Wir haben aktuell Probleme mit unsern Servern.
In ein paar Minuten wird ein neues Update eingespielt, welches die Probleme lösen wird.
Wir bitten um Entschuldigung!

    Wie oft sollte man als Mann zum Urologen und ab wann?

    Kennt sich hier jemand aus? Gibt es da vom Arzt konkrete Vorgaben also zum Beispiel ab 40 muss ein Mann


    alle 2 Jahre zum Urologen die Prostata untersuchen?


    Und merkt ein Mann was wenn er Prostatakrebs bekommt? Oder merkt er nichts und man merkt es nur wenn man


    sich untersuchen lässt?


    Ich hab mich da mit jemand (einem Mann) drüber unterhalten und der meinte wenn man keine Probleme hat muss man auch nicht zum Urologen. Ich sehe das anders. Als Frau geht man auch zum FA und lässt sich untersuchen.

  • 18 Antworten
    Zitat

    wenn man keine Probleme hat muss man auch nicht zum Urologen.

    Richtig! Müssen sowieso nicht.

    Zitat

    Als Frau geht man auch zum FA und lässt sich untersuchen.

    man? Es zwingt auch keiner eine Frau dazu und tut auch nicht jede , nur ist es bei Frauen einfach ratsam, wegen mögl. gewollter oder ungewollter Schwangerschaft , Hormonhaushalt, Krebsvorsorge etc.pp.!


    Dies ist alles freiwillig und wird als bestimmte Vorsorgeuntersuchungen , jenachdem, ab einem gewissen Alter angeraten und empfohlen, nicht mehr und nicht weniger.


    Jeder entscheidet immer noch für sich selbst.


    Eine Prostatauntersuchung z.B. wird (glaube ich ) ab gut 40zig empfohlen, bin mir aber nicht ganz sicher.

    Zitat

    Und merkt ein Mann was wenn er Prostatakrebs bekommt? Oder merkt er nichts und man merkt es nur wenn man sich untersuchen lässt?

    Der Krebs in der Prostata entsteht altersbedingt durch einige Krebszellen, die sich irgendwann zu einem Tumor vereinigen können. Vorher können diese aber den Harnfluss behindern und eine Vergrößerung der Prostata erzeugen. Daran kommt kein Mann ??Ü70?? vorbei.


    Symptome für Prostatakrebs sind allenfalls Probleme bei der Blasenleerung und damit verbunden Resturinbildung. Diese Symptome sind allerdings auch bei einer altersbedingten gutartigen Vergrößerung der Prostata vorhanden.


    Der PSA-Wert im Blut ist ein Messwert für einen etwaigen Prostatakrebs. Bis 4,0 gilt er als harmlos. Über 10 gilt er als höcht krebs-verdächtig.


    Dieser Wert kann allerdings durch Entzündungen oder mechanischen Druck auf die Prostata (z.B. beim Radfahren oder Reiten) oder nach GV überhöht sein.


    Eine Untersuchung zur Feststellung der Größe der Prostata ist jedenfalls ratsam.


    Falls dann der Verdacht auf Krebs geäußert wird, ist allerdings Vorsicht für das weitere Vorgehen angesagt. Sehr häufig wird die Entfernung der Prostata empfohlen. Für den Patienten bedeutet dies aber auch, dass er inkontinent wird und ab dann bis an sein Lebensende Windeln tragen muss.


    Ich habe in der Prostataproblematik schon etliche eigene Erfahrungen und bin zu deren Mitteilung an Andere gerne bereit.

    Zitat

    und der meinte wenn man keine Probleme hat muss man auch nicht zum Urologen.

    Ja und Nein.


    Eine präventive Untersuchung ist natürlich nie verkehrt.


    Allein schon um sein Gemüt zu beruhigen.


    Allerdings sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen, wenn erste Anzeichen auftreten.


    Das heißt - wie auch schon Emax schrieb - wenn man Probleme mit dem Wasserlassen oder dem Ejakulieren hat.


    Auch eine leichte Blasenentzündung kann ein Zeichen sein.


    Je früher etwas erkannt wird desto einfacher ist es dann etwas dagegen zutun bzw. schlimmeres zu verhindern.


    Insofern hast du recht, dass man so eine Untersuchung schon mal machen lassen kann obwohl man noch nichts bemerkt.


