Wir wissen ziemlich sicher, dass ihn seine Freundin verarscht hat und darüber wurde diskutiert.


    Drüber diskutieren, was er jetzt wohl denkt usw. macht nicht so viel Sinn wenn er hier nicht schreibt.

    Hallo Mädels,


    da bin ich wieder. Naja, eigentlich war ich nie weg, ich habe alles verfolgt, hatte aber wenig Zeit und auch keine große Motivation, etwas zu kommentieren. Es gab von meiner Seite aus auch nicht viel zu berichten. Es plätscherte so vor sich hin. Die Beziehung war fantastsich, die Problematik "Kind" habe ich irgendwie gar nicht an mich rangelassen. Wir haben auch nur das nötigste diskutiert. Ein paar Probleme zeichneten sich trotzdem ab. Sie freut sich und muss vor mir ihre Freude verbergen, ich dagegen freue mich überhaupt nicht und muss abwertende Sprüche vermeiden. Schwierig wird es dann, wenn es Erwartungshaltungen gibt. Sie hat mir das zweite Ultraschallbild gezeigt und hat natürlich gehofft, dass ich mich freuen würde. Ich habe mich nicht gefreut und sie war enttäuscht. Das hat natürlich Konfliktpotenzial. Wir haben das aber recht gut gemeistert.


    Jetzt geht das Ganze in die nächste Runde. Wir haben um Weihnachten unsere Familien informiert und ich gehe davon aus, dass es bis zum Jahreswechsel auch im Freundeskreis bekannt gemacht wird. Meine Familie hat recht verhalten reagiert, sie kennt meine Einstellung. Bei ihrer Famile dagegen wird diese Nachricht wahrscheinlich einschlagen wie eine Bombe. Mit überschäumender Freude und Glückwünschen kann ich aber nicht richtig umgehen, am liebsten würde ich die Familie eine lange Zeit meiden. Ein Cousin von ihr, den ich sehr schätze, hat schon angerufen und gratuliert. Ich war zum Glück nicht anwesend und hatte nur eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, aber die hat mir schon den Rest gegeben. Ich kam mir in diesem Moment irgendwie entmündigt vor: mir passiert etwas furchtbares und alle freuen sich. Ich habe auch das Gefühl, als würden diese Glückwünsche so eine Art Trotz in mir auslösen, der mich gegen das Kind aufbringt. Wie ich damit umgehe und wie sich das auf die Beziehung zu meiner Freundin und dem Kind auswirkt, kann ich erst in ein paar Tagen berichten.

    @just-imagine

    Wie ist das denn genau bei Dir gelaufen? Bist Du trotz Verhütung ungewollt schwanger geworden oder hast Du bewusst die Verhütung ausgesetzt, ohne Deinen Freund zu informieren? Und wie ist diese Ausspache abgelaufen?


    Ich frage deswegen nach, weil ich aus Deinen bisherigen Ausführungen gewisse Details, die ich sehr wichtig finde, nich erschließen konnte. Meine Freundin leugnet, dass sie die Pille absichtlich nicht genommen hat. Ich glaube ihr nicht. Auch wenn es sehr unwahrsheinlich ist, so ist es dennoch nicht unmöglich, dass ihre Geschichte stimmt. Das ist für mich etwas gänzlich anderes als die 100%ige Sicherheit durch ein Geständnis. Es hört sich für die eine oder andere vielleicht komisch an, aber ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass ich in diesem Fall wesentlich drastischer reagiert hätte. So muss ich mich wohl damit abfnden, dass entweder ich oder meine Freundin die Wahrheit für immer verleugnet.


    Gruß, Bulli

    Zitat

    Sie freut sich und muss vor mir ihre Freude verbergen, ich dagegen freue mich überhaupt nicht und muss abwertende Sprüche vermeiden. Schwierig wird es dann, wenn es Erwartungshaltungen gibt. Sie hat mir das zweite Ultraschallbild gezeigt und hat natürlich gehofft, dass ich mich freuen würde. Ich habe mich nicht gefreut und sie war enttäuscht. Das hat natürlich Konfliktpotenzial. Wir haben das aber recht gut gemeistert.

