Verantwortung für Verhütung an Partner abgeben?

    Man hört und liest es ja so oft: Frauen kümmern sich um die Verhütung. Und wenn man Ihnen sagt "Du bist jetzt dran, dich darum zu kümmern.", schauen sie blöd und haben kein Verständnis dafür. Auch persönlich habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass Männer die Verantwortung gern von sich schieben. Nur die wenigsten wollen Kosten für Pille, Spirale ö. ä. (innerhalb einer festen Beziehung) teilen.


    Warum ist das so? Sie wollen (noch) kein Kind, aber um Verhütung wird sich nicht gekümmert. Meine Mutter hat zum Glück meine Brüder so erzogen, dass Verhütung beide etwas angeht, aber leider scheint das doch selten zu sein.


    Auch ich habe meinem Partner nun gesagt, dass er ab Frühjahr verantwortlich für die Verhütung ist. So richtig ernst scheint er das aber noch nicht zu nehmen. ]:D


    Auch an die Männer: Kümmern sich eure Freundinnen allein um die Verhütung? Beteiligt ihr euch an den Kosten? Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr nun die Verantwortung für die Verhütung bekommt? Und liebe Damen, wie wird das in euren Beziehungen gehandhabt? @:)

  • 88 Antworten
    Zitat

    Und wenn man Ihnen sagt "Du bist jetzt dran, dich darum zu kümmern.", schauen sie blöd und haben kein Verständnis dafür.

    Natürlich meine ich hier, wenn man den Männern sagt, dass sie verantwortlich sind.

    Zitat

    Auch ich habe meinem Partner nun gesagt, dass er ab Frühjahr verantwortlich für die Verhütung ist. So richtig ernst scheint er das aber noch nicht zu nehmen. ]:D

    Und wenn es ihn nicht interessiert wirst du dann schwanger oder wie?


    So teuer ist die Verhütung ja nun auch nicht.

    Beide sind verantwortlich! Ich mag es nicht, wenn man zu mir kommt und sagt: "Los, du musst das jetzt machen!". Ich sage meiner Partnerin auch nicht, wie sie verhüten soll, sondern man bespricht das gemeinsam, findet eine Lösung oder einen Kompromiss. Das gilt natürlich auch für die Kosten.

    Zitat

    Und wenn es ihn nicht interessiert wirst du dann schwanger oder wie?


    So teuer ist die Verhütung ja nun auch nicht.

    Unsere ganze Beziehung war ich allein für die Verhütung verantwortlich. Dass ich die Nebenwirkungen getragen habe, ok, aber eben auch die Kosten. Eine Beteiligung seinerseits wollte er partout nicht. Dementsprechend, die Spirale muss nun raus, habe ich ihm gesagt, dass er sich nun kümmern darf, wie ich mich die Jahre zuvor gekümmert habe. Mir geht es hier auch nicht nur ums Geld, teuer ist es nicht, mich stört eher, dass man sich prinzipiell nicht interessiert und die Meinung vertritt "Frau macht das schon."


    Sollte er sagen, er will nicht verhüten, wäre das ok für mich. Die Kinderplanung hängt an ihm, ich warte auf sein ok. :=o

    So wie der Sex für Beide ist, sollte meiner Meinung nach auch die Verhütung für BEIDE ein Thema sein. Schließlich sind ja beide betroffen.


    Ich meine damit nicht die finanzielle Frage alleine, sondern auch die Auswirkungen auf den Körper (wenn die Frau hormonell verhütet).


    Während unserer sexuell aktiven Zeit, haben wir das Thema uns "geteilt". So hat meine Frau die Pille genommen und sich regelmässig um das entsprechende Rezept gekümmert.


    Ich habe immer eine Packung Kondome parat gehalten, da es schon mal vorkommen konnte, das sie die Pille vergessen hatte oder das durch Krankheit die Wrikung der Pille in Frage gestellt war. An solchen Tagen dann, haben wir dann "zusätzlich" mit Kondom verhütet.


