• Abtreibung bei 15-jähriger Tochter ohne mein Wissen?!

    Guten Tag! Ich habe mich hier ganz neu angemeldet, um mein Problem zu schildern; die Seite schien mir seriös. Ich habe zuvor noch nie in einem Forum geschrieben, aber ich kann diese Angelegenheit zum Schutz meiner Tochter niemandem aus der Familie oder von meinen Freunden erzählen, obwohl ich es gern tun würde. Ich fange jetzt einfach mal an: Ich habe…
  • 185 Antworten

    Hast Du mal darüber nachgedacht, vielleicht mal bei Pro Familia anzurufen und Dich beraten zu lassen, in Deiner Position als eventuelle Begleiterin? Ich denke, dass die Dir fachkundigeren Rat geben können, als (sorry Mädels) ein Teil der Zicken hier!


    Ich finde es schade, dass ein recht wichtiger Thread gesprengt wird und es unsachlich wird. Natürlich sind verschiedene Meinungen kein Tabu, aber ein bisschen Respekt vor der Gegenseite ist immer angebracht.

    Milchmithonig macht auf mich einen sehr besonnen Eindruck. Natürlich wäre es schön, wenn die 16 Jährige genug Vertrauen zu Ihrer eigenen Mutter hätte und Außenstehende nicht nötig wären, aber das ist nun einmal nicht der Fall. Ich finde es doch etwas befremdlich, sich mehr Gedanke um das Wohl der, für die Tochter, nicht vertrauenswürdigen Mutter zu machen, statt Milchmithonig in Ihrer Rolle als Mitmensch (und ja, ziemlich plakativ, aber vor allem in Ihrer Rolle als Mitfrau) zu unterstützen. Wie wir an den letzten Abtreibungsdiskussionen gesehen haben, kann dieses Thema sehr tief spalten und auch wenn das Vertrauen zwischen Mutter und Tochter in anderen Bereichen des Lebens sehr innig und vertraut sein mag, so reicht doch eine unterschiedliche Einstellung bzgl. dieses Themas, um außenstehende Hilfe zur einzig verfügbaren zu machen.

    Ich finde die Entscheidung richtig, den Eltern der Freundin nichts zu sagen. :)z


    Ich hatte auch sehr strenge, katholische Eltern und so viel Streit mit ihnen, daß ich auf ein katholisches Mädcheninternat gekommen bin. Da hatte ich mehr Freiheiten, als zu hause! :-o :-/

    Zitat

    Hast Du mal darüber nachgedacht, vielleicht mal bei Pro Familia anzurufen und Dich beraten zu lassen, in Deiner Position als eventuelle Begleiterin?

    rolle als begleiterin?


    das mädchen wurde selbst bereits bei pro familia beraten, davon kann man ausgehen. milchmithonig wird sie, wenn es das mädchen denn möchte, einfach abholen (im zweifelsfall auch hinbringen) nach dem eingriff, was soll sie da groß beratung bei pro familia einholen? gesunder menschenverstand, einfühlungsvermögen, gefühl als mutter für eine tochter – all das scheint sie zu haben. was braucht es deiner meinung nach noch? meinst du pro familia hat da spezielle tipps? welche könnten das sein?

    Nur noch mal zur Info:


    Ich habe nirgends gesagt, dass man das Mädchen verraten sollte, bzw. ihr Vertrauen mißbrauchen, im Gegenteil.


    Irgendwie wurde mein "ich würde sie nicht begleiten" da verwurschtelt mit einem "ich würde es den Eltern sagen" – davon war nie die Rede.


    Mir ginge es eben so wie Monika:

    Zitat

    Ich kann es nicht ändern, ich empfinde es als Hintergehen der Eltern der Freundin und ich müsste schon einen sehr tiefen Einblick in ihr Familienleben haben, um so zu handeln.

    Kleio

    Zitat

    Rechtlich hat die 16jährige das Recht, sich selbst zu entscheiden ohne Eltern. Ich wüsste nicht, warum ich ihr dieses Recht aberkennen sollte.

    Auch davon war hier ursprünglich nie die Rede.

    Zitat

    .....(...)....ich biete dem Mädchen meine Begleitung an oder nicht, biete ihr auch an sie zu unterstützen, falls sie mit ihrer Mutter/Eltern reden will und wenn sie es nicht will, dann akzeptiere ich es. Alles andere finde ich übergriffig, weil gegen ihren Willen.