    Man sollte es aber auch nicht übertreiben - denn wenn man alles regelmäßig an Organen untersuchen würde nur weil man im Risikoalter ist würde man nur noch bei Ärzten sitzen.

    Es ist allgemein bekannt, dass die meisten Männer entweder gar nicht, oder zu spät zu Ärzten gehen. Schätzungsweise sterben sie deswegen früher als Frauen. Der Betreffende sollte einfach beim Hausarzt einen Check-Up machen lassen und sich eine Überweisung zum Urologen geben lassen.

    Jeder Mann ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Müssen muß niemand ;-D


    Aber wenn Mann wartet, bis er Beschwerden hat, kann es durchaus sein, daß bereits ein fortgeschrittenes Stadium eines Tumors erreicht ist. Dann kann Mann niemand anderem die Schuld geben ... :-/


    Mann kann auch die Augen vor den Risiken des Lebens zumachen und abwarten. Manchmal gehen sie an einem vorbei :)^


    Trotzdem: der kluge Mann baut vor, besser sorgt vor. Und das wohl spätestens ab ca 50/55 Jahren.


    Gruß!

    Und wie schaut es mit Hodenkrebs aus? Männer sollten sich regelmäßig selbst abtasten. Das haben wir


    zumindest so im Unterricht gelernt aber wieviel Männer machen das auch? Sind die dazu auch zu faul?


    Emax kennst du dich aus was man macht wenn jemand Prostatakrebs hat? Ich hab gelesen Testosteron


    soll das verschlimmern. Heißt das Männer bekommen dann das Testosteron aus dem Blut gefiltert oder


    wie soll das gehen? Aber ohne Testosteron werden die doch dann total fett und depressiv. Das klingt ziemlich


    schlimm.

    @ anni4u

    Man bekommt dann Hormonspritzen.


    Und zum Abtasten der Hoden hast du natürlich recht.


    Das sollte man schon ab und an mal machen.


    Wenn man allerdings keine harten oder festen Dinge ertastet ist man eigentlich auf der sicheren Seite.

    Zitat

    muss man auch nicht zum Urologen. Ich sehe das anders. Als Frau geht man auch zum FA und lässt sich untersuchen.

    Hängt definitiv vom Alter ab. Was magste denn bei nem 25-jährigen Mann, der beschwerdefrei ist und keine Familiengeschichte hat, groß untersuchen/vorbeugen?


    Vorsorgeuntersuchungen, wie es sie spezifisch für Frauen gibt, sind bei Männer erst später vorgesehen.

    Zitat

    Männer sollten sich regelmäßig selbst abtasten.

    Körperpflege...?

    Abgesehen von normalen Check-up-35 ab dem 35.Lebensjahr alle 2 Jahre und der Hautkrebsvorsorge ist ab dem 45.Lebensjahr der Prostata-Check vorgesehen. Natürlich wird keiner "gezwungen" aber verkehrt ist es auch nicht.

    Zitat

    Emax kennst du dich aus was man macht wenn jemand Prostatakrebs hat?

    Wenn man (eventuell oder vermutlich) Prostatkrebs hat gibt es folgende Möglichkeiten:


    - Operative Entfernung der Prostata mit der höchstwahrscheinlichen Folge einer Inkontinenz. (Wird meist vom Arzt empfohlen)


    - Bekämpfung des Krebs durch Hyperthermie. (Wird von einigen Ärzten und einigen Kliniken gemacht.)


    - Bekämpfung des Krebs durch Elektroporation (Eine neue Methode, die nur von wenigen Ärzten angeboten wird)


    - Bekämpfung des Krebs mit Bestrahlung (Wo es dafür Möglichkeiten gibt, ist mir nicht bekannt.)


    - Bekämpfung des Krebs durch Hormonbehandlung. (Hat schwere Nebenwirkungen hilft aber für einige Jahre)


    - Abwarten und häufig den PSA-Wert bestimmen lassen und erst reagieren, wenn der rasant ansteigt. (Das mache ich jetzt.)

    Zitat

    Ich hab gelesen Testosteron soll das verschlimmern. Heißt das Männer bekommen dann das Testosteron aus dem Blut gefiltert oder wie soll das gehen? Aber ohne Testosteron werden die doch dann total fett und depressiv. Das klingt ziemlich schlimm.

