• Abtreibung bei 15-jähriger Tochter ohne mein Wissen?!

    Guten Tag! Ich habe mich hier ganz neu angemeldet, um mein Problem zu schildern; die Seite schien mir seriös. Ich habe zuvor noch nie in einem Forum geschrieben, aber ich kann diese Angelegenheit zum Schutz meiner Tochter niemandem aus der Familie oder von meinen Freunden erzählen, obwohl ich es gern tun würde. Ich fange jetzt einfach mal an: Ich habe…
  • 185 Antworten

    Hallo,


    ich habe mitgelesen und finde es toll, dass Milchmithonig dem Mädchen hilft! :)=


    Natürlich ist es schade, dass das Mädchen mit solchen Sorgen nicht zu ihren Eltern gehen kann.


    Die Freundin der Tochter hat nicht das Vertrauen zu den eigenen Eltern und wenn dann milchmithonig als "Ersatz-Vertrauensperson" ihr helfen kann ist das doch gut.


    Toll, dass es solche Menschen gibt.


    Und ich hoffe, dass die Eltern es nicht irgendwo hintenrum erfahren!


    Ich wünsche Alles Gute für morgen @:)

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    Bei mir würde sich wie gesagt, das Gewissen regen, dass da auf der anderen Seite die Eltern des Mädchens sind, die nichts davon wissen u. evt. durch einen Zufall davon erfahren. Zumal, wenn man sich noch nicht mal richtig kennt u. die Hintergründe nur aus Erzählungen weiß. Auch weiß ich nicht, ob ich gut damit umgehen könnte, wenn das Mädchen seine Entscheidung hinterher bereut u. ich quasi direkt mit dabei war. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    milchmithonig wird doch aber die entscheidung des mädchens in keinster weise beeinflussen, kann sie im grunde auch gar nicht, sie ist einfach nur dabei als erwachsener beistand (wenn überhaupt gebraucht). sie bietet sich den jugendlichen (ihrer tochter und der freundin) an für den fall der fälle, und das soll nun zu einem schlechten gewissen führen? wenn das mädchen hinterher seine entscheidung bereut, dann konnte und kann milchmithonig daran nichts ändern, ihr eben nur beistehen.

    die entscheidung fällt so oder so allein das mädchen, egal ob mit oder ohne wissen der eltern. stell dir doch mal vor, irgendjemand anders will für sie entscheiden, wie denkst du wird das mädchen dann mit der entscheidung leben?

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    Für mich wäre es trotzdem nicht die richtige Entscheidung, das Mädchen zum Eingriff zu begleiten bzw. abzuholen.

    Das schließt nicht aus, dass ich mich zum Reden anbieten würde! Ich finde, es ist so oder so eine schwere Entscheidung: Geht man mit, hat man evt. Gewissensbisse ggü. den Eltern, geht man nicht mit, macht man sich auch Gedanken darüber! Ich würde es den Eltern des Mädchens auch nicht selbst sagen, aber meine Hilfe anbieten, wenn sie es evt. doch sagen will. (bei dem Gespräch mit anwesend sein, so kann man sich auch selbst einen Eindruck von den Eltern machen) Drängen kann man sie dazu aber nicht.


    Ich stamme selbst aus einem sehr strengen Elternhaus. Einmal dachte ich auch, ich bin schwanger (war es dann aber nicht). Ich weiß noch, was ich für Angst hatte, es meiner Mutter zu sagen. Und ich war noch 2 Jahre älter, also, schon erwachsen, wohnte aber noch bei meinen Eltern. Meine Mutter hat dann auf mein Geständnis auch dementsprechend überreagiert. %:| Dennoch war es für mich die richtige Entscheidung, es zu sagen. Gerade, wenn man noch unter einem Dach lebt, ist es nicht so einfach, so was einschneidendes zu verheimlichen. Gerade, weil es so eine Entscheidung für viele Frauen auch kein Pappenstiel ist u. es einen hinterher evt. noch quält.


    LG! @:)

    @ Tuffarmi:

    Natürlich ist und bleibt es die Entscheidung des Mädchens! Es ist ihr Körper u. ihre Zukunft! Und ja, es wäre schlimm, wenn jemand anderes für sie entscheiden würde!