    Somit gab es Tage, wo wir mit und auch ohne Kondom verhütet haben. Beides ist für 100% akzeptabel. Und ich würde nie ein Thema draus machen, wenn meine Frau heute sagen würde, dass sie nie wieder die Pille nehmen will und ich für die Verhütung zuständig bin, wenn ich wieder Sex haben möchte.

    Bei uns war das immer eine gemeinsame Entscheidung. Die Kosten gingen eh immer aus unserer gemeinsamen Kasse, vielleicht war das ganz am Anfang anders, keine Ahnung mehr, wie wir das da geregelt hatten. Ewig her... :=o


    Ihm war es nie egal, die Pille waf sicher unkompliziert, aber er hat auch meine Entscheidung mitgetragen, sie nach der ersten Geburt nicht und überhaupt nie mehr zu nehmen. Mittlerweile ist er sterilisiert - Thema erledigt. :)z

    Tja, klar sollten beide verantwortlich sein.


    Wenn du ihm die Verantwortung gibst, bleiben Kondome oder eine Vasektomie übrig.


    Wie würdest du zu letzterem stehen?

    Zitat

    Wenn du ihm die Verantwortung gibst, bleiben Kondome oder eine Vasektomie übrig.

    Da er noch Kinder will, halte ich das für ziemlich unwahrscheinlich.


    Ich versteh sowieso nicht ganz, dass er aus seiner Vergangenheit nicht gelernt hat. Bei einer Ex hatte er sich auch auf ihre Verhütung verlassen, tja und die gute wollte dann ein Kind, in der Hoffnung, die Beziehung so zu retten. Schneller als er gucken konnte, war sie schwanger. :=o

    Ehrlich gesagt, Männer, die meinen, dass sie das nix angeht (und womöglich frau schön die Pille nehmen soll) wären mir suspekt. Zumindest ab einem gewissen Alter (keine Ahnung 25-30??).

    Zitat

    Ehrlich gesagt, Männer, die meinen, dass sie das nix angeht (und womöglich frau schön die Pille nehmen soll) wären mir suspekt. Zumindest ab einem gewissen Alter (keine Ahnung 25-30??).

    Nur leider nicht so selten. %-| Vielen Männern scheint es wirklich egal zu sein, was Frau macht, Hauptsache SIE macht etwas.


    Und ja, ich spreche von Männern U35. :=o

    Aus männlicher Sicht ist das Thema Verhütung und Kinder manchmal etwas "undurchsichtig".


    Einerseits haben Männer bei einer Schwangerschaft nur in einer wirklich gut funktionierenden Beziehung irgendein Mitspracherecht.


    Will die Frau das Kind, gibt es das Kind.


    Will die Frau eine Abtreibung, gibt es eine Abtreibung.


    Nach der Schwangerschaft sieht das so ähnlich aus, auch hier ist die gesetzliche Regelung so, dass im Zweifel die Mutter entscheidet.


    Das ist alles völlig okay (naja, einiges ist schon etwas schwierig, aber im großen und ganzen ist es okay).


    Die Abgabe der Verhütungsverantwortung ist daher für einige scheinbar so etwas wie der natürliche Ausgleich dafür.


    Ich finde das auch etwas seltsam - insbesondere weil der Mann damit das eigene Risiko in Schwierigkeiten zu geraten enorm erhöht, aber scheinbar wird das wirklich so gesehen.


    Das Teilen der Kosten finde ich allerdings auch vergleichsweise albern. Überhaupt das 50:50-Teilen aller Kosten in einer Beziehung, weil das für einen Partner eigentlich IMMER nachteilig ist.

    Zitat

    Nur die wenigsten wollen Kosten für Pille, Spirale ö. ä. (innerhalb einer festen Beziehung) teilen.

    Ist das wirklich so :-o ? Oder deine individuelle Wahrnehmung ;-) ?


    Seit ich 20 bin habe ich mich an den Verhütungsmethoden beteiligt, die sie übernommen hat. Egal ob Pille, Kondome, Depotspritze oder Implanon (was eine ziemliche Pleite war, 120 Euro in den Wind geschossen). Dafür hat sie sich später an den Kosten beteiligt, als ich mich unters Messer legte.