• 2. Abtreibung gefährlich?

    Ich komme gerade voll durchweint vom Arzt. Ich bin innerhalb eines Jahres jetzt das zweite Mal ungewollt schwanger geworden. Der Arzt machte mich fertig, blöde Bemerkungen wegen Verhütung und hat mir Angst gemacht dass die Gebärmutter verletzt wird und das Risiko beim zweiten Mal viel höher ist. Stimmt das wirklich? Macht mir Angst, aber er klang obwohl…
  • 76 Antworten
    Zitat

    Meinst du jetzt gesundheitliche Risiken oder das Risiko einer Schwangerschaft.


    Geringere gesundheitliche Risiken statt einer Spirale kann man nur mit Kondomen, Diaphragma oder NFP umgehen. Sowohl die Pille als auch andere hormonelle Methoden haben ein größeres Risiko.

    ja, so sieht es aus. Verstehe beim besten Willen nicht warum der Arzt der Frau NACH der Abtreibung die sichere und risikoarme Spirale verwehrt. Ich finde das unverantwortlich.

    @ doomhide

    Zitat

    Das ist meines Wissens nach nicht richtig. Es ist nicht legal sondern straffrei.

    Es wäre Teil einer reinen Grundsatzdiskussion, das Fass aufzumachen, warum rechtlich gerade diese Formulierung gewählt wurde.


    ??meiner persönlichen Meinung nach eben genau darum, damit man "grundsätzlich" von Seiten der Gesetzgeber den Konservativen dieses Zugeständnis macht, da immer mit der Moral bzw. dem Recht ankommen zu können, ohne aber dass es in der tatsächlichen Praxis irgendeine einschränkende Rolle spielt??


    Was die "Schuld" betrifft. Es ist doch schwachsinnig, da von Schuld zu reden. Ungewollte Schwangerschaften passieren, genau wie Unfälle. Ist doof, ist aber so. Mir soll mal ein Mensch begegnen, der noch nicht mal irgendwo wissentlich oder unwissentlich ein Risiko eingegangen ist. Im Idealfall hat es den Ausgang: "Huch, das ging ja gerade nochmal gut" (diese Erfahrung echt noch nie gemacht?) oder eben es geht schief.


    Wenn jemand einen Autounfall hat, wird ihm auch nicht die Behandlung verweigert oder gar mit dem Finger auf ihn gezeigt: Selbst Schuld, was nimmst Du auch am Straßenverkehr teil; und es wird diesbezüglich auch kein Unterschied gemacht, ob er nun angeschnallt war oder nicht oder schon vorher in einen Unfall verwickelt war.


    Bei ungewollten Schwangerschaften ist das für manche Menschen irgendwie anders. Das werde ich nie verstehen.

    Hallo Lokakona,


    tut mir leid, dass dein Arzt nicht sensibler reagiert hat – und dich nicht so aufgefangen hat in deiner Unsicherheit, wie du es dir gewünscht hättest.


    Hast du denn schon ein Beratungsgespräch gehabt? Sicherlich kannst du dort deine Fragen noch einmal stellen. Dein Körper ist es in jedem Fall. Und er (damit auch du) ist es wert, wenn du genau weißt, was da mit und in dir passiert.


    Warum denkst du denn, dass "man" nicht mehrmals abtreibt?


    Ich wünsch’ dir alles Gute! Nimm dich ernst!


    Beloved_Jane

    Sorry, kann mir nachfolgenden Kommentar nicht verkneifen.

    Zitat

    - der arzt ist schuld -

    Er hat eine Mitschuld. Die TE hat nach der ersten Abtreibung für sich einen Wunsch bzgl. sichererer Verhütung gehabt. Dieser wurde vom Arzt mit einer VERALTETEN! Begründung abgelehnt. Ergo ist er nicht unbeteiligt, weil er eine sicherer Verhütung verweigert hat. Ohne, dass es dabei um individuelle medizinische Gründe ging.


    Fakt ist nun mal, dass Frau für einige sicherer Verhütungsoptionen nun mal auf den Arzt angewiesen ist. Gerade für die (m.M.n.) "unkomplizierteren" (ja, das sind Pille und Spirale für mich. Weil nicht ständig in der Situation dran denken, weil kein nerviges Gefummel mit irgendwelchen Zusatzobjekten,...).

    Ich bin auch keine Expertin aber so weit ich weiss wird mit fortgeschrittener Schwangerschaft die Gebärmutterschleimhaut weicher. Eventuell fehlt da Rückbildungszeit wenn 2 Ausschabungen knapp hintereinander folgen und der Arzt schätzt das Risiko deshalb höher ein.


    Am besten frag ihn bzw. einen anderen Experten wodurch das Risiko bei einer 2. Ausschabung konkret höher ist bzw. sein könnte als bei der ersten.


    Alles Gute!

    Zitat

    Ich wollte mir nach dem ersten Abbruch eine Spirale legen lassen, aber der Arzt wollte sie mir nicht geben,w enn ich noch keine Kinder habe.