    Ich frage mich wirklich, was du in dieser Beziehung noch suchst. Wenn du jetzt schon vorsichtig sein musst, nicht beleidigend und patzend zu werden, sie dazu noch nicht mal ihre Freude zeigen kann und du bei jeder Gratulation im Grunde aggressiv/wütend wirst, kann das gar keine Zukunft haben. Ich denke nicht mal, dass sich das bei der Geburt ändern wird - im Gegenteil, so habe ich eher die Befürchtung, dass sich dein Unmut und deine Wut nur noch mehr sammeln wird, weil du das reale Ergebnis noch mehr vor deinen Augen hast.


    Deshalb verstehe ich dein "Wir haben das aber recht gut gemeistert" überhaupt nicht. Denn das wird über kurz oder lang in einer riesen Explosion enden. Denk mal darüber nach, du wirst deine Abneigung nicht mehr länger verstecken können und sie ihre Freude über das Kind und die Enttäuschung dir gegenüber auch nicht. Ist nur eine Frage der Zeit, bis die Emotionen überquillen und sich gegen den anderen richten.

    Ich frage mich nicht was du in der Beziehung suchst, ich frage mich wie das eigentlich abläuft. Wie kann es denn fantastisch laufen. während sie Ängste hat und enttäuscht ist und du das Kind nicht willst? Wie kann man das Thema denn ignorieren? Ich kanns mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ihr beide zusammen habt garnichts gemeistert sondern lebt so nebeneinander her.

    @Knullibulli

    Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, dass es für dich einen Unterschied macht, ob deine Freundin die Pille nur mal vergessen hatte, oder ob sie sie absichtlich nicht genommen hatte.


    Aber selbst im ersten Fall, weiß ich als Pillenanwenderin, dass ich nach dem Vergessen einer Pille erst mal keinen Sex mehr haben darf, und im schlimmsten Fall, wenn man kurz vor dem Vergessen der Pille Sex hatte, gibt es die Pille danach, um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft zu verhindern. Als verantwortungsbewusster Mensch macht man glaub ich nicht so einfach unbemerkte Einnahmefehler. Da sie zumindest zugibt, die Pille mal vergessen zu haben, scheint sie den Fehler auch sehr wohl bemerkt zu haben. Und wenn mir sowas passier fühle ich mich dazu verpflichtet, das meinem Partner zu sagen, damit er weiß, dass wir jetzt Kondome benutzen müssen.

    Schön mal wieder von Dir zu hören Knullibulli, aber ich glaube Du musst Dir mal recht zeitnah über ein paar Dinge klarwerden. Deine Freundin hat Dich (höchstwahrschinlich) hochgradig beschissen, zumindest glaubst Du das und ihr geht es in Eurer Beziehung mehr um das Kind als um dich, evtl. bescheisst sie Dich wieder. Das Kind (was Du hasst) ist ihr viel wichtiger. SIE ist das Problem und zwar ein grosses. Du projezierst Deine Wut auf das Kind weil Du dir nicht eingestehen willst, dass SIE Scheisse gebaut hast. Du kannst Dich jetzt entweder hinter diesen Gefühlen "Störfaktor Kind" verstecken oder Dir endlich mal eingestehen, dass eigentlich Deine Freundin daran Schuld ist und dass wenn jemand dafür büßen sollte, SIE es sein sollte. Die einzige möglichen Konsequenz wären dann eine sofortige Trennung oder eine allumfassende Aussprache, nach der Du Dich dann entweder trennst oder Deine Gefühle dem Kind gegenüber relativierst.


    So wie es jetzt läuft, stellst Du das Kind als Ursache allen Übels da, was es aber faktisch nicht ist. Darüber solltest Du Dir klarwerden und dann überdenken, ob Du eine Beziehung mit Kind und dann auch positiven Gefühlen für das Kind willst oder ob Du das nicht willst. Jetzt versteckst Du Dich hinter Deinen Gefühlen und hoffst evtl. noch im Geheimen, dass "das Kind einfach wieder verschwindet". Damit tust Du weder Dir noch Deiner Freundin einen Gefallen.


