• Verantwortung für Verhütung an Partner abgeben?

    Man hört und liest es ja so oft: Frauen kümmern sich um die Verhütung. Und wenn man Ihnen sagt "Du bist jetzt dran, dich darum zu kümmern.", schauen sie blöd und haben kein Verständnis dafür. Auch persönlich habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass Männer die Verantwortung gern von sich schieben. Nur die wenigsten wollen Kosten für Pille, Spirale ö. ä. (…
  • 88 Antworten

    Na dann war es wohl nur meine Einbildung dass ich die erste billige Pille (die mir der FA aufgeschrieben hat) nicht vertrug, dafür aber eben die teurere. Vielleicht wollte ich aber auch nur einfach mehr bezahlen...


    Na dann mal her mit den Tipps. Ich arbeite in ner Praxis und leider haben wir so gar keinen Vorteil von den Vertreter Fuzzis. Ganz egal wie oft wir deren zeug empfehlen/verschreiben...


    Darum ging es letztendlich aber auch nicht.. Sondern viel mehr um die dämliche Aussage "Verhütung ist nicht teuer." Denn "teuer" ist für jeden was anderes! Ich finde es ziemlich anmaßend über das Budget von anderen derart zu urteilen.

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    ich beziehe mich damit auf alle Methoden.


    Was du aus der Portokasse zahlst, kann für andere ne Menge Geld sein.

    Ich muss auch sagen, dass es wirklich auf das eigene Einkommen ankommt. Ich hatte damals in der Ausbildung eine Pille, die pro halben Jahr 45 € gekostet hat. An sich wirklich nicht viel, auf Dauer bei kleinem Einkommen aber schon belastend. Auch meine Kupferkette, die auf lange Sicht zwar günstiger war, hat ein ziemliches Loch gerissen.


    Deshalb kommt es wirklich darauf an, wen man fragt. Und gerade dann, wenn Frau allein für die Verhütung sorgen soll, können diese Kosten eben wirklich hoch sein.

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    Die günstigste kostet für sechse Monate keine 30€ - zahlen muss man ja eh erst ab 21. Ein 100er Pack Kondome 10€. Also doch, wer Sex haben will, sollte diesen Betrag aufbringen können.

    Also ich habe meine Pille ab dem 18. LJ selbst zahlen müssen. ":/

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    Wenn er die (alleinige) Verantwortung für die Verhütung hätte, hieße es, dass er im Falle einer Verhütungspanne auch über eine Abtreibung entscheiden würde.

    Aktuell trage doch aber auch ICH die Verantwortung für die Verhütung, deshalb hätte ich aber noch lange nicht die alleinige Entscheidungsgewalt (gut, rechtlich schon, aber nicht in einer gleichberechtigten Beziehung) für oder gegen ein Kind. ":/

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    Die Folgen könnt ihr im Männermagazin nachlesen. Ein Kind kostet Minimum 100.000 Euro und die Mutter kann auch mehrere zigtausend Euro Unterhalt bekommen, auch wenn man gar nicht verheiratet ist. Wer die Verhütung nur der Frau überlässt, ist nicht egoistisch, sondern handelt einfach nur fahrlässig. Das kann einem doch nicht einfach egal sein?

    Ein Kind kostet Geld, man sagt ja nicht umsonst, pro Kind ein Eigenheim. Aber so etwas weiß man nun mal. Aber das Frauen, vor allem auch ohne Hochzeit, ein Anspruch auf Unterhalt für sich haben, ist mir neu. Nicht mal die Exfrau von meinem Bruder hat Unterhalt für sich bekommen.

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    Die günstigste Lösung auf Dauer ist die Vasektomie. Trotzdem wäre es ein feiner Zug, wenn der Mann sich an den Kosten der Verhütung beteiligt, in dem er sich selbst die passenden Gummis kauft, oder der Freundin einfach mal sagt "Du, Schatz, die nächste Pille zahl ich." :)_

    Sofern Vasektomie für ein Paar in Frage kommt. Mir persönlich wäre es nichts, nur "künstlich" ein Baby bekommen zu können. Aber wenn deine Freundin das ok findet, warum nicht? @:)

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    Mit 16 haben die Eltern meines Freundes die Hälfte der Pille gezahlt ;-D Irgendwie komisch, aber war für sie wohl die einfachste Lösung.