    Testosteron beschleunigt das Zellwachstum und damit auch jeden Krebs. Insofern kann der Krebs gebremst werden, wenn dem Körper eigenes Testosteron entzogen wird. Über diese Methode und deren Nebenwirkungen habe ich allerdings keine Informationen.


    Ich nehme an, die Nebenwirkungen sind ähnlich denen der Hormonbehandlung. Diese Methode kommt für mich nicht in Betracht. Ich kann mir vorstellen, dass ein Mann davon depressiv werden kann. Allerdings sind mir auch Männer bekannt, denen die Prostata total entfernt wurde und die danach wegen ihrer Inkontinenz depressiv wurden.


    Wenn es bei mir kritisch werden sollte ??bevor ich aus anderen Gründen sterbe?? werde ich mich entweder für Hyperthermie oder Elektroporation entscheiden.

    Bei der operativen Entfernung gibt es aber auch unterschiedliche Variante von "ganz brutal" bis "relativ leidlich", und damit duerfte auch die Wahrscheinlichkeit zusammenhaengen, mit der mit Inkontinenz zu rechnen ist.


    Wenn ein relativ ausgepraegter Prostatakrebs vorhanden ist, wird im Zweifelsfalle von aussen her operiert, und es muss dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit mindestens die gesamte Prostata entfernt werden, wenn nicht sogar noch umliegendes Gewebe einschliesslich Muskelanteilen und Nerven. Dass dann ein bunter Reigen von Negativerscheinungen auftreten kann von Impotenz ueber Inkontinenz zu Schmerzen und vor allem zu keiner wirklich heilenden Massnahme, liegt nahe.


    Je lokal begrenzter der Tumor ist, desto schonender kann insgesamt operiert werden, so dass Inkontinenz durchaus nur in leichter Form auftreten und ggf. sogar eine gewisse Potenz erhalten bleiben kann. Die OP kann dann durch die Harnroehre ausgefuehrt werden, was zwar auch nicht gerade angenehm ist, aber immer noch deutlich weniger heftig als das Aufschneiden von aussen. Es wird z.T. dann nur der innere Teil der Prostata entfernt. Derartige OPs werden auch bei gutartigen Vergroesserungen durchgefuehrt, um u.a. wieder eine moeglichst vollstaendige Entleerung der Blase zu ermoeglichen (typ. Krankenhausaufenthalt ca. 1 Woche hoechstens).


    Eine jaehrliche Untersuchung beim Urologen kann also nur dringend angeraten werden, wobei diese Untersuchung ueblicherweise das manuelle Abtasten der Prostata, das Abnehmen wichtiger Blutwerte wie PSA, das Abtasten der Hoden und das Inspizieren der aeusseren Geschlechtsorgane, das Messen des Harndurchflussess, das Absuchen des Urins auf Blutzellen, das Bestimmen des Restharns mittels Ultraschall, das Untersuchen der Prostata mittels transrektalen Ultraschalls, das Untersuchen der Harnblase mittels Ultraschalls und vor allem auch noch das Untersuchen der Nieren mittels Ultraschall einschliesst.


    Was die PSA-Werte betrifft, ist gerade auch das Beobachten der individuellen Verlaufswerte von Interesse, um einen auf den Mann bezogenen starken Anstieg gut erkennen zu koennen. Daher sind die regelmaessigen Untersuchungen auch sinnvoll, um eine fortlaufende Folge von Blutwerten vorliegen zu haben.


    Leider gehen viele Maenner viel zu spaet, viel zu unregelmaessig oder gar nicht zum Urologen, so dass Krebserkrankungen oft in einem unnoetig weit fortgeschrittenen Stadium entdeckt und dann nur schwer therapiert werden koennen.


    Beim (externen) Bestrahlen koennen u.a. Probleme dadurch auftreten, dass der Enddarm direkt neben der bzw. teilweise um die Prostata herum verlaeuft. Allerdings hat es u.a. dank erheblicher Verbesserungen bei der Strahlentherapie (rechnergestuetzte Planung, inverse Planung/Therapie, modulierte Felder etc. etc.) deutliche Fortschritte gegeben. Und bei den Operationen gibt es mittlerweile OP-Roboter, die die Handgriffe des Chirurgen umsetzen. Vor ca. 2 Jahren habe ich einmal gesucht und ca. gut 20 Kliniken in Deutschland ermitteln koennen, die bereits einen derartigen Roboter im Einsatz hatten.

