Minipille rauchen Thromboserisiko?

    Hallo, meine Schwester ist 43 Jahre alt und kam gestern um Rat fragend zu mir. Sie und ihr Mann verhüteten bisher mit Kondom, da ihr Mann aber in letzter Zeit Erektionsprobleme hat durch seine Medikamenteneinnahme ist die Handhabung nicht mehr ganz so einfach, deshalb ging sie zu ihrem FA, eigentlich wollte sie sich wegen eines Diaphragmas informieren. Sie hat schon leichte Wechseljahrsanzeichen, unregelmässige Blutungen, fehlender Eisprung, etc. sie raucht und in unserer Familie gab es schon einmal Thrombose, unsere große Schwester bekam eine nach Einnahme von Östrogen in den Wechseljahren, das sagte sie auch ihrem FA, Spirale kommt nicht infrage da sie von der Spirale immer verhäuft Blasenentzündungen bekam und die Mirena vertrug sie auch sehr schlecht (Depressionen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme) Ihr FA meinte ein Diaphragma sei zu unsicher er empfiehlt die reine Gestagenpille. Nun stand in der Packungsbeilage sehr wohl etwas von Thrombose dick und fett umrandet. Wir recherchierten im Internet und fanden sowohl positives als auch negatives. In einem Artikel stand die Minipille und Mirena würden das Thromboserisiko nicht erhöhen, woanders stand die Minipille hat ein leicht erhöhtes Thromboserisiko, dann wieder das Gestagen hätte nur ein erhöhtes Thromboserisiko in Verbindung mit Östrogenen. Jetzt ist sie so verunsichert ob sie die Pille nehmen soll. Wie gesagt eigentlich wollte sie ein Diaphragma in Verbindung mit NFP aber auch da meinte ihr FA das wäre zu unsicher da NFP in den Wechseljahren wegen des unregelmässigen Zyklus zu unsicher ist. Vielleicht weiß jemand Rat?

  • 10 Antworten

    Wenn deine Freundin ein Diaphragma möchte würde ich ihr einen Termin bei ProFamilia empfehlen. Die passen das eher mal an als ein FA.

    Zitat

    da NFP in den Wechseljahren wegen des unregelmässigen Zyklus zu unsicher ist.

    Für NFP braucht man keinen regelmäßigen Zyklus, daher funktioniert das auch prima in jeder Lebenslage.


    Mein Zyklus verlängert sich gerade stressbedingt um knapp zwei Wochen. Das kann ich jetzt schon absehen, macht aber bei der Sicherheit keine Probleme. Wir verhüten dann einfach entsprechend länger bis ich den Eisprung dann auswerten kann.

    Der FA meinte das Diaphragma müsse nicht angepasst werden sie soll sich eines in der Apotheke besorgen wenn sie eines probieren möchte. Ihre Sorge galt ja jetzt der Minipille, hätte diese kein Thromboserisiko stünde es ja nicht im Beipackzettel, sie hat dann auch nochmal beim FA angerufen und der meinte diese könne sie unbedenklich nehmen trotz über 40 rauchen und Thrombose in der Familie, was stimmt denn nun?

    Es gibt wohl one size Diaphragmata, aber ich würde mich da wirklich nochmal bei ProFamilia beraten lassen. Das was ich hatte wurde angepasst.

    Zitat

    trotz über 40 rauchen und Thrombose in der Familie, was stimmt denn nun?

    Im Zweifelsfall das was in der Packungsbeilage steht. Rauchen und ihr Alter erhöhen für sich genommen schon das Thrombose Risiko. Wenn der Hersteller der Pille (der sein Produkt ja kennen muss) dann abrät ... würde ich das ernst nehmen.

    aber warum sagt dann der FA auf zweimaliges Nachfragen das würde nichts ausmachen? Wo doch in der Packungsbeilage steht bei Thromboseneigung empfiehlt sich die Einnahme nicht?

    Das solltest du den Frauenarzt fragen. Meiner Meinung nach glänzt er grad einfach nicht, was sein Wissen bezüglich nicht-hormoneller Verhütung angeht.

    Ja aber mir passierte dasselbe vor 2 Jahren und ich bin bei einem anderen FA, hatte die Mirena und wollte keine mehr weil damals die Einlage der Spirale sehr schmerzhaft war, mein FA meinte ich könne auch unbedenklich eine Minipille nehmen, habe ich dann aber doch nicht gemacht und mich dann doch für eine Kupferspirale entschieden bei der das einlegen nicht so schmerzhaft war. Mit der Mirena ist es auch so, damals sagte mein FA es bestünde keine hormonelle Belastung für den Körper die Mirena wirke lokal was ich jetzt im Internet gelesen habe ist das die Mirena täglich den Wirkstoff von 2 Minipillen an den Körper freigibt. Eigentlich müsste sie die nächsten Tage mit der Pille anfangen da sie demnächst ihre Periode bekommt aber sie traut sich nicht und sie hat ihren FA ja extra zweimal gefragt und auf ihre Angst hingewiesen, völlig unbedenklich hieß es dann, aber ich glaube sie lässt es lieber sein ach ja sie hat zudem noch knapp 10 kg Übergewicht. Wurde aber bei der Untersuchung auch gewogen. Fazit des FA, eine reine Gestagenpille hat überhaupt keinen Einfluss auf das Thromboserisiko aber es wundert eben wenn in der Packungsbeilage etwas anderes steht.

    Schließe mich Aleonor an. Minipille, Rauchen, Alter über 40 und Übergewicht erhöhen das Thromboserisiko.


    Damit bleibt die Frage der Verhütung ungeklärt. Man kann eine Erhöhung des Blutdrucks als Vorwarnzeichen einer Thrombose ansehen. Bei optimalem Blutdruck < 120 zu 80 scheint mir das aktuelle Risiko auf eigene Gefahr überschaubar.

    Frage noch zu NFP es gibt ja diese Zykluscomputer, wie ist das wann muss man mit der Messung anfangen. Wie ist das mit Persona, auch sicher ist ja glaube ich ein Urintest. Wie gesagt beides in Verbindung mit Diaphragma aber wir kennen uns da gar nicht aus.

    Persona ist extrem unsicher, in den beginnenden Wechseljahren gar nicht geeignet und teuer.


    Zykluscomputer sind auch teuer und nicht so sicher wie die eigene Auswertung.


    Infos zu NFP findest du auch hier: www.mynfp.de