• Abtreibung bei 15-jähriger Tochter ohne mein Wissen?!

    Guten Tag! Ich habe mich hier ganz neu angemeldet, um mein Problem zu schildern; die Seite schien mir seriös. Ich habe zuvor noch nie in einem Forum geschrieben, aber ich kann diese Angelegenheit zum Schutz meiner Tochter niemandem aus der Familie oder von meinen Freunden erzählen, obwohl ich es gern tun würde. Ich fange jetzt einfach mal an: Ich habe…
  • 185 Antworten
    Zitat

    Ein Kind ist kein Besitz und sein Vertrauen kein einem zustehendes Eigentum, das kein anderer anfassen darf. Vertrauen ist ein Privileg, das ein Mensch dem anderen gewährt oder eben nicht, manchmal zu Recht, manchmal nicht.

    Trotzdem ist das Mädchen eine Minderjährige und die TE nicht die Erziehungsberechtigte dieses Kindes.


    Vielleicht sollte sich die TE auch darüber schlau machen ob sie sich im Falle des Falles nicht strafbar macht wenn sie da ihre Finger mit im Spiel hat.


    Und mal ehrlich, wer hatte in dem Alter so ein wahnsinnig Bomben-Verhältnis zu den Eltern?


    Da wird gezankt, gezickt und ja...das da nicht alles eitel Sonnenschein ist ist doch auch klar.


    Pubertät lässt grüßen.


    Da ist es oft der Fall das andere Personen doch netter erscheinen weil man mit den eigenen Eltern im Klinsch ist.


    Ich finde es sehr weit aus dem Fenster gelehnt hier zu schreiben die Mutter des Mädchens wäre ach sooo böse und furchtbar und überhaupt

    Monika65

    Zitat

    Ich sehe es als mangelndes Vertrauen und ja, das würde sehr an mir kratzen, allerdings weniger an so etwas nichtigem wie Eitelkeit. Und deshalb würde ich das auch einer anderen Mutter nicht antun, jedenfalls nicht so aktiv, vor allem, wenn ich wenig von dieser Mutter weiß.

    In dem Fall wäre es ja fehlendes Vertrauen. Ich verstehe zwar, dass Du Dich mit der Mutter des Mädchens identifizierst. Aus meiner Sicht spielt sie in dieser Konstellation schlichtweg keine Rolle. Es macht für mich keinen Unterschied, ob die Freundin sich einer 15jährigen oder einer 35jährigen anvertraut. Das ist eine andere Ebene. Das, was Du ansprichst ist die Beziehung zwischen der 16jährigen und deren Mutter. Wenn die 16jährige zu ihr kein Vertrauen hat, dann hat sie das schon selbst zu verantworten und kann sich ja dann fragen, warum ihre Tochter sich ihr nicht anvertraut hat, sollte sie es jemals erfahren. Also "angetan" sie es sich selbst. Aber vielleicht findet die 16jährige ja auch einen Brief vor. Wenn ich die TE bin kann ich zwei Dinge tun - ich biete dem Mädchen meine Begleitung an oder nicht, biete ihr auch an sie zu unterstützen, falls sie mit ihrer Mutter/Eltern reden will und wenn sie es nicht will, dann akzeptiere ich es. Alles andere finde ich übergriffig, weil gegen ihren Willen.


    Rechtlich hat die 16jährige das Recht, sich selbst zu entscheiden ohne Eltern. Ich wüsste nicht, warum ich ihr dieses Recht aberkennen sollte.

    Zitat

    schwierig, wenn ich höre, meine Tochter hat abgetrieben und die Mutter ihrer Freundin (die ich vielleicht auch noch persönlich kenne) war mit und sagte mir nichts – ich wäre stinksauer und empört.

    Wenn ich höre, meine Tochter hat abgetrieben und die Mutter ihrer Freundin (die ich vielleicht auch noch persönlich kenne) wusste das und hat meiner Tochter nicht geholfen, ich wäre sehr verwundert und sehr traurig. Zum einen darüber, dass sie sich mir nicht anvertrauen konnte, zum anderen darüber, dass sie sich jemanden anvertraut hat und derjenige ihr nicht zur Seite stand. Und das auch noch, um mich nicht zu hintergehen.


    Meine Mutter (und wir hatten immer ein gutes Verhältnis) wäre ein riiiiieeeesenhindernis gewesen. Niemals hätte ich ihr von einer Schwangerschaft und Abtreibung erzählt. Statt dessen hätte ich das Kind bekommen, weil meine Mutter mivh davon überzeugt hätte. Furchtbar.