    Ganz genau.


    Für mich ginge es aber auch zu weit, bzw. empfände ich als übergriffig gegenüber der Familie, die Tochter zu begleiten. Unterstützung: Ja. Aktives Handeln: Nein.


    avanti

    Zitat

    ....(...)...zum anderen darüber, dass sie sich jemanden anvertraut hat und derjenige ihr nicht zur Seite stand

    Und hier scheiden sich die Geister. Ich für mich könnte ihr sehr wohl zur Seite stehen, auch wenn ich sie nicht begleiten würde. Das Eine schließt das Andere nicht unbedingt aus.


    Wobei es – ich glaube Kleio hat es auch angesprochen – letztendlich wirklich Umstände gibt, da würde ich vielleicht sehr wohl mitgehen. Dazu ist es hier dann doch zu allgemein....


    MilchmitHOnig

    Zitat

    Ich weiß, dass es dir v.a. darum geht, dass es deiner Meinung nach nicht an die Mutter denke. Und doch, das tue ich. Aber wie soll ich das deiner Meinung nach nach außen tragen? Ich werde es der Mutter nicht sagen, dazu habe ich gar nicht das Recht. Was soll ich also sonst machen? Ich biete dem Mädchen meine Unterstützung an, weil sie die meiner Meinung nach braucht!

    Das ist ja auch völlig ok und würde ich auch machen – siehe oben.


    Und von Anfang an habe ich auch gesagt, es geht nicht darum das Mädchen an die Eltern zu verraten.


    Ich hätte aber nun mal ein Problem damit sie zu einem solchen Schritt aktiv zu begleiten (siehe Monika).

    Zitat

    Und da, Isabell, sehe ICH Doppelmoral, ehrlich gesagt... Wenn ich mitgehen als Verrat sehe, aber abholen akzeptiere.

    Ich entschuldige mich, weil das das anklagend und zu heftig war. Ich versuch nochmal zu beschreiben was ich (anfangs!) beim Lesen des Fadens wahrgenommen habe: Eine Mutter, die große Angst um das Wohlergehen (emotionaler Art hauptsächlich) ihres Kindes hatte. Ihrem Kind gerne helfen wollte, es unterstützen, aber nicht wußte wie.......Kann ich sehr gut nachvollziehen. Dann auf ein Mal wendete sich das Blatt – es geht um die Freundin der Tochter, die eigene ist "aus dem Spiel". Und hier kommen wohl meine eigenen Gefühle in dem Moment hinzu: Mein erster spontaner Gedanke war eben "Ach jeee, dafür ist eine andere Mutter jetzt in ebendieser Bredoullie". Aber diesbezüglich kam von Dir (anfangs) nichts und irgendwie fand ich das...naja....:-/


    Aber wie gesagt, ich entschuldige mich, das war zu impulsiv von mir, zu einseitig gedacht und unfair Dir gegenüber, denn Du hattest da ja auch gar keine Chance Dich direkt zu äußern so wie jetzt @:)

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    Ich hoffe, alle können meine Gedankengänge nun besser nachvollziehen. Das Gespräch mit der Freundin werde ich suchen, wenn sie das aber nicht möchte, werde ich es dabei belassen. Auch werde ich nur mitgehen, wenn sie das möchte. Ich bin verfügbar, dränge mich aber nicht auf!

    :)^

    Zitat

    Hast Du mal darüber nachgedacht, vielleicht mal bei Pro Familia anzurufen und Dich beraten zu lassen, in Deiner Position als eventuelle Begleiterin? Ich denke, dass die Dir fachkundigeren Rat geben können, als (sorry Mädels) ein Teil der Zicken hier!


    Ich finde es schade, dass ein recht wichtiger Thread gesprengt wird und es unsachlich wird. Natürlich sind verschiedene Meinungen kein Tabu, aber ein bisschen Respekt vor der Gegenseite ist immer angebracht.

