@ MondInBlauemWasser

    Ja da hast du mich wirklich falsch verstanden *g* Ich würde nie jemanden der ein angeborenes erhöhtes Thromboserisiko hat die Pille empfehlen, denn so veranwortungslos bin ich nicht ;-D


    Ich bin mir bewusst, dass auch Gestagene dazu beitragen können, das T-Risiko zu erhöhen und bin ja wie gesagt selber ein Schisser was Hormone angeht. Ich hab in meinem zweiten Post nur den Bericht aus dem Ärztemagazin in eigenen kurzen Worten wiedergegeben ;-).


    Aber was mich ein bisschen aufregt ist, dass die Herstellerfirma von Cerazette damit werben darf, dass diese Pille auch für Frauen mit erhöhtem Thromboserisiko "geeignet" sein soll. Viele thrombosegefährdeten Frauen lesen das, und denken dann vermutlich das sei die perfekte Pille für sie und sind sich dem Risiko gar nicht bewusst. Auch wenn das Risiko zwar niedriger ist als bei östrogenhältigen Pillen kann man trotzdem sagen, dass es eine Marketingstrategie ist, die mit der Gesundheit der Patientinnen spielt.

    Artella

    Wenn du so ein "Schisser" bist, was ja auch nicht unbegründet ist, warum nimmst du dann die Pille? Nicht falsch verstehen, ich verteufel die Pille nicht, hab sie selber mal genommen. Aber man wägt ja Risiken und Nutzen ab... ich hab mir nie so viele Gedanken um Thrombosen gemacht, bis ich Schmerzen in den Beinen bekam. Und jetzt hätte ich auch Schiss.

    @ Steffi 83

    Du hast schon Recht. Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt 24 bin und bis jetzt nie die Pille genommen habe, weil ich eigentlich keine Hormone nehmen wollte (und ausserdem war ich mal lange Zeit Single ;-)) Aber jetzt isses so, dass ich mir schon seit langem den Kopf zerbreche über eine Verhütung die zu mir passt und bin oft am rumprobieren. Ich habs mit Barrieremethoden probiert (Lea u. FemCap), komme damit aber nicht klar. NFP is wohl auch nicht geeignet für mich, da ich einen sehr unregelmäßigen Zyklus habe. Dann wäre natürlich noch die Spirale als Alternative, da ich aber sehr starke und schmerzhafte Regelblutung habe, kommt das wohl auch nicht in Frage. Naja und auf Dauer nur mit Kondomen is auch etwas ärgerlich. Tja, und dann kam mir natürlich noch die Hormonspirale in den Sinn, weil da ja nur eine sehr geringe Hormondosis in den Blutkreislauf gelangt. Und meine Frauenärztin hat auch gemeint ich solle da vorher mal ein reines Gestagenpräparat testen, ob ichs vertrage. Tja und nun werd ichs mal ein paar Monate probieren. Ganz wohl is mir zwar auch nicht damit, aber irgendwie finde ich keine bessere "Lösung".

    Hast du´s mal mit einem Diaphragma probiert? Das ist in der Anwendung kinderleicht. Beim FemCap liest man oft, dass es schwieriger ist. NFP kann man auch mit einem unregelmäßigen Zyklus machen. Ich hab früher die Pille genommen und dann ein Jahr mit Dia verhütet, weil ich Kondome auch nicht so prickelnd fand und fand das die optimale Lösung für mich. Bei einer Hormonspirale oder Implanon oder so Sachen hätte ich immer irgendwie Angst, dass ich es dann nicht vertrage und dann ist das Ding schon drin und hat viel Geld gekostet.

    Danke für den Tipp @ Steffi 83


    Ich hab mir natürlich auch schon Gedanken übers Diaphragma gemacht. Aber Gewichtsschwankungen von +/- 5 kg sind bei mir leider nicht so selten, und da müsste ich ja dann alle paar Monate zum Gyn rennen und ein neues anpassen lassen :-| Aber falls ich Nebenwirkungen mit der Cerazette haben sollte (ausser den Blutungsunregelmässigkeiten), dann werde ich das Dia wohl auch mal testen (müssen) :-)

    Naja du musst es so sehen, mit einer Spirale musst du auch alle 6 Monate zur Kontrolle. Wenn du zu- oder abnimmst, dann lässt du das halt kurz checken, ob es noch passt. Ich will dir ja nix einreden, aber ich war vom Dia begeistert. So teuer ist es nicht, drum würd ich es, wie du schon sagtest, einfach mal ausprobieren, bevor man sich ne Spirale einsetzen lässt. Und im Zweifelsfall ist hormonfrei auf jeden Fall besser verträglich und gesünder, wenn dir der etwas höhere PI und das vorher reintun nix ausmachen.

    Ich wollte weg von der hormonellen Verhütung, als ich gehört hab dass Mädchen die die Pille nahmen an den Folgen einer Embolie starben. Hier meine Recherche:


    7 Todesfälle


    "Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn (BfArM) kam es in Deutschland zu sieben Todesfällen, die im Zusammenhang mit Antibabypillen mit dem Wirkstoff Drospirenon stehen sollen."