    @ ag-ks...

    Zitat

    Und mal ehrlich, wer hatte in dem Alter so ein wahnsinnig Bomben-Verhältnis zu den Eltern?


    Da wird gezankt, gezickt und ja...das da nicht alles eitel Sonnenschein ist ist doch auch klar.


    Pubertät lässt grüßen.

    Manchmal werden aber auch einfach die unmöglichsten, gestörtesten Menschen Eltern. Bei kleinen Kindern hat da auch noch jeder ne Meinung zu.. "wie können die nur,..", "das arme Kind.." und sobald die 14 Lenzen überschritten sind, ist einziger Grund und Ursache für schief hängende Haussegen die pöse, pöse Pubertät.


    Und letztendlich ist es auch egal, wo da der Hase im Pfeffer liegt, die 16jährige hat keine Verpflichtung, sich den Eltern anzuvertrauen. Und sie kann sich Hilfe suchen, wo auch immer sie möchte. Ich möchte daran jetzt einfach nichts schlimmes sehen, dass es dann Menschen (ausserhalb der Familie) gibt, die sie nicht im Regen stehen lassen. Kein Kind kann was für seine Eltern und die, die die unfähigen, verständnislosen haben, haben dann einfach Pech gehabt, oder wie?

    Zitat

    Ich finde es sehr weit aus dem Fenster gelehnt hier zu schreiben die Mutter des Mädchens wäre ach sooo böse und furchtbar und überhaupt

    Niemand behauptet das. Es ist Sache des Mädchens, das zu beurteilen. Und wenn sie zu dem Schluß kommt, sich ihren Eltern nicht anvertrauen zu können oder zu wollen, ist das doch erstmal zu respektieren. Völlig egal, ob irgendein außenstehender zu dem Schluß kommen würde, die Eltern seien ja gar nicht so schlimm.

    Zitat

    Ich finde es sehr weit aus dem Fenster gelehnt hier zu schreiben die Mutter des Mädchens wäre ach sooo böse und furchtbar und überhaupt

    Tut hier keiner.

    Zitat

    Vielleicht sollte sich die TE auch darüber schlau machen ob sie sich im Falle des Falles nicht strafbar macht wenn sie da ihre Finger mit im Spiel hat.

    In Syrien bestimmt. Oder auf dem Mars.

    Zitat

    Vielleicht sollte sich die TE auch darüber schlau machen ob sie sich im Falle des Falles nicht strafbar macht wenn sie da ihre Finger mit im Spiel hat.

    wird ja immer abstruser hier.


    wenn es legal ist, dass eine 16jährige ohne das einverständnis ihrer eltern abtreibt, warum soll sich dann milchmithonig strafbar machen, weil sie der freundin beisteht? ":/

    Zitat

    Ich finde es sehr weit aus dem Fenster gelehnt hier zu schreiben die Mutter des Mädchens wäre ach sooo böse und furchtbar und überhaupt

    lehnen sich hier einige leute weit aus dem fenster! ;-)

    Zitat

    Trotzdem ist das Mädchen eine Minderjährige und die TE nicht die Erziehungsberechtigte dieses Kindes.

    behauptet sie das? nein!

    Ich würde behaupten, dass die Handlungen der TE keinen Einfluss auf das schwangere Mädchen haben. Wenn sie Abtreiben will, dann will sie das und wird das auch durchziehen. Ob sie nun begleitet wird oder nicht, ob die TE sie davor und danach berät oder nicht.


    Deswegen würde ich mich dazu entscheiden sie zu begleiten. Es ändert sich nichts an der Situation, aber vielleicht kann man das alles etwas angenehmer gestalten. Alternativ würde ich eingehend mit meiner eigenen Tochter darüber reden, sie vorbereiten, was sie bei dem Arzt der den Abbruch bereitet erwartet, sodass sie mit ihrer Freundin mitgehen kann und ihre eine stabile Schulter zum anlehnen bieten kann.


    Das ist, in meinem Verständnis das Verhalten das eben gerade nicht "ach, meine Tochter war doch nicht schwanger, nur ihre Freundin. Naja, geht mich ja nichts an" bedeutet.


    Eltern kann man sich leider nicht aussuchen, aber ab einem gewissen alter kann man selbst bestimmen, wem man sich anvertraut oder nicht. Das war zwar primär die Tochter der TE, aber sie müsste ja sonst auch nicht weiter mit der TE über das Thema reden, wenn sie nicht will.

    Hier ist ja eine richtige Diskussion entbrannt.


