Allgemeine Fragen zu (Spät)Abbrüchen

    Hallo,


    ich stelle diese Frage für eine Freundin (ich habe mit diesem Thema ja Dank Hysterektomie eigentlich nichts mehr zu tun), die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft hat und sich daher gerne näher mit den Optionen, die sie im absoluten (und sehr unwahrscheinlichen) Notfall hätte, beschäftigen möchte. Hauptsächlich auch um ihrer Angst entgegenzuwirken.


    Sie darf in gar keinem Fall ein Kind bekommen und müsste eine Schwangerschaft daher zwangsläufig beenden.


    Ich denke, dass ihre größte Angst darin besteht, eine Schwangerschaft sehr spät zu bemerken und daher eventuell nicht mehr operativ abbrechen zu können.


    Kann mir bitte jemand erklären, welche Optionen/Methoden es in/bis/ab welcher Schwangerschaftswoche es gibt? Und wie es aussieht, wenn eine Schwangerschaft wirklich sehr spät abgebrochen werden muss? Wird irgendwann zwangsläufig eine Geburt eingeleitet oder gäbe es auch dann noch die Möglichkeit einer OP, sodass die Betroffene möglichst "wenig" von dem Geschehen und dem Kind mitbekommt?


    Sie hatte unter anderem eine gynäkologische OP, weshalb ihre Gebärmutter stellenweise sehr dünn ist und im Falle einer Schwangerschaft Gefahr liefe, zu reißen. Wäre eine vaginale Geburt unter solchen Umständen überhaupt machbar oder wäre das zu risikoreich? Und wäre ein medikamentöser Abbruch zu Beginn der Schwangerschaft möglich, obwohl es kein Endometrium gibt, das, gemeinsam mit dem Embryo, abbluten würde? Fragen über Fragen..


    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand entsprechende Informationen geben könnte. Ich habe die Hoffnung, dass es ihr eventuell hilft zu wissen, was im absoluten Notfall auf sie zukommen würde.


    Liebe Grüße


    Sarah

  • 16 Antworten

    Dass man ausversehen schwanger wird kann mal vorkommen.


    Aber dass man es monatelang nicht bemerkt und dann eine Spätabtreibung vornehmen muss wohl kaum. Wenn die Regel ausbleibt sollte Frau wissen was zu tun ist.


    Wenn die Gefahr einer Uterusruptur gegeben ist, wird man wohl kaum eine normale Geburt einleiten.

    Zitat

    Sie darf in gar keinem Fall ein Kind bekommen

    Vielleicht sollte die Freundin über eine Sterilisation nachdenken!?

    Sie ist sterilisiert und hat aufgrund der oben erwähnten OP (Endometriumablation - die eine Einnistung grundsätzlich nicht zu 100% unmöglich macht) keine Blutungen mehr.


    Es ist klar, dass eine Schwangerschaft nahezu ausgeschlossen ist und es zudem sehr unwahrscheinlich ist, eine Schwangerschaft lange nicht zu bemerken aber dennoch hat sie da Angst vor und wüsste eben gerne, was schlimmstenfalls auf sie zu kommen könnte, eben auch um etwas entspannter zu werden. Das diese im Endeffekt sehr irrational sind, weiß sie. Dennoch sind sie leider da..

    PS. @Plüschbiest: Dennoch mal rein theoretisch angenommen, dass soetwas vorkommt (weder die Steri, noch die Ablation sind theoretisch zu 100% sicher, erstrecht in jungen Jahren). Gibt es dann tatsächlich jederzeit die Möglichkeit einer OP? Quasi einem Kaiserschnitt o.ä.? Oder wäre das irgendwann aufgrund der Größe des Kindes o.ä. nicht mehr möglich?

    In Deutschland kann man bis zur 14.ssw legal operativ abtreiben.


    Danach wird die Geburt mit Tabletten/gel eingeleitet wenn gute Gründe (krankes Kind/ kranke Mutter) bestehen.


    Im Ausland wäre noch eine weitere Möglichkeit die Kinder operativ abzutreiben, dazu werden sie im Mutterleib auseinander geschnitten und die einzelnen Teile abgesaugt. Sorry für diese Beschreibung, aber ist ja eben so.

