Naja, ich sehe das eben etwas anders. Er will das Kind nicht. Das Kind ist immer "Störfaktor". Es gibt deswegen Stress. Die Frage ist, wieviel das Kind davon mitbekommt. Auf jeden Fall sollte er sich darüber klarwerden, dass nicht das Kind der "Störfaktor" ist sondern das (höchstwahrscheinlich) hinterhältige Verhalten seiner Freundin. Er muss sich eben darüber klar werden, ob er IHR Verhalten so akzeptiert und ihr verzeiht und sie UND das Kind liebt, oder eben nicht. Ich finde, dies sollte vor der Geburt passieren. Dann können sich auch beide Seiten mit der neuen Situation anfreunden, bevor das Kind, wenn es geboren ist noch stärker miteinbezogen wird. Ich glaube auch, dass das Kind die Stimmung bis zu einem gewissen Grad spürt, und die ist sicher nicht sehr positiv, wenn Sie Sich nicht freuen "darf". Nach der Geburt spürt es sicher aber noch mehr und es dann auf einen Streit ankommen zu lassen, weil man sich vorher nicht darüber klargeworden ist, fände ich sehr "unpassend".

    Zitat

    er muss sich auch ein bisschen Zeit nehmen.

    Ja muss er, dazu gehört aber, dass er sich bewusst wird, wer die Hauptschuld an dieser Situation trägt. Das wäre bei absichtlichem "Vergessen" seine Freundin, und zwar nur seine Freundin, nicht das Kind. Wahrscheinlich wäre da eine Trennung auf Zeit eine von vielen möglichen Lösungen.


    SAgen wir doch mal so. Dein Freund (Knullis Freundin) betrügt Dich (Knulli) während er besoffen ist (also ist er unzurechnungsfähig, genauso wie eine Person mit Kinderwunsch, unterstellen wir mal, er ist besoffen weil er mit Kumpels feiert, nicht um Frust zu vergessen). Da hast Du auch die Möglichkeit zu sagen "Ich verzeihe Dir weil du unzurechnungsfähig warst" oder "ich verzeihe Dir nicht". Bei letzterem würdest Du Dich wohl trennen. Es bringt dir nichts, das Thema zu "umschiffen" und bei jeder Feier zu sagen "nicht, dass Dir das nochmal passiert" und so Streit auszulösen, weil du ihm eben doch nicht mehr vertrauen kannst. In diesem Fall wären wohl beide in der Beziehung unglücklich. Um die (negativen) Gefühle gegenüber Deinem Freund zu unterdrücken, könntest Du auch das andere Mädel verantwortlich machen, welches von Deinem Freund verführt wurde aber gar nicht wusste, das er ungebunden ist (in Knullis situation das Kind) Das wäre aber Betrug an Dir selbst und an dem Mädel und würde weder Deinen Freund glücklicher machen noch Dich und schon gar nicht das Mädel, wenn man utnerstellt, dass sie Deinen Hass (unterschwellig) mitbekommt.

    Tut mir leid, ich schaffe es nicht, zeitnah zu antworten, deswegen bin ich immer etwas hinten dran.


    Zum Thema Trennung oder nicht:


    Ich habe schon mehrfach erörtert, wie ich eine Beziehung bewerte. Darüberhinaus ist eine Trennung für mich endgültig. Eine vorläufige Trennung mit Wiedervereinigung nach der Geburt gibt es bei mir nicht. Entweder wir stehen es bis zur Geburt durch und vielleicht auch danach, oder es klappt eher gar nicht.


    Ich halte es da mit Steffi, solange das Kind nicht auf der Welt ist kann ich nicht sicher sein, wie meine Gefühle sein werden. Im Übrigen würde ich meine Probleme mit einer Trennung nicht lösen. Vater werde ich trotzdem. Wie und warum sollte mich eine Trennung nach vorne bringen?


    Ich hatte weiter oben geschrieben:

    Zitat

    Er will das Kind nicht. Das Kind ist immer "Störfaktor". Es gibt deswegen Stress.

    Genau das kann aber auch bei Wunschkindern passieren, wir hatten dieses Gefühl beim ersten Kind auch sehr häufig. Und die Tatsache, dass man sich ja eigentlich so auf das Kind gefreut hatte, macht es noch schwerer, diese Phase zu akzeptieren und durchzustehen. Kinder sind nunmal nicht nur reine Freude. Deshalb erfordert es eine Entscheidung, zu dem Kind zu stehen, egal, ob man gerade positive Gefühle hat oder nicht, von Gefühlen allein kann man es nicht abhängig machen. Es gibt - je nachdem - immer Durststrecken, wenn man Eltern geworden ist, gerade beim ersten Kind, das alles durcheinander wirft.