    Rundum verwirrend. %:| Aber schön, dass Du Dich eingebracht hast. :-D

    Zitat

    Mir täte es auch weh, wenn mein Kind sich mit so etwas nicht an mich wenden würde. "Stinksauer und empört" ist für mich aber dennoch eine eitle Reaktion, ganz bei sich und den eigenen Gefühlen und nicht beim anderen. Wäre ich in milchmithonigs Situation und würde das Mädchen jetzt so weit unterstützen, wie sie es eben möchte, und irgendwann kommt eine Furie an und tobt herum, und es stellt sich heraus, dass es die Mutter des Mädchens ist, die die unschönen Gefühle aufgrund der nicht ganz so vertrauensvollen Beziehung zwischen ihr und der Tochter auf mich projiziert und an mir abzureagieren versucht, und wäre das nicht eine erste Reaktion im Schmerz, sondern ihre langfristige Position zu der Sache – dann würde ich denken: "Ach so, deshalb konnte sich das Mädchen ihr nicht anvertrauen. Weil sie eine von den Leuten ist, die ihre Baustellen und die der anderen nicht voneinander unterscheiden können."

    naja, das ist ja mal ziemlich ausgedacht.


    Es ist die Pubertät und auch eine sonst gute Beziehung zwischen Kind und Eltern wird belastet. Die Kinder sollen und müssen sich selber ausprobieren, es ist ihnen unglaublich viel peinlich was gar nicht sein müßte und sie meinen sie haben bereits die Weisheit mit Löffeln gegessen – ist einfach so. Und deshalb muss kein nicht so vertrauensvolles oder streng katholisches Elternhaus dahinterstecken.


    Ausserdem etwas aus meinem Text rausgesucht, da ich schrieb:

    Zitat

    Das Mädchen kann sich selbst Vertrauenspersonen für ihr Problem suchen und hat das Recht, wenn sie die bescheinigte Reife besitzt, ohne Einwilligung der Eltern abzutreiben.


    Nur hat sie sich die Eltern der Freundin nicht als Vertrauensperson selbst gesucht, sondern sie wurden durch den liegengelassenen Zettel dazu gemacht.

    Aber darüber sollten wir auch gar nicht diskutieren, letztendlich finde ich die Entscheidung vom milchmithonig gut, dass Mädchen sollte auf keinen Fall damit alleingelassen werden.

    Zitat

    Es ist die Pubertät und auch eine sonst gute Beziehung zwischen Kind und Eltern wird belastet. Die Kinder sollen und müssen sich selber ausprobieren, es ist ihnen unglaublich viel peinlich was gar nicht sein müßte und sie meinen sie haben bereits die Weisheit mit Löffeln gegessen – ist einfach so. Und deshalb muss kein nicht so vertrauensvolles oder streng katholisches Elternhaus dahinterstecken.

    Darauf habe ich mich ja auch nicht bezogen, sondern ausschließlich darauf, dass ich dieses Beleidigtsein/Verletztsein zwar als ersten Impuls, aber nicht als grundsätzliche Position dazu nachvollziehen kann. Ich würde ergründen wollen, weshalb mein Kind sich nicht an mich wenden wollte, das kann aber auch zu ganz harmlosen und unschrecklichen Schlüssen führen. Ich wäre aber nicht wütend auf jemanden, der ihr dann statt meiner hilft, sondern froh, dass sie Beistand hatte. Ich sehe den müttersolidarischen Verrat nicht, den hier einige andere sehen.

    Zitat

    Aber darüber sollten wir auch gar nicht diskutieren, letztendlich finde ich die Entscheidung vom milchmithonig gut, dass Mädchen sollte auf keinen Fall damit alleingelassen werden.

    Ja, ich auch. Jetzt ist es halt so, wie es ist. Schöner wäre es natürlich, wenn das Mädchen sich den Eltern anvertrauen könnte, wenn es schwanger wäre, was es in der optimalen Welt aber gar nicht erst wäre, aber in dieser Konstellation, die sich nun mal ergeben hat, macht milchmithonig das Bestmögliche draus.

    Ich muss zugeben ich kann die ganze Diskussion über diese Solidarität unter Müttern (oder Eltern im Allgemeinen - was sollen denn die armen Väter erst sagen? Von denen hat hier noch gar keiner gesprochen) nicht verstehen.


