• Die Rolle des Mannes beim Thema Abtreibung

    Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob eine Diskussion unter diesem Thema erlaubt ist ??falls nicht, bitte gleich schließen oder löschen?? , aber ich habe gerade einige interessante Themen gelesen, wo es um die Rolle des Mannes bei Abtreibungen geht. (Bitte kein Für- oder Wider- zum Thema Abtreibung an sich!) Ich frage mich, ist es wirklich so ok, dass…
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    Wer als Mann kein Kind will, muss die hierfür notwendigen Vorkehrungen (Enthaltsamkeit, Kondom, Vasektomie) eben früher treffen als die Frau (Abtreibung oder nicht). Entscheiden können beide, nur eben zu verschiedenen Zeitpunkten und über unterschiedliche Maßnahmen. Wenn der Mann diese seine Möglichkeiten nicht nutzt, finde ich es richtig, dass er (zumindest) finanziell verantwortlich ist. Was soll daran bitte unfair sein?

    Unfair finde ich an der grundsätzlichen Situation nichts. Unfair wird es erst im konkreten Einzelfall.


    Aber ungerecht finde ich die aktuelle Gesetzeslage schon, weil die Frau machen kann, was sie will, und der Mann muss dafür bezahlen.

    Die Vasektomie ist die einzig sichere Verhütungsmethode.


    Eine Tubenligatur der Frau ist zwar ähnlich, aber mit mehr Risiken behaftet. Aufwand beim Mann ist deutlich geringer.


    Die Vasektomie dauert 30min. und kostet 350-400€. Rechnet das mal in Pillen um. Oder in Betreuungsunterhalt.

    Zitat

    Aber ungerecht finde ich die aktuelle Gesetzeslage schon, weil die Frau machen kann, was sie will, und der Mann muss dafür bezahlen.

    Der Mann kann doch aber auch dafür sorgen, dass es garnicht erst zu der Situation kommt...

    Aber auch eine Vasektomie ist nicht 100% sicher, der PI sagt 0,1.


    Der PI bei NFP beträgt 0,4 und das ohne die Benutzung von Kondomen. Wer dann noch Kondome benutzt oder sich eine Spirale einsetzen lässt kommt den 100% mindestens genau so nahe wie die 0,1 der Vasektomie.


    Ich kann jeden Mann verstehen, der sich nicht, ohne schon Kinder zu haben, sterilisieren lässt :)*

    Zitat

    Der Mann kann doch aber auch dafür sorgen, dass es garnicht erst zu der Situation kommt.

    :)^ Das sagte Lola ja auch schon zigfach ^^

    Zitat

    Aber auch eine Vasektomie ist nicht 100% sicher, der PI sagt 0,1.

    PI 0,1 heißt: 1000 Männer haben mit x (2000?) Frauen 1 Jahr lang GV ohne Gummi gehabt. Davon hat die Verhütungsmethode bei 1/1000 Männern versagt. Bei 1x GV pro Woche wurde 52.000mal in die Muschi gespritzt und 1 wurde schwanger.


    Entweder hat der Chirurg nicht richtig operiert, oder der Patient hat die erforderliche Nachkontrolle zum Ausschluss einer spontanen Rekanalisation nicht wahr genommen.


    Sicher ist sicher. Für mich ist das sicher.

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    Der Mann kann doch aber auch dafür sorgen, dass es garnicht erst zu der Situation kommt...

    Ja, aber in dieser Diskussion geht es nunmal darum, dass es doch dazu gekommen ist.

    Zitat

    Ansonsten finde ich, hier wird zu sehr auf den finanziellen Punkt eingegangen. Für einen Mann kann ein Schwangerschaftsabbruch auch eine emotionale Achterbahn sein, ein "was wäre wenn", "jetzt hätte ich vielleicht einen Sohn, der..." usw.


    Geld hin oder her, Geld ist nicht alles, letztendlich geht es doch um ein Kind, dessen Vater oder eben Mutter man wäre oder eben nicht.

    Das sehe ich auch so.

    Zitat

    Ja, aber in dieser Diskussion geht es nunmal darum, dass es doch dazu gekommen ist.

