@ Knullibulli

    Richtig auf Seite 1. Da ging es darum was ich denken würde, wenn mein Freund sowas sagen würde, während ich die Pille korrekt nehme.


    Das hab ich geschrieben, als ich noch nicht wusste, dass sie nach dem Sex ihr Becken hoch lagert wegen angeblichen Rückenschmerzen usw. damit bloß kein Tropfen Sperma rausläuft.


    Ich dachte da noch du würdest sie einfach so aus heiterem Himmel beschuldigen.

    Es zeigt aber, wie sensibel das Thema ist. Mit dem Gespräch (oder einem Kondom) entziehe ich ihr das Vertrauen. Das ist verdammt schwer wieder aufzubauen.

    @Martha

    Ich habe doch schon geschrieben, dass ich das Thema Kinderwunsch am Anfang hier etwas "abgeschwächt" habe. Irgendwo in diesem Faden steht auch, dass ich zu Ihr gesagt habe: "Ich will keine Kinder." Und zwar ganz genau so. Ohne Zeitraum, ohne eventuell, ohne wenn, ohne aber.


    Deine Polemik kannst Du Dir sparen. Mir geht es hier nicht ums Recht haben und ich will auch niemandem etwas böses. Ich sehe lediglich im Moment keine Möglichkeit, dem Kind UND mir gerecht zu werden.


    Du redest von Verantwortung. Was meinst Du konkret? Die Frage meine ich durchaus ernst. Ich bin nicht stolz darauf, wenn ich mein Kind nicht lieben kann.


    Viele Grüße, Bulli

    Klar ist es ein sensibles Thema. Drum hab ich auch das geschrieben. Du hättest ja nicht sagen sollen "du ich vertrau dir nicht, wir benutzen jetzt Kondome", sondern einfach wenn dir irgendwas auffällt was komisch ist, direkt fragen was das soll.

    Zitat

    Irgendwo in diesem Faden steht auch, dass ich zu Ihr gesagt habe: "Ich will keine Kinder." Und zwar ganz genau so. Ohne Zeitraum, ohne eventuell, ohne wenn, ohne aber.

    Das glaub ich dir, aber das ist garantiert nach jahrelangem "vielleicht später" und ihrem starken Kinderwunsch gar nicht so angekommen.


    Du kannst ja nichts für deine Gefühle, du kannst auch nichts dafür, wenn du das Kind nicht liebst. Aber ich kanns halt nicht verstehen, wie du dann mit der Frau zusammen bleiben kannst, sogar jetzt noch.


    Dieser Gedankengang, nach dem Motto sie will ein Kind, sie hat das Problem und muss sich entscheiden ob sie mich verlässt oder nicht, kann man auf dich genauso ummünzen. Du hättest ganz genau wie sie Schluss machen können. DU hast da nur an dich gedacht, dir gings in dem Moment gut. Aber es war auch dein Problem, nicht nur ihres.

    Mal eine Frage: warum muss derjenige die Beziehung beenden, der sich in der Beziehung wohl fühlt? Für ihn hat es doch gepasst, sie war doch diejenige, die ein Kind wollte und deshalb unglücklich mit der Situation war.


    Umgekehrt ist es bei mir: mein Freund wünscht sich ein Kind, ich nie und das weiß er. Hat er deshalb das Recht bei uns z.B. die Kondome zu manipulieren bzw. muss ich die Beziehung beenden, wenn für mich alles passt? (gut, bei ihm ist es nicht so ausgeprägt, dass er auf alle Fälle will und mich hintergehen würde oder ähnliches).


    Das würde mich jetzt mal interessieren.

    Zitat

    warum muss derjenige die Beziehung beenden, der sich in der Beziehung wohl fühlt?

    Er muss überhaupt nicht, aber er könnte. Weil ihm genau so bewusst war, dass sie beide komplett unterschiedliche Wünsche haben. Wenn er kein Kind will und mit einer Frau zusammen ist die sich so sehr ein Kind wünscht, dann passt es auch für ihn nicht. Auch wenn er sich so wohl fühlt mit ihr. Es passt von beiden Seiten nicht.


    Aus meiner Sicht hat die Beziehung keinen Sinn weil ich weiß wie es ist, sich ein Kind zu wünschen. Ich denke es kann gar nicht funktionieren. Man kann nicht von der Frau erwarten, dass sie sicher verhütet und jeden Tag mit sich kämpft.


    Natürlich hat sie nicht das Recht ihn zu verarschen, hab ich nie behauptet.

