also, ich war beim arzt. er hat mein blut untersucht, entzündungswerte 0,0. spirale saß auch korrekt. also hab ich sie einfach mechanisch nicht vertragen. er hat sie gezogen, das tat nicht wirklich weh. ich hab seitdem zwar schlimmere bauchkrämpfe, aber alle anderen schmerzen sind besser. die im bein waren sofort weg und die im rücken klingen ab. die gebärmutter krampft, aber mit schmerzmittel geht es.


    er hat sich entschuldigt und mir die hälfte der legungsgebühr erlassen, wenigstens 100.- euro weniger.


    so, nie wieder lass ich mir einen fremdkörper legen! ich bin sehr erleichtert, aber die woche schmerzen und die 300 euro hätte ich mir echt sparen können. naja, es klang halt so gut und einfach. wenigstens ist nichts schlimmeres passiert, was im hormonspiralenforum steht, könnte ja als drehbuch für jeden horrorfilm herhalten... {:(

    Hormonelle Beschwerden zeigen sich meist unspezifischer. Krämpfe und ausstrahlende Schmerzen sprechen doch eher dafür, dass der Arzt die Spirale einfach "blind" gelegt hat. Was ich persönlich eine Unverschämtheit finde. Das hätte in schlimmeren Fällen damit enden können, dass sich die Arme der Spirale durch die Gebärmutterwand bohren oder sie gänzlich in den Bauchraum "gekrampft" worden wäre.

    Ich würde auch befürchten, der Doc hat vorher die Gebärmutter nicht ausgemessen, oder gemeint, die Mirena wird schon passen. Find ich auch ein ziemliches Unding. Ich hatte selbst 2 Mirenas und hatte keine solchen Probleme, ganz im Gegenteil – allerdings ist meine Gebärmutter auch groß genug und ich hab keinerlei "Fremdkörper"-Probleme gehabt.

    die schmerzen im rücken und in den beinen haben deutlich nachgelassen. aber seit ca. 19h ist mir übel und schwindlig. ich hab mich kurz hingelegt, was gegessen, aber es geht nicht weg. es ist so schlimm, dass ich bisher nicht einschlafen kann, jetzt ist es schon halb vier. ich mache mir jetzt sorgen, was mit mir los ist. ich möchte aber niemanden wecken, mein mann hat einen anstrengenden tag vor mir und kann mir ja doch nicht helfen. die kinder schlafen, und das ist ja gut so. ich weiß nur nicht, ob ich irgendwas tun müsste. ich trinke wasser und hbae grad etwas heilerde genommen. vom magen kommt es aber nicht, ich muss nicht erbrechen. hätte ich bloß die finger von dem ding gelassen, vorher ging es mir so gut und jetzt so schlecht. bauchkrämpfe hab ich noch ziemlich, das ist die gebärmutter, denke ich, wie ganz starke regelschmerzen eben. kann das einfach vom entfernen kommen, weil sie gereizt ist?

    moni, ich glaube nicht, dass die hormone so schnell so einen schaden anrichten können. nein, ich hatte ja seit dem legen permanent schmerzen. es hat sich angefühlt wie eine metallklammer in der gebärmutter, die in die scheide reinragt und alles fest umklammert. wie ein mutierter tampon, der sich in die gebärmutter reingefressen hat. angefühlt hat es sich wie mindestens 10 cm lang, obwohl es natürlich kleiner war. die schmerzen haben in den ganzen körper reingestrahlt und ich bin so froh, dass das nachgelassen hat. ich mache mir nur echt sorgen wegen des schwindels und der übelkeit. ich habe schon überlegt, einen krankenwagen zu rufen. aber mein baby schläft und ich will sie nicht allein lassen, schlimmer wird es ja auch nicht, es ist gleichbleibend seit 8 stunden.

    Hattest du vorher schon Probleme mit Hormonen, z. B. mit speziellen Pillen?


    Ärzte behaupten gerne, dass die Mirena "nur lokal" wirkt, das stimmt jedoch nicht. Wurde ja hier schon gesagt. Das Problem ist, dass schon nach 15 Minuten nach der Einlage der Wirkstoff im Blutplasma nachweisbar ist. Für Frauen unter 55kg wird das dann um 1,5-fach höher. Steht alles in der Packungsbeilage.


