• Habe abgetrieben und bereue es zutiefst

    Hallo *:) Ich habe vor zwei Tagen abgetrieben :°( Mir geht es echt beschissen :°( Ich war vor lauter Angst vor Überforderung nicht mehr sich selbst als ich mich dazu entschieden hab :-( Man muss schon einen grossen Teil seiner Gefühle unterdrücken um so einen Schritt zu gehen, - aber später kommen die Gefühle wieder hoch und... :°( Dieses Kind werde ich niemals kennen…
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    Das ist natürlich doppelt so schlimm :-(


    Ich hoffe sehr für dich, dass du noch einmal schwanger wirst und dann mit dem richtigen Mann! Ein Mann, der für deine Kinder ein guter Vater sein wird (auch für das erste)

    Zitat

    Das ist natürlich doppelt so schlimm :-(

    ja :°( .....

    Zitat

    Ich hoffe sehr für dich, dass du noch einmal schwanger wirst und dann mit dem richtigen Mann!

    hoffe auch dass ich nochmal ss werde... lieber heute als morgen - ehrlich gesagt.


    aber das wär auch quatsch, denn dann wär alles "umsonst" gewesen %:|


    oder ..vielleicht auch nicht. wahrscheinlich würde ich das kind dann "für zwei" lieben (wenn du weisst, was ich meine)


    krass ist auch: als ich beim zahnarzt war, fragte er mich ob ich ss sei und ich antwortete "leider nicht".


    dabei war ich ss (wusste es nur nicht)


    nach dem test ist meine welt zum ersten mal zusammengebrochen :(v


    und nach der abtreibung dann zum zweiten mal :°(


    lg,

    Vielleicht wird dir der Partner von deinem event. zweiten Kind einmal danken. (ohne den Abbruch gäbe es sie/ihn dann nicht)

    ich würde versuchen nicht mehr dran zu denken und weiterzusehen. erstmal ne feste partnerschaft, keine sorgen etc.


    ich hätte wie gesagt zwar das kind behalten aber du hast die entscheidung getroffen, die in diesem moment für dich die einzig richtige war.

    Bei mir ist "es" mittlerweile 7 Monate her. Am 07.07. hätte ich mein Baby zur Welt bringen können- wenn ich gewollt und gekonnt hätte.


    Ich habe es nicht bekommen, weil seine Zeugung nicht in mein Idealbild von der Familiengründung gepasst hat.


    Ich war wie ferngesteuert. Hin zum Termin, rein, alles über mich ergehen lassen und raus. Die 4 Stunden Zeit sind mir vorgekommen wie Sekunden. Oder wie Tage. Ich weiß es nicht.


    Das Gefühl danach ist seltsam. Ich bin zur Praxis raus und hab garnix gefühlt. Das ging drei Tage so. Ich hab mir ständig eingeredet, dass ich ein gefühlloses Monster bin, weil es mir nach so einer Tat doch einfach schlecht gehen MUSS, ich mich nicht mehr im Spiegel anschauen oder nachts ruhig schlafen können dürfte. Aber nichts. Ich war leer. Mein Herz, mein Kopf- mein Bauch.


    Dann kam die Wut- auf mich und den "Erzeuger". Wut auf mich, weil ich so unglaublich feige war und den Weg des geringsten Widerstands gegangen bin. Wut auf den Vater, weil er mir eiskalt keine andere Wahl gelassen hat.


    Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass ich das Alles hätte schaffen können, wenn ich gewollt hätte- ich hab eine Ausbildung, einen festen Job, stehe mit beiden Beinen fest im Leben (bis dahin…), habe meine Mutter, meine Geschwister und Freunde.


    Aber die Angst war größer. Die Angst, fürs Baby keinen Vater zu haben, nie mehr einen Partner zu finden und alleine dazustehen. Mit 22 und Baby von einem ONS.


    Heute weiß ich aber auch, dass es genauso gekommen wäre. Ich wäre alleine gewesen. Familie und Freunde können eine liebevolles Elternpaar nicht ersetzen.


    Ich hätte mein Kind unglücklich und alleine großziehen müssen.


    Angst vor dem 07. Juli habe ich trotzdem. Unsagbar große.


    Liebe Streifenhörnchen- lass Dich von niemandem verurteilen oder beipflichten und versuch nicht länger mit dem Schicksal zu hadern.


    Die Endgültigkeit der Dinge ist es, was uns Angst macht. Unsere Babys sind weg. Für immer. Und wir sind schuld. Weil wir es für richtig befunden haben und uns übers Schicksal hinweggesetzt haben.


    Aber, du und ich waren total überfordert mit unserer Situation.


    Gib dir selbst Zeit, um über deinen Verlust hinweg zu kommen. Etwas zu bereuen, heißt nicht ein Leben lang darunter leider zu müssen/sollen.


