Schädigung für Fötus: Schwanger trotz dreimonatsspritze?

    Liebe med1-User,


    zu erst: ich bin erwachsen und aufgeklärt und möchte euch bitten, einfach nur auf meine Frage zu antworten. Es steht nicht zur Debatte, ob ich einen festen Freund oder ähnliches habe. Ich möchte einfach nur eins wissen: Ich verhüte mit der DMS, mein Arzt hat mir jedoch gesagt, dass bei mir aufgrund meines Gewichtes (ich habe aufgrund einer zurückliegenden Koritsontherapie 30 Kilo zugenommen und wiege nun 91 Kilo) der Schutz der DMS etwas verringert ist. Es wäre für mich kein Drama, schwanger zu sein, ich bin alt genug und finanziell abgesichert. Aber etwas anderes ist für mich entscheidender, daher nun meine Frage: Wird man trotz DMS schwanger, besteht dann eine hohe Gefahr, dass das Kind aufgrund der Hormone geschädigt wird? Die Pille kann man ja absetzen bei Schwangerschaftsanzeichen, doch die Spritze kann ich ja nicht "zurücknehmen"...


    Über hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen!


    Danke schön @:)

  • 13 Antworten

    Da würd ich mir auch Sorgen machen..die 3MS schädigt ja schon bei der erwachsenen Frau nachweislich die Knochenmineraldichte..ich hab da zwar keine Fachinfos drüber und die wirds von der Pharma sicherlich auch nicht geben,aber ich denke,die Spritze könnte einem entstandenen Kind schon sehr schaden.

    Danke Mondini für die Antwort. Gibt es vielleicht noch weitere Leute, die sich damit auskennen? Habe in anderen Foren häufig Kommentare gelesen wie "meine 3MS ist jetzt 12 Jahre alt und geht in die 6. Klasse" sprich: Frauen, die trotz 3MS schwanger geworden sind. Gibts die hier auch? Und wenn ja, können die mir das sagen, was der Frauenarzt zu der Situation meinte?

    ich kenne nur gängige Daten zur Pille, aber ich denke, dass man diese durchaus auch hier ansetzen kann:


    Die gängige Studienlage zeigt, dass hormonelle Kontrazeption dem Fötus wohl keinen bleibenden Schaden zufügt-wie gesagt, gilt für die normale Östraogen-Gestagen-Kombi. Die 3MS enthält nur Gestagen, dieses ist zusätzlich auch noch androgen, so dass auch männliche Föten (welche durch Östrogen in der Geschlechtsentwicklung häufig etwas zurückbleiben, dies gibt sich aber nachd er Geburt) wahrscheinlich weniger Beeinflussung erfahren.


    Natürlich sollte man dennoch schnellstmöglichst absetzen.


    Was mich bei der 3MS jedoch aufhorchen lässt, ist dass durch sie stark erhöhte Risiko, Knochenmineraldichte zu verlieren. Auch in der Schwangerschaft ist dieses Risiko erhöht.


    Beides zusammen ergibt also eine sehr ungute Mischeung.

    @ 6JahreLiebe:

    Wenn du bei deinem Gewicht ne 100%ige Verhütung möchtest,würde ich persönlich dir ne GyneFix empfehlen -da zählt nur die Größe deiner Gebärmutter,nicht dein Gewicht-und wenn du dann noch 1000%ig sicher gehen willst,kannst du das mit NFP kombinieren.

    ACHTUNG !


    Gestagen ist nicht gleich Gestagen. Die Drei-Monatsspritze enthält das Gestagen Medroxyprogesteron.


    In Tierversuchen konnte eine mögliche Schädigung des Embryos nicht ausgeschlossen werden. Besonders eine indifferente Genitalentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden. Generell ist eine Anwendung von Medroxyprogesteron während einer Schwangerschaft kontraindiziert. Ich kann dir aber nicht genau sagen ob die aus dem "Hormondepot" freigesetztenen Gestagene bzw. deren Menge auch in der Tat eine embryotoxische Wirkung haben...


