schwanger - Panik, dass Abtreibung nicht möglich ist

    Hallo,


    ich möchte mir hier einfach mal alles von der Seele schreiben...


    ich war am Montag beim Frauenarzt und habe dort erfahren, dass ich schwanger bin. Der Embryo ist 0,67cm groß und die Ärztin vermutet daher, dass ich bereits in der 7. SSW bin.


    Ich habe vor ca. einer Woche begonnen mir diesbezüglich Sorgen zu machen. Nicht, weil meine Tage ausgeblieben sind (mein Zyklus ist sehr unregelmäßig), sondern weil ich ständig ein Ziehen im Bauch habe und meine Brüste um einiges größer geworden sind.


    Trotzdem war die Feststellung beim Frauenarzt ein ziemlicher Schock für mich.


    Meine Entscheidung stand jedoch von der ersten Minute an fest: ich kann und möchte zum jetzigen Zeitpunkt kein Kind haben bzw. bekommen. Daher kommt für mich nur eine Abtreibung in Frage.


    Trotzdem belastet mich die Schwangerschaft sehr und ich möchte die Abtreibung so schnell wie möglich hinter mich bringen und das Thema beenden.


    Mir wird jedes Mal, wenn ich nur daran denke, dass ich einen Embryo in mir trage, ganz anders, es macht mich sogar richtig panisch. Ich fühle mich bedrängt bzw. eingeengt (leide an Agoraphobie - vllt daher diese "extremen" Gefühle).


    Kurzum: ich habe panische Angst, dass die Abtreibung nicht klappen wird und ich daher gezwungen wäre das Kind zur Welt zu bringen.


    Einen Termin zur Schwangerschaftskonfliktberatung habe ich heute nachmittag, den nächsten Frauenarzttermin am Freitag.


    Aber ich kann einfach nicht abwarten... das macht mich ernsthaft wahnsinnig.


    Meine größte Angst ist, dass ich (zu) lange auf einen Termin für die Abtreibung in der Klinik warten muss und es dann evtl rechtlich gesehen schon zu spät für einen Abbruch wäre.


    Außerdem stelle ich mir die ganze Prozedur auch nicht sonderlich angnehm vor und habe vor dem Eingriff selber etwas Angst (meine erste "Operation").


    Mir wäre es am liebsten, wenn ich für den Eingriff (vorzugsweise Absaugung) eine lokale Betäubung bekommen würde, plus ein Sedativum, sodass ich mich entspannen kann und keine Angst habe. Die Frage ist natürlich, ob ich das einfach von den Ärzten verlangen kann...


    So, das wars erstmal... danke fürs "Zuhören" :-) vielleicht kann ich ja jetzt noch ein bisschen schlafen.


    Liebe Grüße

  • 31 Antworten

    Guten Morgen meine liebe


    Du mußt keine Angst vor einem Abbruch haben.


    Ich finde deine entscheidung aus welchen Gründen auch immer sehr richtig.Du ganz allein mußt wissen ob dies der richtige Zeitpunkt ist ein Kind in die Welt zu setzen.


    Glaub mir so ein Abbruch ist nicht schlimm,ich hab es durch,sei aber bitte froh das du eine Vollnarkose bekommst.


    Schiefgehen kann da nichts,die Ärzte machen das ein paar mal täglich.


    Laß dich bitte auch nicht von anderen einlullen von wegen ..oh was tust du böses...


    ich hatte damals das gefühl,das die Ärzte und Schwestern sogar komplett einer Abtreibung zustimmen,es ist schon lange kein Tabu- Thema mehr.


    Wenn ich dann so von 16 oder 17 Mädels höre ..ich bin schwanger und es ist ein Wunschkind...


    dann pack ich mir doch echt an den Kopf.


    Vor dem Eingriff bekommst du so eine Art Beruhigungspille,die hat mich schon komplett umgehauen und dann ging es in den OP.Alles in allem 20 min.Hab nur keine Angst.


    Am späten Nachmittag durfte ich nach Hause und fünf Tage später war ich wieder arbeiten.


    Wichtig bei der ganzen sache ist natürlich auch das du reden mußt wenn dich Selbstzweifel plagen.


    Du bist stark du schaffst das und da du erst in der 7 woche bist ist reichlich Zeit,auch wenn du nicht gleich morgen einen Termin hast. :)_

    Ich denke mal schon, dass du in der Zeit wo es möglich ist auf jeden Fall einen Termin kriegst. Die können dich ja nicht einfach drauf sitzenlassen... kann ich mir nicht vorstellen. Noch hast du ja Zeit, geh zu der Beratung und dann mach gleich den Termin und sag vielleicht auch, wie schlecht es dir geht. Dann wird das schon schnell gehn. :°_

    Achso und keine Angst, du kriegst da schon ne Betäubung und Beruhigungsmittel. Die wollen dich doch da nicht quälen. :)z Und ich kenne es auch von Krankenschwestern so, dass das Routine ist, das täglich mehrere machen und dass das keine schlimme Sache sein soll. Wenn du dir sicher bist, hast du nichts zu befürchten, der Eingriff an sich wird sicher auch nur zu dem Zweck als Horror dargestellt, damit alle ein schön schlechtes Gewissen haben. ":/

    Hallo,


    vielen Dank für eure Antworten. Da geht es mir gleich besser :-)


    Ich gehe mit dem Thema relativ offen um und habe gleich, nachdem ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, meine Eltern, den "Vater" und meine besten Freunde informiert.