    Zitat

    Die Gynefix wurde auch schon 16 Jährigen eingesetzt, die keine Kinder bekommen haben. Das ist heutzutage alles möglich.

    Sehr seltsam. Als ich mir vor ein paar Jahren (mit 22 oder so) eine Gynefix setzen lassen wollte, hat der Arzt eine halbe Stunde lang versucht mir eine Spirale aufzuschwatzen und die Kette als überteuerten Werbegag hingestellt.


    Naja, anderes Thema. Wenn du kein Kind haben willst, dann solltest du keins bekommen. Damit tust du niemandem einen Gefallen. Und eine Geburt ist sicher nicht weniger Risikoreich als eine Abtreibung, wenn es dir nur darum geht.

    Laut Studien nehmen sich Kupferkette und normale Spirale wirklich nichts. Ausser im Preis. Da hat dein Arzt schon Recht ;-)


    Auch die normalen Spiralen gibt es in verschiedenen Größen, auch normale Spiralen können schon Teenagern gesetzt werden, die noch nie geboren haben.

    Frauenärzte sind leider häufig Stümper. Erschreckend wenig Ahnung über Verhütung oder eben einen Vertrag in der Tasche. Da bleibt einem als Frau leider nichts anderes übrig als sich selbst umfassend zu informieren, um sich dann einen guten Frauenarzt zu suchen.

    Zitat

    Laut Studien nehmen sich Kupferkette und normale Spirale wirklich nichts. Ausser im Preis. Da hat dein Arzt schon Recht

    Mag sein. Nur finde ich, wenn ich eine Kette möchte und einen Termin dafür mache, dann sollte er nicht eine halbe Stunde lang die Spirale lobpreisen und auf den paar Euro Preisunterschied rumreiten. Wenn er die Kette blöd findet, braucht er sie ja nicht anbieten.Ich bin dann übrigens ohne wieder gegangen.

    Mein Frauenarzt hält auch nichts von der Gynefix, er findet sie völlig überteuert und die machen wohl auch recht aggressiv Werbung dafür bei den Ärzten. Er hat auch Erfahrung mit dem Legen, weil er sie selbst längere Zeit gelegt hat (seine Praxiskollegin legt sie immer noch), aber er konnte keine Vorteile zur Spirale erkennen (auch nicht was Nebenwirkungen angeht) und hat sich dann entschieden, es nicht mehr zu machen. Es gibt in der Praxis mehrere Anrufe täglich für das Legen der Gynefix, meist junge Studentinnen, aber dass man mittlerweile auch eine Spirale legen lassen kann, egal ob man schon ein Kind geboren hat oder nicht, wissen die Damen nicht. Ich hatte übrigens auch überlegt, mir die Gynefix legen zu lassen, aber bei mir kommt es nicht in Frage, weil die Dicke meiner Gebärmutterwand gerade so reichen würde, mir wurde dann davon abgeraten.

    @ L'appelDuVide:

    Warum denn dann ohne? Mein FA (der damals noch nicht meiner war, sondern der einzige, der die Gynefix setzt) hat damals auch eine Gold-Spirale angeboten, als ich zum Termin für die Gynefix kam. Ich schätze, da hängen irgendwelche Provisionen dran. Er meinte, die Goldlily sei verträglicher und günstiger. Ich bin dennoch bei der Kupferkette geblieben, diese normale Spiralenform hat mir einfach Angst gemacht. :-/ (Das hab ich natürlich für mich behalten. :-D ) Der FA hat meine Entscheidung nie kritisiert.

    Zitat

    aber er konnte keine Vorteile zur Spirale erkennen (auch nicht was Nebenwirkungen angeht) und hat sich dann entschieden, es nicht mehr zu machen.

    Naja, für mich eigentlich DER Vorteil überhaupt, dass man bei der Gynefix merkt, wenn sie rausfällt und der Schutz somit nicht mehr gegeben ist.


    Wenn eine "normale" Spirale sich verschiebt, sie verrutscht usw., dann kann der Schutz beeinträchtigt sein, ohne, dass man etwas davon mitbekommt, da es nicht unbedingt zu Schmerzen führen muss, wenn eine Spirale verrutscht.


    Sonst, klar, eine "normale" Spirale verhütet genau wie eine Kupferkette.

    So unterschiedlich ist das Empfinden - ich empfinde beispielsweise den Gedanken, dass die Gynefix in der Gebärmutterwand verankert wird, als total unangenehm. Hätte ich aber trotzdem machen lassen, wenn die Nebenwirkungen, die es bei der Verhütung mit der Kupferspirale gibt, tatsächlich gering bis garnicht bei der Gynefix vorhanden wären. Mein Frauenarzt hat diese Erfahrung leider nicht machen können, er stellte keinen wesentlichen Unterschied fest, und eine Garantie gibt es eben nicht, das wäre mir dann auch ein zu teures "einfach mal Ausprobieren, ob es bei mir geht" gewesen. Und damit fiel diese Art der Verhütung eh raus, genauso jegliche hormonelle Verhütung.