• Verantwortung für Verhütung an Partner abgeben?

    Man hört und liest es ja so oft: Frauen kümmern sich um die Verhütung. Und wenn man Ihnen sagt "Du bist jetzt dran, dich darum zu kümmern.", schauen sie blöd und haben kein Verständnis dafür. Auch persönlich habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass Männer die Verantwortung gern von sich schieben. Nur die wenigsten wollen Kosten für Pille, Spirale ö. ä. (…
  • 88 Antworten

    Kennenlernpreis hat entweder ne rege fantasie oder übertreibt masslos.


    Oder er hinterfragt nicht.


    Also SO extrem wie er seine freundinnen erlebt, hab ich noch nie wen erlebt.


    Ok bedanken würde ICH mich nicht, denn es war ja seine Entscheidung VOR unsererseits beziehung.


    Wenn es während unserer gewesen wär, wärs was andres.


    Mei oh mei 200euro für pille im Monat...wer das treudoof nicht hinterfragt ist aber grad selbst schuld.

    OK, das ist was anderes, wenn man selber eigentlich ein Kind will, der Partner aber (noch) nicht, und dann soll man auch noch selber verhüten und das selber bezahlen. Da kann ich mich jetzt schon besser in dich hineindenken als zuvor @:) .

    Und wie wärs, wenn Mann sich einfach eine Frau sucht, die normal in der Birne ist und den Mann fair behandelt? ;-D ;-)

    Zitat

    Und wie wärs, wenn Mann sich einfach eine Frau sucht, die normal in der Birne ist und den Mann fair behandelt?

    Solche Frauen erwarten bei einem Mann ein vernünftiges Frauenbild, dürften für ihn also außer Reichweite sein. Selffullfilling Prophecy nennt man das...

    Zitat

    Also ich habe die Kosten meiner Vasektomie ganz alleine getragen. Und glaubt mal ja nicht, dass mich da auch nur eine Frau im Krankenhaus besuchen kam und mal nachgefragt hat wie es mir geht.

    Haste dich 1972 in einem Dorfkrankenhaus sterilisieren lassen oder weswegen musste da gleich ein ganzer KH-Aufenthalt her?


    Zu meinen "Kondomzeiten" war es meistens der Mann, der die Kondome besorgt hat, was aber wohl auch an unserer Situation lag (ich arme Schülerin, er nicht so arm arbeitend). Die Kosten für die Pille wurden immer geteilt, soweit ich mich erinnern konnte... Die für die Gynefix wurden definitiv geteilt, das weiß ich noch.


    Nach der Schwangerschaft stand dann natürlich die Verhütungsfrage im Raum und mein Mann hat von sich aus angeboten, sich sterilisieren zu lassen. Ich hätte noch einige Gynefixes bis zu den Wechseljahren gebraucht und jedes mal die Schmerzen und die Kosten gehabt (wenn auch nicht alleine tragen müssen), also haben wir uns für den einmaligen Eingriff bei ihm entschieden...


    Wenn man mir erzählen würde, dass Verhütung inkl. Nebenwirkungen und Kosten alleine mein Ding sei, dann würde ich wohl künftig mein Sexualleben anders sortieren...

    Hm...ich hab den Faden jetzt nicht bis zum Ende gelesen. Aber mir ist aufgefallen, dass du schreibst, dass es vielen Männern egal ist und sie sich gar nicht um die Verhütung kümmern und es der Frau überlassen.


    Das kann ich so nicht bestätigen und habe ich in meinen vorheringen und auch der jetzigen Beziehung so nicht erlebt (auch Männer U 35). Klar ist es für die Frau einfacher ein geeignetes Verhütungsmittel zu finden, wenn man keine Kondome nehmen möchte. Aber dann sollen doch auch bitte beide wenigstens die Kosten tragen.


    Wenn mein Partner da so mit umgehen würde wie dein Partner.. nun ja.. ich könnte das so nicht hinnehmen. Ich finde das ziemlich respektlos ehrlich gesagt. Sex haben wollen, aber sich für die Verhütung nicht interessieren ist ein ziemlich egoistisches Denken.