    Trotzdem würde ICH mich nicht wohlfühlen, wenn ICH mitgehe, es evt. Komplikationen gibt oder sie mit ihrer Entscheidung hinterher nicht zurechtkommt. Ich würde mich da schon ein Stück weit dafür mit verantwortlich machen. Aber das ist meine Sichtweise. Für mich würde es sich eben nicht gut anfühlen. Wenn MilchmitHonig hinter dieser Entscheidung steht u. mit den daraus resultierenden Eventualitäten klarkommt, ist doch alles gut! :-)


    LG! @:)

    Wahrheit währt am längsten...


    Ich würde frage, ob sie mal einen kleinen Moment Zeit hätte...


    Du wärst in ihrem Zimmer gewesen und hättest den Zettel gefunden...


    Und so weiter und sofort... Vielleicht wird sie froh sein, wenn DU sie drauf ansprichst. Als ich in dem Alter war, hätte ich mir eingeschi**en, wenn mir sowas passiert wäre... Auflauern o.ä. finde ich blöd... Redet in Ruhe darüber... @:)

    Sorry, habs gerade gesehen...


    Ich hatte den Thread seit gestern geöffnet und da hat sich das nicht akualisiert; da waren nur die ersten Beiträge zu sehen :-p Mittlerweile waren es jetzt schon ein paar mehr ;-D

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    Hinzu kommt, dass ich in diesem Falle nicht wüsste, ob die Eltern wirklich so schlimm sind, wie es aus den Erzählungen der Mädchen hervorgeht! In dem Alter finden einige ihre Eltern doof oder zu streng. Klar, wenn das Vertrauen fehlt, ist es auch schwierig, auf die Eltern zuzugehen u. mit ihnen über so eine wichtige Sache zu reden. Aber ich frage mich auch, warum ist die Tochter der TE so oft bei ihrer Freundin, wenn die Eltern solche Drachen sind u. schläft sogar öfter mal dort?

    Weil die Eltern ihre Tochter vielleicht lieber unter ihrem Dach haben, damit sie wissen, mit wem sie Umgang hat?

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    Zudem denke ich, dass keine Eltern in dem Alter begeistert wären, wenn die Tochter schwanger ist. Aber es kann passieren u. man kann darüber reden u. eine annehmbare Lösung finden für sein Kind finden. :)z Ich glaube, selbst meine Tochter hätte vor so einem Gespräch Angst gehabt u. wir haben ein sehr gutes Verhältnis u. können über alles reden. Doch ich glaube, davor hätte jede junge Frau in dem Alter Angst, weil sie auch nicht weiß, wie es weitergehen soll. Nicht immer ist die Angst vor so einem Gespräch gerechtfertigt, sie entsteht oft auch in den Köpfen der Heranwachsenden. In der Pubertät empfindet man ja manches als ablehnend. ;-)

    Ich finde die Angst vor einem Gespräch ist aber etwas total anderes, als dann tatsächlich eine Abtreibung ohne Wissen der Eltern durchführen zu wollen. Das ist ein ganz anderes Kaliber und geht über Angst vor einem Gespräch haben, hinaus. Und es gibt durchaus Eltern, die eine für sich annehmbare Lösung finden und dabei nicht danach fragen, was ihr Kind wirklich davon hält. Aber die Diskussion darüber ist müßig – die Betroffene ist 16 und ihr wird ganz offiziell zugestanden, dass sie selbst am besten weiß, wie sie mit dieser Situation umgehen will. Außerdem kennt sie ihre Eltern am besten.

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    Trotzdem würde ICH mich nicht wohlfühlen, wenn ICH mitgehe, es evt. Komplikationen gibt oder sie mit ihrer Entscheidung hinterher nicht zurechtkommt. Ich würde mich da schon ein Stück weit dafür mit verantwortlich machen.

    Da ist es natürlich besser, wenn die 15Jährige Tochter sich damit rumzuplagen hat... Nee, anfangs hatte ich auch das ungute Gefühl, die anderen Eltern irgendwie zu hintergehen. Aber bei genauerer Betrachtung würde ich wohl doch so viel unterstützen, wie die Freundin meines Kindes es zulässt – auch im Interesse meines Kindes. Wenn man die Eltern gut kennen würde, wäre es nochmal etwas anderes für mich. Aber so, wie es sich darstellt, würde ich die beiden so viel wie gewünscht unterstützen. Was ist denn, wenn meine Tochter nicht damit klar kommt, dass sie bei der Abtreibung dabei war, oder wenn die Freundin hinterher wirklich bereuen sollte und das bei meiner Tochter ablädt? Auch das würde ich ihr so weit wie möglich abnehmen wollen.