    Zitat

    Eine jaehrliche Untersuchung beim Urologen kann also nur dringend angeraten werden, wobei diese Untersuchung ueblicherweise das manuelle Abtasten der Prostata, das Abnehmen wichtiger Blutwerte wie PSA, das Abtasten der Hoden und das Inspizieren der aeusseren Geschlechtsorgane, das Messen des Harndurchflussess, das Absuchen des Urins auf Blutzellen, das Bestimmen des Restharns mittels Ultraschall, das Untersuchen der Prostata mittels transrektalen Ultraschalls, das Untersuchen der Harnblase mittels Ultraschalls und vor allem auch noch das Untersuchen der Nieren mittels Ultraschall einschliesst.

    Das ist aber eine sehr ausführliche Vorsorgeuntersuchung, wie sie der Hausarzt im Rahmen der normalen Vorsorge bei mir noch nie gemacht hat. Für Risikopatienten mit familiärer Vorbelastung mag das sinnvoll sein, aber für alle Männer im entsprechenden Alter?

    Es ist ja schon gesagt worden, müssen tut keiner. Ab einem bestimmten Alter, z.B. wenn es allmählich in Richtung 60 geht, wird von allen möglichen Seiten empfohlen, da hin und wieder mal draufschauen(drücken) zu lassen. Für viele Männer ist das eine ausgesprochen unangenehme Vorstellung und das, was da gemacht wird, ist in der Tat nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Aber das ist es für Frauen auch nicht, wenn sie sich auf den Bock legen und vom Gynäkolögen ins volle Menschenleben schauen lassen sollen. Immerhin lässt sich durch das Abtasten der Drüse nicht nur feststellen, wie groß sie in etwa ist, sondern auch, ob es Verhärtungen oder andere Unregelmäßigkeiten gibt, die weiter abgeklärt werden sollten.


    Die bloße Empfehlung, das ab einem bestimmten Alter mehr oder minder regelmäßig kontrollieren zu lassen, reicht für viele als Motivation oft nicht aus. Da muss dann schon irgendwas sein, also Harndrang und es kommt nix, pissen müssen und es tröpfelt bloß, nachts dauernd Druck auf der Blase und es kommt nix, ein müdes Rinnsal, wo früher mal ein kräftiger Strahl war, brennen beim Pissen und ja, als ob das nicht reicht, er will einfach nicht mehr hoch und entsprechend auch nicht mehr rein und wenn es mit Ach und Krach dann doch mal geht, dann kommt nix mehr.


    Das ist dann der Punkt, wo der eine oder andere dann doch mal allmählich über einen Besuch beim Urologen nachdenkt.


    Es ist hier mehrfach darauf hingewiesen worden, dass eine vergrößerte Prostata für Männer ab einem bestimmten Alter normal ist. Eine Hormongeschichte, die etwas mit der Testosteronproduktion zu tun hat. Das heißt, dass nicht jede Vergrößerung zwangsläufig bösartig sein muss. Das sollte aber abgeklärt werden, denn je früher es geklärt ist, desto früher kann man im Bedarfsfall intervenieren und desto besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen.


    Das Gefährliche am Prostatakrebs ist nicht der Befall der Drüse, sondern dass er streut. Das lässt sich aber, nach allem, was darüber geschrieben und berichtet wird, ganz gut kontrollieren.


    Wie immer und überall, gibt es auch hier unterschiedliche Sichten. Eine lautet, dass viele Männer nicht am, sondern mit dem Prostatakrebs sterben, also die Deckel infolge von Altersschwäche zumachen, bevor sie der Krebs dahinrafft. Das hängt damit zusammen, dass das Prostatakarzinom eher zu den langsam wachsenden Krebsarten gehört. Es gibt dann zwar Beschwerden, wie sie hier schon mehrfach beschrieben wurden, aber das muss nicht zwingend eine medizinische Indikation für einen Radikaleingriff, also Entfernung der Prostata mit allen daraus resultierenden Konsequenzen wie Inkontinenz, Impotenz etc. sein.