• Habe abgetrieben und bereue es zutiefst

    Hallo *:) Ich habe vor zwei Tagen abgetrieben :°( Mir geht es echt beschissen :°( Ich war vor lauter Angst vor Überforderung nicht mehr sich selbst als ich mich dazu entschieden hab :-( Man muss schon einen grossen Teil seiner Gefühle unterdrücken um so einen Schritt zu gehen, - aber später kommen die Gefühle wieder hoch und... :°( Dieses Kind werde ich niemals kennen…
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    liebes streifenhörnchen das wünsche ich dir vom herzen und schön das du wieder nach vorne schaust diesmal schicke ich dir eine kleine @:) damit du dich freust. viel glück und einen schönen tag auf dem weinachtsmarkt wünscht dir skysurfer *:)

    hallo liebes streifenhörnchen vielen dank für die blume und ich hoffe du hattest einen schönen tag auf dem weinachtsmarkt. wir sind weiter für dich da und haben dich gerne einen schönen vierten advent dir und deiner familie. alles liebe dein skysurfer *:) und gönn dir auch mal eine kleine pause :)D

    *:)


    stand 2011: ich denke immer noch jeden tag daran :-(


    eine seltsame entwicklung finde ich ist eine gewisse gleichgültigkeit in mir und ein absinken meiner moral. wieso regenwürmer aus pfützen retten nachdem ich "sowas" getan habe? regenwürmer waren nur ein beispiel. das könnte alles sein. gut, ich überfall dennoch keine hilflosen omas, aber ich finde ich bin auch nicht mehr so nett. besonders nicht zu männern glaub ich ":/ also eher fühl ich nicht so viel...so was wie zuneigung oder so...


    weiss nicht ob das so ne phase ist, oder ob das nu so bleibt...das wär schlimm :-(


    ich fühl mich schuldig – aber frei: was könnte ich noch schlimmeres tun?


    - da fällt mir kaum was ein


    was meint ihr? geht das weg? kennt jemand so was? was ist das?


    lg

    hallo streifenhörnchen,


    nun mische ich mich nach längerer med1-abstinenz doch mal wieder ein. und ehrlichgesagt weiß ich nicht, ob ich jetzt etwas schreibe, was schon etliche andere hier geäußert haben, aber ich tu es dennoch, denn deine geschichte beschäftigt mich dann doch etwas.


    es ist mit eines der schlimmsten gefühle, sich selbst nicht mehr zu kennen. und ich glaube, genau das tust du gerade nicht. im nachhinein scheinen dir deine überlegungen VOR der abtreibung so seltsam, dass du alles, was danach kommt, als strafe für dich selbst nutzt. und das ist ok. ich kenne dieses gefühl, aus einer anderen, wirklich nicht vergleichbaren situation, aber man denkt sich: wenn ich mich selbst schon nicht verstehe, wie kann das dann ein anderer schaffen. und wenn ich mich selbst nicht verstehe, wie soll ich stark sein? wenn man keine einheit mehr ist, sondern an einem teil von sich selbst zweifelt, ist es immer schwer, die tür für andere zu öffnen. den weg, den du hier gewählt hast, finde ich gut. schreiben ist gut. denn da hat man die möglichkeit, seine gedanken vorher zu ordnen – in gesprächen wird man oft so von seinen gefühlen übermannt, dass man die kontrolle (wieder einmal) verliert, zu viele sachen gar nicht sagt, die man eigentlich hätte loswerden wollen. und das, was man sagt, kann man teilweise gar nicht so richtig rüberbringen. weil man mit sich selbst nicht eins ist.


    ich weiß nicht, ob das jetzt verständlich klingt, aber so schätze ich das "anders als früher" bei dir ein. es gibt ja den berühmten spruch, dass man sich immer selbst am nächsten ist. bricht das weg, bleibt oft nicht mehr viel zum dran festhalten.


    so, wie gehts nun weiter? fakt ist: du fühlst. das ist gut. es hätte noch schlimmer kommen können, denn wenn man nichtmal mehr fühlt, dann ist man dabei, seinen willen zu verlieren. das ist bei dir noch nicht der fall. schmerz ist schlimm, aber wenigstens zeigt er uns, dass wir noch lebendig sind.


    und es ist auch vollkommen normal, dass du, aus deiner sicht, nicht mehr die alte ist. das problem, das du selbst hast, rückt alle anderen faktoren in den hintergrund. auch die, die früher freude bereitet haben. und das ist irgendwie das schlimme daran. diese große traurigkeit frisst vieles auf und lässt es einfach verschwinden. auch wenn es gut war.