    Es ist und bleibt nun mal ein großer "Eingriff", wobei die körperliche Seite noch den geringsten Anteil daran haben dürfte.


    Und für mich ist es nie eine Frage einen Menschen in Not zu unterstützen. Doch ebenso gibt es auch immer (eigene) Grenzen die man setzen sollte/die ich setze – je nach Situation in verschiedener Hinsicht – auch bei älteren/"erwachsenen" Leuten.


    Und auch wenn es bei einer 16-jährigen (rechtlich sowie auch moralisch, da bin ich absolut auch der Ansicht) ihre ganz eigene Entscheidung ist ob sie abtreibt oder nicht – man kann in dem Alter die Eltern einfach nicht außen vor lassen bei seinem (Hilfs)Verhalten, seinen Überlegungen wie man vorgeht. Denn noch immer sind die Eltern insgesamt fürsorgepflichtig usw. solange -hier- das "Kind" noch minderjährig ist. Was, wenn das Mädchen nachher nicht damit umgehen kann? Wenn Komplikationen auftreten?


    Wenn ich mir vorstelle, die Freundin meiner Tochter mit deren Mutter ich auch gut befreundet bin, würde damit zu mir ankommen und mich bitten sie da durchzubegleiten ohne ihre Mutter zu informieren.....Puhh...ganz ehrlich? Ich wäre überfordert (auch, wenn ich mit der Mutter nicht befreundet wäre, dann aber nicht ganz so schlimm).


    Sicher würde ich die Tochter nicht abweisen. Keine Frage. Aber ich würde ihr dann glaube ich von meinem Dilemma erzählen. Wie hier schon oft genug gesagt wurde: wer sich mit 16 in so eine Situation bringt, der hat sich auch schon davor für erwachsen genug gehalten das Risiko einzugehen indem er Sex hatte. Dann muß er (bzw. sie) auch damit umgehen können, wenn ich sage: "Du, für mich ist das jetzt aber auch ein Problem.".


    Und mal egal ob man die Eltern kennt oder nicht – ich würde ihr das auf jeden Fall sagen. Dass es zwar rechtlich kein Problem darstellt, aber ich eben auch sobald ich ihr helfe eine Position einnehme, in der ich mich zumindest noch wohl fühlen möchte. Deshalb auch: unterstützen, mit ihr reden, für sie dasein (sie kann sich bei mir ausheulen/ausko....), aber aktiv (sie begleiten): Nein.

    Nur für den Fall der Fälle, falls es so rübergekommen sein sollte:


    Nein, wenn das Mädchen nicht will, dass die Eltern was erfahren, dann würde ich auch nichts sagen. Nur muß es dann mit der Konsequenz leben, dass ich auch nur eingeschränkt helfen kann, bzw. werde.

    @ Isa

    Ja, wobei man nicht wieder diskutieren muss, ob alle Frauen nach einer Abtreibung seelisch leiden. Jedoch ist es eine sehr intensive und weittragende Entscheidung. Bei einer 16jährigen kommen noch andere Probleme dazu. Es ist erstens ein gewisser Druck da, dass man als Teenie eben kein Kind bekommen soll. Und wenn die Eltern so streng sind, kann es auch sein, dass sie als 16jährige auch vor allem deshalb abtreibt, damit die Eltern nicht von ihrer Schwangerschaft, ergo ihrem aktiven Geschlechtsleben erfahren. In der Realität sie aber, wie sie immer sich auch entscheidne würde, sie unterstützen würden. Das ist eben auch der Knackpunkt. Könntest, bzw. deine Tochter, auch in diese Ecke gedrängt werden,v on ihr, ihren Eltern, das zu verheimlichen. Ach, schwer das in Worte zu fassen. Aber wie ich schon gesagt habe, ich würde darüber exakt reflektieren. Es ist relativ weitreichend. Also weitreichender, als z.B. der Freundin der Tochter ein Alibi zu geben, dass sie bei dir war und die Nacht sich in der Disse um die Ohren geschlagen hat. Immerhin sind ihre Eltern noch die Erziehungsberechtigten.


