• Die Rolle des Mannes beim Thema Abtreibung

    Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob eine Diskussion unter diesem Thema erlaubt ist ??falls nicht, bitte gleich schließen oder löschen?? , aber ich habe gerade einige interessante Themen gelesen, wo es um die Rolle des Mannes bei Abtreibungen geht. (Bitte kein Für- oder Wider- zum Thema Abtreibung an sich!) Ich frage mich, ist es wirklich so ok, dass…
  • 327 Antworten
    Zitat

    Irgendjemand hat es auf einer der vorigen Seiten schon mal angesprochen: in einer idealen Welt, sollte man seine Fruchtbarkeit zuverlässig an- und wieder ausschalten können, so dass wirklich nur von beiden Elternteilen gleichermaßen gewollte Kinder entstehen.

    Ich las mal über eine neue Verhütungsmethode für den Mann. Da wurden die Samenleiter nicht durchgeknippst, sondern eine Vorrichtung angebracht...im Grunde wie ein Ventil, dass man aufzumachen vermag, wenn man sagt "So jetzt aber".


    Kann mich leider nicht erinnern, was daraus geworden ist, oder ob das ein Hoax war.


    Interessant wäre es allerdings!

    Zitat

    Ich las mal über eine neue Verhütungsmethode für den Mann. Da wurden die Samenleiter nicht durchgeknippst, sondern eine Vorrichtung angebracht...im Grunde wie ein Ventil, dass man aufzumachen vermag, wenn man sagt "So jetzt aber".


    Kann mich leider nicht erinnern, was daraus geworden ist, oder ob das ein Hoax war.


    Interessant wäre es allerdings!

    Angeblich hat sich der Erfinder des Systems selbst einen Prototypen einsetzen lassen, sagt zumindest die Geschichte ;-D


    Dieser Brandenburger verhütet mit seinem DIY-Samenleiterventil auf Knopfdruck

    Bei nicht verheirateten Eltern kann der Vater einen Antrag auf das gemeinsamme Sorgerecht stellen.


    Die Mutter muss dem nicht zustimmen. Die Mutter kann aber Gründe anführen, die dem Kindeswohl widersprechen. Streitereien zwischen den Eltern spielen dort aber keine Rolle.


    So gesehen ist der Weg zwar immer noch umständlich für den Mann, aber das gemeinsamme Sorgerecht wird nur in wenigen Ausnahmefällen nicht gewährt. Von daher eine großartige Änderung.


    Davon aber abgesehen. Auch das gemeinsamme Sorgerecht bedeutet nicht das ein Vater sich um das Kind kümmert. Aus dem Sorgerecht entsteht keine Sorgepflicht.

    Ich freue mich darauf!


    Ich denke damit kann man ungewollte Schwangerschaften reduzieren. Somit auch die Abtreibungsrate.


    Es gibt Männern die Möglichkeit "mitzuentscheiden" ohne Nebenwirkungen, sodass man nicht komplett unfruchtbar wird.


    (Kann und sollte man mit Kondom zwar auch....aber naja...)

    Hallo, zu meinem Beitrag noch ergänzend, weil Vermutungen und Fragen aufkamen:


    In diesem Fall war es nicht nur das Finanzielle, dass für den Mann gegen dieses Kind sprach. Es war die Gesamtsituation. Er hätte nicht gewusst, ob er sich wirklich als Vater gefühlt hätte. Ob er eine stabile und feste Bindung zu dem Kind hätte aufbauen können. In dieser Beziehung war sehr viel schief gelaufen, dass es bis zur Trennung eine starke Abneigung geworden ist. Zeitweise sogar Hass. Ihm war klar, dass dieses Kind immer gegen ihn eingesetzt worden wäre, damit er tut, was Frau verlangte. Es hätte keine gesunde Basis gegeben. Das wäre nichts gewesen, was er einem Kind hätte antun wollen.