    Bei meinem ersten Freund war es ähnlich, da haben die Mutter und der Stiefvater wortlos eine riesige Menge Kondome ins Zimmer gelegt. ;-D Pille hab ich zusätzlich genommen, aber die wurde damals noch von der Krankenkasse gezahlt.

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    Das Absetzen war für mich keine Frage die ich diskutieren wollte, er wurde einfach informiert und wir besprachen gemeinsam wie es weiter geht.

    Bei mir war es ähnlich. Ich habe ihn schon vor zwei Jahren informiert "Du, in zwei Jahren muss meine Gynefix raus.", dann vor einem halben Jahr noch mal und als ich dann meinen Termin zum Ziehen hatte, hab ich auch direkt gesagt, dass sie ab dann raus ist und es dann an ihm liegt, zu verhüten (vor allem auch, weil ihn Gespräche über andere Verhütungsmethoden schlichtweg nicht wirklich interessiert haben oder er sieht es einfach noch zu weit in der Ferne und deshalb noch nicht relevant). Eine neue Gynefix wollte ich mir nicht legen lassen, da ich doch öfter Zwischenblutungen hatte.

    Ich führe auf diese Weise garantiert keine Entscheidung für ein Kind her. Ursprünglich hatten wir geplant, so fern es beruflich und in der Beziehung passt, dass wir die Kinderplanung angehen, sobald meine Kupferkette ohnehin raus muss. Die Bedingungen wären perfekt, alles würde passen. Nun hat er aber allein entschieden, dass er doch noch warten will, bis ein bestimmtes Ziel erreicht ist, welches aber nichts mit unserer Beziehung zu tun hat. Natürlich muss ich mich dem fügen, egal wie stark mein Wunsch nach einem Kind ist. Aber eben weil nun ER noch kein Kind möchte, soll er doch bitte auch für die Verhütung sorgen. Vor allem weil er sich nicht kümmern möchte, strebt sich in mir alles, mich weiter darum zu kümmern, nur damit er die Vorteile genießen kann, während ich die Nebenwirkungen und Kosten allein habe. Deshalb: Eine Verhütung ohne Nebenwirkungen, um die er sich nun kümmern darf.


    Ich bin aber ehrlich, dass ich mir diesbezüglich auch ein Umdenken seinerseits erhoffe. Ein Mann Ü30, der sich noch nie um Verhütung Gedanken machen musste, weil es die Frauen abgenommen haben und es somit als selbstverständlich ansieht, dass er sich nicht damit beschäftigen muss, obwohl er ja kein Kind will. Nein. So möchte ich das wirklich nicht mehr. :|N

    Im Übrigen kostet die Behandlung in einer Kiwu-Klinik doch auch Geld, oder? Weiss nicht, ob die Kassen das bei Vasektomie übernehmen. Und auch sonst ja nur eine begrenzte Anzahl von Versuchen.

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    Aber eben weil nun ER noch kein Kind möchte, soll er doch bitte auch für die Verhütung sorgen. Vor allem weil er sich nicht kümmern möchte

    Herzlichen Glückwunsch %:| Und du kannst dir ernsthaft vorstellen mit einem Partner, der noch nicht mal bezüglich Verhütung von sich aus Verantwortung übernehmen möchte, ein Kind in die Welt zu setzen?

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    Herzlichen Glückwunsch %:| Und du kannst dir ernsthaft vorstellen mit einem Partner, der noch nicht mal bezüglich Verhütung von sich aus Verantwortung übernehmen möchte, ein Kind in die Welt zu setzen?