    Es kommen auch für dich wieder sonnige Tage. Und wenn du jetzt denkst du schaffst es nicht alleine, dann lass dir von einer Psychologin helfen.


    Auch, wenn es widersprüchlich klingt- ich habe meine Trauer dafür benutzt, Kindern zu helfen, die nicht gewollt sind oder missbraucht wurden, es gibt tausende davon, wurden "zum Glück" nicht abgetrieben- aber niemand kümmert sich um sie, obwohl sie auf der Welt sind.


    Manchmal treffen wir Entscheidungen in unserem Leben, die sich im nach hinein für uns als negativ, falsch oder verwerflich erweisen. Dennoch können wir irgendwann aus einer für uns falsch getroffenen Entscheidung gestärkt hinaus gehen, weil es uns sensibler macht, erfahrener und klüger.


    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du für Dich einen Weg aus dem Dunkel findest. Dass Du eines Tages mit einem Lächeln feststellst, dass deine Seele wieder gesund ist. Weil Du alles richtig gemacht hast- weil du frei entschieden hast, was das Beste für Dich und für das ungeborene Leben war. :)*

    ich denke nicht dass ich dem "potentiellen kind" das erzählen würde ":/


    und wer weiss, wer da nun leer ausgeht ???


    Allerdings ist ganz schlimm, dass meine Tochter sich bedankt hat, dass es sie gibt.


    Nein, ist eigentlich schön, aber unter den Umständen schrecklich traurig :°(


    hm.... :-/

    @ :) @:) @:)

    Shekinah


    danke für deinen langen Beitrag.

    Zitat

    Die Endgültigkeit der Dinge ist es, was uns Angst macht. Unsere Babys sind weg. Für immer. Und wir sind schuld. Weil wir es für richtig befunden haben und uns übers Schicksal hinweggesetzt haben.

    ich finde eher, dass wir unser Schicksal selbst bestimmt haben! Ein Pfarrer sagte zu dem Gedanken "es war Gottes Wille, dass dieses Kind gezeugt wurde, -also sollte es auch zur Welt kommen" folgendes: "Wir wissen nicht, was Gottes Wille ist"


    - und er hat Recht damit.

    Zitat

    Aber die Angst war größer. Die Angst, fürs Baby keinen Vater zu haben, nie mehr einen Partner zu finden und alleine dazustehen. Mit 22 und Baby von einem ONS.

    alle diese Ängste hatte ich auch! Allerdings hab ich ja schon ein Kind, stand schon mal vor der Entscheidung...aber damals war es "immerhin" von meinem Ex,- das war schon was anderes!


    im nachhinein wärs mir sch... egal ob von ons oder nicht! es war auch MEIN Kind!


    Du bist noch so jung :)^ und wirst sicher nen netten Mann finden und tolle Kinder haben, die es vielleicht nict gäbe, hättest du anders entschieden...

    @ :) @:) @:) @:)

    In diesem Zusammenhang von Schuld zu reden, finde ich nicht gut. Machen sich Frauen schuldig, wenn sie die Entscheidung treffen abzutreiben? Es kann viele Gründe dafür und dagegen geben und dass eine Frau trauert, weil dieses Kind nie zu Welt kommt, ist normal und zeugt wiederum davon, dass wir keine Moster sind die Kinder abtreiben, sondern auch da Verantwortung zeigen.


    Ich denke liebes Streifenhörnchen, du kannst trauern, und solltest das auch, aber lass dich nicht von dem Sog der negativen Gefühle und Vorwürfe um dich selbst bringen. Du bist wertvoll, stell dich nicht schlechter da, als du bist.

    Zitat

    ich finde eher, dass wir unser Schicksal selbst bestimmt haben! Ein Pfarrer sagte zu dem Gedanken "es war Gottes Wille, dass dieses Kind gezeugt wurde, -also sollte es auch zur Welt kommen" folgendes: "Wir wissen nicht, was Gottes Wille ist"

    Schönes Zitat von dem Pfarrer.


    Und beruhigend, irgendwie. Denn, hätte Gott gewollt, dass diese Kinder auf die Welt kommen, hätte er bestimmt Wege und Mittel gefunden, es auch ohne unseren Willen zu tun. Verstehst Du, was ich meine?


    Wir ham uns übers Schicksal hinweggesetzt, und es so selbst beeinflusst.

    Zitat

    alle diese Ängste hatte ich auch! Allerdings hab ich ja schon ein Kind, stand schon mal vor der Entscheidung...aber damals war es "immerhin" von meinem Ex,- das war schon was anderes!