    Hallo Knullibulli,


    ich melde mich in ein paar Tagen wieder, weil ich mir entsprechend Zeit nehmen möchte, sorgfältig auf deine Fragen einzugehen (und die habe ich gerade nicht ;-))


    Dieses Thema ist viel zu wichtig, als dass man es einfach nur lax angehen könnte.


    VG

    Hallo Knullibulli


    bzgl. deiner Frage...


    Bei mir gab es einige Vorfälle, die zu einer bewussten Entscheidung geführt haben, nachdem es erst eine unbewusste Entscheidung gegeben hatte. Es wäre uferlos, Näheres hier konkreter zu schildern. Unsere Situation war total verfahren. Er wollte unbedingt Kinder, aber mit einer Frau, die noch keine hatte. Trotz intensiver Bemühungen ist es uns nicht gelungen, uns zu trennen. Da war so viel Schönes zwischen uns, wir sind immer wieder zusammengekommen.


    Es ist ein unglaublich sensibles Thema und ich habe mit verschiedenen Leuten darüber Diskussionen geführt. Mir ist kein Aspekt mehr daran suspekt. Wenn man es richtig angeht, ist es


    nach einer Weile ist es auch nicht mehr wichtig, ob die Entscheidung für das Kind bewusst, unbewusst oder ambivalent getroffen wurde, finde ich. Es ist auch irgendwann nicht mehr wichtig, zu hinterfragen, warum ein Mann bei einer derart wichtigen und lebensbeeinflussenden Angelegenheit wie Verhütung die Verantwortung abgegeben hat. Wichtig ist, dass die Liebe wieder fließen kann und es ist wichtig, dass man alles aus dem Weg räumt, was dies verhindert und dass die Situation wieder für alle Beteiligten erträglich wird.


    Vielleicht ist die Zeit für deine Partnerin noch nicht reif, dir zu sagen, wie es für sie wirklich war. Aber ich möchte dich ermutigen, die Wahrheit zu erfragen. Es lohnt sich schon, alles aufzudröseln, um zu erfahren, warum alles so kommen konnte.


    Das Kleine braucht deine Liebe, es kann doch wirklich nichts dafür, dass es Eltern hat, die sich in eine derart komplizierte Situation manövriert haben. Wenn du nicht viel Zeit hast und wenig Aufwand betreiben möchtest, beschränke dich auf die wesentlichen Dinge, die du für dich erreichen möchtest. Was mag es sein? Zufriedenheit? Offenheit? Fröhlichkeit? Vertrauen? Wie steht es mit den Selbst-Werten? Hast du genug Selbst-Vertrauen, Selbst-Zufriedenheit,….etc. Wo kannst du noch etwas nachbessern?


    Wie geht es dir denn zur Zeit? Freust du dich inzwischen schon ein kleines bisschen?


    Oder macht dir irgendetwas zu schaffen? Steht irgendetwas im Weg, was dich daran hindert, dich auf das Kleine zu freuen?


    Wäre schön, wenn du wieder schreibst.


    VG & alles Gute.

    hallo bulli,


    melde mich hier zum ersten mal in deinem thread, weil einfach gerade rein zufällig reingestolpert bin, weil durch deine letzte nachricht auch grad "oben" war..


    mich hat die ganze geschichte echt mitgenommen und in so eine spannung versetzt, dass wie einen film unbedingt "zu ende" lesen wollte, obwohl bereits ins bett muss.


    erstmal, musste ich oft schlucken beim lesen, weil ich das verhalten deiner freundin, wie viele andere hier, kaum nachvollziehen kann bzw. gar nicht verstehe. wenn man jemanden liebt, ist diese liebe mit vertrauen verbunden und mit absicht schwanger zu werden obwohl der partner einen total gegensätzliche meinung darüber hat, finde ich als enormen vertrauensbruch. mich würde interessieren, ob du deiner freundin jeztz generell trauen kannst oder auch in anderen lebensbereichen misstrauen herrscht??


    und dein verhalten ihr gegenüber finde ich extrem beeindruckend, auch wenn es wie du beschreibst, nur um deiner willen ist, weil du eben glücklich in der beziehung bist und deine freundin liebst.


    es muss wirklich große liebe sein, denn du hast ja nicht mal wut, sondern nur noch enttäuschung. man könnte fast meinen, dass deine freundin deine liebe oder deinen wunsch, diese beziehung nicht beenden zu wollen, da du die beziehung auch als fantastisch und harmonisch beschreibst, ausnutzt bzw. jetzt merkt, dass nicht jede absprache nun absprache sein muss und sie ihren willen so oder so mal durchsetzten kann, obwohl es vielleicht deinem wunsch nicht entsprechen könnte..


