Gynefix gefährlich?

    Ich mache mir Gedanken über die Gynefix.. ist es denn nicht gefährlich, wenn man die Kette in die Gebärmutter verankert?


    Das zerstört ja die Gebärmutter irgendwie.. besteht da nicht die Gefahr, dass diese verletzt wird?

  • 54 Antworten

    Die Gynefix wird ja nur in der Gebärmutter befestigt, indem sie quasi an einem Ende "eingepiekst" wird. Die Gebärmutter besteht aus muskulärem Gewebe, das verträgt das schon, ist ja auch nur eine kleine Wunde, die da entsteht. Die heilt schnell zu und die Gynefix ist (optimalerweise) fest verankert.


    Das Verletzen oder gar Durchstoßen der Gebärmutter wird zwar als mögliche Komplikation angegeben, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings äußerst gering. Für mich war es wichtig, einen Gynefix-erfahrenen Arzt zu wählen, um sämtliche Risiken zu minimieren.


    Wenn du dich für die Gynefix interessierst, schau doch mal hier vorbei: http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/79800/, da gibts einiges an Infos. Oder hier: http:www.razyboard.com/system/user_shao.html.


    Hier http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/205079/15/#p11225250 gibts ne Menge Ärzte, die die Gynefix legen, da kannst du dich auch für ne Beratung hinwenden.


    Und wie das Ganze funktioniert und was es genau ist, kannst du z.B. hier nachlesen: http://www.pett-jandi.de/mediz…te_gynefix/index_ger.html

    Warum soll ein kleiner Pieks die Gebärmutter zerstören ?? Zerstört ein Piercing gleich die ganze umliegende Haut ??

    Ich würde mir eher Gedanken über eine Schwermetallbelastung durch solche Metalle machen. Ist Kupfer nicht auch toxisch? Das Zeug oxydiert doch in der Gebärmutter oder?


    Würde mich mal interessieren, was da überhaupt für chemische Prozesse ablaufen.

    Also wir hatten hier mal ne Mikrobiologin,die hat sich selber die GyneFix legen lassen und die meinte,sei alles kein Thema,sie hat sich genau damit beschäftigt...vor allem ist Kupfer ja nicht nur ein Schwermetall,sondern auch ein für den Körper nötiges Spurenelement. Auch werden ja nur Kupferionen an die Gebärmutter abgegeben.

    Und ich hab bisher nur gelesen,dass Frauen mit der seltenen Kupfer-Speicher-Krankheit davon die Finger lassen sollten,aber ansonsten hat ne Kupferkette halt keinen Einfluss auf die Gesundheit,manche haben sich -was ich im Kupferketten-Forum gelesen hab-nachher Blut abnehmen lassen und da is nix nachweisbar davon,dass sie ne Kette tragen

    Es werden ja auch nur lokal Kupferionen abgegeben, die Belastung für den Gesamtorganismus ist also äußerst gering.

    Es kann auch vorkommen, dass das Implantat sich löst und durch den Eileiter in die Bauchhöle wandert. Mag vielleicht selten sein, aber passiert ist es schon.


    Abgesehen davon nochmal zum Kupfer: Überlegt doch erstmal was durch das Kupfer überhaupt passiert: Es ist ein Fremdkörper, der die Gebärmutter in einer Art reizt bzw. dort eine leichte Entzündung auslöst, so dass sie keine fruchtbare Schleimhaut mehr aufbauen kann. Das war auch bereits das Prinzip der Kupferspirale. In meiner Schule hatten wir diese Themen glücklicherweise etwas ausfühlricher behandelt, zu den möglichen Nebenwirkungend von Kupferimplantaten gehörte, daß diese die Gebärmutter dauerhaft schädigen können, was bei einer späteren Schwangerschaft zu Fehlgeburten führen kann, oder zu kompletter Unfruchtbarkeit. Wird natürlich von Leuten, die damit ihr Geld verdienen, gerne heruntergespielt.