    Quelle: ML Mona Lisa, ZDF vom 18.10.2009


    http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,7913021,00.html


    Besser Levonorgestrel


    "Das "British Medical Journal" hat aktuell zwei unterschiedliche Studien veröffentlicht, die zeigen, dass von einigen Präparaten der Antibabypille eine höhere Gefahr ausgeht als von anderen. Holländische Wissenschaftler überprüften die Daten von 1524 Frauen, die eine venöse Thrombose entwickelt hatten. Sie fanden heraus, dass die Pille insgesamt das Risiko verfünffacht, dass sich diese Blutgerinnsel entwickeln. Allerdings gab es zwischen den Pillentypen einige Unterschiede:


    Das geringste Thromboserisiko zeigten Frauen, die ein Präparat nahmen, das ein Gestagen namens Levonorgestrel enthielt. Es war jedoch viermal so hoch wie das von Frauen, die nicht hormonell verhüteten. Dagegen hatten die Frauen, die eine Pille mit dem Gestagen Desogestrel schluckten, das höchste Risiko. Es war siebenmal höher als das von Frauen, die keine Pille nahmen. Antibabypillen mit Norgestimate und Drospirenon steigerten die Gefahr um das Sechsfache, Präparate mit Cyproteronazetat um das Siebenfache.


    Dänische Wissenschaftler erkannten ebenfalls, dass Verhütungsmittel mit Levonorgestrel ein geringeres Risiko bargen als Kontrazeptiva mit Desogestrel, Gestoden oder Drospirenon."


    Quelle: Focus


    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/news/antibabypille-thromboserisiko-oft-unterschaetzt_aid_426221.html


    Also ist die Minipille mit Levonorgestrel die beste Wahl. Da ist aber das Problem: jeden Tag muss diese zur gleichen Zeit eingenommen werden. Kein komfortables Zeitfenster wie bei den Mikropillen. Meine FA hat dann die Cerazette als Lösung präsentiert. Ich dachte das wärs. Zeitfenster der Einnahme: 12 h. Bis ich gelesen hab was drin ist: Desogestrel (siehe oben).


    Zwar sagt man dass die östrogenfreie Pille ein niedrigeres Risiko für Thrombose mitbringt, was aber im speziellen Fall der Cerazette (wo ja wieder Desogestrel drin steckt) noch nicht untersucht wurde.


    Östrogenfrei- Risiko auf Osteoporose


    "Die hormonellen Kontrazeptiva wiederum wirken, indem eine Schwangerschaft vorgegaukelt wird, die Eierstöcke werden ruhig gestellt, ein Eisprung unterbleibt. So wie in einer "richtigen" Schwangerschaft auch. Der gravierende Unterschied ist: In einer Schwangerschaft wird eine große Menge an Hormonen produziert, die Östrogenspiegel steigen auf das 1000-fache. Unter der Pille ist leider genau das Gegenteil der Fall: Die Eigenproduktion an Hormonen wird nahezu komplett unterdrückt, die durch die "Pille" zugeführten Hormone reichen aber nicht einmal aus, den Hormon-Spiegel Nicht-Schwangerer zu erreichen.


    Die Pille führt also zu einem allgemeinen Hormondefizit, und zwar um so mehr als der Ethinylestradiolanteil kleiner wird: Mikropille> Pflaster,>Vaginalring.


    Dies ist auch seit langem bekannt, wird aber nicht sonderlich publik gemacht: Spitzensportlerinnen, die ja pausenlos untersucht werden, leiden fast ausnahmslos unter Osteoporose, wenn sie mit einer Mikropille hormonell verhüten."


    Quelle: Homepage Dr. Miller


    http://www.dr-miller.com/Pille.html


    So, jetzt will ich auch die Minipille nicht mehr- ich probier Gynefix.

    Schon mal was von Gynefix gehört?


    Das ist eine Kupferkette, die wie eine Spirale wirkt und in die Gebärmutter gesetzt wird


    - auch für Mädchen, die noch kein Kind geboren haben


    - hält für 3 - 5 Jahre (5 sagt der belgische Hersteller)


    - alle 3 (oder alle 6) Monate per Ultraschall schauen ob alles stimmt


    - Verlust unwahrscheinlich, da an Gebärmutter fixiert


    - bei häufig wechselnden Partnern soll ein Kondom vor Infektionen zusätzlich schützen


    - nur eine handvoll Frauenärzte in Deutschland setzen die Kupferkette, da die offizielle Zulassung für D noch fehlt.


    In anderen Ländern ist sie aber schon länger zugelassen.


    Nachteile:


    - die normale Blutung (wie sie ohne hormonelle Verhütung ist) verstärkt sich leicht


    - ev, noch weitere? Selber Informieren!!!


    Einfach mal googeln, dazu findet man viel im Netz. Die Infos muss man sich leider gewissenhaft zusammensammeln, da die Frauenärzte mitunter echt mies beraten. Meine FA hat in der Beratung von mir ne 5 - mangelhaft bekommen!!