...


    leider muss ich dich enttäuschen.


    Die minimal-invasive Methode wird in einer 20-minütigen Narkose gemacht. Danach is fertig und du wirst wieder wach und kannst ausschlafen.


    Ich habe nichts von 5 Ärzten geschrieben ;-) Ich meinte mind. 5 Personen sind im Saal. Und klar: Wenn ein Anästhesist dabei ist, wird auch eine Narkose durchgeführt.


    Ich kann verstehen, dass man Angst vor der Vollnarkose hat. Ich kann dir nur sagen: Mind 5 Personen sind im OP dabei die alle samt auf dich aufpassen, dass alles glatt läuft und bei dir sind und auf dich aufpassen.


    Hmm, eine Varikozele infolge eines Leistenbruches in den Hodensack...ehrlich gesagt: keine Ahnung.


    Varikozelen sind zu 90% linksseitig, da die Vena spermatica/testicularis in einem fast 90° Winkel in die linke Vena renalis (Nierenarterie) eintritt.


    Ich glaub eher nicht, dass du dadurch eine Varikozele hast.


    Gruß


    eenvoudigweg

    eenvoudigweg:

    Zitat

    Hmm...


    leider muss ich dich enttäuschen.


    Die minimal-invasive Methode wird in einer 20-minütigen Narkose gemacht.

    Hi eenvoudigweg,


    hatte auf mehreren Internetseiten dazu etwas anderes gelesen. Ich weiss nicht mehr alle Seiten, habe aber gerade eben noch folgendes gefunden:


    http://kdo-mg.medical-guide.ne…n/Varikozele/index_1.html


    • Mittels der antegraden Sklerosierung führt der Urologe in die betroffene Vene einen Katheter ein, fügt Kontrastmittel bei und verödet sie. Dieses Verfahren erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung, da der Patient nach Möglichkeit pressen soll. Auch eine Vollnarkose ist möglich.


    Gruß


    Andreas

    @Andi30

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil...


    Deswegen sagte ich ja auch: Informier dich 100%ig!


    Ich rede von der minimal-invasiven Methode ;-)


    Du redest von der antegraden Sklerosierung. Klar, das geht in Lokalanäthesie, weil gepresst werden sollte.


    Viiiiiel wichtiger wäre der nächste Satz gewesen:


    "Endoskope werden ebenfalls bei der Behandlung von Varikozelen eingesetzt. Damit wird die Vene am inneren Leistenring durch einen bestimmten Clip unterbunden"


    DAS ist die minimal-invasive Methode...


    Ebenso in der .pdf Datei:


    [u]"Durchtrennung der Hodenkrampfadervene in ihrem weiteren Verlauf per


    Bauchspiegelung. (Laparoskopie)."[u]


    Davon rede ich ;-)


    Aber die Informationen sind wirklich gut!


    Gruß


    eenvoudigweg

    Hm,


    er geht mir ja nur darum, herauszufinden, was für Möglichkeiten es gibt.


    Weisst Du, ob die antegrade Sklerosierung genauso geeignet ist wie die minimal invasive Methode ?


    Oder ist das eine schlechter als das andere in Bezug auf die langfristige Wirksamkeit. Irgendwo hab ich den Satz gelesen, dass die antegrade Sklerosierung am schonentsten ist, ohne Narkose auskommt, und dies schon mal dafür spräche, sie den anderen Verfahren vorzuziehen.


    Sehe ich das richtig, dass man die Behandlungsmethode "antegrade Sklerosierung" am wenigstens von allen Methoden als Operation bezeichnen kann, mal ganz laienhaft gesagt.


    Leider liesst man aber auch in vielen Foren, dass nach einer Behandlung einer Varikozele die Schmerzen nur vorübergehend verschwunden waren.


    Ich weiss nicht genau, ob dies Abhängig von der Art der Behandlung ist.


    Aber, besten Dank auch noch mal für die bisherigen Informationen. War sehr hilfreich im Gesamtkontext der Informationssuche für mich bisher.


    Gruß


    Andreas

    @Andi30

    Die antegrade Sklerosierung ist auch geeignet, sonst wärs ja keine OP ;-)


    Wie wirksam eine OP ist, kann man nie voraus sagen. Bei jedem schlägt eine OP anders an mit verschiedenen Erfolgen. Ein Arzt kann dir vor der Behandlung nicht versprechen, dass es so und so ausgehen wird. Er kann nur sagen, was voraussichtlich eintreten wird und wie die Behandlung gemacht wird.


    Man bezeichnet alle Methoden als eine OP, auch die antegrade Sklerosierung.


    Also bei uns waren die Erfolge eigentlich immer dabei, wir haben allerdings auch nur minimal-invasiv operiert.


    Ich persönlich würde es in Vollnarkose machen.


    Mir wäre es seeeehr unangenehm, wenn man mir in den Hodensack pieksen würde und dann dort ein Betäubungsmittel injizieren würde. Genauso möchte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, wenn mir 3 Leute in den Intimbereich glotzen.


    Zudem kommt, dass ich weiß, was gemacht wird, deswegen will ich das so auch nicht mitbekommen. Außerdem wäre mir das persönlich zu viel Stress...