    Man sagt zwar immer gern "partnerschaftliche Entscheidung" aber im Grunde ist das doch ein Trugschluss. In Sachen Verhütung kann man zwar miteinander reden – wirkliche Kompromisse lassen sich aber nicht wirklich finden. Entweder übernimmt die Frau die gesundheitlichen Risiken oder der Mann nimmt die eventuellen eingeschränkten Empfindungen durch Kondome hin. Etwas dazwischen gibt es da nicht wirklich , nur wenn man NFP betreibt. Alles andere ist kein Kompromiss.


    Wenn Frau die Pille nicht nehmen möchte, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder einfach aus Unwohlsein, muss der Mann das in der Regel so hinnehmen – finde ich.


    Die Risiken der weiblichen Verhütung wiegt in der Regel einfach extrem höher als das "Komfortproblem" des Mannes –wenn ich es mal so sagen darf.


    In der Regel ist es allerdings so, dass es für Männer durchaus "komisch" ist, wenn Frau sich nicht selbst alleine um die Verhütung kümmert. Darüber gibt es auch im NFP-Forum eine relativ große Umfrage. Zwar würden die Männer die ich kenne, die Frauen natürlich unterstützen wenn diese die Pille o.ä. nicht mehr nehmen würden , aber selbst auf die Idee würden sie nicht kommen. Es ist einfach common sense, dass Frau sich darum kümmert. Klar wird am Anfang darüber geredet –das das geht aber mehr in die Richtung: nimmst du die Pille? Die wenigsten Männer oder auch Frauen kommen auf die Idee auch Kondome langfristig zu benutzen. " Das kann man dem Mann doch nicht antun! "


    Ich selbst würde nie wollen, dass mein Freund seine Gesundheit für etwas mehr Spaß riskiert. Deshalb würde ich auch nie wollen, dass der die Pille für den mann o.ä. nehmen würde.

    Zitat

    Die wenigsten Männer oder auch Frauen kommen auf die Idee auch Kondome langfristig zu benutzen. "Das kann man dem Mann doch nicht antun! "

    Ich würde auch nicht auf Kondome als Schwangerschaftsverhütungsmittel setzen. Aber sicher nicht wegen dem Mann, sondern weil sie mir einfach zu unsicher wären. Jaja, ich weiß schon, das sie "bei korrekter Anwendung" angeblich immer ganz bleiben, aber das deckt sich so gar nicht mit meiner Erfahrung. Kondome sind wichtig wegen STDs aber als einziges Verhütungsmittel gegen Schwangerschaft: Nur bei latentem (beiderseitigem) Kinderwunsch. ;-D

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    Ich würde auch nicht auf Kondome als Schwangerschaftsverhütungsmittel setzen. Aber sicher nicht wegen dem Mann, sondern weil sie mir einfach zu unsicher wären. Jaja, ich weiß schon, das sie "bei korrekter Anwendung" angeblich immer ganz bleiben, aber das deckt sich so gar nicht mit meiner Erfahrung. Kondome sind wichtig wegen STDs aber als einziges Verhütungsmittel gegen Schwangerschaft: Nur bei latentem (beiderseitigem) Kinderwunsch. ;-D

    Ja das ist deine persönliche Meinung. Ich verhüte seit 10 Jahren erfolgreich damit - keine einzige Panne. Ich weiß beim besten Willen nicht wie andere das hinbekommen. Auch nach der Studie von NFP hat NFP mit Verbindung mit Kondomen ein Anwenderindex von 0,4, also sehr gut. Die Sicherheit von Kondomen sind eben sehr von der Erfahrung der Anwender abhänhig. Kondome haben sehr selten ein Loch, wenn überhaupt. Die meisten Pannen geschehen aus falscher Anwendung und zu wenig Erfahrung - wie soll die Erfahrung auch zusatande kommen wenn Frauen fleißig die Pille nehmen? ;-)


    Ich fände es sehr sehr wichtig, dass man schon Jugendlichen die Wichtigkeit von Kondomen bewusst macht, und auch dazu animiert werden aktiv zu üben und di richtige Größe heraus zu finden. Da viele, wie du, sowieso meinen Kondome wäre soo unsicher, dann kann man sie ja gleich weg lassen und die Pille schlucken, haben viele einfach keine Routine darin. Und überhaupt: wie sollen Kondome vor Krankheiten schützen, aber nicht vor Schwangerschaften?


