Libidoverlust und starke Stimmungstiefs nach Entfernung der Spirale Jaydess

    Hallo zusammen,


    Anfang Oktober, also vor fünf Monaten, habe ich mir aufgrund diverser Probleme (siehe meine anderen Themen) meine Hormonspirale Jaydess nach knapp zwei Jahren wieder ziehen lassen.

    Mir ist klar, dass es etwas dauert bis sich der Zyklus und die Hormone wieder einpendeln und es hat sich auch schon einiges gebessert (ich kann wieder vernünftig schlafen, meine Hauptproblem im Gesicht haben sich fast ganz erledigt, meine Periode kommt regelmäßig usw).


    Jedoch habe ich noch einige Probleme, die eher zunehmen als besser werden und das verunsichert mich etwas.

    Unter Pilleneinnahme, sowohl während ich die Spirale hatte, war meine Libido etwas gedämpft und es war alles weniger intensiv. Nicht besonders dramatisch aber merkbar.


    Seit ich die Spirale habe ziehen lassen nimmt sie aber immer mehr ab. Das kenne ich von mir gar nicht.

    Muss dazu sagen, dass aufgrund gesundheitlicher Probleme richtiger Sex sowieso nicht möglich ist, das ist ja aber kein Ausschluss für andere Möglichkeiten.

    Allerdings kommt es vermehrt vor, dass ich währenddessen von null auf hundert keine Lust mehr habe. Ich merke wir ich mich total verkrampfe und am liebsten alles sofort abbrechen und aus der Situation raus will. Es findet jedoch nichts statt, was ich grundsätzlich nicht möchte, mir weh tut oder ähnliches, daher verstehe ich das nicht.


    Auch Dinge, die mir sehr gefallen kann ich dann nicht mehr haben.

    Außerdem habe ich von mir aus oft gar kein Bedürfnis mehr, auch nicht auf SB. Wenn ich so, ich sag mal, im Alltag an Sex denke und damit konfrontiert werde, Ekel ich mich sogar manchmal???. Verstehe ich überhaupt nicht...

    Das ist nicht jeden Tag so, manchmal auch nur für ein paar Stunden und manchmal kommt das eben erst "währenddessen".


    Das zweite Problem ist, dass ich vor meiner Periode sehr sehr sehr gereizt und empfindlich bin, hatte ich vorher nicht. Die Periode ist nicht besonders stark, schwächer als vorher, aber viel schmerzhafter. Ohne Schmerzmittel werde ich da nichts.

    Und auch im Zyklus Verlauf ist meine Stimmung sehr instabil. Ich könnte ständig heulen. Auch bei schönen Sachen, werde ich schnell traurig (die Sonne scheint, Lieblingslied läuft... Das deprimiert mich alles irgendwie grundlos).

    Reagiere über bei Kleinigkeiten etc.


    Lange Rede... Kennt das jemand und hat es bei sich auch beobachtet? Ist das normal und ich muss einfach mehr Geduld haben?

    Habt ihr Tipps damit umzugehen?


    Vielen Dank fürs Lesen und Liebe Grüße @:)

  • 6 Antworten

    Zum einen: Jegliche Hormonumstellungen KÖNNEN (nicht müssen) einem die Schilddrüse zerschießen, infolgedessen man wieder Probleme mit den anhängenden Sexualhormonen bekommt. Die Schilddrüse kann, aber muß nicht sich, ebenfalls im genannten Zeitraum flockig von selbst wieder regulieren. Du kannst also erstmal weiter abwarten, oder wenns verständlicherweise zu sehr nervt, auch mal die Schilddrüse überprüfen lassen, beim Hausarzt oder besser gleich beim Endokrinologen, weniger beim Gyn weil die sich damit nicht auskennen und einem meist unbesehen doch einfach nur wieder Geschlechtshormone verschreiben.

    Was Du sonst tun kannst: Gegen Schmerzen bei der Regel kann hochdosiertes Magnesium helfen, was man am besten schon einige Tage vorher anfängt zu nehmen. Dabei darauf achten daß es eine organische Verbindung ist und kein Oxid oder Carbonat, das wird vom Körper so gut wie gar nicht aufgenommen. Starker Ingwertee hat auch eine schmerzstillende Wirkung, war lange Zeit mein Zaubertrank während der Mens.

    Gegen PMSstimmungsschwankungen kann Pyridoxin/VitaminB6 sehr gut helfen. Kriegt man teuer als Bonasanit oder günstig zB von Ratiopharm. Nimmt man auch etwa ab Eisprung. Wichtig: Hochdosiert (>100mg pro Tag) sollte man es nicht längerfristig ohne Pause nehmen, da es die Nerven schädigt. Mir reichen 50mg dicke, Tagesbedarf ist normal knapp 2mg.