    Aber jedem das Seine. Informier dich über alle Methoden. Nur du entscheidest, wie du dich behandeln möchtest!


    Gruß


    eenvoudigweg

    Zitat

    Mir wäre es seeeehr unangenehm, wenn man mir in den Hodensack pieksen würde und dann dort ein Betäubungsmittel injizieren würde. Genauso möchte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, wenn mir 3 Leute in den Intimbereich glotzen.


    Zudem kommt, dass ich weiß, was gemacht wird, deswegen will ich das so auch nicht mitbekommen. Außerdem wäre mir das persönlich zu viel Stress...

    Jetzt mach mir doch nicht noch mehr Angst !


    Nein,


    aber mit dem unangenehmen....


    Also, ich hab gerade mehrere Behandlungen wegen Hämorhoiden hinter mir, da hatte ich auch Angst, das das sehr unangenehm sein könnte.


    Behandlung auf Spezialstuhl, zuvor Einlauf zwecks Darmentlehrung,


    dann so ein erschreckend grosses Teil zur Darmspiegelung mit Möglichkeit zur Entfernung kleiner Hämorhoiden. Hat auch etwas weh getan. Aber letztendlich war es gar nicht so schlimm.


    Aber zu dem, was Du geschrieben hast,


    also wenn es nicht weh tut und nicht zu lange dauert.


    Für ne Narkose könnt ich mich im Moment nicht überwinden zuzustimmen.


    Aber was meinst Du damit, dass es Dir unangenehm ist, weil Du weisst, was die machen ?


    Ich meine, ich hab mich ja ein klein wenig schon informiert, aber Du weisst es sicher besser. Ist denn da sehr unangenehmes oder so dabei ?


    Gruß und Dank


    Andreas

    @Andi30

    Hast du irgendwie eine Gefäßinsuffizienz?


    Wenn du ja schon wegen Hämorhoiden operiert wurdest...


    Hatten deine Eltern ähnliche Probleme?


    Ich weiß, wie Hämorhoiden entfernt werden.


    Auch da hätte ich es in Vollnarkose gemacht, weil ich mich ehrlich gesagt extrem schäme, SO da zu liegen und man guckt mir sonst wo hin...nee, das möchte ich persönlich nicht mitbekommen.


    Ich will dir keine Angst machen, ich hab sicher auch gut reden, weil ich nicht betroffen bin.


    Genauso weiß ich, was gemacht wird, wie eine Narkose gemacht wird, was während der Narkose gemacht wird und wie einfach der Patient wieder aufwacht. Deswegen kann ich mich da besser orientieren.


    Entscheide niemals unter Druck oder so.


    Wenn dir eine Vollnarkose nicht zusagt, dann mach das auch nicht.


    Ja, ich weiß, was gemacht wird.


    Es ist bei jedem verschieden, was unangenehm oder angenehm empfunden wird.


    Wie gesagt: Ich persönlich will einfach nicht dabei sein, wenn mir 3 Leute auf den Hodensack sehen, das finde ich persönlich einfach widerlich und peinlich. Das ist bei jedem anders.


    Zweitens: Wenn ich schon die Chance habe, es schmerzfrei zu haben, dann werde ich die Vollnarkose nehmen. Das einzige, was da weh tut, ist die Nadel, die in die Hand gestochen wird und dann ist vorbei.


    Mein Hodensack ist empfindlich und da soll keine Nadel rein. Das einzig unangenehme wäre mir der Stich und das Starren in meine Intimssphäre.


    Deswegen würde ich so ziemlich bei jedem Eingriff eine Vollnarkose machen lassen, weils mir einfach zu stressig wäre, wenn ich wach wäre.


    Aber entscheide du das, es liegt komplett bei dir.


    Gruß


    eenvoudigweg

    Hi eenvoudigweg,


    jetzt ist es mir ja schon peinlich, noch ne Frage zu stellen, nachdem Du Dir ja schon so viel Mühe mit meinen Fragen und meinem Problem gemacht hast, aber wo Du das angesprochen hast:


    Was genau ist eine Gefäßinsuffizienz ?


    Im Internet ist dazu nicht allzu viel Brauchbares zu finden, jedenfalls nicht mit Hilfe von GOOGLE


    Mit Hämorhoiden hatte mein Grossvater väterlicherseits viele Probleme,


    bei meinem Vater kann ich dazu nichts sagen, weil er mit 27 Jahren an Lungenkrebs gestorben ist,


    mein anderer Grossvater hatte immer Probleme mit der Prostata und dem ganzen drumherum, war häufig im Krankenhaus und hatte auch Probleme mit nem Leistenbruch und litt immer wieder unter nem Drehschwindel.


    Ich selbst leide unter teilweise sehr niedrigem Blutdruck (abends gehts oft runter auf 90 zu 60), Morbus Bechterew, Rückenschmerzen, immer wieder Schmerzen in allen möglichen Gelenken, Kreislaufprobleme, gelegentlich einseitige Hörstörungen ohne genauem Befund, Sehstörungen, Empfindungsstörungen wie Kribbeln in den Fingern, zur Zeit hab ich leichte Beschwerden im linken Fuss, eine Zeit lang hatte ich Gesichtsschmerzen, so dass es fast unerträglich war, die Brille zu tragen. Hatte monatelang vergeblich versucht, mich alternativ an Kontaktlinsen zu gewöhnen, bis ich eine Brille gefunden hatte, mit der ich besser klar kam, mittlerweile sind die Gesichtsschmerzen auch fast verschwunden.