    Danke für die Antwort, Honey :-)


    Illegal und/oder im Ausland ist natürlich auch nicht das wahre. Also wäre es - hierzulande - nach der 14. Woche keinesfalls mehr operativ möglich? Auch nicht in Form einer Sectio?

    wenn eine Gefahr für die Mutter besteht, dann wird die Schwangerschaft so abgebrochen, wie es eben nötig ist, mit dem geringst möglichen Risiko für die Frau.

    Dankeschön, das klingt wohl schonmal etwas "besser". Ich/wir hatten angenommen, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt definitiv überhaupt nicht mehr operativ geht. Eine Geburt würde man ihr psychisch und körperlich eigentlich nicht zumuten können.


    Wobei ich natürlich stark davon ausgehe, dass es niemals dazu kommt (es ist schon sehr unwahrscheinlich, dass jemand trotz Steri und Ablation schwanger wird - auch in jungen Jahren - und man dann, trotz gutem Körpergefühl und Zykluswissen, ausgerechnet zu den wenigen Frauen gehört, die eine SS erst jenseits des dritten Monats bemerkt). Es wäre nur schön, wenn sie diese Fakten auch mal beruhigen könnten..

    Jemand, der nach einer Sterilisation und einer Endometriumablation noch solche Ängste pflegt, hat psychisch offensichtlich ein großes Problem und sollte sich entsprechend in therapeutische Behandlung begeben.


    Zumal sich ja wohl auch noch ausgemalt wir, was wäre, wenn und dann noch über die 3 Monate hinaus nix merken will.


    Das ist in meinen Augen bedenklich zwanghaft und dagegen sollte was unternommen werden.

    Das sie psychische Probleme hat, ist natürlich bekannt. Ich werde sie auch nochmal darauf hinweisen und ihr nahelegen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie das nicht wieder in den Griff bekommt.


    Vor ein paar Jahren hat sie ich eine Zeit lang sogar allein auf die Pille verlassen und diese ist ja, schon allein aufgrund der möglichen Fehler in der Anwendung, unsicherer als das was sie jetzt hat aber naja, sie hat diese Probleme und hinzu kommt momentan, dass sie ihren Körper nach der Ablation erstmal wieder neu einschätzen lernen muss. Bis dato war sie auch etwas entspannter, da sich im Falle einer Schwangerschaft das Blutungsmuster verändert hätte und sie sehr regelmäßige Blutungen hatte (sie hat sich auch mit der symptothermalen Methode beschäftigt) - das ist jetzt natürlich alles erstmal ein wenig anders. Aktuell sieht es so aus, als würde sie gar nicht mehr bluten und das ist natürlich eine große Veränderung. Hinzu kommt auch, dass sie bedenken hat, dass sie Steri aufgrund des Alters unsicherer ist (es war eine einfache Koagulation mit 20) - wobei ja eigentlich klar sein sollte, dass die Steri trotzdem sehr sicher ist ":/

    Sehe es wie Benita... Diese Auseinandersetzung klingt schon sehr exzessiv... Abgesehen davon: Einfach alle 4 Wochen mal einen Test machen...

    Sie hat geplant, in der Zukunft alle sechs Monate einen Ultraschall durchführen zu lassen und zusätzlich mindestens alle sechs Monate selber zu testen (es wird also quasi alle drei Monate kontrolliert) - da sollte es eigentlich auch schon sehr unwahrscheinlich sein, dass sich etwas versteckt.


    Das wird aber wahrscheinlich trotzdem nicht wirklich viel an ihrem Problem ändern. Das gibt eine zusätzliche Sicherheit und ist in Anbetracht der mit einer SS verbundenen Schwierigkeiten sehr vernünftig aber ich denke auch, dass sie in erster Linie an ihren Ängsten arbeiten muss.


    Ich danke euch für eure Antworten :-)

    Ähm...bis zur 14. Woche normal abtreiben stimmt nicht so ganz. Akutelle Infos meinerseits sind bis zur 12. Woche.


    http://seismart.de/finanzen/rechtliches/wie-lange-kann-man-abtreiben-rechtliche-situation-in-deutschland/