    Indem man einfach behauptet, Kondome wären viel zu unsicher macht man den Mädchen und Frauen den Druck ihre Gesundheit für hormonelle Methoden zu riskieren - anstatt mit Kondomen zu üben.

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    Die wenigsten Männer oder auch Frauen kommen auf die Idee auch Kondome langfristig zu benutzen. " Das kann man dem Mann doch nicht antun! "

    Ich verstehe auch nicht, wie man sich das in einer Partnerschaft "antun" kann, ganz unabhängig vom Geschlecht. Immer so ein Ding überziehen und dann aufpassen zu müssen, dass es nicht reißt. Würde mir den ganzen Spaß nehmen.


    Um Empfängnisverhütung musste ich mir nie Gedanken machen, aber wenn, dann hätte ich mich sicher auch für etwas entschieden, das ich nicht erst kurz vor oder gar beim Sex so aktiv anwenden muss, weil ich das einfach unpraktisch finde.

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    Ich würde auch nicht auf Kondome als Schwangerschaftsverhütungsmittel setzen. Aber sicher nicht wegen dem Mann, sondern weil sie mir einfach zu unsicher wären. Jaja, ich weiß schon, das sie "bei korrekter Anwendung" angeblich immer ganz bleiben, aber das deckt sich so gar nicht mit meiner Erfahrung. Kondome sind wichtig wegen STDs aber als einziges Verhütungsmittel gegen Schwangerschaft: Nur bei latentem (beiderseitigem) Kinderwunsch.

    Wir verhüten seit bestimmt schon 6-7 Jahren erfolgreich mit Kondomen. Ok, ich war zweimal schwanger, allerdings total geplant. Beide Male direkt im ersten Zyklus, fruchtbar sind wir also ;-D . Wir hatten noch keine einzige Panne, vor der ersten Schwangerschaft haben wir gut zwei Jahre am Stück mit Kondomen verhütet. Jetzt steht eine Vasektomie bei meinem Mann zur Debatte, das Thema wird dann wohl in 1-2 Jahren angegangen, solange geht es dann auch noch weiter mit Kondomen.

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    Ich verstehe auch nicht, wie man sich das in einer Partnerschaft "antun" kann, ganz unabhängig vom Geschlecht. Immer so ein Ding überziehen und dann aufpassen zu müssen, dass es nicht reißt. Würde mir den ganzen Spaß nehmen.

    Ja, da muss man eben Gesundheit gegen Komfort abwägen. Das muss halt jedes Paar für sich selbst entscheiden. Ich verstehe z.b. nicht wie man die eigene Gesundheit wegen mimimal Komforteffekten riskieren kann. Vorallem spüre ich als Frau eigentlich garkein Unterschied und mein Freund findet Kondome inzwischen auch ganz ok weil dadurch der Sex um einiges länger wird :=o Wenn es Routine ist, dann ist es auch nicht so sehr störend.


    Ich finde es nur schade, dass man das "Kondome in Beziehungen gehen gar nicht" auch Jugendlichen und Kindern aufschwatzt. Wenn man selbst der Meinung ist - ok.

    Zitat

    Ich finde es nur schade, dass man das "Kondome in Beziehungen gehen gar nicht" auch Jugendlichen und Kindern aufschwatzt. Wenn man selbst der Meinung ist - ok.

    Tut das denn irgendwer?! Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Gerade Jugendlichen würde ich immer zu doppelter Verhütung raten.