    Sorry wenn das hart war, aber so sehe ich es nunmal.

    Ich geb da

    stilleswasser Recht..Was du grad machst ist reine Projektion. Ich bin so aufgewachsen,weiß also wovon ich rede...Meine Mutter hat auch immer meine Schwester und mich als Grund allen Übels angesehen,dabei war es immer mein Vater,den sie gemeint hat (der uns auch gewollt hat und sie wollte keine Kinder) und das hat NIE aufgehört.

    Ob er eine Beziehung zu dem Kind aufbauen kann wird sich doch erst wirklich zeigen, wenn das Kind da ist. Bis dahin sollte man sich damit aber auseinandersetzen und das nicht verdrängen, das ist richtig. Aber ich finds schon heftig wie hier darauf gepocht wird, dass er seine schwangere Freundin verlässt.

    Zitat

    Aber ich finds schon heftig wie hier darauf gepocht wird, dass er seine schwangere Freundin verlässt.

    Ja, das stimmt. Aber er ist zum Glück rational genug, um sich davon nicht beirren zu lassen.

    Sucette

    Zitat

    Aber selbst im ersten Fall, weiß ich als Pillenanwenderin, dass ich nach dem Vergessen einer Pille erst mal keinen Sex mehr haben darf, und im schlimmsten Fall, wenn man kurz vor dem Vergessen der Pille Sex hatte, gibt es die Pille danach, um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft zu verhindern.

    Ja, klar, das kann man aber vergessen, sowas tut sich eine Frau, die im Grunde ein Kind will, nicht an, kann ich mir nicht vorstellen. Da fehlt einfach die eigene Motivation.


    Und andererseits, ich habe auch schon mehrmals die Pille vergessen und es nie rechtzeitig gemerkt. Gut, es ist nichts passiert, aber prinzipiell habe ich es meistens erst am Ende gemerkt oder etliche Tage später.

    Moment mal, ich habe gesagt, er soll sich von Ihr trennen, wenn er nicht in der Lage ist, sich positiv mit dem Kind auseinanderzusetzen und seine komplette Wut nur auf das Kind projeziert. Dies ist jetzt nämlich der Fall, das Kind ist sein Störfaktor. Es interessiert ihn doch momentan recht wenig, ob seine Freundin die Pille absichtilch nicht genommen hat oder sie vergessen hat. Er ist nur sauer, weil es ein Kind gibt. Das finde ich falsch. Wenn er sich nicht für das Kind entscheiden kann, dann muss er sich trennen, so sehe ich das nunmal, und wenn es nur auf Zeit ist , um alles zu überdenken.


    Fakt ist doch, das Kind kann nichts dafür und er tut niemandem einen Gefallen, wenn er das Kind hasst oder (wenn auch nur innerlich) ablehnt. Das freut weder seine Freundin, die sich gerne freuen möchte, noch ihn, der untersrücken muss, dass er sich nicht freut, noch das Kind, das evtl. den Stress seiner Freundin mitbekommt (in Form von hoehm Blutdruck, etc. evtl auch psychische Auswirkungen). Tut mir leid, aber da wäre es wirklich besser sich zu trennen, und wenn man dann doch wieder zusammenfindet, umso besser.


    Ach und wenn Ihr Euch wegen der Freundin sorgt, die hat doch hochstwahrscheinlich die Pille absichtlich nicht genommen und dürfte sich, wenn es so gewesen ist, als letztes beschweren, wenn er sie verlässt. Sie hat ihn betrogen.

    stilleswasser

    Das Kind ist noch gar nicht da, er muss sich auch ein bisschen Zeit nehmen. Wenn das Kind da wäre und er liebt es nicht, er hasst es sogar, empfindet es als "Störfaktor" :-/ Dann würd ich dir Recht geben soll er sich trennen bevor er es am Kind auslässt. Aber jetzt ist sie gerade mal schwanger, erst mal schauen.