    Ja, natürlich passt es nicht. Aber dann muss ja wohl eher sie handeln und nicht unbedingt er - denn wenn man jemanden liebt, dann will man nicht weg, auch wenn es vielleicht für den anderen besser wäre. Das muss schon sie entscheiden und deshalb kann er auch nicht im Geringsten etwas dafür, weil sie deshalb gleich meinte, ihm ein Kinder unterschieben zu müssen, weil er sich nicht entscheidet, die Beziehung zu beenden. Nein, tut mir leid, das ist unterste Schublade von ihr alleine.


    Und ich finde, es ist noch mal was ganz anderes, wenn man ungewollt schwanger wird - wäre er in dem Fall gegangen, ist er derjenige, der kein Rückgrat hat. In dem Fall, wie es Knulli aber passiert ist, hat sie die Schuld alleine auf sich geladen.

    Zitat

    Aber dann muss ja wohl eher sie handeln und nicht unbedingt er - denn wenn man jemanden liebt, dann will man nicht weg, auch wenn es vielleicht für den anderen besser wäre.

    Beide lieben und beide wollen nicht weg. Aber handeln könnten meiner Meinung nach beide.

    Zitat

    Nein, tut mir leid, das ist unterste Schublade von ihr alleine.

    Nö das ist Ansichtssache ;-)

    Zitat

    Und ich finde, es ist noch mal was ganz anderes, wenn man ungewollt schwanger wird - wäre er in dem Fall gegangen, ist er derjenige, der kein Rückgrat hat.

    Wieso? Wäre er verpflichtet gewesen Gefühle für das Kind zu entwickeln, wenn es ungewollt passiert wäre? Vielleicht wär es genau so, da könnte er ja dann auch nix machen.

    Es macht aber einen Unterschied, ob man jemandem ein Kind bewusst und mutwillig anhängt oder ob es aus einem Unfall heraus passiert, wo beide nichts dafür können. Im ersten Fall ist aber sie schuldig und nicht er, weil er im Grunde das Opfer ist. Und wenn jemand betrügt und belügt, muss derjenige die Konsequenzen ziehen - damit hat sie ja auch die gesamte Beziehung verspielt (denn meist kann man nicht mehr bei jemanden bleiben, wenn das Vertrauen erst mal weg ist).

    Zitat

    Es macht aber einen Unterschied, ob man jemandem ein Kind bewusst und mutwillig anhängt oder ob es aus einem Unfall heraus passiert, wo beide nichts dafür können.

    Sicher macht das einen Unterschied, aber nicht für das was ich grad mein. Wenn er Kinder hasst und keine Beziehung aufbauen kann, wär das evtl auch passiert, wenn es unbeabsichtigt passiert wär.


    Wär er dann der Arsch? Er könnt dann ja auch nix für seine Gefühle und hat gesagt, dass er keine will.


    Ich hab jetzt nicht den Eindruck, dass er das Kind nur nicht akzeptiert, weil sie es mit Absicht so hat kommen lassen. Dann müsst er ja auf sie auch mehr sauer sein.


    Für mich siehts so aus, als wär das Kind so oder so ein problem gewesen.


    Kann mich natürlich auch täuschen.

    Sie hat nicht die Beziehung verspielt damit, die hatte sowieso keine Chance mit so unterschiedlichen Wünschen. Beim Thema Kind ja/nein gibts nun mal keinen Kompromiss, da hätte man sich eh nur trennen können.

    Auch wenn man unterschiedliche Lebensansichten hat, hätten sie ja dennoch eine schöne Zeit miteinander verbringen können. Es wäre halt nicht der Lebenspartner für immer, sondern eben - wie bei den meisten - ein Lebensabschnittspartner gewesen. So gesehen hat sie die Beziehung schon verspielt, weil sie sich damit auch einen Partner genommen hat, mit dem sie glücklich hätte werden können und der sich auf ein Kind gefreut hätte.

    Zitat

    Auch wenn man unterschiedliche Lebensansichten hat, hätten sie ja dennoch eine schöne Zeit miteinander verbringen können.

    Ja gut, dann haben wir unterschiedliche Vorstellungen von einer guten Beziehung. Für mich ist eine gute Beziehung "open end" und wenn man schon weiß, dass es nicht für immer sein kann, macht die Beziehung für mich keinen Sinn.


    "Lebensabschnittspartner" sind mir suspekt und irgendwie sinnlos :-/ Wie kann man denn glücklich sein, wenn man weiß es ist eh bald Schluss, weil man ohne Kinder nicht glücklich werden kann bzw. weil man keine will und der andere schon.