    Für mich persönlich fällt es noch immer schwer, das Thema logisch zu reflektieren. (Der Faden an sich, nicht die Geschichte.)


    Ich war nie ungewollt schwanger, vielleicht fehlt mir dann auch diese "Voraussetzung", um mich realitätsnah mit dem Thema auseinander zu setzen.


    Grundsätzlich verstehe ich Frauen, die sagen: "Nein, ich treibe nicht ab. Ich möchte dieses Kind." Besonders nachdem ich mich mit den Vorgängen einer Abtreibung auseinandergesetzt habe, wäre für mich persönlich eine Abtreibung nur dann mit meinem Gewissen zu vereinbaren, solange dieses Baby eben wirklich noch in der Zellteilung steckt. Also ich glaube (berichtigt mich gern) bis zur 8. SSW. Anderenfalls verstehe ich auch Männer, die für sich so ein Kind eben auch nicht wollen. Die Familiengründung unter anderen Voraussetzungen und teilweise auch mit einem anderen Partner verwirklichen wollen.


    Natürlich, es könnte die Möglichkeit geschaffen werden, dass Erzeuger (ich sage hier bewusst nicht Väter) keinerlei Verpflichtungen haben, weder persönlich, noch finanziell. Doch ist es das, was ausreicht? Könnten die Erzeuger dann wirklich damit klar kommen, dass "ihr eigen Fleisch und Blut", irgendwo in der Stadt aufwächst? Man dann die Mutter mit dem Kind sieht und weiß: Das ist meins? Ich finde das wirklich sehr sehr schwierig. ???

    @ Auf Der Arbeit

    Zitat

    Aus dem Sorgerecht entsteht keine Sorgepflicht.

    Hm, bist Du dir sicher? Wer das Sorgerecht hat, hat auch die Pflicht. Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen, drohen Sanktionen u. a. bei Vernachlässigung, fehlende Aufsichtspflicht usw.


    Ich glaube nicht, dass man sich der Verantwortung ungestraft entziehen kann.

    Zitat

    Natürlich, es könnte die Möglichkeit geschaffen werden, dass Erzeuger (ich sage hier bewusst nicht Väter) keinerlei Verpflichtungen haben, weder persönlich, noch finanziell. Doch ist es das, was ausreicht? Könnten die Erzeuger dann wirklich damit klar kommen, dass "ihr eigen Fleisch und Blut", irgendwo in der Stadt aufwächst? Man dann die Mutter mit dem Kind sieht und weiß: Das ist meins? Ich finde das wirklich sehr sehr schwierig. ???

    Natürlich ist es schwierig. Es wird auch nicht leichter. Es gibt keine elegante Lösung, die kein Schmerzpotenzial hat. Und wenn die Schwangerschaft ausgetragen wird, gibt es noch mind. einen pot. Leidtragenden mehr, der wirklich gar nichts zu der Situation beigetragen hat.


    Es gibt für das Dilemma ungewollte Schwangerschaft in meinen Augen keine gute Lösung, die sich irgendwie in Gesetzen niederschlagen könnte. Das Gesetz muss den schwierigen Balanceakt zwischen den Rechten aller Beteiligten möglichst nah am Gleichgewicht halten. Das ist alles, was es leisten kann. Wie emotional, wie menschlich mit der Situation umgegangen wird, das liegt an den Beteiligten selber und das müssen sie allein schaffen und auf ihre ganz eigenen, inneren Ressourcen zurückgreifen, um das höchste individuelle Maß an Gerechtigkeit oder Fairness oder Schadensfreiheit für speziell sie zu erreichen. Das kann einem kein Gesetz abnehmen.

    Zitat

    Hm, bist Du dir sicher? Wer das Sorgerecht hat, hat auch die Pflicht. Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen, drohen Sanktionen u. a. bei Vernachlässigung, fehlende Aufsichtspflicht usw.

    In der Regel lebt das Kind bei einem Elternteil und der andere Elternteil ist der sogenannte Umgangselternteil.