    Es ist nicht so, dass ich nicht nachvollziehen kann, dass es die Mutter verletzen würde, wenn sie heraus bekäme, dass ihre Tochter sich in dieser schweren Situation an eine andere Person gewendet hat. Es ist nur so, dass es ab 16 und unter entsprechenden Bedingungen auch früher, die Eltern einfach nichts mehr angeht! (Klingt so böse, ich weiß, aber faktisch ist es hier so, als wäre sie volljährig) Daher ist es doch müßig hierüber zu diskutieren. Solange die Tochter es nicht will werden ihre Eltern es nicht erfahren.


    Wichtig ist daher meines Erachtens in diesem Kontext also gar nicht die Mutter, sondern die Tochter! Die Interessen der Eltern sollten vor diesem Hintergrund doch herzlich egal sein!


    Die Tochter hat sicherlich nicht ohne Grund entschieden ihre Eltern nicht einzuweihen. Sei es, weil diese wie duch die Tochter der TE angedeutet eine schwierige Einstellung zu dem Thema direkt haben, oder weil sie sich einfach wohler damit fühlt in ihrer Entscheidung dem Einfluss ihrer Eltern zu entgehen. Es ist ihr Recht so zu entscheiden und ich würde es für falsch halten sie dazu zu drängen/überreden oder gar über sie hinweg es ihren Eltern zu verraten.


    Wenn sie dich freiwillig ins Vertrauen zieht ist es vollkommen okay Hilfe anzubieten. Dann muss, wie TE ja auch schon gesagt hat, jede gegebene Unterstützung sich nach dem Wunsch der Betroffenen richten.


    Ich kann verstehen, dass einige das hinbringen als einen kritischen Faktor sehen. Abholen ist ein anderes Thema, aus medizinischer sicht sinnvoll und entlastet von dem Gedanken heimfahren zu müssen, evtl. mit Schmerzen/Narkosenachwirkungen oder ein Taxi rufen zu müssen und und und.


    Das Hinbringen sehe ich, allerdings aus anderen gründen, auch kritisch. Es mag ein schwerer Gang sein, aber ich finde sie sollte diesen alleine bzw. wenn gewollt in Begleitung einer gleichaltrigen (also der Tochter der TE) machen. Das mag sehr hart klingen, aber sie ist alt genug ihre Entscheidung zu treffen und muss diese am meisten vor sich selbst vertreten können. Hingefahren zu werden macht diesen Weg für meine Begriffe zu einfach. Dieser Weg (wieso kommt mir gerade ein Lied von Xavier Naidoo in den Kopf - irgendwie passend) ist ihre Chance sich ein letztes mal Gedanken zu machen, ein Umkehren - im tatsächlichen wie übertragenen Sinn - ist jederzeit möglich ohne groß drüber zu reden. Ein einfaches "Ich will nicht" würde vor deiner Tochter sicher völlig ausreichen. Wenn ein "Erwachsener" (selbst als Vertrauensperson) dabei ist wäre dieser Rückzieher für mich als Teenie in einer solchen Situation viel schwerer, denn vor einem Erwachsenen hat man immer den (inneren) Zwang etwas zu begründen. Insbesondere bei einer sehr autoritären Erziehung ist man doch schon aus Gewohnheit in der Defensive. Daher meine Bedenken gegenüber dem hinfahren.


    Das ist wohl gemerkt nur meine Einstellung, ich hoffe ich konnte verständlich machen was ich meine.


    Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Abtreibungsgegner, im Gegenteil. Ich hätte im selben Alter und würde auch heute aus meinen eigenen Gründen jederzeit abtreiben. Ich bin nur der Meinung, dass jeder seine Entscheidung hier alleine Treffen sollte und es vor seinem eigenen Gewissen vertreten muss. Ich denke einfach wer diesen Weg gehen kann, der kann auch sein Leben lang damit weiter gehen.

    Zitat

    Wichtig ist daher meines Erachtens in diesem Kontext also gar nicht die Mutter, sondern die Tochter! Die Interessen der Eltern sollten vor diesem Hintergrund doch herzlich egal sein!

    Was heißt "sollten"? Ich hätte eher Mühe, die Interessen der Jugendlichen zu meinen zu machen. Dazu kommt, dass mir persönlich auch nicht klar wäre, was wirklich im Interesse des Mädchens ist, denn dazu müsste ich sehr, sehr gut kennen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich selbst nicht zur Geheimnisträgerin und zur Vertrauten eines mir relativ fremden Mädchens werden wollte. Für mich wären auch die Folgen nicht abzusehen. Angenommen, das Mädchen käme hinterher mit ihrer Entscheidung überhaupt nicht klar, würde ich mich mit verantwortlich fühlen. Oder die Eltern erführen es doch und ich müsste mir dann Vorwürfe anhören?