    nach allem, was ich bisher gelesen habe, habe ich immernoch den eindruck: du bestrafst dich selbst. für das, was du getan hast. denn es ist kein anderer da, der das für dich übernimmt. stell dir mal vor, du wärst der regenwurm. du hast genauso niemanden, der dich gerade wirklich rettet, das tut sehr weh – wobei man dazu sagen muss, dass du vom ertrinken gott sei dank noch weit entfernt bist.


    ich möchte dir hier keine halbgaren ratschläge geben, wie du jetzt am besten weitermachst. denn wenn man erstmal in so einer spirale aus schlimmen gedanken steckt, kommt man da nicht so einfach durch ablenken wieder raus. mir haben damals ganz pragmatische sachen geholfen, die ich mir immer wieder gesagt habe:


    1. menschen machen fehler. das kommt durchaus vor und ist auch nicht weiter verwunderlich


    2. ich habe draus gelernt. jeder fehler hat auch einen sinn, nämlich, dass man ihn zukünftig, auch im übertragenen sinne, nicht mehr begeht.


    3. mehr als es für sich einsehen, kann man nicht tun.


    4. das leben bietet möglichkeiten. wenn man nur den hintern hochkriegt.


    will sagen: du kannst das ganze natürlich nicht durch irgendwas anderes ausgleichen. aber du musst es akzeptieren. als teil deines lebens, der vielleicht nicht unbedingt schön ist, der dich aber geprägt hat, aus dem du gelernt hast und der dich ein stück weit auch stärker gemacht hat. denn, genauso wie du gute sachen nun als nicht mehr so ausschlaggebend empfindest, werden viele schlechte aspekte für dich nun kein hindernis mehr darstellen, so wie früher.


    mehr kann ich dir dazu leider nicht sagen. verzeih dir.


    viele liebe grüße


    Nätti :)*

    Zitat

    nein, habe noch keinen gemacht aber da ich zur zeit in absoluter sexueller enthaltsamkeit lebe ist das auch nicht so dringend.

    Vielleicht wurde die Frage zum HIV test ja anderweitig schon beantwortet aber ich fand das gerad wichtig und wollte es nochmal aufgreifen.


    Was hat denn deine sexuelle Enthaltsamkeit mit einer eventuell HIV gefährdung zu tun? Dich testen tust du doch FÜR DICH und nicht für andere. Damit du noch ein langes Leben vor dir hast,falls du dich nämlich bei dem Kontakt angesteckt haben solltest.


    Die Geschichte mit dem Kondom ist ja schon seltsam..also ich würde da auf Nummer Sicher gehen und mich da testen lassen.


    Nur so als nett gemeinter Ratschlag :)

    @ Nätti

    Danke! Durch deinen beitrag fühl ich mich nicht mehr so allein mit meinen befremdlichen gedanken :-)

    Zitat

    es gibt ja den berühmten spruch, dass man sich immer selbst am nächsten ist. bricht das weg, bleibt oft nicht mehr viel zum dran festhalten.

    :)^

    Zitat

    fakt ist: du fühlst.

    aber nur ganz selten, hinter meterdicken mauern nur. meistens denke ich und strafe mich dabei. aber es geht noch- das fühlen, aber nicht mehr so leicht.

    Zitat

    denn, genauso wie du gute sachen nun als nicht mehr so ausschlaggebend empfindest, werden viele schlechte aspekte für dich nun kein hindernis mehr darstellen, so wie früher.

    dem kann ich nur zustimmen... bin auch etwas mutiger geworden aber eben auch leerer, einsamer. gleichzeitig klarer ob der härte der welt. ich kann selbst so hart sein, meine gefühle abstellen ... ":/ das macht dann auch manchmal angst vor anderen menschen: seither geh ich nicht mehr im dunken an abgelegene bahnhöfe aufm dorf...


    man kann viel aushalten ohne zu sterben, aber mir geht es ja nicht nur ums überleben. ich möchte fühlen, lieben, SEIN.


    ein stück von dem was ich dachte dass "ich" war ist bei der abtreibung mitgestorben :°( oder vielleicht war es vorher schon weg? wäre ich sonst diesen schritt gegangen? ich weiss es nicht. ich weiss nix :(v


    lg,

    also, zunächst mal: es ist nicht bedenklich, dass du im dunkeln nicht mehr an abgeschiedene dorfbahnhöfe gehst. das ist sogar ziemlich schlau ;-)


    aber: wieso hast du angst vor anderen menschen? aus deiner geschichte würde ich persönlich jetzt eher die erkenntnis ziehen, dass kein anderer am eigenen glück so viel rütteln kann, wie man selbst. wenn man das durch schmerz, den man sich selbst zufügt, erfahren muss, ist das natürlich nicht schön, aber dennoch fakt. oder warum siehst du das umgekehr? kannst dus vielleicht erklären?