    Inzwischen wird das alles wohl etwas lockerer gesehen bzw. von Frauen gerne in Kauf genommen, wenn sie dafür bequem verhüten können. Aber liegt wohl an unserer Zeit... ist ja auch inzwischen üblich geworden, bei jungen Mädchen gleich für die Pille zu werben ohne ein einziges Wort über Risiken, Nebenwirkungen und Nachwirkungen anch dem Absetzen zu verlieren. Da spielen inzwischen so viele Interessen und Ideologien mit rein, dass man verlassen ist, wenn man sich blind auf Andere (auch Ärzte) verlässt. :(v


    Ich persönlich hätte jedenfalls kein gutes Gefühl bei dem Gedanken, einen Fremdkörper in mir zu tragen, dessen Aufgabe es im Prinzip ist, die Gebärmutter temporär zu schädigen so dass man nicht mehr fruchtbar ist. Und wenn ich dran denk, wie viele Paare inzwischen Probleme beim Schwangerwerden haben hab ich gleich nochmal einen Grund mehr, rücksichtsvoll mit meinem Körper umzugehen.

    Zitat

    daß diese die Gebärmutter dauerhaft schädigen können, was bei einer späteren Schwangerschaft zu Fehlgeburten führen kann, oder zu kompletter Unfruchtbarkeit. Wird natürlich von Leuten, die damit ihr Geld verdienen, gerne heruntergespielt.

    Das wurde mittlerweile revidiert,diese Fälle kamen von Chlamydien und die kann man immer kriegen,wenn man ohne Kondome mit jemandem Sex hat,der diese hat und sich nicht drauf testen lässt....

    kurze frage: wieso setzen denn immer noch so wenige frauenärzte die gynefix ein?


    es wäre ja in ihrem sinne, dass sie lernen sie einzuführen, wenn das die verhütung der zukunft sein sollte oder nicht?

    Ganz einfach: Weil es dem wirtschaftlichen Interesse entgegen steht.


    Pille und Spirale sind für Frauenärzte wesentlich einträglicher. Auch die liebevollen Zuwendungen der Pharmaindustrie sollte man nicht unterschätzen.


    Da kann der Hersteller der Gynefix nicht gegen anstinken. Dazu ist dessen Marketingabteilung zu schwach auf der Brust.

    Contrel stellt soweit ich weiß ja auch keine Medikamente her,die gegen NICHT-vorhandene GyneFix-Nebenwirkungen eingesetzt werden..daher ham die so oder so nur den Verdienst an der Kette.


    Und wie sollte ein Pharmareferent OHNE Geschenk einem Gyn schmackhaft machen,dass er für die Liegedauer der Kette diese Patientin wohl nur EINMAL im Jahr,höchstens 2 Mal -zur Vorsorge und zum Kontrollultraschall-wiedersieht und sonst nicht,weil die Kette keine hormontypischen Nebenwirkungen hat,wegen denen man zum Gyn müsste ?

    Der Grund, warum so wenige Frauenärzte die Gynefix nicht einsetzten ist der, dass die Gynefix in Deutschland nicht zugelassen ist. Die Zulassung kann sich die Herstellerfirma anscheinend nicht leisten - so wie ich gelesen habe - da die ja doch recht teuer sein soll.


    Dadurch, dass aufgrund der fehlenden Zulassung dann keine Werbung gemacht werden darf, wird die Gynefix dann auch nicht so bekannt sein, selbst unter Frauenärzten.

    Zitat

    Und wie sollte ein Pharmareferent OHNE Geschenk einem Gyn schmackhaft machen,dass er für die Liegedauer der Kette diese Patientin wohl nur EINMAL im Jahr,höchstens 2 Mal -zur Vorsorge und zum Kontrollultraschall-wiedersieht und sonst nicht,weil die Kette keine hormontypischen Nebenwirkungen hat,wegen denen man zum Gyn müsste ?

    Das wird sicher das geringere Problem sein. Immerhin funktioniert es ja auch in anderen EU-Ländern wie Schweiz oder Österreich.

    In Deutschland ist dies aber ein massives Problem.


    Contrel hat die Rechte für Deutschland übrigends an ein anderes Unternehmen verkauft. Dieses hat selbst hormonelle Methoden am Markt und ist daher wohl nicht an dieser Konkurrenz interessiert.