    Deshalb der drastische Schritt, die Verantwortung dafür nun komplett an ihn abzugeben. Er muss Verantwortung dafür tragen. Ich weiß nicht, ob es durch seine Mutter kommt ("Ich habe noch nie verhütet") oder durch seine Exfreundinnen, er musste sich ja nie damit beschäftigen. Im Endeffekt hat er nun ja keiner andere Wahl. Er muss ab Februar Verantwortung diesbezüglich übernehmen. Und sollte er der Meinung sein, man könnte auf Risiko gehen, werde ich ihm klar sagen, dass er sich dann den Folgen, ergo einer Schwangerschaft, klar sein muss.

    Meinst du nicht, dass du mit deinem Partner erst mal andere Baustellen (wie zB ob seine Mutter bei euch einzieht) klären solltest, bevor du ihm die Pistole auf die Brust setzt? Ich meine hej.. eine erpresste Entscheidung zum Thema Kinderwunsch ist zwar auch eine Entscheidung, aber solche Entscheidungen kann man doch in einer Beziehung auf Augenhöhe mit einer guten Kommunikationsbasis auch besser treffen?

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    Im Endeffekt hat er nun ja keiner andere Wahl. Er muss ab Februar Verantwortung diesbezüglich übernehmen.

    Wunderbar. Ich würde mir mit einem Mann, der so ein entscheidungsschwacher Luschi ist weder Sex haben wollen, noch eine Beziehung weiterführen.


    Ich bin mir aber sicher, dass du mit so einem Mann an deiner Seite früher oder später zu einem Kind kommen wirst. Wenn dein Kerl wirklich so gedankenlos und verantwortungsscheu ist, dann wird er sich dann und wann zu ungeschütztem Sex hinreißen lassen. Dadurch kann er dich schwängern, aber das heißt ja noch lange nicht, dass er auch voller Freude und Überzeugung JA zu einem gemeinsamen Kind sagen würde.


    Kann man so machen, vielleicht ist es sogar für euch beide der richtige Weg. Für mich wäre diese Vorgehensweise allerdings nichts.

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    Meinst du nicht, dass du mit deinem Partner erst mal andere Baustellen (wie zB ob seine Mutter bei euch einzieht) klären solltest, bevor du ihm die Pistole auf die Brust setzt? Ich meine hej.. eine erpresste Entscheidung zum Thema Kinderwunsch ist zwar auch eine Entscheidung, aber solche Entscheidungen kann man doch in einer Beziehung auf Augenhöhe mit einer guten Kommunikationsbasis auch besser treffen?

    Ich habe diesbezüglich schon klar geäußert, dass es keine Einliegerwohnung geben wird. Die Grundstückspreise sind hier so schon beinahe kriminell, da ist eine Erhöhung des Kreditrahmens einfach nicht drin. Und sollte es aufgrund von Beförderungen möglich sein, doch "teurer" zu bauen, dann würde ich mich eher für einen Keller, als für eine Einliegerwohnung entscheiden. SchwieMu versucht halt immer, bei ihm auf die Tränendrüse zu drücken. ("Wenn ihr dann ein Haus habt, sehen wir uns gar nicht mehr") Bei mir klappt es nicht, weil 20 km Entfernung zu ihr wirklich nicht dramatisch wären. Da hat es meine Eltern wie gesagt schlechter getroffen und die jammern auch nicht. Wie gesagt, ich lasse da auch nicht mit mir diskutieren. Er hätte dann lediglich die Wahl: Entweder er baut mit mir oder mit ihr. Aber garantiert nicht mit mir und ihr. Das habe ich auch ziemlich deutlich gesagt. Seit dem hat er auch nie wieder von einer Einliegerwohnung gesprochen.

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    Ich bin mir aber sicher, dass du mit so einem Mann an deiner Seite früher oder später zu einem Kind kommen wirst. Wenn dein Kerl wirklich so gedankenlos und verantwortungsscheu ist, dann wird er sich dann und wann zu ungeschütztem Sex hinreißen lassen. Dadurch kann er dich schwängern, aber das heißt ja noch lange nicht, dass er auch voller Freude und Überzeugung JA zu einem gemeinsamen Kind sagen würde.

