• Nur Probleme seit Absetzen der Pille

    Hallo ihr Lieben, ich könnte an dieser Stelle drei Seiten über meine derzeitge Gefühlslage schreiben, aber das würde den Rahmen überschreiten. Nur so viel: mir geht es richtig, richtig schlecht. Ich verfalle immer mehr in eine tiefe Depression, aus der ich mir nicht rauszuhelfen weiß. Ich habe mit 15 angefangen die Pille zu nehmen - in erster Linie wegen…
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    Für Östrogen ist es wichtig, dass es die erste Zyklushälfte, also zwischen Periode und Eisprung ist, beim progesteron sollte am Anfang des Zykluses (also Tag 3-5) der Basalwert bestimmt werden und dann der Realwert ca an Hochlagentag 3-hier passieren den Gyns die meisten Fehler.


    Für Testosteron und die Schilddrüse ist der Zyklustag egal.

    Aber der HL-Tag etc. kann doch, wenn überhaupt, nur dann ermittelt werden, wenn die Patientin NFP anwendet bzw. quasi Tagebuch über ihren Zyklus führt. Das wäre bei mir ja nicht das Problem, da ich ja mit NFP vertraut bin. Aber wie soll das bei den Frauen gehen, die einen unregelmäßigen Zyklus haben und nicht abschätzen können, wann TL, ES oder HL ist :-/


    Jetzt muss ich schon fast zwei Monate auf den Termin warten und am Ende wird mir gesagt, dass es der falsche Zyklustag ist und ich mir wieder einen Termin geben lassen soll!? Vermutlich auch wieder in zwei Monaten >:( Oder wie wird das organisiert? Ich weiß ja schließlich nicht jetzt schon, an welchem Zyklustag ich mich Ende März befinden werde. Aus dem Grund gehe ich ja schließlich dort hin...

    Ja, das ist tatsächlich ein sehr großes Problem-va weil viele Gyns vom 28 Tages-Zyklus ausgehen %-| was bei Zyklusunregelmäßigkeiten natürlich noch mehr Nonsense ist als ohne.


    Viele Endos lassen deswegen auch Temperaturkurven führen.

    Zitat

    woran erkennt man, wie der Östrogenspiegel ist anhand der Kurve bzw. was sagt die Kurve über meinen Hormonhaushalt aus (HL-TL; Schleim).

    In meiner naiven Weltsicht nehme ich an (lasse mich aber gerne belehren), daß es ein gewisses Minimumsmaß an Östrogen benötigt, um S+ zu erzeugen, da fruchtbarer Zervixschleim die Reaktion auf einen verhältnismäßig hohen Östrogenspiegel ist. Da der bei Dir vorhanden ist, der S+Schleim, wäre ich davon ausgegangen, daß es am Ö allein nicht liegt, sondern daß aus welchem Grund auch immer das LH-Signal nicht kommt und der Follikel deshalb nicht platzt. Das wäre MEINE Interpretation Deiner Kurve gewesen. Andere Dinge die man aus Kurven ablesen kann sind eben verlängerte Eireifungsphasen (länger als 21 Tage bis zum ES) und einen schwächlichen GElbkörper (Tempanstieg zB nur minimal, Hochlage kürzer als 10 Tage). Die tieferliegenden Hormonellen Ursachen für diese Erscheinungen kann man natürlich NICHT sehn.

    Zitat

    und ich weiß nicht, wie ich aus dieser Spirale herauskommen soll

    Wenn Du eh schon in Therapie bist, sprich diese Sache doch einfach mal an, das ist wahrscheinlich der kompetenste Mensch der Dir dabei helfen kann. Ich halte es für sehr sehr wichtig, nicht nur an den Hormonen sondern am Gesamtkonzept Mensch zu arbeiten, denn das eine läuft nicht ohne das andere. Ein versehrter Autofahrer wird sein funktionerendes GEfährt genauso in den Graben setzen wie ein Wagen mit durchgeschnittenen Bremskabeln seinen gesunden Fahrer. Wenn Du schon die Möglichkeit hast, auch Deine Psyche in ORdnung zu bringen, dann laß Dir auch tatsächlich dabei helfen@:)@:)@:):)*