    Hallo,


    ich möchte mal meinen Senf dazu geben. Praphrasiert will ich sagen: Deine Tochter soll sich wirklich gut überlegen, ob sie das Mädel begleiten will.


    Ich habe so etwas mit 16 durchgemacht, habe meine beste Freundin, sie war damals 17, zur Abtreibung begleitet. Sie hat es ihren Eltern im Voraus nicht gesagt, mitbekommen haben sie es später sowieso und sie hat eingesehen, dass es hilfreich gewesen wäre, sie zu informieren.


    Es ist jetzt über drei Jahre her. Und ich muss sagen, dass ich es im Nachhinein für falsch halte, sie begleitet zu haben. Falsch aus egoistischen Gründen, falsch, weil ich nicht in der Lage war, ihr so zu helfen, wie sie es brauchte.


    Wir sind zusammen in eine Operationspraxis gegangen, die nur Abbrüche durchführt. Beim Ultraschall sagte ihr die Ärztin, dass sie schon mega weit ist. Keine Frau, auch wenn sie nur Begleiterin ist, macht es sich da leicht, wenn man es auf dem Monitor sieht. Man hat zwei Optionen als beste Freundin. Man nimmt sie in den Arm, nimmt sie wieder raus, spricht mir ihr, dass sie es sich noch einmal überlegen soll, ob sie es will. Oder, was ich gemacht habe, ihr Mut machen, zieh das durch, Maus, du schaffst es schon, es schaffen ja auch viele andere... Sie ging dann in so ein Liegezimmer, in dem vier andere Patientinnen waren, So alle 15 Minuten kam eine in den OP, bzw. eine wieder raus. Zwischen Frauen, die da bitterlich weinten und schrieen dann wieder eine Frau, die erzählt, dass es ihre dritte Abtreibung ist und es ja nicht schlimm ist, blöd nur, dass die Kasse nicht die Pille zahlt. Es war wie im Horrokabinett und ich muss sagen, dass ich mit 16 einfach voll überfordert war mit dieser Situation.


    Die Freundschaft hat darunter gelitten. Zwar sieht sie jetzt nach längerer Zeit selbst, dass es ja ihre Entscheidung war, aber sie hat mir auch Vorwürfe gemacht in der Zeit danach, ich hätte ihr Mut gemacht, sie sozusagen zur Abtreibung gedrängt. Man kann da nur das Falsche sagen...ist ne voll schwierige Situation. Ich kann dir nur raten, mit deiner Tochter zu reden, damit sie vorgewarnt ist. Vielleicht klingt es hart, die beste Freundin da sitzen zu lassen, aber so eine Abbruchsache ist schwierig, ein junger Teenie ist da schnell überfordert.

    @ Monika65

    Stimme dir da zu! Am Ende ist die TE dann diejenige, die ein Mädchen zur Abtreibung gedrängt hat. Beim besten Willen, aber man muss Farbe bekommen, es kommt einfach zur Situation, in der man der begleiteten Person sagen muss, mach es, zieh es durch, du schaffst es! Oder alternativ: Lass es sein, geh wieder nach Hause, überleg, ob es wirklich willst und mach im Fal des Falles einen neuen Termin. Neutral sein ist leicht zu sagen, in der Praxis muss man Farbe bekennen. Am Ende hast dann das Mächen, das unter Umständen die Abtreibung bereut, im schlimmsten Fall noch ihre Eltern, die stinksauer auf dich sind. Vielleicht weil sie gegen Abtreibung sind. Vielleicht aber auch, weil du Komplizin warst, dass es ihnen verheimlich wurde und sie gerne ihre Tochter selbst unterstützt hätten... Nimm du und deine Tochter es nicht auf die leichte Schulter.