    Da die meisten mir doch recht geben, gehe ich mal davon aus, dass meine Einstellung nun nicht völlig verrückt und ungewöhnlich ist. ;-)


    Ich kann jetzt nicht auf alles eingehen, aber ich möchte noch Isabell antworten: Ich kann dich durchaus verstehen. Ich mache mir schon Gedanken um die Mutter des Mädchens, ABER ich fühle mich hauptsächlich meiner Tochter und ihrer Freundin verpflichtet. Zu meiner Tochter habe ich ein gutes Verhältnis; Intention meines Threads war, dass ich ja von dem Termin erfahren habe und nun nicht wusste, was ich weiter machen soll!! Ich habe ja sogar erwogen, nichts zu sagen, um ihre Entscheidung zu respektieren. Natürlich hätte es mich als Mutter traurig gemacht, wenn sie das ohne mein Wissen durchgezogen hätte. ABER es war ja so, DASS ich es eben erfahren hatte und nun damit umgehen musste. Ist ja logisch, dass ich dann da reagiere. Aber die Mutter der Freundin weiß es nicht. Ich kann es ihr nicht sagen, denn mit 16 (habe mich nun genau informiert) hat sie das Recht, das alleine und ohne Wissen der Eltern zu machen. Nun, dieses Recht hat sie, und das werde ich ihr nicht nehmen. ;-) Ich weiß, dass es dir v.a. darum geht, dass es deiner Meinung nach nicht an die Mutter denke. Und doch, das tue ich. Aber wie soll ich das deiner Meinung nach nach außen tragen? Ich werde es der Mutter nicht sagen, dazu habe ich gar nicht das Recht. Was soll ich also sonst machen? Ich biete dem Mädchen meine Unterstützung an, weil sie die meiner Meinung nach braucht!


    Zum Thema Begleiten: WENN sie das WILL, würde ich mitgehen, ja. Warum ist das ein größerer Verrat an ihrer Mutter? Wenn ich nur abhole, habe ich es genauso gewusst und toleriert. Und da, Isabell, sehe ICH Doppelmoral, ehrlich gesagt... Wenn ich mitgehen als Verrat sehe, aber abholen akzeptiere.


    Und dass das Thema jetzt für mich vom Tisch ist, stimmt ja wohl mal gar nicht. Ich helfe und überlege und grüble, was ich genau sagen und machen soll! An die Familie des Mädchen denke ich sehr wohl, aber dem Mädchen selbst bin ich mehr verpflichtet.


    Heute hat mir meine Tochter mehr von der Familie ihrer Freundin erzählt. Sie sind streng katholisch und Abtreibung ist für sie genauso eine Sünde wie Sex vor der Ehe. Die Freundin meiner Tochter meint, dass das Verhältnis zu ihren Eltern nach einer Abtreibung völlig zerstört wäre. Sie will das Kind aber auf keinen Fall. Das sind für mich Gründe genug, es der Mutter nicht zu erzählen. DENNOCH werde ich morgen mit der Freundin sprechen! (Wenn sie das will!!) Und ihr genau erklären, was er für Möglichkeiten gibt (Adoption gibt es ja auch) und mit ihr überlegen, wie sie es ihren Eltern doch sagen könnte. Wenn sie diese Möglichkeiten aber ablehnt (wovon ich ausgehe), werde ich da nicht weiter sticheln.


    Ich hoffe, alle können meine Gedankengänge nun besser nachvollziehen. ;-) Das Gespräch mit der Freundin werde ich suchen, wenn sie das aber nicht möchte, werde ich es dabei belassen. Auch werde ich nur mitgehen, wenn sie das möchte. Ich bin verfügbar, dränge mich aber nicht auf! :)z


    LG und eine gute Nacht wünscht


    milchmithonig

    Zitat

    Hier ist ja eine richtige Diskussion entbrannt.

    vermutlich lodert die diskussion auch weiter fort.


    ich finde in jedem fall gut und schlüssig was du vorhast! ;-)

    Danke! Das freut und bestärkt mich sehr. Normalereise bespreche ich viel mit meinen Freundinnen oder auch meinen eigenen Eltern und v.a. meinem Mann, aber da das hier nicht geht, ist es schön, sich durch so ein Forum etwas austauschen zu können.


    Das Internet ist doch nicht so doof... ;-)

    Zitat

    Das Gespräch mit der Freundin werde ich suchen, wenn sie das aber nicht möchte, werde ich es dabei belassen. Auch werde ich nur mitgehen, wenn sie das möchte. Ich bin verfügbar, dränge mich aber nicht auf! :)z

    Ich finde das gut, wie du das machst! :-)