    Ja ich weiß, aber wenn du besoffen Auto fährst und einen Unfall baust, musst du dafür auch aufkommen. Entweder ist es nur Schadensersatz oder eben eine Lähmung...da gibts auch keinen Rückfahrschein.


    Es gibt Dinge im Leben, die mit Risiken behaftet sind und mit dessen Folge man leben muss...

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    Sicher ist sicher. Für mich ist das sicher.

    Ich sagte auch nicht, dass das nicht sicher ist, sondern, dass es durchaus Verhütungsmethoden gibt, die eben genau so sicher sind, wenn man sie kombiniert.


    Immer zu sagen, dass die Vasektomie die sicherste Variante ist, ist daher nicht ganz richtig.

    Wie oft denn noch. Die Vasektomie ist mittlerweile eine gängige Verhütungsmethode. Ohne weitere finanzielle und gesundheitliche Risiken. Und vegan! :)^

    Vasektomie ist wohl die radikalste Variante.


    Schon allein das Kondom würde die Wahrscheinlichkeit deutlich verringern.


    Aber wenn das dein Weg ist, ist es in Ordnung und ein sicherer Weg sich kein Kind andrehen zu lassen. Du hast meinen :)^ für vorher denken und dann das Geschlechtsteil benutzen.

    Zitat

    Weiterhin ist mir noch ein Fall bekannt wo ein Paar zusammen die Entscheidung getroffen hat Sperma vom Mann für "spätere Zwecke" einzufrieren. Nachdem sich das Paar getrennt hat, hat die Frau die Unterschrift des Mannes gefälscht, sich das Sperma geben lassen und ihm damit ein Kind "geschenkt" für das er natürlich ebenfalls Unterhaltspflichtig ist. *Jedenfalls war das so grob die Story wenn ich mich richtig erinnere - Ich versuche später mal den Link auszugraben. *

    Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass in so einem nachweisbaren Betrugsfall immer noch die Unterhaltspflicht besteht, unter solchen Bedingungen sollte man das doch anfechten können. Fände ich sehr mies, wenn es da keine Ausnahmen gäbe. Notfalls halt vom Gericht entschieden. Ich mein das ist ja Urkundenfälschung, so ähnlich wie wenn man den falschen Mann als Vater angibt oder so...


    Zum Thema: ich finds ganz gut, dass ich allein entscheiden kann. Ich sage jedem Partner ganz offen, dass ich keine Kinder will und dass ich abtreibe wenn was passiert. Natürlich habe ich dennoch Sex und gehe das Restrisiko dabei ein. Aber zum Glück hatte ich noch nie den Fall, dass ein Mann mir da reinquatschen wollte. Selbst einer mit Kinderwunsch hat nach einer gefährlichen Aktion ganz selbstverständlich gesagt, dass er mir natürlich was zu den Abtreibungskosten dazugibt, wenn was passiert sein sollte. Ich erwarte von meinen Partnern auch einfach, dass sie diese Ansicht die ich vertrete respektieren. Der Typ mit dem Kinderwunsch hat die Beziehung dann relativ schnell beendet, aber das ist dann eben so und das hat er auch richtig gemacht, wenn er gerne Kinder will. Aber mir eins aufzwingen lasse ich bestimmt nicht.


    Die Regelung, dass Männer immer zahlen müssen, finde ich dagegen auch bescheuert. Die Idee, die Vaterschaft ausschlagen zu können, find ich ganz gut. Ein Erbe kann man ja auch ausschlagen und die Allgemeinheit bleibt dann z.B. auf Schulden sitzen, warum dann also nicht auch die Vaterschaft ausschlagen können? Ist nur fair, weil Frauen das schließlich auch können.

    Das wiederrum finde ich unfair ^^


    Dann muss die Allgemeinheit für achtloses Verhalten zahlen.


    Also würde ich mit meinen Steuern bezahlen, dass Männer keinen Unterhalt zahlen müssen, weil sie nicht von 12 bis Mittag denken....


    Oder es würde dazu kommen, dass Väter generell nicht die Vaterschaft anerkennen, weil man so Geld spart.

    Und ne Abtreibung wird mir zBsp ja auch nicht bezahlt...oder die Verhütung...


    :(v


    Also nein ich finde die Idee Vaterschaft ausschlagen können, keine gute Idee.