    Was nicht in der Packungsbeilage steht: Es gibt Studien, die nachweisen, dass – je nach Metabolisierungsrate – sich das Levonorgestrel (der Wirkstoff der Mirena) auf bis zu 2-3 Pillen täglich (!) summiert.


    Es kann also sein, dass du die Menge des Wirkstoffes nicht verträgst oder allgemein den Wirkstoff nicht verträgst. Ich würde auf jeden Fall zu einem anderen Arzt gehen und ihm die ganze Sache schildern.

    Möglicherweise wars ja auhc einfach ein zusammenspiel aus beidem. Die starken ausstrahlenden Schmerzen sprechen für mich schon für ein mechanisches Problem. Dass die Hormone da ihr übriges zu beigetragen haben würde ich aber auhc nicht ausschließen!


    (Bayer macht übrigens mit der Mirena den meisten Gewinn an hormonellen Kontrazeptiva, hab ich letztens in der monatlichen Zeitschrift der GdCh gelesen...)

    also, nachdem mir heut vormittag immer noch schwindlig+schlecht war, hat meine mutter mich nochmal zum arzt gebracht. er hat nochmal alles untersucht, gebärmutter etc. ist ok. ich hab eine kleine zyste im linken eierstock, aber eigtl sollte die nicht weh tun. er hat mir vomex gegen die übelkeit empfohlen und gesagt, wenn es schlimmer wird, muss ich ins kh. ich hab nachmittags nochmal geschlafen und jetzt gehts mir besser. ich hab nur noch bauchkrämpfe, aber der kreislauf hat sich stabilisiert. meine mutter vermutet, dass beim ziehen zu viel hormone freigesetzt wurden, die ich nicht vertragen habe. keine ahnung.


    auf jeden fall weiß ich nun, dass ich mir nie wieder einen fremdkörper einsetzten lassen werde. ich erhole mich jetzt erstmal von allem und werde dann über die zukünftige verhütung nachdenken. ich danke euch allen, es hat mir sehr geholfen, dass ihr mir während dieser besch**** woche geschrieben habt! @:)

    Zitat

    Was nicht in der Packungsbeilage steht: Es gibt Studien, die nachweisen, dass – je nach Metabolisierungsrate – sich das Levonorgestrel (der Wirkstoff der Mirena) auf bis zu 2-3 Pillen täglich (!) summiert. Muss die Studie mal wieder rauskramen, habs nicht hier am PC.

    Es kommt drauf an, mit welchen Pillen verglichen wurde. Legt man eine Minipille mit Levonorgestrel zugrunde (was meiner Ansicht nach der korrekte Vergleich wäre) so liegt die Mirena nur im ersten Jahr etwas über der Konzentration, ab dem zweiten Jahr liegt sie darunter.


    Einen Vergleich mit der Mikropille halte ich für Nonsense, da diese neben Levonorgestrel noch ein Östrogen enthält, die Levonorgestreldosis kann dadurch geringer gehalten werden.

    Bist du sicher, dass du jetzt vollkommen von der Idee der Spirale kuriert bist?


    Bei deinem Leidensweg jetzt, kann ich das absolut verstehen, ich möchte nicht deine Schmerzen durchmachen müssen!


    Allerdings find ichs persönlich jetzt auch irgendwie schade, ne Spirale ist eigentlich ne echt geniale Sache und sich das jetzt vermiesen lassen, weil dein depperter Arzt zu doof war mal deine GM zu vermessen...


    Eine passende, kleinere Spirale oder gar Gynefix würde mit SIcherheit nicht solche Schmerzen verursachen...

    Moni

    Zitat

    Es kommt drauf an, mit welchen Pillen verglichen wurde. Legt man eine Minipille mit Levonorgestrel zugrunde (was meiner Ansicht nach der korrekte Vergleich wäre) so liegt die Mirena nur im ersten Jahr etwas über der Konzentration, ab dem zweiten Jahr liegt sie darunter.