    @ Monika65:

    Zitat

    Ich hätte eher Mühe, die Interessen der Jugendlichen zu meinen zu machen. Dazu kommt, dass mir persönlich auch nicht klar wäre, was wirklich im Interesse des Mädchens ist, denn dazu müsste ich sehr, sehr gut kennen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich selbst nicht zur Geheimnisträgerin und zur Vertrauten eines mir relativ fremden Mädchens werden wollte.

    Damit bist du aber auch weg von den Interessen der Eltern und bei denen der Tochter und deinen Eigenen (Nicht negativ auffassen, deine eigenen Interessen sind in einer solchen Situation ebenso wichtig). Du würdest in solch einer Situation anders entscheiden und nicht als Beraterin oder Fahrdienst zur Verfügung stehen, weil du sagst das du die Jugendliche nicht gut genug kennst und die Befürchtung hast aus Unwissenheit falsch zu raten oder zu handeln. Ich finde, das ist eine sehr verantwortungsvolle Sichtweise und kann deine Bedenken nachvollziehen.

    Zitat

    Angenommen, das Mädchen käme hinterher mit ihrer Entscheidung überhaupt nicht klar, würde ich mich mit verantwortlich fühlen.

    Verstehe ich. Daher auch meine Einstellung zum "Weg" - Weniger um selbst aus einer Verantwortung heraus zu sein, sonder um dem Mädchen/der Jugendlichen die Zeit und möglichkeit zu geben eine eigenverantwortliche Entscheidung zu geben. Alles "serviert" zu bekommen ist hier meines Erachtens nicht der richtige Weg. (Ich weiß es klingt so einfach, alleine die Entscheidung abzutreiben ist auch für eine 16-Jährige nicht einfach.)

    Zitat

    Oder die Eltern erführen es doch und ich müsste mir dann Vorwürfe anhören?

    Ja, wer berät und unterstützt muss dann auch dazu stehen. Klar, die TE übernimmt damit, dass sie sich selbst als Vertrauensperson ins Spiel bring ein Teil der Verantwortung für das Mädchen. Allerdings eine Verantwortung, die das Mädchen auch nicht bereit ist ihren eigenen Eltern zuzugestehen. Ich (persönliche Meinung) wäre hierzu bereit. Du aus genannten gründen nicht und ich kann es wie gesagt nachvollziehen. Daher muss hier jeder Unterstützer genau wissen wie weit er geht und wie weit er diese Verantwortung übernimmt.

    Zitat

    Am Ende ist die TE dann diejenige, die ein Mädchen zur Abtreibung gedrängt hat.

    es wird immer leute geben, die verquer denken und solche abstrusen gedankengänge haben, daran kann man nichts ändern. andere wiederum würden wahrscheinlich ähnliche vorwürfe bringen, wenn sie die freundin links liegen lassen würde und kein offenes ohr für sie hääte, sich nicht als ansprechpartner anbieten (betonung liegt auf anbieten, nicht aufzwingen!) würde. wie man es macht, es findet sich immer jemand, der es komplett für falsch hält. von daher denke ich ist es wichtig, wie sich milchmithonig und die betroffene freundin mit der situation arrangieren und fühlen! ;-)

    Tuffarmi hat wirklich recht, jeder ist nie einverstanden! Aber ich selbst finde das, was ich tue, richtig. Ich bedanke mich für den viele Zuspruch und auch für die kritischen Stimmen!

    @ Isabell:

    Schön, dass wir einander jetzt besser verstehen. @:)

    @ Monika:

    Ich kann deinen Standpunkt schon verstehen. Allerdings werde ich versuchen, herauszufinden, was das Beste für das Mädchen ist. Im Grunde kann das natürlich nur das Mädchen selbst wissen, aber Hilfestellung kann man ja trotzdem bieten. Außerdem wurde die Entscheidung ja bereits getroffen und das akzeptiere ich.


    Die Freundin hat meinee Tochter jedenfalls jetzt darum gebeten, mit mir zu sprechen. Das sehe ich schon als Vertrauensbeweis und auch als Grund, ihr zu helfen. Wenn ich mich anbiete und sie es möchte, ist es jetzt sogar meine Pflicht. Heute wird sie im Laufe der Nachmittags vorbeikommen.


    Eine Beratung bei einer Beratungsstelle hat natürlich bereits stattgefunden, denn das ist rechtlich vorgeschrieben.


    Ich halte euch auf dem Laufenden!


    LG


    milchmithonig