    dass es dir nicht nur ums überleben geht, das verstehe ich. das leben hat ja so viele schöne sachen zu bieten, und das weißt du noch! das ist gut! die einzige barriere, die dich noch davon trennt, sind die dicken mauern, die du aufgebaut hast. du selbst, das ist ja das krasse.


    und vielleicht kannst du den letzten aspekt andersrum sehen: vielleicht ist nichts von deinem "ich" bei der abtreibung weggegangen, vielleicht ist etwas zu deinem dazugekommen, was du vorher noch nicht kanntest, weil du noch nie in solch einer situation warst? vielleicht so etwas, wie ein schutzmechanismus? es ist doch ganz oft so: eine extremsituation interpretiert man im nachhinein ganz anders, als sie in wirklichkeit war (auch das habe ich an mir beobachtet). deswegen sind solche situationen ja auch extrem, weil sie vorher noch nie da waren und wahrscheinlich auch nicht wiederkehren werden. wie soll man sich da, ausserhalb des ganzen, groß wieder hineinversetzen können? ich denke, dass du die richtige entscheidung getroffen hast. auch für dich, aber dass du vielleicht einfach nur angst vor diesem teil von dir hast, der eben auch mal keine regenwürmer mehr rettet, wenns an die eigene substanz geht. sowas hat aber gar nichts mit grausamkeit zu tun und das bedeutet auch nicht, dass du jetzt zu einem gefühllosen klotz erfrieren musst, um dem eindruck, den du im nachhinein von dir selbst gewonnen hast, gerecht zu werden. ich weiß, das sagt sich jetzt leicht. und es ist auch nur mein eindruck von der sache...


    darf ich dir ein buch empfehlen? :) es heißt "der knacks", roger willemsen hats geschrieben – kein "gute laune, mach was draus"-ratgeber, keine angst. es ist eigentlich ein trauriges buch. er beschreibt darin, dass jeder mensch in seinem leben einen knacks abbekommt, DEN knacks, der ihn verändert, aus der bahn wirft. es ist nicht ganz einfach zu lesen, aber ich finds wirklich wunderbar. wenn du traurige lektüre momentan verträgst, wäre das mein tip an dich :)

    liebes streifen hörnchen ich kann dir vielleicht nicht so helfen wie nätti die sehr lieb auf dich eingegangen ist aber ich möchte dir auf diesem weg jedenfalls ein gesundes neues jahr wünschen für dich und deiner familie und alles liebe. ich wünsche dir das du endlich den frieden mit dir machen kannst um wieder ein glückliches leben zu führen. ich habe es zwar schon geschrieben aber vergiss nie das dui für deine kleine tochter eine liebevolle mutter bist und damit schon so viel gutes gemacht hast wie viele andere nicht. vielleicht hilft es dir ja doch wenn du dir ein kleines tattoo machen lässt denn viele können so mit etwas abschliessen und auch wenn du das gefühl hast du hast einen grossen fehler gemacht vergesse nie du bist kein schlechter mensch auf gar keinen fall und auch wenn ich dich nicht so gut kennne bin ich 100 prozentig davon überzeugt du hast ein glückliches leben verdient und du hast ein recht das auch zu bekomme. ich wünsche mir sehr das du mal wieder für dich was tust. alles liebe wünscht dir skysurfer ps über eine antwort würde ich mich freuen *:) :)^

    Ich mußte leider vor kurzer Zeit auch einen Abbruch durchführen. Ich sage deshalb " mußte" weil es für mich nur diese eine Möglichkeit gab. Ich war mit dem Erzeuger nur eine sehr kurze Zeit zusammen und habe dann nach der Trennung gemerkt das ich schwanger war. Er fiel aus allen Wolken, und äußerte sich überhaupt nicht dazu u wollte sich "das alles mal durch den Kopf gehen lassen". Ich habe lange hin u her überlegt, und ich war u bin mir darüber im klaren, das ich es alleine nicht geschafft hätte. Was ist das denn für ein Leben, ein Kind zu bekommen und ständig nur zu überlegen, wo gebe ich mein Kind hin, damit ich arbeiten gehen kann?? Wenn man alleine da steht, läuft es auf nichts anderes hinaus, und ich möchte einfach kein Kind bekommen, um es von jemand anderem groß ziehen zu lassen, damit ich arbeiten gehen kann!