    Ich war heute beim Naturheilpraktiker und habe mit der Eigenblutbehandlung angefangen. Dabei wurde mir Blut aus der Vene entnommen, mit einem homöopathischen Mittel vermischt und wieder in den Körper gespritzt. Diese Methode soll meine Eierstöcke anregen, ihnen einen kleinen Schubs Richtung Arbeit geben. Nach gut 10 Sitzungen soll schon eine Verbesserung sichtbar werden. Ich weiß nicht, ob es etwas bringt. Ich klammere mich an jeden Strohhalm.


    Übrigens: immer noch keine Aussicht auf ES :°(

    Homöopathie ist nicht das schlechteste; Da damit auch bei Tieren wirklich gute Erfolge zu erzielen sind (bei denen es NICHT am Placeboeffekt liegen kann...), würd ich schon annehmen, daß es was bringen kann.


    Ich seh bei Dir allerdings immernoch das größte Problem daß Du Dir die Sachen derart zu Herzen nimmst. Versuche wirklich, etwas Abstand davon zu bekommen, Du machst es nicht besser daß Du Dich darin so verbeißt und runterziehn läßt, aber Deine Lebensqualität leidet immens, wenn Du nichts mehr außerhalb Deiner Probleme siehst. Versuch Dich mal auf schöne Sachen zu konzentrieren, am besten mit Deinem Freund zusammen, da vergeht die Zeit schneller und angenehmer als wenn Du Dich am Warten aufhängst und immer unglücklicher wirst. Bis auf Deine Einstellung dazu ist NOCH alles im Rahmen, und Du tust ja auch schon alles was Du kannst daß es besser wird, mehr geht nicht. Also sei geduldig mit Dir und quäl Dich nicht extra noch mit unschönen Gedanken.:)*@:)

    Ich find Homöpathie auch sehr gut und mit einem guten heilpraktiker wird nicht nur das körperliche besprochen.


    Bei meinen Tieren habe ich schon gute Erfahrungen mit Homöpathie gemacht.

    Danke für eure lieben Worte. Es tut gut mit neutralen und objektiven Personen zu reden.


    Das Problem bei der Methode ist die, das es wohl sehr wahrscheinlich ist, dass eine Anfangsverschlimmerung zustande kommt. Ich habe fürchterliche Angst davor, da jeder Blick in den Spiegel schon jetzt ein Kampf ist. Versteht mich nicht falsch, ich habe keine schwere Akne. Mein Rücken, meine Brust, etc, sind ziemlich pickelfrei. Bloß mein Gesicht ist übersät von Rötungen ehemaliger Pickel, die einfach nicht abheilen wollen. Zudem kommen immer wieder neue Pickel hinzu, die zwar verschwinden, deren Rötung aber dauerhaft bleibt. Es ist deshalb so schwer, weil ich noch im September keine einzige Rötung hatte, ich hatte keine Babyhaut, aber konnte ungeschminkt aus dem Haus gehen. Jetzt gehe ich zwar auch ungeschminkt raus, aber es ist soooo verdammt schwer.


    Ich führe eine Wochenendbeziehung. Ich sehe meinen Freund also immer erst am WE. Und genau hier fängt die Kettenreaktion an. Ich habe Angst vor den WE, weil ich Angst davor habe, dass er sich irgendwann abwendet, mich nicht mehr attraktiv findet, etc. Ich kann mich selbst nicht akzeptieren, wie soll er das denn dann? Ich habe keine Lust mehr zu großartigen Unternehmungen, bin am liebsten mit ihm alleine unterwegs. Es geht mir dann am WE soweit ganz gut, ich kann mich ablenken, denke viel weniger an diesen Mist in meinem Gesicht. Dann fahre ich nach Hause und der ganze Horror fängt wieder von vorne an: es kommen wieder neue Pickel, etc. Daraufhin steigt wieder die Angst wieder vor dem WE. Mein Freund kannte mich nicht in der Zeit, wo ich Akne hatte. Ich bekam mit 15 die Pille, meine Haut wurde super und schon mit 16 habe ich ihn kennengelernt. Es sagt zwar immer, dass ich total übertreibe und dass er sich nie etwas dabei bisher gedacht hatte, aber ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Ich denke immer, dass er mich einfach nicht verletzen will.