    ich will dir nicht sagen, die beziehung zu deiner freundin oder/und kind beenden zu müssen oder dass es besser wäre. ich denke auch, solange dich diese verbindung glücklich macht, ist es ok. NUR beeindrucke ich dich eben dafür, weil ich selber mit so einem vertrauensbruch nicht klar käme.


    und andererseits will ich NIE im leben mit jemandem kinder haben, der kinder grundsätzlich ablehnt und verstehe schon hier deine freundin nicht. somit tue ich ja auch meinem partner weh und drum gehört nicht in eine beziehung.


    wie sachlich und überlegen du schreibst zeigt, dass du sehr ruhige person bist und nichts überstürzst.


    lass die zeit entscheiden, was passiert. jetzt gab es eineige monate pause hier von dir. ich hoffe, dass du bald was berichten wirst, weils mich doch interessiert.


    viele grüsse, Lilli

    ich habe das ganze mal mitverfolgt und bin schon gespannt wie es so weiter geht. ich kann das verhalten deiner freundin so absolut gar nicht nachvollziehen, weil das ein absoluter vertrauensbruch ist. es ist einfach nicht fair aus egoismus so eine wichtige entschedung zu treffen, bzw. bewusst die entscheidung des partners zu übergehen. ich meine, ich bin zwar selber eine frau, aber ich könnte mir vorstellen wenn ich an deiner stelle wäre, ich könnte ablolut nicht damit umgehen, mit diesem vertrauensbruch. es würde bei mir wahrscheinlich eine blockade in der ganzen beziehung aufbauen und eine trennung wäre für mich in der situaton wahrscheinlich unumgänglich. die situation ist wirrklich sehr verzwickt. mich würde nun noch interessieren wie es sonst jetzt so in eurer beziehung läuft. baust du nicht langsam einen hass oder sowas in der art gegen deine freundin auf? habt ihr überhaupt noch sex?

    Also

    ich hab schon öfters von Frauen gehört/gelesen,die sich nur haben schwängern lassen,damit sie nicht mehr arbeiten müssen oder einen Mann haben,der sie versorgt. Im Falle von Knullis Freundin ists klar nochmal was anderes,sie hat es getan,weil sie unbedingt ein Kind wollte und er eben nicht (sie ihn aber wohl unbedingt als Vater haben wollte). Ich find egal wie mans dreht und wendet,einem Mann -aus welchen Gründen auch immer-ein Kind unterzuschieben ist falsch. Ich mein gut,normalerweise (was auch nicht fair ist),obliegt die Verhütung alleine der Frau,also wieso nicht alleine entscheiden,ob vll doch ein Kind gezeugt wird oder nicht ? Aber andererseits,ist Kinder haben eine große Verantwortung und hat auch finanzielle Folgen,darum sollten das wenn,dann beide Partner entscheiden.

    Hallo Mädels,


    bevor ich über meine Situation schreibe, möchte ich noch kurz Stellung zu den obigen Kommentaren beziehen:

    @just-imagine

    Bitte entschuldige, dass ich Dir erst jetzt antworte. Du hälst Dich ziemlich bedeckt. Um ehrlich zu sein, ich kann bis jetzt keine Parallelen bei unseren Geschichten entdecken. Hast Du verhütet?

    Zitat

    Es ist auch irgendwann nicht mehr wichtig, zu hinterfragen, warum ein Mann bei einer derart wichtigen und lebensbeeinflussenden Angelegenheit wie Verhütung die Verantwortung abgegeben hat.

    Wahrsheinlich hast Du das gar nicht böse gemeint, aber ich bin durch den Verlauf dieser Diskussion etwas sensibilisiert, vielleicht habe ich diesen Satz deswegen in den falschen Hals bekommen. Wenn man das, was Du damit ausdrückst, mal weiterspinnt, dann müsste im Normalfall immer doppelt verhütet werden. Da dem Mann nicht allzuviele Alternativen zur Vefügung stehen bedeutet das, dass im Grunde alle Paare mit Kondom verhüten, während die Frau noch eine andere Verhütungsmaßnahme anwendet. Ich frage mich, wer das so handhabt?! Ich frage mich auch, ob das wirklich sein muss? Ungeachtet dessen, dass beim Sex mit Kondom immer etwas verloren geht, ist es meiner Meinung nach in einer Beziehung wichtig, dass man sich vertrauen kann, erst Recht bei einer so wichtigen Angelegenheit.


    Du schlägst vor, dass ich mich mit meiner Freundin aussprechen sollte:

    Zitat

    Vielleicht ist die Zeit für deine Partnerin noch nicht reif, dir zu sagen, wie es für sie wirklich war. Aber ich möchte dich ermutigen, die Wahrheit zu erfragen. Es lohnt sich schon, alles aufzudröseln, um zu erfahren, warum alles so kommen konnte.

