jepp. dazu kommt ja noch, dass der staat kein interesse daran hat, den mann von den verpflichtungen für sein durch betrug entstandenes Kind zu entbinden-denn wenn der als unterhaltszahler ausfällt, muss die staatskasse ran :-/


    fair finde ich das trotzdem nicht.

    na ja zumindest hast du deinem partner doch auch ein kind untergeschoben, dafür aber wenigstens gebeichtet.


    du hast geschrieben, dass es besser sei, an einer beziehung zu arbeiten. dies ist immer besser :-) v.a. auch besser, ein gemeinsames leben zu planen, als es dem anderen vorzusetzen.

    prävention und opferschutz stehen ja wohl in keiner beziehung zueinander. opferschutz bedeutet, dass etwas bereits geschehen ist.


    dann ist es für prävention zu spät.


    prävention: einen partner wählen, der dieselben wünsche ans leben hat und am anfang der beziehung dieses bereits abzuchecken.

    prävention funktioniert wohl nicht. effektiver opferschutz wäre entbindung von den rechtlichen vaterpflichten, auf staatskosten und auf aussage des mannes bis maximal 6 monate nach der geburt.


    dann muss die frau zumindest aus eigener tasche für das kind aufkommen, im falle von akuter notlage eben der staat.

    just-imagine:


    s.. dient schon seit laaangem auch ausschließlich dem vergnügen.


    wenn dieses so abgesprochen ist und der eine partner heimlich was dran ändert, dann ist es zwar keine vergewaltigung im sexuellen sinn.


    aber eine gewalttat ist und bleibt es trotzdem.


    "Der Begriff Gewalt (eine Bildung des althochdeutschen Verbes walten, bzw. waltan – stark sein, beherrschen) bezeichnet von seiner etymologischen Wurzel her das 'Verfügen-können über das innerweltliche Sein'. Der Begriff bezeichnet ursprünglich also rein das Vermögen zur Durchführung einer Handlung und beinhaltet kein Urteil über deren Rechtmäßigkeit.


    Gewalt findet sich wieder, wenn mit Zwang etwas durchgesetzt werden soll."


    wenn du deinem partner ein kind angehängt hast, dann hast du gewalt über ihn ausgeübt. du hast ihn beherrscht.

    Ich finde noch weitere Differenzierungen wichtig.


    Wenn eine Frau mit einem gemeinsam geplanten Kind z.B. mutwillig und fahrlässig verlassen wird, sollte sie mehr Unterhalt bekommen vom Vater...


    Das Familienrecht wäre meiner Ansicht nach wirklich reformbedürftig...

    Kitsune

    Da wird kein Schuh draus. Das Geld, dass der Vater zahlt, bekommt nicht die Mutter, sondern das Kind, es ist ein Anspruch des Kindes an den Vater. Nicht ein Anspruch der Kindsmutter. Insofern ist es total egal, wie und mit welchen Tricks das Kind entstanden ist, es ist ja letztlich völlig unschuldig daran.


    Es ist wie es ist, in dem Moment, in dem ich Sex habe, muss ich mir bewusst machen, dass ein Kind dabei herauskommen kann, auch als Mann. Das ist nunmal so, das sind natürlich Umstände. Zum Schluss kommt es noch soweit, dass ein Mann nicht mehr zahlen will, bloß weil die Freundin bei der Pille einen Einnahmefehler gemacht hat oder schludrig war etc. Wo willst du denn da aufhören? Und wie nachweisen?

    aber die frau hat ja immerhin bei einem "unfall" noch die möglichkeit, sich gegen das kind zu entscheiden-ein mann ist da völlig von der entscheidung seiner frau abhängig....


    wie ich das regeln würde? mit einem notariell beglaubigten vertrag, dass in dieses beziehung keine kinder gewollt sind. sollte die frau sich trotzdem zur mutterschaft entschliessen, so trägt sie allein sämtliche rechte und pflichten am entstandenen kind


    und klar gehört der unterhalt dem kind, und seine versorgung muss sichergestellt werden. im falle eines betrugs müsste eben der staat diese finanzielle verantwortung übernehmen. genauso, wie er ja für den unterhalt von häftlingen aufkommt und gerichtskosten trägt, wenn prozessierende sie sich nicht leisten können bzw ein freispruch zustande kommt.


    aber es kann doch nicht sein, dass man für ein vebrechen einer anderen person zahlen muss.