    Zudem muss ich jetzt wieder so x Ärzten: nächste Woche muss ich Montag und Donnerstag ins Krankenhaus zur Kontrolluntersuchung wegen der Leber, am Montag Hautarzt (Hyposensibilisierung), am Mittwoch Psychotherapeut und Naturheilpraktiker, etc. Ich muss noch eine Hausarbeit schreiben und bin gerade einfach nur k.o.

    Ach süße :°_


    Dein Freund merkt doch sicher wie du darunter leidest und dass du alles tust um es zu verbessern.


    Es ist ja nicht so dass das mangelnde Hygiene oder sontwas wär - es ist ein gesundheitliches Problem. Und wegen so etwas verlässt man seinen Partner sicher nicht.


    Mein Exfreund hatte auch schlimme Akne, aber mir ist ehrlich gesagt nie aufgefallen. Ich wusste von den Therapien die er versucht und dass er eben einiges versucht - aber das Thema war nie im Vordergrund. Ich glaub dass man das einfach nicht so deutlich sieht beim Partner - man sieht seinen Partner und mehr nicht.

    Er sagt auch immer, dass er nichts sähe. Aber für mich ist das so offensichtlich, dass sich das um 180° gedreht hat. Ich fühle mich dann nicht ernstgenommen und missvertanden. Es ist fast jeden Tag ein Thema bei uns, weil ich so sehr darunter leide. Er sieht das, kann mir aber auch nicht helfen. Ich kriege dann immer nur zu hören: "Du musst kämpfen", "Alles wird gut", "Das ist bei dir schon alles psychisch", etc. Das mag ja alles sein, aber ich kann das alles nicht mehr hören. Am Schlimmsten ist dann immer sein Argument: "Es gibt Menschen, denen es viel schlimmer geht, als dir". Ich weiß das, aber das hilft mir jetzt nicht unbedingt bei meinem Problem. Es gibt genauso gut Menschen, die nie irgendwelche Probleme haben (so kommt es mir jedenfalls vor; mag sein, dass auch dies nur Fassade ist). Ich musste jetzt die letzen 2 Wochen nahezu jeden zweiten Tag am Telefon weinen. Ich kann es gar nicht mehr zurückhalten. Ich weine und weine und weine, obwohl ich weiß, dass mir das nichts bringt. Es ist wie ein Druckablassmechanismus. Und darunter leidet eben auch die Beziehung, weil ich immer niedergeschlagen bin und "mein Lächeln verloren habe". Ich wünschte, ich wäre stärker, aber ich bin es nicht. Ich bin labil, schwach und extrem zerbrechlich. Und das schon seit einem Jahr, wo der ganze Horror mit den Krankheiten anfing.Es ist ja nicht nur die Sache mit der Akne. Wenn ihr wüsstet, was ich 2008 alles durchstehen musste. Ich fühle mich von Schicksal ungerecht behandelt. Und jetzt fange ich schon wieder an mich zu bemitleiden :|N


    Nochmal danke für die Zeit, sich mit meinen Beiträgen auseinanderzusetzen. Ich kann mit niemanden über diese Problem reden (Familie -> Belastung; Freund -> Streit, Freunde -> fehlende Ernsthaftigkeit), obwohl ich so einen Redebedarf habe.

    Ja 2008 war ein scheiss Jahr da stimm ich zu dir.