    Den Gedankengang hatte ich auch... Wär des Baby von meinem Ex- Freund gewesen, würde ich jetzt hier mit nem kugelrunden Bauch sitzen.


    Aber, selbst dann hätte ich aus den falschen Beweggründen gehandelt- weil ich immer das Gefühl hätte, etwas aus falscher Überzeugung zu tun.

    @ :)

    Dann ist es wohl auch GOTTES WILLE wenn Kinder durch Vergewaltigungen gezeugt werden. Oder Kinder auf die Welt kommen die nicht Überlebensfähig sind.


    Bei so einem Thema hat Gott wirklich nix zu suchen, und ihre Vertreter auf Erden auch nicht!

    Zitat

    Ich denke liebes Streifenhörnchen, du kannst trauern, und solltest das auch, aber lass dich nicht von dem Sog der negativen Gefühle und Vorwürfe um dich selbst bringen. Du bist wertvoll, stell dich nicht schlechter da, als du bist.

    Das ist auch ein wichtiger Punkt.


    Ich habe heute noch das Gefühlt, nicht mit jemandem über meine Trauer und den Verlust (beide Gefühle sind ja trotzdem vorhanden!) sprechen zu dürfen/ können, weil die Allgemeinheit kein Verständnis dafür hat.


    "Du hast dein Kind nicht haben wollen- also sei nicht traurig, dass es weg ist. Du wolltest es so".


    Dem ist nicht so. Wir wollten nicht diese Kinder nicht (anderenfalls würden wir ja gar nicht trauern!), sondern wir wollten es aus bestimmten Beweggründen nicht in die Welt setzen.


    Aber, der Hintergedanke, etwas nicht vermissen zu dürfen, weil man es abgelehnt hat, ist immer da.

    Meine Situation war damals ähnlich wie bei Streifenhörnchen. Ich hatte aber 2 Personen die mich in meiner Situation unterstützt haben, und bis zum heutigen Tag (6 Jahre her) habe ich niemals von diesen Personen Verwürfe oder ähnliches gehört. Sie haben es mit mir getragen, das ist auch wichtig.

    Ich glaube, dass man Kinder nur in die Welt setzen sollte, wenn man Platz dafür hat.


    Platz im Herzen, im Kopf und im Leben.


    Ich habe mir undendlich viele Gedanken darum gemacht, was mit der Seele meines Kindes passiert ist und was ich für einen Sinn aus dem Geschehen ziehen kann. Ich versuche immernoch, eine schlüssige Erklärung daraus zu ziehen, warum "ausgerechnet" ich (Obwohl ich doppelt verhütet habe...!) mit diesem Mann in diese Situation geraten bin.


    Alles wird einen Grund haben! Die Frau/der Vater muss damit umgehen, muss es lernen. Vielleicht haben diese Menschen, die am Anfang dachte, eine Abtreibung sei nichts Besonderes, daraus gelernt und achten danach einfach auf Verhütung, etc. und lernen dann, egal welchen Alters, wie wichtig Verhütung sein kann. Werden reifer, Verantwortungsbewusster.


    Ich glaube fest daran, dass jede Seele sich seine Eltern selbst aussucht.


    Nachdem ich das Ultraschallbild gesehen hab, wusste ich- es ist ein Mädchen.


    Klingt das paradox?


    Entschuldigt, wenn das nicht hierherpasst- ich hätte gerne trotzdem eure Meinung dazugehört:


    Dr. Joshua David Stone schreibt in seinem Buch "The Golden Book of Melchizedek" auch über dieses Thema.


    Er stellt die Behauptung auf, dass in den 9 Monaten, während das Kind im Leib der Mutter heranwächst, die Seele noch nicht im Leib des Kindes inkarniert ist.


    Die Seele tritt erst kurz vor, während oder nach der Geburt in den Leib des Kindes ein.


    So gesehen machen die Seelen bei einer Abtreibung nicht wirklich eine Erfahrung, man tut Ihnen nicht weh oder verscheucht sie...


    Er sagt auch, dass der plötzliche Kindstod dann eintritt, wenn sich eine Seele noch nach der Geburt gegen eine Inkarnation mit diesem Körper entscheidet.


    Die Seele wird sicher nicht böse sein, denn sowas sollte jede Seele eigentlich in Betracht ziehen, das eine Abtreibung der werdenden Eltern in Betracht gezogen werden kann. Außerdem, je nach Situation, verständlich.


    Egal ob Abtreibung oder nicht. Solang, finde ich, man es nicht tut aus Trotz und Eigensinn, immer wieder schwanger wird und abtreibt, weil man nicht anständig verhüten oder die Beine nicht zusammen halten kann, sollten die Seelen nicht erzürnt sein. Im Gegenteil, sie tragen zur Erfahrung bei, die wichtig für jede Seele ist.