    Glücklicherweise stehen alle diese Menschen hinter mir und meiner Entscheidung. Keiner von ihnen war schockiert, hat mich dafür verurteilt o.ä. Es hat auch niemand versucht mich zu überreden das Kind zu behalten. Allerdings habe ich etwas Angst, dass heute der Herr von der Schwangerschaftskonfliktberatung das tun wird.


    Ich muss auch dazu sagen, dass, obwohl ich von anfang an sicher war, dass ich das Kind nicht behalten möchte, ich mich trotzdem informiert habe und viel zu dem Thema recherchiert habe.


    Was mir eben Angst macht, ist, dass die Frauenärztin sich evtl mit der Schwangerschaftswoche verschätzt hat. Ich kann nämlich absolut nicht sagen, wann die Befruchtung stattgefunden haben könnte.


    Ja, wegen dem Eingriff mache ich mir wahrscheinlich unberechtigterweise Sorgen, aber das ist wie gesagt der erste Eingriff bzw. "Operation" für mich in meinem Leben.


    Meint ihr ich kann mir aussuchen, ob ich eine Vollnarkose oder nur eine lokale Betäubung bekommen werde? Vollnarkose wäre mir doch etwas suspekt.


    Liebe Grüße :-)

    Wie ist es denn zu dieser Schwangerschaft gekommen, wenn ich fragen darf? :-/ Eine Kondompanne, Fehler bei der Pilleneinnahme?


    lg

    Martienchen


    es tut nichts zur Sache, zumal ihre Entscheidung auch schon feststeht.


    Ich frage mich in letzter Zeit (man denke an Sonya Kraus), wie es zu ungewollten/ungeplanten Schwangerschaften kommen kann. Deshalb interessiert es mich, was die Gründe hierfür sein könnten (Coitus Interruptus, falsche Pilleneinnahme, NFP falsch ausgewertet, Kondompanne etc.).


    lg

    Sonya Kraus ist im 6. Monat schwanger. Sie hats erst gemerkt, als der erste Milcheinschuss kam und als der Bauch bereits ziemlich gewölbt war. Bezeichnet die Schwangerschaft als "ungeplanter Unfall" o. ä.

    @ rosarottweiler:

    es muss eine kondompanne gewesen sein. habe vor ca. einem jahr die pille abgesetzt, da ich keine hormone mehr nehmen möchte.


    ich bzw. wir haben es aber blöderweise nicht bemerkt, als es passiert sein muss. da kondome ja ab und zu doch ganz gerne mal reißen, hat es mich nicht allzu sehr gewundert...


    so, und jetzt halte ich es nicht mehr aus und muss mich mal hier über den "vater" beschweren. wir waren ca. 3 monate zusammen bzw. sind es leider immer noch, obwohl ich schon seit einiger zeit beschlossen habe schluss zu machen.


    er ist nicht gerade der hellste, bekommt gar nichts auf die reihe, ist arbeitslos etc. (die liste ist unendlich lang)


    ich frage mich eh, wie ich es so lange mit ihm aushalten konnte...


    ich hatte schon angekündigt, dass ich schluss machen möchte, als die schwangerschaft dazwischen kam. gleichzeitig ist mein freund ins krankenhaus gekommen, da er krank geworden ist. ich weiß, dass es ihm schlecht geht, dass er schmerzen hat und natürlich tut mir das leid für ihn.


    trotzdem macht es mich wahnsinnig, dass er ständig nur von seiner krankheit redet, jammert, wie schlecht es ihm geht.


    dass ich schwanger von ihm bin interessiert ihn anscheinend nur wenig. vor allem da ich ja gesagt habe, dass ich den embryo abtreiben möchte, hält er die sache wohl für erledigt.


    mich macht es wahnsinnig. wenn ich mit ihm telefoniere muss ich mir erst ewig anhören, wie schlecht es ihm doch geht. dann fragt er evtl mal, wie es mir so geht und schon geht das gejammer über seine krankheit weiter.


    ich habe eine richtige abneigung ihm gegenüber entwickelt. aber schluss zu machen traue ich mich im moment aufgrund der situation auch nicht...


    so, das war zwar jetzt absolut off-topic, aber ich musste meinen frust einfach mal loswerden.


    der "vater" ist übrigens nur ein grund von vielen, warum ich mich für eine abtreibung entschieden habe.