    Hab davon auch genug. Angefangen hats mit nem HPV Ausbruch, dann ne bakterielle Infektion, Schilddrüsenprobleme, und nen Tinnitus. Letzteres ist mir auch geblieben. Mein HNo hat mir erst vorgestern ne Schwerhörigkeit bestätigt die erblich ist und empfiehlt mir ein Hörgerät. Ich bin 23.


    Und ich war auch schon am Boden. Hab mich vor weinen nichtmehr eingekriegt und auch Atemnot bekommen dass mein Freund übers Skype schon dachte ich lieg am Boden und lauf blau an.


    Das kann einen ganz schön mitnehmen.


    Ich kann dir keinen allgemeingültigen Rat geben nur 2:


    1. Vertraue deinem Freund, er ist das wichtigste und beste was du im Moment hast.


    und 2. Er hat recht, es wird alles wieder gut.


    Vielleicht gibts keine vollständige Heilung - aber besser wird es dennoch.

    @ :)

    Märzblume, schreib hier was Du denkst, es bringt nichts die Sachen in sich reinzufressen. "Papier ist geduldig", ein Forum auch. Wers nicht lesen will braucht es nicht, trotzdem gibt es sicher genug Menschen hier, die Dir helfen wollen, das ist DEIN Faden hier, Du brauchst Dich nicht zurückzunehmen.


    Ich würd auch gern noch einen Kommentar schreiben, bin aber grade verhindert was längeres zu tippen. Ich würd Dir erstmal empfehlen, wenn Du die Zeit dazuhast, Dir die Dinge von der Seele zu schreiben, man gewinnt dadurch selbst Überblick und Klarheit, allein durchs Fixieren in einer schriftlichen Form, man denkt ganz anders drüber nach. Und bei dem ein oder anderen können wir Dir vielleicht helfen.:)*

    Ihr seid so lieb, könnte schon wieder heulen :-)


    Vielleicht hole ich mal ein wenig weiter aus:


    ich hatte nie Problem im gesundheitlichen Bereich. Ich war nie im Krankenhaus, hatte nie eine schwere Krankheit, war vielelicht 2x im Jahr beim Frauenarzt und das war es dann auch. Das Schicksal hat mich verschont, dachte ich zumindest immer.


    Ende 2007 bin ich an dem Noro-Virus erkrankt. Ich vermute dies zumindest, da die Krankheit um diese Zeit ziemlich akut auftrat und ich durch meinen Nebenjob im Supermarkt extrem gefährdet war, mich einzustecken. So schnell wie der Virus kam (Erbrechen, Durchfall (so etwas habe ich noch nie in meinem Leben erlebt)), so schnell war er auch wieder weg, sehr üblich für diesen Infekt. Ich habe den Fehler gemacht, dass ich nicht zum Arzt gegangen bin und mich selber auskuriert habe. Es handelte sich dabei nicht um eine Erkältung, sondern um einen ernstzunehmenden Virus. Das weiß ich heute.


