Spezialfrage zur Verhütung mit der Pille

    Hallo liebe Forumuser,


    ich kenne mich sehr gut aus mit der Funktionsweise der Pille. Es gibt jedoch eine Frage die ich noch nie in einem Forum gefunden habe bezw. bei Google ergooglen konnte:


    Vorwort: Meine Frage zielt darauf ab, wie es sich es sich eigentlich genau verhält mit der Follikelreifung bei der hormonellen Verhütung mit der Anti-Baby-Pille (ganz normale Mikropille wie z.B. Belara, Yasmin, Desmin etc.). Wie bekannt ist, wird die Follikelreifung (und damit auch die Reifung der Eizelle) durch die mit der Pille eingenommen Hormone unterdrückt, so dass das die Eizelle nicht normal heranreift. Durch eine Kombination aus Östrogenen und Gestagenen wird die Frau nie einen sog. LH-Peak (LH = Luteinisierendes Hormon) haben, der einen Eisprung zur Folge hätte. U.a. dadurch wird die Schwangerschaft verhindert.


    Konkrete Frage: Was aber genau passiert mit dem zum zum Teil herangereiften Follikel bzw. der darin enthaltenen unvollständig gereiften Eizelle? Geht diese während der Einnahmepause zusammen mit der Hormonentzugsblutung aus der Körper ab sodass im nächsten Zyklus mit Beginn der 1. Pilleneinnahme die Heranreifung eine neues Follikel/Eizelle unterdrückt wird oder wird bei der hormonellen Verhütung mit der Pille immer ein und das gleiche Follikel/Eizelle in der Reifung unterdrückt?


    Ich bin sehr gespannt, ob ich hier einen Experten finde, der mir bei dieser Fragestellung weiterhelfen kann. Vielen Dank.


    nr2

  • 21 Antworten

    es reift wärend der einnahme der pille kein ei herran auch nicht teilweise.die eierstöcke sind sozusagen aussergefächt gesetzt.

    Im Normalfall verhindert die Pille wie oben erwähnt,dass überhaupt ein Ei heranreift..Allerdings kommt es manchmal trotz Pille (früher stand das in den Packungsbeilagen,heuet nicht mehr..) etc. zu einem Eisprung,dann greifen die anderen Wirkmechanismen -entweder der verdickte Zervixschleim am Muttermund oder aber die durch die künstlichen Hormone beeinflusste Gebärmutterschleimhaut. Daher kommts in manchen Fällen (wenn nur noch die beeinflusste Gebärmutterschleimhaut übrig ist als Wirkmechanismus)zu einer sehr frühen Abtreibung.

    @ nr2:

    Follikel, die nicht ausreifen und springen, werden einfach vom Körper wieder aufgenommen. Die Eizelle selbst geht, auch unter der Pille (in den 3% der Fälle, in denen der Eisprung nicht unterdrückt wird), mit der Blutung ab-der geplatzte Follikel wird auch hier vorher vom Körper rückresorbiert.


    Dh also: Jeden Zyklus word, wenn die hemmende Wirkung der Pille nicht ausreicht, "frisch" produziert.

    Erstmal vielen Dank für die Antworten.


    Der Aussage von Silverwring kann ich so nicht zustimmen. Während der Einnahmefreien Zeit findet sehr wohl eine Heranreifung eines Eis statt. Diese Heranreifung wird jedoch durch Beginn der Pilleneinnahme unterbrochen.


    Daher möchte ich die hilfreiche Antwort von MoniM mit folgender These verknüpfen:


    Während der Einnahmefreien Zeit reift ein Ei heran, dass wie oben beschrieben in der Reifung unterbrochen wird. Es kommt nicht zum Eisprung. Durch die Einnahme von mind. 7 Pillen (Es wird in Fachberichten immer wieder davon geschrieben, dass ein Schutz durch die Einnahme von mind. 7 Pillen am Stück zustande kommt) wird dieses teilherangereifte Ei nicht mehr Entwicklungsfähig.


    Durch die künstlich hervorgerufene Hormonentzugsblutung wird dann der Prozess eingeleitet, dass der nicht entwickelte Follikel vom Körper rückabsorbiert wird (Danke MoniM) und ein neues Follikel/Ei teilweise heranreift.


    Im Normalzyklus geschieht dies alle 21 Tage (Normaler Pillenzyklus) bzw. seltener, wenn die Frau im Langzeitzyklus verhütet.


    Entscheidend ist, dass ein teilherangereiftes Follikel/Ei nach 7 Tagen Pilleneinnahme offensichtlich nicht oder nur noch sehr stark eingeschränkt entwicklungsfähig ist (Bei Einnahmefehlern in der 2. Woche spricht man erst von einer Gefahr ab der 3. vergessenen Pille)


    Ich denk, dass dies so richtig sein müsste, oder????

    Zitat

    Entscheidend ist, dass ein teilherangereiftes Follikel/Ei nach 7 Tagen Pilleneinnahme offensichtlich nicht oder nur noch sehr stark eingeschränkt entwicklungsfähig ist (Bei Einnahmefehlern in der 2. Woche spricht man erst von einer Gefahr ab der 3. vergessenen Pille)

    :)^:)z Absolut richtig erkannt!

    Zitat

    Follikel, die nicht ausreifen und springen, werden einfach vom Körper wieder aufgenommen. Die Eizelle selbst geht, auch unter der Pille (in den 3% der Fälle, in denen der Eisprung nicht unterdrückt wird), mit der Blutung ab-der geplatzte Follikel wird auch hier vorher vom Körper rückresorbiert.

    Ja, mir ist auch schon vorgekommen, dass ich ein, zwei Mal ein Ei dabei gehabt hätte....

    Doch, wenn es das Ding ist, das ich meine dann schon.


    So ein weißes, zb. cremig-milchiges (irgendwie leicht klebriges, was ich so in Erinnerung habe) Dings.


    Was ist das denn sonst? Help.


    Bzw. wie sie die denn aus? Gibt's irgendwo Fotos im Netz?


    Also als ich die Pille noch nicht genommen hatte, hatte ich das Dings so gut wie bei jeder Blutung gesehen.



    Man, wer weiß, was das ist.. Musst du mir solche Angst machen?

    Wieso?


    Freilich nehme ich die Pille noch. ??? Gerade vor 2 Stunden die letzte...


    Das Dings hab ich seit dem ich die Pille nehme auch nicht mehr (bzw. nur 1-2 Mal gesehen).


    Sonst war ein so ein Dings fast immer dabei, hatte auch immer die gleiche Größe und das gleiche Aussehen.


    Oje oje.

    Zitat

    Also als ich die Pille noch nicht genommen hatte, hatte ich das Dings so gut wie bei jeder Blutung gesehen.

    Sorry, hatte das nicht überlesen |-o@:)


    Was machst du dir denn jetzt Gedanken? Die Pille hat eine Sicherheit von 99,9%-egal ob ein Ei mal herareift oder nicht. Schließlich greifen her noch ca 50 andere Mechanismen, die eine Befruchtung verhindern.


    Und wie ich schon sagte-das was du beschreibst ist keine Eizelle!


    Jetzt komm mal runter :)*