Schwangerschaftsabbruch in örtlicher Betäubung... wo?

    Ich habe hier und in vielen anderen Foren schon von etlichen Frauen gelesen, die den Eingriff (Absaugung) OHNE Vollnarkose hatten und damit auch zufrieden waren.


    Nun habe ich schon mit etlichen Kliniken und Praxen telefoniert. Alle machen den Eingriff nur unter Vollnarkose. Ich möchte aber nicht "weg" sein dabei. Meine Entscheidung steht fest und ich bin mir bewusst, dass man da auch unangenehmes miterlebt/hört/spürt. Aber das will ich dann auch so.


    Alternativ habe ich schon über einen medikamentösen Abbruch nachgedacht, doch das wäre auch suboptimal.


    Kommen die Erfahrungsberichte über einen Abbruch unter örtlicher Betäubung alle aus einem Paralleluniversum?:-(

  • 41 Antworten

    Eine Freundin hat in Zürich mit lokaler Betäubung absaugen lassen. War um einiges billiger. Sie fand das Geräusch war so ähnlich wie Zahnarzt.

    War für sie jetzt nicht dramatischer als für mich die es unter Vollnarkose machen hat lassen.

    Ich komme aus Deutschland. Der letzte Arzt hier, den ich erreichen konnte und der es jahrzehntelang unter örtlicher Betäubung macht, sagte mir klipp und klar:
    "Ich operiere jetzt in einer Klinik; die wollen keine Eingriffe ohne Narkose. Die Anästhesisten wollen schließlich auch etwas berechnen können" - uff.



    In der Schweiz scheint es genau andersrum zu sein als in DE: Eher örtliche Betäubung statt Vollnarkose.

    Ja in manchen Regionen Deutschlands ist es nicht so einfach. Musste ziemlich lange auf meinen Termin warten. Aber ich war noch in der Zeit und dann ging es. Aber wenn einen Frau eher spät dran ist und noch keine Plätze frei sind wird es schon echt zum Problem.

    Wenn du magst kannst mir ne PN schreiben ich habe ziemlich viele Infos gesammelt.

    Die BÄK hat eine Onlineliste, wo Praxen und Kliniken stehen, die Abtreibungen durchführen.

    Wenn du noch ausreichend Zeit hast, kannst du dich dort durchtelefonieren.


    Die Krux ist, dass die Eintragung dort freiwillig ist und nicht alle Einrichtungen gelistet sind, da leider viele Praxen Angst vor Anfeindungen und auch Anschlägen von militanten Gegnern befürchten.

    Aber google mal nach dieser Liste. Vielleicht findet sich da was.


    Ich kann grad nicht verlinken, da mit Handy unterwegs und mein olles Gerät irgendwie immer die Zwischenablage vergisst.":/

    Mit der Alias-Funktion kann ich leider nicht PNen, glaube ich?


    Die Liste der BÄK kenne ich. Leider sieht es da auch sehr mau aus in meiner Umgebung. Und dort steht dann auch nur medikamentös oder operativ, nicht nochmal ob Vollnarkose oder örtl. Betäubung. Ich habe schon etliche Praxen angerufen, die es immerhin operativ machen und überhaupt in der Liste stehen. Die meisten Helferinnen am Telefon verkauften mich für blöd, dass ich keine Vollnarkose will, oder behaupteten, das gäbe es generell gar nicht. In der Schweiz ist es wohl sogar häufiger so rum als mit Vollnarkose... In Berlin und Bremen (profamilia zentrum) ginge es problemlos unter örtlicher Betäubung. Nur hätte ich da eine lange Anfahrt und (sicherheitshalber, falls ich danach nicht mehr zurückreisen kann/will) Übernachtungskosten:-/

    Das nur wenige Kollegen es öffentlich angeben wollen würden, haben mir auch 2 Ärzte gesagt. In meiner Stadt gibt es mehrere (mit Vollnarkose), nur EINER steht auf der Liste.Furchtbar, was diese Abtreibungsgegner somit bewirkt haben. Als ob dadurch auch nur eine Frau, die abbrechen will, davon abgehalten wird. Es wird ihnen nur alles noch schwerer gemacht. Sehr sozial:(v

    Medizinisches Zentrum?
    Dort habe ich nun auch einen Termin, leider erst nächste Woche. Doch besser als etwas machen zu "müssen", was ich eigentlich nicht will.


    Wie ging es dir schmerztechnisch währenddessen und danach, wenn ich fragen darf?

    Warum willst du dich so bestrafen? Ich kenne das noch von früher, und ich kenne die Frauen, die heute davon noch traumatisiert. sind.


    Was immer wieder war:die örtliche Betäubung hat nicht richtig gewirkt. Besonders nicht in Bremen. Vielleicht mit Absicht, zur Abschreckung?

    Wieso sollte ich mich bestrafen? Eine Zwangs-Vollnarkose wäre für mich eine Bestrafung.


    Woher weißt du, was "immer wieder war"? Und dass dies in Bremen "besonders nicht" gut geht?

    Weil ich dort in der Nähe gewohnt habe, weil ich 8 Frauen kenne, die noch heute entsetzt sind. Die haben alle dasselbe erzählt. Die letzte davon war vor 6 Jahren dort. Und betonte besonders die Schmerzhaftigkeit.

    Der Schmerzpegel und vor allem auch Panikattacken die auftreten können wenn man Eingriffe bei Bewusstsein miterlebt. Dabei kommt es gelegentlich zum Hyperventilieren, was es für alle Beteiligten arg macht.

    Das ist aber echt höchst individuell, ob jemand davon ein Trauma davon kriegt oder nicht. Auch das Schmerzempfinden ist nicht bei jedem gleich.
    Für mich wäre die Vollnarkose auch ein weitaus größeres Problem. Ich hatte erst eine und mir ging es super danach, aber mir hängt das noch nach. Das „weg“-sein ohne eingreifen zu können, das nicht richtig ans aufwachen erinnern, fehlendes Zeitgefühl etc, ist einfach nicht mein Zustand und wenn es geht den zu vermeiden, dann würde ich das auch machen. Die TE hat da sicherlich auch ihre individuellen Gründe.
    Eine Freundin lies das auch ohne Vollnarkose machen und hatte weder schmerzen, noch ist sie traumatisierte.. ist aber schon 20 Jahre her.