• Sollen junge Mädchen spezielle Pillen nehmen?

    Meine Tochter hat mit 13 ihre erste Pille bekommen. Einerseits habe ich es ihr empfohlen, weil sie schon häufiger mit Männern unterwegs war und es mich doch beruhigt wenn sie wenigstens geschützt ist falls es so weit kommt, andererseits hatte sie ziemlich starke Monatsbeschwerden. Meine, also auch ihre, Frauenärztin hat ihr die Pille Neo Eunomin gegeben…
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    Ich muss sagen, ich finde das auch ein bisschen heftig - besonders, wenn das Mädchen erst 13 ist.


    Ich selbst bin 19 und als ich so 15/16 wurde und meinen ersten festen Freund hatte (den ich im Übrigen auch heute noch habe ;-D ) kam auch meine Mutter auf mich zu und fragte, ob ich mir nicht die Pille verschreiben lassen möchte.


    Da ich aber aufgrund verschiedenster Erfahrungsberichte im Internet sowie auch aus dem med1-Forum einen ziemlich guten Überblick über die Nebenwirkungen hatte, stand das Thema überhaupt nicht zur Debatte. Ich weiß mittlerweile, was ich meinem Körper damit antun würde, und ich bin ziemlich froh, dass man heutzutage die Möglichkeiten hat, sich ausgiebig über die Pille und andere Medikamente zu informieren. :)^


    Tatsächlich ist es aber so, dass immer noch ein entsetzter Blick kommt, wenn man offen sagt, dass man nicht die Pille nimmt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, mit Freundinnen, Cousinen, etc.


    Da wurde sich gleich an den Kopf gefasst und man wurde direkt als potentielle Teenie-Mutter abgestempelt.


    Aber was soll ich sagen? Ich habe bisher immer mit Kondomen verhütet, in meiner festen Beziehung nie anders, und ich fühle mich dadurch nicht eingeschränkt. Oft wird Kondomen ja eine mangelnde Sicherheit nachgesagt, aber sofern man sich mit dem richtigen Umgang und der richtigen Anwendung vertraut macht, sollte die Verhütung mit Kondomen nicht sehr viel risikoreicher sein, als mit anderen Verhütungsmitteln. Und um vor Krankheiten zu schützen, sind Kondome ja auch "immer noch" sicher genug, oder?! Warum dann also nicht zur Verhütung? Zumal ein Kondom auch ein MUSS ist, wenn man nichtmal weiß, mit welchen Männern sich die Tochter so abgibt... :-/


    Auf jeden Fall bin ich dankbar, dass ich nicht von irgendwelchen (indirekten) Pharma-Vertretern zugequatscht wurde, sondern die Chance hatte, mir ein objektives Urteil über hormonelle Verhütung zu bilden. Bisher gab es mit Kondomen im Übrigen keine einzige Panne oder sonstige "Gefahrensituationen". ;-)