    Laut seiner eigenen Aussage, müssen Kinder bewusst in die Welt gesetzt werden. Dementsprechend glaube ich auch nicht wirklich, dass er auf Risiko gehen würde. Wie gesagt, er hat schon einmal ein ungeplantes "Ich bin schwanger" zu hören bekommen, das will er garantiert nicht noch einmal. Er ist nur einfach zu bequem, sich wirklich damit auseinander zu setzen, weil er es ja bisher nie musste.

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    Also ich habe meine Pille ab dem 18. LJ selbst zahlen müssen. ":/

    In Deutschland in einer gesetzlichen Versicherung?! Dann lief da was schief. :D

    Also ich habe die Kosten meiner Vasektomie ganz alleine getragen. Und glaubt mal ja nicht, dass mich da auch nur eine Frau im Krankenhaus besuchen kam und mal nachgefragt hat wie es mir geht.


    Und mit der Schwangerschaft hat es ja trotzdem noch geklappt bei meiner Ex-Freundin....


    Vorher habe ich übrigens all meinen Freundinnen die Pille bezahlt wenn sie das wollten, wobei ich noch heute bezweifle, dass die wirklich 200 Euro im Monat kostet....


    Von meiner Verlobten kam bislang auch nur einmal ein "wie praktisch, du bist sterilisiert, dann kannst du mir ja jetzt die 200 Euro für andere Dinge zahlen", aber kein einziges Mal ein "Danke, dass du die Schmerzen, Kosten und Risiken auf dich genommen hast, damit ich mich jetzt nicht mit Hormonen vollpumpen muss".


    Also Frauen sind da auch nicht besser.

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    Eine Beteiligung seinerseits wollte er partout nicht.

    Ich halte das für ein Verhalten einer Minderheit von Männern. Egotrip ...

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    Von meiner Verlobten kam bislang auch nur einmal ein "wie praktisch, du bist sterilisiert, dann kannst du mir ja jetzt die 200 Euro für andere Dinge zahlen", aber kein einziges Mal ein "Danke, dass du die Schmerzen, Kosten und Risiken auf dich genommen hast, damit ich mich jetzt nicht mit Hormonen vollpumpen muss".

    Oh, hartes Pflaster. %-| Aber das kommt doch auf das Gleiche? Die einseitige Verantwortung für die Verhütung. (Ich habe im Fadentitel ja auch von "Partner", nicht von "Männern" gesprochen ;-) )


    Wenn dann eben nicht mal ein Danke übrig bleibt, naja. Und Geld zu verlangen, weil man Geld für die Verhütung spart, ähm naja... :-o Warum macht man das mit?

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    Und glaubt mal ja nicht, dass mich da auch nur eine Frau im Krankenhaus besuchen kam und mal nachgefragt hat wie es mir geht.

    Besuch im Krankenhaus? lol


    Ich hab vor der Praxis auf meinen Mann gewartet und ihn heimgefahren (und Anteil genommen). Einen Krankenhausaufenthalt gab es nicht. Einen Tag Krankenschreibung und dann wieder arbeiten.

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    Von meiner Verlobten kam bislang auch nur einmal ein "wie praktisch, du bist sterilisiert, dann kannst du mir ja jetzt die 200 Euro für andere Dinge zahlen", aber kein einziges Mal ein "Danke, dass du die Schmerzen, Kosten und Risiken auf dich genommen hast, damit ich mich jetzt nicht mit Hormonen vollpumpen muss".

    Tolle Verlobte :=o:-X


    Also wir verhüten mit Kondomen und bisher hat jeder bei uns mal welche bezahlt.


    Hätte er aber nicht eingesehen sich mal daran zu beteiligen, dann hätte ich das wohl auch so gehandhabt wie du .


    ??Achja und der Hausbau mit Schwiegermutter: Hätte ich genauso gemacht. Mein Freund will von mir immer klare Ansagen. Wenn ich nur sage "Könntest du die Spülmaschine ausräumen?" dann macht er das nicht, weil ich sagte "könnte"...das ist zum schlapplachen manchmal. Seither fomuliere ich alles ganz direkt und genauso wie ich es meine und das klappt wunderbar.?? ;-D