    Im März 2008 bekam ich eine richtig heftige Panikattacke. Ich dachte, ohne Witz, ich würde diese Nacht nicht überleben. Ich habe am ganzen Körper gezittert, mir war schlecht, ich hatte Schweißausbrüche, mein Herz hat gerast, als würde es jeden Moment stehen bleiben. Keine 2 Minuten konnte ich die Augen geschlossen lassen. Jedes Mal, wenn ich eingeschlafen bin, hat das Rasen meines Herzen mir einen "Stoß" gegeben und mich aufgeweckt. Ich dachte, wenn ich jetzt einschlafe, wache ich nicht mehr auf. Am nächsten Morgen ging es wieder. Ich war mit meiner Mutter ein wenig an der frischen Luft. Als wir jedoch wieder zu Hause waren, fing das Zittern wieder von vorne an. Meine Mutter ist daraufhin mit mir ins Krankenhaus gefahren - in die Notaufnahme. Um 15 Uhr sind wir dort angekommen, um 21 Uhr sind wir wieder gefahren. Ein EKG wurde gemacht und Blut abgenommen - ohne nennenswerte Ergebnisse. Die Ärzte haben es auf die Psyche geschoben und mich auf die Psychoambulanz verwiesen. Eine Panikattacke hatte ich seitdem nicht mehr, aber zunehmende Beschwerden mit der Ernährung bzw. Verdauung. Ich hatte nach FAST JEDEM Essen Durchfall. Egal, was ich einnahm, es kam innerhlab der nächsten 20 Minuten wieder raus. Ich war sooooo fertig mit den Nerven. Das ist soooo belastend gewesen. Und so kam es auch, dass immer weniger Essen zu mir nahm aus Angst, dass es nicht im Körper bleibt. Ich war bei einer Internisten, habe Stuhlproben abgegeben und eine Magenspiegelung bekommen - ohne Ergebnis. Zwischendurch habe immer mal wieder irgendwelche Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel erhalten. Der Gang zum Magen-Darm-Spezialisten stand an, dem eine Darmspiegelung folgte - ohne Ergebnis. Dann schließlich wurden endlich Atemtests gemacht, mit denen man Intoleranzen feststellen konnte. Auf Fructose, Glucose, Laktose und Laktulose sprang mein Körper nicht an - also kein positives Ergebnis. Den letzten Test musste ich verschieben, weil ich mich nicht an die Ernährungsanweisung am Vorabend gehalten habe. In der Zwischenzeit fing auch meine Psychotherapie an. In mir schlummerte aber immer der Verdacht, dass es nicht die Psyche ist, sondern der Körper. Schließlich war der Sorbittest an der Reihe und.... POSITIV. Ich hatte in all den letzten Wochen eine Unverträglichkeit gegen Lebenmittel, die Sorbit enthielten (alle Diät- und Lightprodukte, Kern- und Trockenobst, Fruchtsäfte, Süßstoff, Kaugummi, etc). Und auf einmal hatte sich das letzte Puzzleteil gefunden - am Vorabend vor der Panikattacke habe ich enorm viel Trockenobst verzehrt. Und auch an allen anderen Tagen habe ich viele Äpfel, Kaugummis und Cola Light zu mir genommmen. Die Therapie habe ich trotzdem weitergemacht, weil es mir einfach gut tat.


    Ende Juli hatte ich den Verdacht auf Blinddarm, weil ich unheimliche Schmerzen in dem Bereich bekam. Glückerweise stellte sich dies als Fehlinterpretation heraus. Die abermalige Untersuchung im KK hat mich trotzdem geschlaucht um 1 Uhr nachts. Dann folgten 12 wundervolle Tage auf Kreta mit meinem Freund. Die letzten glücklichen und sorgenfreie Tage, an die ich mich erinnern kann.


    Ende August ertatstete ich urplötzlich merkwürdige erbsengroße Knoten am Hals. Erst waren es nur 1-2 Knoten. Zwei Tage später waren es bereits 3-4 Knoten. Und wieder ging es zu meiner Hausärztin, die sogar 7 Knoten abgetastet hatte. Ich habe mir dabei nichts gedacht, dachte ich hätte eine Erkältung, die nicht ausbricht. Beschwerden hatte ich nämlich keine. Sie hat mich dann auf meine inneren Organe untersucht, da scheinbar ein Zusammenhang zwischen den Lymphnkonten am Hals und diesen bestand. Und per Ultraschall hat sie einen 2x3cm großen Fleck an der Leber entdeckt. Es folgte der Gang zum Radiologen. In der ersten Untersuchung wurde lediglich mein Brustbereich mithilfe des CTs geröngt. Mir tat die Zugabe des Kontrastmittels extrem weh, sodass ich dachte, dass hier wohlmöhlich etwas falsch läuft. Paar Tage später bekam ich die Nachricht, dass es sich bei dem Gebilde an der Leber lediglich nur um ein Adenom handelt - ein gutartiger Tumor. Ich setzte daraufhin die Pille ab. Seltsamerweise sollte ich nochmal zum radiologen. Dort erfuhr ich, dass während des CTs ein Fehler auftrat. Sie hätten mir wohl zu viel Kontrastmittel eingespritzt, sodass die Auswertungsbilder viel zu verschwommen waren. Prompt steckten die mich in MRT. Die Diagnose war schockieren: "Frau X, wir können nicht ausschließen, dass es sich bei dem Geschwür um einen bösartigen Tumor handelt. Die Struktur ist sehr beunruhigend - das Gebilde hat ein Zentrum mit zwei Hüllen. Sie müssen sich eine Biopsie entnehmen lassen."