    Noch als angehende Juristin ein wenig persönliche Gedanken zur Rechtslage. Es ist keineswegs so, dass mit 16 ein Mädchen frei darüber entscheiden kann, ob sie abtreibt. Die notwendige geistige Reife ist ein schwammiger Begriff. Es gibt durchaus Fälle, der bekannteste aus Sachsen Anhalt, dass ein 16jähriges Mädchen eben nicht gegen den Willen der Eltern abtreiben durfte (Ergänzung: klingt erst einmal hart, aber im konkreten Fall entschied sie sich der auf Druck des Freundes und seiner Eltern für den Abbruch, vorher wollte sie das Kind). Das Jugendamt wollte der Mutter temporär das Sorgerecht entziehen, es an einen Mitarbeiter des Jugendamtes übertragen, der dem Abbruch zustimmen würde. Wurde dann im Eilverfahren kassiert. Das Mächen konnte sich eben nicht darauf berufen, dass die notwendige geistige Reife festgestellt worden ist. Was wäre wenn, hätte es sie den Eltern gar nicht gesagt, ist ne andere Frage. Das wäre wie in diesem Fall: Die Eltern erfahren nichts, können also juristisch nichts dagegen unternehmen. OK, bin noch lange keine Anwältin, aber Rechtssprechung ist eben keine exakte Wissenschaft. Da wird fallbezogen unterschiedlich entschieden. In der Praxis werden ihre Eltern maximal auf dich mega sauer sein. Könnte aber formaljuristisch doch ein Problem werden, falls erst durch deine Unterstützung (Fahrdienst) der Gang zum Abbruch möglich geworden wäre.

    Zitat

    Da ist es natürlich besser, wenn die 15Jährige Tochter sich damit rumzuplagen hat... Nee, anfangs hatte ich auch das ungute Gefühl, die anderen Eltern irgendwie zu hintergehen. Aber bei genauerer Betrachtung würde ich wohl doch so viel unterstützen, wie die Freundin meines Kindes es zulässt – auch im Interesse meines Kindes. Wenn man die Eltern gut kennen würde, wäre es nochmal etwas anderes für mich. Aber so, wie es sich darstellt, würde ich die beiden so viel wie gewünscht unterstützen. Was ist denn, wenn meine Tochter nicht damit klar kommt, dass sie bei der Abtreibung dabei war, oder wenn die Freundin hinterher wirklich bereuen sollte und das bei meiner Tochter ablädt? Auch das würde ich ihr so weit wie möglich abnehmen wollen.

    Absolut, ja. Es ist auch in Ordnung, die persönliche Grenze woanders zu setzen, klar, aber für mich klingt es seltsam, das dann "verantwortliches Handeln" zu nennen, als sei etwas anderes irgendwie unverantwortlicher. Jeder hat seine Grenzen der Belastbarkeit und auch der Hilfsbereitschaft, und die zu kennen und zu kommunizieren ist grundsätzlich eine gute Sache. Ich würde mich in diesem Fall auch als Puffer anbieten, ich halte einiges aus. Hält man spätere Konflikte, die sich womöglich ergeben, aber nicht gut aus, ist es besser, das von vornherein klarzustellen.

    Piranhabraten

    Zitat

    Es ist keineswegs so, dass mit 16 ein Mädchen frei darüber entscheiden kann, ob sie abtreibt. Die notwendige geistige Reife ist ein schwammiger Begriff.

    Stimmt. Das zu entscheiden liegt aber nicht an der helfenden Freundin, bzw. deren Mutter, sondern an dem Arzt, bzw. der Beratungsstelle.


    Wobei ich als Freundin/Mutter der Freundin – also irgendwie involvierte schon dann aktiv werden würde (in der Hinsicht mich hilfesuchend an JA zu wenden z.B.), wenn ich deutlich merke, dass das Mädchen völlig überfordert ist und gar nicht weiß was es da tut (entscheidet).


    Shojo

    Zitat

    Jeder hat seine Grenzen der Belastbarkeit und auch der Hilfsbereitschaft, und die zu kennen und zu kommunizieren ist grundsätzlich eine gute Sache. Ich würde mich in diesem Fall auch als Puffer anbieten, ich halte einiges aus. Hält man spätere Konflikte, die sich womöglich ergeben, aber nicht gut aus, ist es besser, das von vornherein klarzustellen.

    Es geht mir nicht um Belastbarkeit oder ein nicht Aushalten von Konflikten. Sondern um ein Handeln, welches ich mit mir selbst vereinbaren kann, hinter dem ich stehen kann.

    Ich kann die Begründung dahinter nicht nachvollziehen, darum suche ich vermutlich nach anderen Gründen, die sich mir besser erschließen.