    Prinzipiell ist das ein guter Gedanke, aber in diesem Fall halte ich das für keine gute Idee. Ich bin der Meinung, dass sie die Pille absichtlich abgesetzt hat. Sagt sie mir das Gegenteil, so glaube ich ihr nicht und wir kommen keinen Schritt weiter. Weiter kommen würde ich nur, wenn Sie mir das, was ich glaube, bestätigen würde. Aber warum sollte sie dies tun? Niemand kann es ihr beweisen und sie würde ihre Situation dadurch nur verschlechtern. Als ich sie damals auf die Pille ansprach, hoffte ich, dass sie mir alles beichten würde, das hat sie aber nicht getan. Falls sie wirklich die Pille abgesetzt hat, so werde ich das wohl nie aus ihrem Mund erfahren, davon bin ich überzeugt.

    Zitat

    Das Kleine braucht deine Liebe, es kann doch wirklich nichts dafür, dass es Eltern hat, die sich in eine derart komplizierte Situation manövriert haben. Wenn du nicht viel Zeit hast und wenig Aufwand betreiben möchtest, beschränke dich auf die wesentlichen Dinge, die du für dich erreichen möchtest. Was mag es sein? Zufriedenheit? Offenheit? Fröhlichkeit? Vertrauen? Wie steht es mit den Selbst-Werten? Hast du genug Selbst-Vertrauen, Selbst-Zufriedenheit,….etc. Wo kannst du noch etwas nachbessern?


    Wie geht es dir denn zur Zeit? Freust du dich inzwischen schon ein kleines bisschen?


    Oder macht dir irgendetwas zu schaffen? Steht irgendetwas im Weg, was dich daran hindert, dich auf das Kleine zu freuen?

    Diesen Teil verstehe ich nicht so ganz. Worauf willst Du hinaus?

    @Lilly_27

    Vielen Dank für die lieben Worte. Das Vertrauen hat bis jetzt nicht gelitten. Lediglich die Verhütung würde ich immer selbst in die Hand nehmen, aber im Moment ist eine Verhütung hinfällig.

    So, jetzt gehts weiter.


    Die berufliche Veränderung, die ich weiter oben angesprochen habe, hat stattgefunden. Dadurch hat auch gleichzeitig eine räumliche Trennung stattgefunden. Wir sehen uns selten, telefonieren oft und senden uns SMS. Der Kontakt ist weiterhin sehr herzlich.


    Ich vermisse sie, bereue es aber nicht weggezogen zu sein. Es wurde mir alles etwas zu viel. Freunde und Bekannte haben Fragen gestellt, es mussten Dinge oganisiert werden und meine Freundin hat shon angefangen für das Kind einzukaufen. Ich wollte mit all diesen Dingen nicht zu tun haben.


    Mir geht es hier gut, weil ich Abstand davon habe. Ich muss mich nur auf das einlassen, was ich möchte. Meine Haltung zu dem Kind hat sich kein Stück verändert. Ich will kein Kind! Ich habe mir Ultraschallbilder und ein Ultraschallvideo angesehen, außerdem konnte ich schon Bewegungen am Bauch meiner Freundin spüren, eine Veränderung meiner Gemütslage hat das alles nicht bewirkt.


    Bei der Geburt werde ich nicht dabei sein, obwohl meine Freundin es sich wünscht. Auch dabei ist mir die Entfernung von Vorteil. Nach der Geburt werde ich beide besuchen.


    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich zu dem Kind eine Beziehung aufbauen kann. Bei mir hat sich nichts verändert, ich bin immer noch der gleiche Kinderhasser wie vor einem Jahr. Aber ich werde abwarten, wie es nach der Geburt aussieht.


    Liebe Grüße,


    Bulli

    @Knulli

    Möcht dir bezüglich deiner Zukunft nur einen Rat geben-beteilige dich AKTIV an der Verhütung (vll doch immer Kondome). Meine mich erinnern zu können (hab das in nem anderen Forum zur Diskussion gestellt,ob andere Frauen eine Frau verstehen können,die sich gegen den Willen ihres Partners einfach so von ihm schwängern lässt),dass mir geantwortet wurde,dass das einem Bekannten einer Dame ganze DREI MAL :-o bei drei verschiedenen Frauen passiert ist. Vll ist es damit wie mit Frauen,die dauernd an einen Schläger laufen...Die Pille für den Mann (mit zig Nebenwirkungen,aber die hat die Pille für die Frau auch...) kommt ja 2012 raus ;-)