    Zwecks Libido mußt Du vermutlich leider abwarten, bis die Hormone wieder soweit im Lot sind.

    Hey ihr zwei, vielen Dank für die Antworten :).


    Na wenn das noch so lange dauern kann wird mein Freund ja noch viel Spaß mit meinen Launen haben :=o;-D.


    Ich hab das mittlerweile bei einem Hausarzt Termin mit angesprochen und in ein paar Monaten wird dann mal Blut abgenommen und geschaut.

    Meine Frauenärztin, die gleichzeitig auch so eine Art Heilpraktikerin ist, hat mir einige Nahrungsergänzungsmittel aufgeschrieben, mal gucken ob das was bringt.


    Beim Magnesium : Was bedeutet da organische Verbindung registrierterSenf ?


    Ingwertee kann ich leider momentan aufgrund meiner Blasenreizung nicht trinken, das brennt zu sehr.

    Und noch mal eine Frage :

    Dass es lange dauert, bis sie hormone wieder normal sind weiß ich.

    Aber können die wirklich dafür verantwortlich sein, dass meine Stimmung fast sechs Monate später immer total im Keller ist?

    Ich fühle mich momentan eigentlich durchgehend "leer" und überfordert, schon bei belanglosen Kleinigkeiten sehr unsicher.. Kann ich das überhaupt noch auf die Hormone "schieben"?


    Ich weiß, darauf gibt es keine generelle Antwort, aber vielleicht hat ja jemand nach dem absetzen der hormonellen Verhütung was ähnliches erlebt und kann darüber berichten.

    ramajal schrieb:

    Beim Magnesium : Was bedeutet da organische Verbindung

    alles, was nicht Oxid oder Karbonat ist. zB Magnesium -citrat oder -malat. Frag am besten in der Apotheke.

    ramajal schrieb:

    Kann ich das überhaupt noch auf die Hormone "schieben"?

    Ja, die Frage ist halt, auf welche, und auf was Du es sonst schieben willst/kannst? Neben der genannten Schilddrüse käme auch noch die Nebenniere in Frage. Hast Du derzeit arg Streß? Ansonsten, die Hormone im Körper hängen alle wie Zahnräder zusammen, dreht man am einen, drehen sich die anderen mit. Der eine Körper kommt damit rasch klar und stellt sie wieder richtig, beim andern eiern sie ewig. Ohne Dich verunsichern zu wollen, aber es gibt Studien daß bei manchen zB der durch Fremdhormone ausgelöste Libidoverlust irreversibel ist, da das SHBG dauerhaft erhöht bleibt. Wie man Hormone wegsteckt kann man leider vorher nicht wissen, und ich würde weiterhin erstmal abwarten, wirklich großartig was tun könnte man eh nicht, außer es handelt sich eben um Schilddrüse oä. Hast Du mal Pyridoxin ausprobiert? Weißt Du zufällig wie lang Deine zweite Zyklushälfte ist? Wie siehts mit Eisen aus?

    Das Einpendeln der Hormone kannst Du iü mit regelmäßigem maßvollem Sport und entsprechend ausgewogener Ernährung (ich empfehle immoment immer gern die Lektüre von "Darm mit Charme", da stehn jetzt zwar keine konkreten Ernährungstips drin, aber man erfährt viel über ungeahnte Zusammenhänge) begünstigen. :)*

    Vielen lieben Dank! :)

    Ich werde mal in der Apotheke nachfragen.


    Naja als so richtigen Stress würde ich es nicht beschreiben. Bin von halb sechs bis halb sechs auf der Arbeit plus Weg, die an den meisten Tagen nicht stressig ist. In den rujifen Momenten lerne ich aber für meine Abschlussprüfung und das zuhause auch. Zusätzlich muss ich zwecks Arztterminen zwei mal die Woche eine dreistündige Bahnfahrt auf mich nehmen.


    Hab das aber eher andersherum gesehen, dass ich so müde bin und überfordert, weil mein Körper eben nicht richtig mitspielt.


    Und diese krassen, fast schon depressiven Momente, kann ich mir auch nicht vollständig logisch erschließen. Zumindest nicht in dem Ausmaß.


    Pyridoxin muss ich mal googlen, kenne ich nicht.

    Ne, wie lang die ist kann ich nicht genau sagen. Auf keinen Fall länger als 14 Tage. Muss ich mal genauer beobachten.


    Eisenmagel kann schon sein, musste man doch beim blutabnehmem feststellen können oder?


    Danke für den Tipp, das wollte ich so oder so schon länger mal lesen. Versuche seit Anfang diesen Jahres mich auch gesünder zu ernähren, weniger Zucker, keine fertigen Sachen, Milchprodukte reduzieren etc...