    Du kannst ja mal deinen Frauenarzt fragen, vielleicht sind die abgegebenen Hormondosen zu gering um eine teratogene Wirkung zu entfalten... Aber gerade wenn du mit Übergewicht zu kämpfen hast solltest du dir das mit der 3MS überlegen....

    Ich würde mich da auch eher an den Hersteller wenden-Frauenärzte sind keine Medikamentenspezialisten und gerade bei derart spezifischen Fragen häufig überfragt ;-)

    Zitat

    Du kannst ja mal deinen Frauenarzt fragen, vielleicht sind die abgegebenen Hormondosen zu gering um eine teratogene Wirkung zu entfalten... Aber gerade wenn du mit Übergewicht zu kämpfen hast solltest du dir das mit der 3MS überlegen....

    Ja,kann ich bestätigen,ne frühere Freundin von mir hatte auch die 3MS und hat kontinuierlich zugenommen,obwohl sich an ihren Essgewohnheiten etc. nichts geändert hat.


    Ich glaube nicht,dass die Hormondosen so gering sind,dass sie einem Embryo nicht schaden würden,denn sonst hätte die 3MS auch nicht solche Nebenwirkungen und wäre so schädlich für die Knochenmineraldichte-meine Meinung. Auch liest man von der 3MS immer als "Hormonbombe"

    Wieder einmal vielen Dank für die vielen Beiträge.


    Mich bringt das schon ins Grübeln. Natürlich würde ich auch ein behindertes Kind "annehmen" (klingt das jetzt politisch inkorrekt), und es lieben, dennoch muss man ja auch (oder beziehungsweise VOR ALLEM) an das Wohl des Kindes denken. Ich will niemandem Schaden zufügen, am wenigsten meinem Kind. Werde mich beim nächsten Termin zur 3MS nochmal mit meinem Frauenarzt zusammensetzen und auf jeden Fall vorher einen SChwangerschaftstest machen (dazu riet er mir, nicht dass ich tatsächlich schwanger werde und dann noch eine Spritze setzen lasse, das wäre fatal).


    Das "Problem" bei der ganzen Sache ist, dass ich die 3MS sehr sehr gut vertrage und das ist für mich neu. Alle anderen Verhütungsmittel (Implanon, Belara-Pille und Kupfer-T vertrug ich nicht allzu gut, hab alles schon versucht)..


    Bei der 3MS traten merkwürdigerweise keinerlei Nebenwirkungen auf, keine Schmierblutungen, keine Gewichtszunahme (nicht ein einziges Kilo habe ich zugenommen), meine Haut ist besser geworden und ich habe aufgrund der fehlenden Menstruationblutung kein PMS mehr, was ich seh begrüße.


    Also eigentlich ist es das "perfekte" Verhütungsmittel für mich..


    Wie gesagt, ich setze mich mit meinem Arzt zusammen. Mein Vater, der auch Arzt ist (aber andere Sparte, er ist eher für die zuständig, die fehlerhaft verhütet haben, er ist Kinderarzt ;-D ) hat gesagt, ich solle zu erst bei der 3MS bleiben, aber wirklich regelmäßig einen Test machen. Er hat auch mehrere Patienten, die REsultat der 3MS sind (ich habe ihn gestern mal gefragt, komisches Gefühl, mit dem Vater über so etwas zu sprechen) und die keinerlei Schädigungen davongetragen haben.


    Vielen vielen Dank für eure Mühen. Würde mich über weitere Beiträge freuen @:)

    @ 6JahreLiebe:

    Zitat

    Werde mich beim nächsten Termin zur 3MS nochmal mit meinem Frauenarzt zusammensetzen und auf jeden Fall vorher einen SChwangerschaftstest machen (dazu riet er mir, nicht dass ich tatsächlich schwanger werde und dann noch eine Spritze setzen lasse, das wäre fatal).