    Naja aber das ist ein anderes Thema...

    Zitat

    Deine Polemik kannst Du Dir sparen.

    Da hast Du Recht, Entschuldigung. Ich reagiere etwas empfindlich auf das Thema, weil ich den Eindruck habe, dass immer mehr Männer sich in ihren Beziehungen total unentschlossen und hinhaltend verhalten. Und damit meine ich die erwachsenen Beziehungen, also die, die in einem erwachsenen Alter eingegangen werden und durchaus auf Langfristigkeit ausgelegt sind. Die Beziehungen, bei denen es früher keine Frage gewesen wäre, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Familie mit Kindern münden. Ich habe einige Freundinnen, die sich viel zu lange haben hinhalten lassen. Und auch wenn es abgeschmackt klingt, Frauen haben halt nicht ewig Zeit. Da leben sie jahrelang in einer gut funktionierenden Beziehung, aber wenn es dann irgendwann ernst wird, fällt den Männern plötzlich ein, dass sie nie Kinder haben wollten oder erst irgendwann in einer nicht absehbaren Zeit (und das heißt dann im Klartext eigentlich "Nicht mit Dir!" - auch wenn das den Männern häufig gar nicht so klar ist). Denn dann ist es unter Umständen für die Frauen schon zu spät. Also, was tun? Sich mit jenseits der 30 trennen von dem Mann, den man liebt und mit dem man gerne Kinder bekommen möchte? Und dann? Sich einen neuen Mann suchen, den erstmal kennenlernen, ein paar Jahre mit ihm verbringen, um dann vielleicht festzustellen, dass das auch nicht der Richtige war. Das ist ein verdammt harter Schritt und ich kann verstehen, dass ihn nicht jede Frau machen will. Also bleiben zwei Möglichkeiten. Kinderlos bleiben oder doch schwanger werden und das Risiko eingehen und hoffen, dass der Mann sich mindestens arrangiert mit der Situation, ja, vielleicht sogar freut.

    Zitat

    Du redest von Verantwortung. Was meinst Du konkret? Die Frage meine ich durchaus ernst. Ich bin nicht stolz darauf, wenn ich mein Kind nicht lieben kann.

    Mit Verantwortung übernehmen meine ich, sich zunächst mal darüber klar werden, dass Du Vater wirst. Das ist jetzt so. Da lässt sich nichts mehr dran ändern. Find Dich damit ab! Stell Dich der Situation. Du kannst davor nicht weglaufen. Das ist nicht der Zeitpunkt, Dich zu schonen. Befass Dich gedanklich damit. Was erwartest Du von einem Vater? Wie war Dein Vater? Das Kind ist ja noch nicht da. Nutze die Zeit, Dich auf Dein Kind und Deine Vaterrolle vorzubereiten. Du kannst vorbereitet in die Sache reingehen oder Du wirst demnächst ins kalte Wasser geschubst. Aber Dein Kind wird kommen. Das ist unausweichlich so.


    Was sagt Dein Vater eigentlich zu Deiner Situation? Hast Du Dich mal mit ihm darüber unterhalten?


    Einen schönen Tag wünscht Dir,


    Martha

    @ Martha

    Das ist genau das, was ich mich eben auch gefragt hab. Was soll Frau in so einer sch... Situation tun?


    Wenn ich sage, ich will keine Beziehung anfangen mit einem Mann, der keine Kinder will, oder der es noch nicht weiß, werd ich sehr oft für verrückt erklärt mit Aussagen wie "aber das kann sich doch noch ändern bei ihm" und "du bist doch noch jung und hast Zeit".


    Genau vor so einer Situation hab ich eine riesen Angst!

    @Martha

    Das ist wohl ein Phänomen der heutigen Zeit...In einer Zeitschrift (die Dame,die dort ihre Geschichte erzählt hat,wurde allerdings ohne Absicht,also durch einen Unfall schwanger)stand dann noch unten als "Randbemerkung",dass 45% aller Männer eine Frau verlassen,wenn sie ihnen sagt,dass sie ungeplant schwanger geworden ist. Gab es nicht auch am Anfang der ganzen Kindermangelsache einen Politiker der die Männer dazu aufgerufen hat mehr Beziehungen "mit Folgen" einzugehen ??? Es ist komisch,aber meistens treffen die Frauen die keine Kinder wollen auf Männer,die unbedingt welche haben wollen (wurde mir schon oft so berichtet) und demnach leider auch umgekehrt.