• Die Rolle des Mannes beim Thema Abtreibung

    Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob eine Diskussion unter diesem Thema erlaubt ist ??falls nicht, bitte gleich schließen oder löschen?? , aber ich habe gerade einige interessante Themen gelesen, wo es um die Rolle des Mannes bei Abtreibungen geht. (Bitte kein Für- oder Wider- zum Thema Abtreibung an sich!) Ich frage mich, ist es wirklich so ok, dass…
  • 327 Antworten

    Ja, die Entscheidung sicher, aber es war auch etwas von ihm und ich finde den anderen daran teilhaben zu lassen, wieso, weshalb, wie man selbst fühlt, damit der die Chance auf eine Verarbeitung mit Punkten statt Fragezeichen hat, finde ich in einer bestehenden Beziehung welcher Art auch immer, einfach als Minimum an Fairness.

    Shojo


    Ob der Selbstbehalt regional unterschiedlich ist, weiß ich nicht. Aber der Freund meiner Schwester musste dem Jugendamt nach der Trennung von seiner Ex-Frau eine Wohnung nachweisen, die genügend Platz für ihn und das gemeinsame Kind bietet, das ganz klassisch jedes zweites (zeitweise auch jedes) Wochenende und die Hälfte der Ferien bei ihm verbringt. Sie wohnen jetzt noch in einer nicht ganz günstigen Stadt. Mittlerweile sind meine Schwester und er auf Wohnungssuche inklusive Ortswechsel, unter anderem weil der aktuelle Wohnort einfach zu teuer ist, da jetzt ein gemeinsames Kind da ist, und sie nun ein Zimmer mehr benötigen - diesmal ohne Forderung vom Jugendamt, eher wegen allgemeiner Platznot, der Altersabstand für ein gemeinsames Zimmer ist zu groß. Dazu weigert sich die Mutter des Kindes, irgendwas an Klamotten oder Spielzeug zu ihm zu geben, heißt, er benötigt einen komplett ausgestatteten Kleiderschrank für das Kind, dazu Spielzeug und alles andere, was ein Kind eben so benötigt.

    Dazu kann man hier wohl kaum was sagen, weil es auf die Gesamtsituation ankommt, aber grundsätzlich möchte ich einen Partner an meiner Seite, der mir zutraut partnerschaftliche Probleme auch gemeinsam zu besprechen, zu durchdenken und zu Schlüßen zu kommen. Wenn der mich schützen wollen würde und deshalb einfach mal meine Wenigkeit ganz ausklammert, dann wäre im Falle des Auffliegens unsere Beziehung sofort und unwiderbringlich tot.


    Ich stelle mir mal vor, das Sexualleben läuft nicht mehr. Er will Dinge von denen er weiß, dass sie mit mir nicht laufen, er weiß er kann nicht drauf verzichten. Also entscheidet er, dass die einzige Lösung eien Affaire ist. Wieso mich damit belasten? Da wäre wohl bei den meisten Leuten der Teufel los, sollte ein Partner da im Sinne aller die Entscheidung treffen ohne auch nur mal ein Ton dazu zu sagen.

    Zitat

    Ich habe dem Erzeuger als ich schwanger war nichts gesagt! Fand es für Überflüssig! Finde ist einzig und allein meine Entscheidung!

    Besteht diese Beziehung noch?


    Ich glaube, egal ob sie noch besteht oder nicht, ich könnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren!


    Was wäre denn so schlimm daran gewesen ihm davon zu erzählen?


    Wie ja jetzt mehrfach gesagt wurde, die schlussendlich Entscheidung liegt bei der Frau, wieso also nicht von einer Schwangerschaft erzählen?

    Zitat

    Ja, die Entscheidung sicher, aber es war auch etwas von ihm und ich finde den anderen daran teilhaben zu lassen, wieso, weshalb, wie man selbst fühlt, damit der die Chance auf eine Verarbeitung mit Punkten statt Fragezeichen hat, finde ich in einer bestehenden Beziehung welcher Art auch immer, einfach als Minimum an Fairness.