    Ich kann dir aus eigener ERfahrung sagen,dass die allermeisten Gyns die Risiken und Nebenwirkungen von hormoneller Verhütung herunterspielen...auch ist es ja schön,dass du die 3MS ohne Nebenwirkungen verträgst,ABER,das heißt eben nicht,dass sie bei dir nicht zum Schwund deiner Knochenmineraldichte führt und die Quittung dafür kriegst du dann halt in den Wechseljahren,wo das Östrogen dann natürlicherweise sowieso fehlt..und ich glaub nicht,dass man wegen Verhütung,die man heute nimmt,dann mit 60,70 kaputte Knochen haben will,weil Osteoporose ist unheilbar...

    Mondini, ich denke natürlich nach über das was du sagst.


    Zumal meine Knochendichte sicherlich sowieso schon belastet ist durch das Kortison.


    Ich muss noch etwas dazu sagen, was vielleicht blöd klingt, aber trotzdem gesagt werden sollte: Über meine "ganz ferne" Zukunft muss ich mir -was mich selbst betrifft- keine Sorgen machen, die erlebe ich sicherlich nicht. Meine Lebenserwartung ist aufgrund meiner Krankheit nicht so hoch wie bei anderen.


    Ich will jetzt keine ethische Diskussion darüber beginnen, ob es dann überhaupt richtig ist, ein Kind zu bekommen, das vielleicht mit 20 schon keine Mutter hat. Aber glaubt mir, über dieses Thema habe ich viele viele Jahre nachgedacht. Und auch deswegen verhüte ich, weil ich denke, dass es besser ist, erst einmal abzuwarten, was kommen wird, ob ich irgendwann vielleicht wieder gesund werde. Dennoch sollte man sich IMMER wenn man Sex hat, darüber bewusst sein, dass ein Kind entstehen könnte.


    Ich glaube das war jetzt etwas zu komplex und etwas offtopic, es soll nur beschreiben, weshalb ich mir über Wechseljahre nicht allzu große Gedanken mache.


    Ich werde mich im Internet noch einmal schlau machen über alternative Verhütungsmittel..

    Genau das ist ja eben auch mein Gedankengang...


    Wenn ich ein behindertes Kind bekommen sollte, was ist dann in 25 Jahren, wenn ich abtrete vom Leben? Ich weiß, das sind kuriose Gedanken, aber ich habe sie eben.


    Ich will einfach nur, dass es meinem Kind gut geht, gesundheitlich und versorgungstechnisch.


    Ich bin gerade irgendwie traurig. Vielleicht sollte ich Sex lieber ganz sein lassen.

    Hui,das wusste ich nicht,dass du so ne üble Krankheit hast :°_


    In dem Fall wärs wirklich gut,sich das mit Kindern zu überlegen...


    Ich z.B. bin ja mit 23 (habs mit 20 machen lassen)schon sterilisiert,weil ich erblich zu behandlungsresistenten Depressionen leide und es einfach grauslig ist,so aufzuwachsen,mit ner depressiven Mutter-ich habs selber erlebt.


    Ich persönlich bin halt allgemein gegen hormonelle Verhütung,weil ich 1. durch 1 1/2 Jahre Pille NUR gegen ein paar Pickelchen eine unheilbare Hautkrankheit bekam,die ich erst durch teure Naturheilkunde wieder wegbekam..und 2. weil die hormonelle Verhütung eben soviele Risiken,Nebnewirkungen und Erkrankungsmöglichkeiten birgt,dass ich finde,man sollte die Frauen da eher drüber aufklären (siehe hier: http://www.hormonspirale-forum.de/viewtopic.php?t=4147) Und ich finde,grad wenn man eh schon ne schwerwiegende Krankheit hat,dann sollten einen die Gyns auch anders beraten bezüglich Verhütung!