    2 Tage habe ich ungefähr 20h nur gewenit. Bei jedem Essen stellte ich mir vor, dass es wohlmöglich mein letztes Mal wäre. Jeder Blick in die Augen meines Freundes liess mich befürchten, dass er wohlmöglich bald vor meinem Grab steht (ich weiß, das klingt krank, aber diese Diagnose war so niederschmetternd). Ich habe mir schon vorgestellt, wie ich eine Chemo machen muss und wie ich den Kampf gegen den Tumor verlieren werde. Im Krankenhaus hiess es erst, dass ich eingewiesen werde. Aber die Ärzte entschieden sich vor der Einweisung, selber nochmal ein Ultraschall zu machen, um sich selber davon ein Bild zu machen. Der behandelnde Arzt sprach eine eindeutige Sprache: " Das ist zu 99% kein bösartiger Tumor, lediglich ein FNH - eine Hyperlapsie, die schon mal bei jungen Frauen, die mit oraler Konzeptiva verhüten, vorkommen kann." Ich solle auf jeden Fall die Pille absetzen und alle 3 Monate zur Kontrolle kommen. Auch im zweiten Krankenhaus wurde diese Diagnose bestätigt. Ich konnte wieder aufatmen.


    Tja, und jetzt seit Ende Oktober fängt die Sache mit der Haut an, die mich wieder total zurückwirft. Ich möchte einfach wieder normal und glücklich sein. Wieso lässt mich das Leben nicht leben? Von den letzten 365 Tagen habe ich sicherlich 150 Tage mit Weinen verbracht.


    Ich finde es gut, dass ich hier so offen über meine Probleme schreiben kann. Aber ich möchte auch euch dazu animieren, von euch und eurem Leben zu erzählen, wenn euch danach ist. Das soll kein Märzblume-ist-traurig-Faden. Vielleicht würde mir so ein Austausch helfen, meine eigene Erfahrungen besser zu reflektieren bzw. meine Probleme kurzzeitig zu vergessen.


    ich danke euch auf jeden Fall für eure Anteilnahme @:):)*

    Zitat

    Es sagt zwar immer, dass ich total übertreibe und dass er sich nie etwas dabei bisher gedacht hatte, aber ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Ich denke immer, dass er mich einfach nicht verletzen will.

    Versuch doch einfach, ihm zu vertrauen. Auch wenn du es selber nicht so siehst, kann es für ihn nicht so schlimm sein.


    Weißt du, ich habe da ähnliche Erfahrungen gemacht.


    Nur waren es keine Pickel, sondern meine Neurodermitis. Und zwar über ~8 Jahre praktisch dauerhaft mit wenigen nicht ganz so schlimmen Zeiten. Und zwar nicht nur das Gesicht, sondern der ganze Körper betroffen. Das hat nicht nur unschön ausgesehen, der Ekelfaktor war auch noch da. *nichts für Empfindliche* Von wunden, nässenden Stellen, schuppender Haut, dass man morgens das Bett absaugen konnte und praktischer, aber nicht gerade schöner Kleidung, damit man alles verdecken konnte und nicht bereut, sie eingesaut zu haben, war alles auf dem Tagesprogramm. Und das war nur die ästhetische Seite, die Beziehung wurde natürlich auch vor der psychischen Belastung nicht geschont.


    Tja, und er ist immer noch da.


    Überlasse es besser deinem Freund, wann es für ihn nicht mehr tragbar ist.