    Generell sehe ich das auch so. Mit einer Ausnahme: Wenn für die Frau wirklich keinerlei Zweifel am Abtreibungswunsch besteht und sie dem Partner keinesfalls erlauben würde, sie umzustimmen (wenn auch nur ganz vielleicht!), dann kann sie es m.E. auch gleich ganz mit sich ausmachen und nichts sagen.


    Es sei denn sie wüsste, dass er gegen Abtreibungen ist und/oder soetwas auf jeden Fall wissen wollen würde.

    Zitat

    Ich habe dem Erzeuger als ich schwanger war nichts gesagt! Fand es für Überflüssig!

    Ich halte es in einer Beziehung für wichtig, offen und ehrlich miteinander umzugehen.


    Ich würde es für sehr suspekt empfinden, wenn Partner nicht offen und ehrlich miteinander umgehen und größere Geheimnisse voreinander haben. Ich finde es auch sehr fragwürdig, wenn Personen anderen (bekannten) Personen Dinge über sich mitteilen, die sie mit ihrem Partner nicht besprochen haben. Das würde ich als großen Mangel an Vertrauen zum Partner betrachten.


    Eine Abtreibung ist ein eher schwerer Eingriff (auch wenn das manche Menschen auf Grund des Fortschritts der Medizintechnik oft gerne verharmlosen) und kann physische (bis hin zur Unfruchtbarkeit) und psychische Probleme nach sich ziehen. Genau deshalb halte ich das keineswegs für überflüssig das zu kommunizieren.

    Nein Die Beziehung gibt es nicht mehr! Habe kurz vor der Schwangerschaft Schluss gemacht!


    Nicht wäre schlimm gewesen aber unnütz!

    Zitat

    Ich halte es in einer Beziehung für wichtig

    Ach ja, ohne Beziehung halte ich eine Information diesbezüglich für überflüssig.

    Zitat

    Nicht wäre schlimm gewesen aber unnütz!

    Ob es unnütz für ihn gewesen wäre, kannst du doch gar nicht entscheiden.


    Vielleicht hätte er gerne gewusst, dass er zeugungsfähig ist...


    Aber gut, man kann nur hoffen, dass die meisten ihren Partner oder Expartner miteinbeziehen würden.

    Beziehung hin oder her, es gehören beide Partner zur Zeugung dazu und man hatte mal Gefühle für den Erzeuger. Wieso soll man dann eine Schwangerschaft verschweigen, nur weil man selbst es als unnütz betrachtet? Der (Ex)Partner sieht das vielleicht anders.


    Ein bisschen anders ist es vielleicht bei einem ONS, da kennt man ja oft nicht einmal den Namen.

    Aber was nützt die Information, wenn die Frau dem Mann und allen seinen Gefühlslagen ohnehin null Entscheidungsrelevanz zubilligen würde? Wem würde so eine Ohnmachtsdeminstration helfen?


    Ich bin voll für ein partnerschaftliches, ergebnisoffenes Besprechen so einer Situation. Aber wenn es gar keine partnerschaftliche Entscheidung geben wird?! Wem nützt ein "ich bin schwanger und egal was du sagst, tust oder willst: ich werde abtreiben."


    ":/

    Zitat

    "ich bin schwanger und egal was du sagst, tust oder willst: ich werde abtreiben."

    Genau das meine ich! Ich wusste das ich abtreibe und ich wollte keine Sekunde diskutieren!

    Wie gesagt, was es letztendlich nützt, kann nur der Mann entscheiden!


    Ihr kann ja auch mit "ja, mir egal, sind ja eh nicht mehr zusammen" reagieren.


    Ich habe aber selbst schon die Erfahrung gemacht, dass der Mann dadurch zumindest die Gewissheit hatte, dass er zeugungsfähig ist, da er sich deswegen Gedanken gemacht hatte, warum auch immer.


    Ich finde da geht es einfach nicht um einen Nutzen oder was es "bringt", sondern einfach nur die Tatsache, dass ich persönlich finde, dass der (Ex)Partner die Wahrheit verdient hat, nämlich, dass er ein Kind gezeugt hat. Es wäre einfach nur fair.

    Ich fände es eigentlich nicht fair, als Mann ein potentielles Kind "vor die Nase gehalten zu bekommen", auf das ich gleichzeitig nicht die geringste Chance habe. :-o ":/