    Ich muss sagen die Gesichtsschmerzen waren das grässlichste Leiden, dass ich bisher hatte.


    Aber jetzt sind es die Hodenschmerzen, die mich seit nun mehr 2 Jahren sehr sehr plagen.

    @Andi30

    Ach, das muss dir sicher nicht peinlich sein, eine Frage zu stellen. IMMER fragen, wenn was unklar ist, das ist wichtig. Und wenn ich dir helfen kann, dann freut mich das :-)


    Also, Gefäßinsuffizenz:


    Das ist einfach ein Überbegriff für eine Störung der Gefäße. Als Gefäße sind Adern und so gemeint ;-) Eine Gefäßinsuffizenz können zum Beispiel Krampfadern (Varizen) sein oder eine Störung mit den Venenklappen.


    Das mit deinem Vater tut mir ehrlich Leid. Wir haben viele mit Lungenkrebs operiert, viele habens auch geschafft aber genauso schlimm empfand ich es immer, wenn es doch nicht geholfen hatte... :°(


    Du leidest unter niedrigem Blutdruck (Hypotonie)? Das würde die Varikozele erklären und auch die Kreislaufprobleme.


    Rauchst du? Trinkst du?


    Also du hast ja wirklich viele Beschwerden. Manches ist wohl auf das Morbus Bechterwe zurückzuführen, würde ich jetzt mal sagen. Eventuell ist da auch noch was mehr neurologisches, wenn du ja Gesichtsschmerzen hast, die unerklärlich sind. Vor allem mit der Brille, stell ich mir schwer vor. Ich hab Kontaktlinsen und kenn auch das Tragen einer Brille, von daher kann ich dich da was verstehen.


    Nur wie gesagt: Ich denke, das ist was neurologisches, und da kenn ich mich (noch) nicht aus.


    Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass die Schmerzen im Hoden aufhören und im Anschluss daran du auch keine sonstigen Beschwerden hast!


    Gruß


    eenvoudigweg

    Hi,eenvoudigweg

    Zitat

    Du leidest unter niedrigem Blutdruck (Hypotonie)? Das würde die Varikozele erklären und auch die Kreislaufprobleme.


    Rauchst du? Trinkst du?

    Und da hört man immer von den Ärzten, dass Hypotonie zwar Beschwerden macht, aber keinen Schaden anrichtet. Wenn der niedrige Blutdruck die Krampfader erklären kann, kann er ja doch Schaden anrichten!


    Es hört sich vielleicht sehr ungewöhnlich an, aber ich habe noch nie geraucht und trinke absolut kein Alkohol. Als Teenager fand ich es albern, wenn andere sich durch alkoholtrinken erwachsener fühlten. Aus Protest und weil ich gar nicht so schnell erwachsen und damit älter wirken oder sein wollte, habe ich mich dem Alkohol völlig verweigert und dabei ist es auch geblieben. (... so kann man auch auffallen) Mag natürlich sein, dass kein Alkohol zu trinken vielleicht auch gar nicht mal wirklich so gesund ist.

    Zitat

    Nur wie gesagt: Ich denke, das ist was neurologisches,

    Ja, ich denke wirklich nach Analyse aller bisherigen gesundheitlichen Probleme, dass neben den bekannten Gesundheitsproblemen ein neurologisches bzw. psychosomatisches Problem in Wechselwirkung und im Gesamtzusammenhang mit eine Rolle spielt. Ich kann wirklich sagen, dass ich die Bechterew-Schübe immer nur nach ganz bestimmten Stresssituationen bekommen habe. Man kann sich da leicht täuschen, das kenn ich aus dem Fachgebiet Statistik ganz gut, aber ich denke, dass ich das doch relativ objektiv beobachten konnte.


    Enttäuschend ist da nur das Gesundheitssystem. Ich war u.a beim Neurologen und 4 Wochen in psychosomatischer Kur. Gute Strategien muss man mit der Zeit selbst entwickeln, die bekommt man dort nicht mit auf'n Weg. In der Kur, 2x20 Minuten pro Woche Einzelgespräch, 4 Stunden pro Woche Gruppentherapie mit Leuten, die ganz ganz ganz andere Probleme haben, und dann so 20 Stunden pro Woche Sport, Gymnastik, Massagen, Schwimmen usw. . Schön, hab ich aber alles auch hier zu Hause schon gehabt.


    Na ja, und die anderen Ärzte nehmen sich immer so wenig Zeit, dass es sehr schwierig ist mit seinen Fragen durchzukommen. Auf jeden Fall wurde da im Grunde auch viel Geld verschwendet, da das was man genehmigt bekommt, dann so wenig Substanz hat, das es nichts (nicht viel) bringt.


    Gruß


    Andreas