    Diese Entscheidung war die schwerste meines Lebens, da ich mir immer ein Kind gewünscht habe, aber eben in intakten Verhältnissen und mit allem was dazu gehört, damit ich meinem Kind alles ermöglichen kann, und das kann man als alleinerziehende Mutter einfach nicht! Werder wenn man vom Amt lebt, noch wenn man arbeiten geht. Deshalb weiß ich, daß es die richtige Entscheidung war. Ein Kind zu bekommen ist sicherlich was wunderbares und ich habe diesen Wunsch noch immer, aber nicht auf biegen und brechen und nicht um jeden Preis. Denn ich möchte meinem Kind alles ermöglichen und es sorgenfrei aufwachsen sehen.


    Trotzdem tut es sehr weh und diese ganzen Wochen vom Schwangerschaftstest bis zum Tag des Abbruchs waren die schlimmsten Wochen meines Lebens :°( :°(

    Ich kann dich sehr gut verstehen, Streifenhörnchen. Ich selber bereue zwar den Abbruch nicht, da ich weiß, das ich es nicht geschafft hätte. Ich bereue, das es überhaupt soweit gekommen ist und ich diese Entscheidung treffen mußte. Und das macht mich sehr unglücklich, da ich im tiefsten meines Herzens immer ein Kind wollte und mich jetzt dagegen entscheiden mußte.


    Und jede Frau die sagt sie würde niemals abtreiben, muß erstmal in eine solche auswegslose situation kommen. Ich habe früher auch so gedacht, aber jetz denke ich anders.


    Es ist gut, dass es diese möglichkeiten gibt. Sonst gäbe es wahrscheinlich NOCH MEHR ungewünschte, verwahrloste misshandelte, ausgesetzte ode gar tote Kinder....... :°( :°( :°( Oder einfach nur Kinder die unglücklich sind! :°( :°( :°(


    Im moment komme ich ganz gut mit der Situation zurecht, da ich es verdränge u nicht drüber nachdenke. Aber ich weiß, spätestens zum Geburtstermin holt es mich wieder ein..... :°(

    Wenn es dir wirklich so schlecht mit deiner Entscheidung geht dann rate ich dir, hol dir psychologische Hilfe. Das kann Dir nur helfen, deine Situation zu verarbeiten, bevor es noch schlimmer wird. Denn so machst du Dich mit deinen Gedanken nur kaputt. Lass dir helfen. Denn ich glaube nicht, das du es alleine vernünftig verarbeiten kannst.


    Und ich möchte Dir raten, konzentriere Dich auf Deine Tochter und sei froh, daß du ein gesundes Kind hast.


    Wünsche Dir alles Gute und das du bald wieder positiv nach vorne schaust und mit deiner Entscheidung leben kannst @:) @:) @:)

    @ Nätti

    Zitat

    vielleicht kannst du den letzten aspekt andersrum sehen: vielleicht ist nichts von deinem "ich" bei der abtreibung weggegangen, vielleicht ist etwas zu deinem dazugekommen, was du vorher noch nicht kanntest, weil du noch nie in solch einer situation warst? vielleicht so etwas, wie ein schutzmechanismus?

    ja es ist etwas dazugekommen. eine neue sicht auf mich, auf menschen, auf das leben allgemein. noch eine mauer mehr die mich von der aussenwelt trennt aber dadurch auch unabhängiger gemacht hat. ich habe halt nur dieses eine leben und nun, da ich es schon so weit gebracht habe (also nicht abgetrieben worden bin und auch an nix anderem gestorben) sollten ich einfach nicht so viel angst haben. am ende sterben wir halt alle und basta. vielleicht seh ich dann den kleinen menschen wieder oder werde eins mit ihm oder was auch immer.... aber bis dahin will ich LEBEN und ich hab sooo grosse lust darauf (auch wenn es jetzt wieder schelte hagelt) nochmal einem kleinen menschen das leben schenken zu dürfen! nicht jetzt und nicht mit irgendwem... aber bald mit einem lieben menschen. DAS würde mich glücklich machen und ein klein wenig die abtreibung "gut" machen (auch wenn das nicht geht)


    traurigerweise ist der schutzwall ziemlich gross :(v mann kommt nicht zu mir durch :-( es geht einfach nicht. ich bin nett, witzig, liebevoll..aber in mir drinne ein schwerverletzter eisblock mit dieser kleinen familie im herzen: dem mann in den ich mich verliebt hatte und unserem gemeinsamen kind {:( )


    und es kommt überhaupt nicht in frage, das irgendeinem mann anzuvertrauen den ich vielleicht lieben könnte aber mit diesem geheimnis niemals lieben können werde.


    hmmmm....