    Aber in welcher Form der Umgangselternteil auch Umgang hat, steht auf einem anderen Blatt und hat nicht direkt was mit dem Sorgerecht zu tun.


    Ein Vater kann sein Sorgerecht durchaus wahrnehmen, bei den Schulentscheidungen dabei sein, im Krankenhaus für die OP unterschreiben, zum Elternsprechtag gehen und alle paar Wochen mal mit seinem Kind telefonieren. Eine Pflicht für ihn, das Kind jedes zweite Wochenende zu sich zu holen, gibt es aber nicht.

    @ AufDerArbeit

    Sorgerecht und Umgangsrecht sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.


    Das Sorgerecht haben verheiratete Männer. Bei nichtehelichen Kindern muss er das beantragen. Zum Sorgerecht gehört mMn das hier:

    Zitat

    Ein Vater kann sein Sorgerecht durchaus wahrnehmen, bei den Schulentscheidungen dabei sein, im Krankenhaus für die OP unterschreiben, zum Elternsprechtag gehen

    Ein Umgangsrecht wird allen, auch dem Kind eingeräumt soweit ich weis. Dazu gehört mMn das hier:

    Zitat

    alle paar Wochen mal mit seinem Kind telefonieren. Eine Pflicht für ihn, das Kind jedes zweite Wochenende zu sich zu holen, gibt es aber nicht.

    Der Gesetzgeber hat klar definiert, was im Detail zum Sorgerecht und was zum Umgangsrecht gehört. Das hier aufzubröseln würde einfach zu weit führen.

    Zitat

    Ich finde, dass das Sorgerecht für den Vater kein "Gnadenakt" der Mutter sein sollte. Aktuell kann jede unverheiratete Frau, die das will, dem Mann das gemeinsame Sorgerecht verweigern.

    Das ist zumindest in Deutschland nicht mehr korrekt, wie das in Österreich gehandhabt wird, weiß ich nicht. http://www.muetterberatung.de/…mit_dem_Vater_teilen.html


    Die Mutter kann da nichts mehr blockieren, es sei denn ernsthafte Probleme wie eine Drogensucht, die die Sorgerechtsfähigkeit in Frage stellen, stehen im Raum.


    Umgangsrecht beinhaltet immerhin theoretisch auch eine Umgangspflicht. Da wurde der Vater meiner Großen sehr dezidiert drauf hingewiesen, als er damals die Vaterschaftsanerkennung unterschrieben hat. Nur klagt die halt im Falle eines Falles niemand ein, denn wer will das Kind schon bei jemandem lassen der es nicht haben will?


    Und Sorgerecht bedeutet auch Sorgepflicht. Man darf sich Unterschriften zum Beispiel nicht enziehen.


    So jedenfalls lautet mein Stand von Standes- und Jugendamt: Alle Rechte beinhalten auch die Pflicht sie wahrzunehmen, denn all diese Rechte legen auch dem Elternteil bei dem das kind lebt Pflichten auf. So kann ich beispielsweise nicht ohne die Erlaubnis meines Exes hier wegziehen, weil das die Umgangsmöglichkeiten zu seinem Kind einschränkt.


    fish


    Ne, sauber geht sowas einfach nicht. Aber so ist das eben mit Unfällen, da jubeln in den seltensten Fällen am Ende alle glücklich und froh.

    Zitat

    Ne, sauber geht sowas einfach nicht. Aber so ist das eben mit Unfällen, da jubeln in den seltensten Fällen am Ende alle glücklich und froh.

    Mit Ausnahme gehässiger Gaffer am Rande natürlich.

    Du meinst die Hyänen die immer wissen wie es besser gegangen wäre und das man total selbst Schuld ist, weil man ja nur x oder y hätte machen müssen? Jaaaa, wer hat die nicht gern?


    Der Schalter ist cool, auch wenn der Mann hier gerade instinktiv zurück gewichen ist und meinte er will kein Cyborg sein. ;-D ;-D