    Hab das auch schonmal gelesen, aber die Studie war irgendwie vom Hersteller finanziert oder da waren Mitglieder des Herstellers beteiligt. Ist schon etwas länger her.


    Trotzdem, wer anpreist, die Mirena würde nur ach so wenig Levonorgestrel freisetzen, der soll sich auch nicht damit rühmen, dass das vergleichbar mit der Minipille wäre.


    Ein weiterer Punkt: Die Minipille schluckt man ja, d. h., sie muss erst den Verdauungstrakt passieren. Diesen First-Pass-Effekt hat die Mirena nicht. Während der Körper also die Minipille bis zu einem gewissen Grad "vorfiltern" kann, passiert das bei der Mirena erst später, wenn der Wirkstoff schon an den Eierstöcken und im Hirn war.


    Nächster Punkt: Das Levonorgestrel landet nur wenige cm von den Eierstöcken entfernt. Also ist dort die Konzentration natürlich nochmals höher. Kein Wunder, dass so viele mit Zysten rumlaufen, wenn sie die Mirena tragen. Einige haben auch nach der Mirena noch Probleme mit Zysten. Hast du schonmal die Studie zu den Göttinger Minischweinen gelesen? Vergleichbare Dosen wie die mit der Mirena haben zu einer Verkümmerung der Eierstöcke geführt. Die Minischweinchen waren danach steril und der Hormonhaushalt war durcheinander.

    Zitat

    Hab das auch schonmal gelesen, aber die Studie war irgendwie vom Hersteller finanziert oder da waren Mitglieder des Herstellers beteiligt. Ist schon etwas länger her.

    Die Studie ist nicht vom hersteller finanziert gewesen-das habe ich selber ausgerechnet ;-). Es gibt eine Formel mit der man die Steady State Konzentrationen oraler Medikamente berechnen kann (Bateman Funktion), diese habe ich einfach für die betreffenden Minipillen angewandt. Der First Pass Effekt wird bei dieser Formel berücksichtigt. Die Plasmaspiegel der Mirena sind sehr detailliert in der Fachinfo angegeben (und ich hege an diesen Angaben auch keine Zweifel, obwohl ich sonst skeptisch bin-sie passen auch zum Wirkstoffgehalt der Mirena). Ein Vergleich der Werte zeigt das schon genannte Ergebnis-ab dem zweiten Jahr liegt die Mirena leicht drunter, mit abnehmendem Effekt für die nächsten Jahre. Das heißt aber natürlich noch lange nicht, dass die Nebenwirkungen der Mirena dadurch auch geringer sind. Gerade die von dir angesprochenen benignen Zysten kommen bei der Mirena ja zB weitaus häufiger vor, den Grund hast du ja auch genannt.


    Ich wollte nur zur Vorsicht gemahnen, dass hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.

    Zitat

    Während der Körper also die Minipille bis zu einem gewissen Grad "vorfiltern" kann, passiert das bei der Mirena erst später, wenn der Wirkstoff schon an den Eierstöcken und im Hirn war.

    Wegen dieser "Vorfilterung" ist die Minipille aber natürlich auch konzentrationsangepasst sprich: Man nimmt eine weitaus höhere Dosis, um den First Pass Effekt auszugleichen. Die Mirena kommt deswegen mit geringeren Dosen aus, gerade WEIL ihre Hormone direkt in den Blukreislauf abgegeben werden (ähnlich dem NuvaRing).


    Und ich betone nochmals: Das heißt alles nicht, dass die Mirena besser verträglich ist! Ich möchte hier nur die pharmakologische Korrektheit wahren ;-)

    ich hab heute eine blutung bekommen. krass, was 6 tage hormone ausmachen können. aber sonst gehts mir viel ebsser, nur noch etwas bauchschmerzen, aber tendenz in richtung besserung. vielleicht hab ich beides nicht vertragen, mechanisch+hormonell. naja, vielleicht überleg ich es mri in ein paar jahren nochmal mit gynefix oder so, aber jetzt will ich meiner gebärmutter wirklich keinen fremdkörper mehr zumuten.