    Selbst wenn wir einen Begriff für die Tat finden...z.B. Vorsätzliche eigenmächtige Vorbereitung für eine Schwangerschaft....


    Wann genau fand dann die folgenreiche Tat statt?


    Und warum konnte diese Tat unbemerkt ablaufen?


    Geschieht das Verbrechen hier wirklich in der Frau und nur durch die Frau alleine?


    Hätte man nicht noch Möglichkeiten ausschöpfen können, die Folgen der Tat zu verhindern?


    etc.


    Um das Geld alleine ging es der Freundin von Bulli bestimmt nicht, also das kann ich mir nicht vorstellen...


    Mich würde es schon interessieren, was sie bewogen hat, sich alleine für das Kind zu entscheiden.


    Doch um das herauszufinden muss man die richtigen Fragen stellen und stark und tolerant genug für die Antworten sein.

    Zitat

    Hätte man nicht noch Möglichkeiten ausschöpfen können, die Folgen der Tat zu verhindern?

    wie soll das denn funktionieren? alle möglichkeiten, die mir dazu einfallen, erfüllen definitiv den tatbestand der körperverletzung.


    und ich würde schon sagen, dass der "tatbestand" von ihr ausging-denn er hatte ja nur verkehr mit ihr, in der annahme, sie würde, wie abgemacht, verhüten 8arglistige täuschung)


    hätte er gewusst, dass sie nicht verhütet, hätte er die sache ja selbst in die hand genommen. den einzigen fehler, den er gemacht hat, war seiner partnerin zu vetrauen, dass sie ihn nicht bescheisst

    Kitsune

    Das sehe ich nicht ein. Wieso soll der Staat aufkommen für ein Kind bei einem zahlungskräftigen Vater? Wenn er kein Kind möchte, muss er dafür Sorge tragen, keins zu zeugen. Dass er, was die Möglichkeit sich nachträglich dafür oder dagegen zu entscheiden, benachteiligt ist, spielt meines Erachtens keine Rolle, denn umgekehrt kann er sich, wenn er will, im Gegensatz zur Frau, völlig aus der Erziehung heraushalten, außer Zahlen nichts, sozusagen. Er muss das Kind nicht aktiv als Vater anerkennen und das passiert ja auch sehr häufig in Fällen, in denen er nicht getäuscht wurde. Die Nach- und Vorteile beim Kinderbekommen sind sehr unterschiedlich verteilt, aber sie sind vorhanden, damit muss man einfach leben.


    Der Staat und damit der Steuerzahler sollte nur zur Kasse gebeten werden, wenn es nicht anders geht.


    So ein Vertrag, wie der, den du vorgeschlagen hast, ist, glaube


    ich, in Deutschland sittenwidrig.

    Zitat

    aber es kann doch nicht sein, dass man für ein vebrechen einer anderen person zahlen muss.

    Das bezeichnest du als Verbrechen???


    Wie auch immer, du musst dir aber doch vor Augen halten, dass der Mann, solange er selber ungeschützt Sex hat, einfach nicht als juristisches Opfer zu bezeichnen ist. Er mag ein moralisches Opfer sein, aber doch kein Opfer eines Verbrechens, das finde ich nun wirklich sehr weit hergeholt.


    Und dafür will ich als Steuerzahler auch wirklich nicht aufkommen, schließlich ist das immer noch eine private Beziehungssache und nicht mein Problem.