Beschneidung

    Hey Leute,


    ich habe vor längerer Zeit von meinem Hausarzt eine Überweisung zum Urlogen bekommen. Gründ dafür ist, dass mein Frenulum (Vorhautbändchen) zu kurz ist und sich die Vorhaut daher nicht vollständig zurückziehen lässt.


    Auf der Überweisung steht außerdem, das schon eine Op nötig ist.


    Bitte erspart mir jeglichen Predigten von der ach sind furchtbaren Beschneidung welche nur von Lebensmüden Patienten durchgeführt werde. Die Leute die solch irrsinnigen Blödsinn verbreiten hatten selbst nie ein solches Problem.


    Naja, kommen wir nun zu meinem eigentlichen Problem:


    Ich war heute also beim Urologen. Dieser sagte mir das Bändchen könnte beim GV einreißen. Daher schlug er eine Frenulumplastik, also eine Frenulumverlängerung vor. Bis dahin alles okay!


    Dann sagte er mir aber er müsste das ganze Fotodokumentieren, da die Krankenkasse ( GesetzlicheKK) einen solchen Eingriff sonst nicht zahlen würde. Die Fotos sollten dann zur KK gehen. Ich sollte außerdem auch eine Einverständisserklärung unterzeichnen.


    Mir kam das ganze mehr als komisch vor! 'Was bildet sich die KK eigentlich ein sich ein solche Recht herusszunehmen', dachte ich mir! Daher meine Frage:


    Es eine solche Dokumentation wirklich nötig um das Geld der KK zu beziehen oder ist der Arzt einfach nicht kompeten genug?


    Ich hoffe auf schnelle Antworten, da die OP schon bald stattfinden soll (nächste Woche)


    Danke für Eure Antworten!

  • 9 Antworten

    Also bei mir wurde damals definitiv nichts fotografisch dokumentiert.


    Es ist doch ärztlich festgestellt, das es da ein Problem gibt, ich würde


    sofort den Arzt wechseln. Geht ja gar nicht.


    Bin übrigens gesetzlich versichert.

    ruf doch einfach bei deiner krankenkasse an und frage ob bestimmte eingriffe bildlich festgehalten werden müssen. wenn das verneint wird würde ich den namen des arztes nennen damit die mal n ernstes wörtchen mit ihm reden. oder noch besser, wende dich an die ärztekammer. das was er da abzieht ist sicher nicht normal. freiwillig mit zustimmung vllt aber vorraussetzung? ganz sicher nicht ..

    Soweit mir bekannt, ist das eine neue Bestimmung, die aber nicht speziell für den hier vorgetragenen Fall GEDACHT war bzw ist. Was ich damit meine ist, dass die Doku-Vorschrift zwecks Schutz der Krankenkasse vor der Erstattung von effektiv-rituellen, will sagen rein weltanschaulich motivierten Beschneidungen an Minderjährigen ins Leben gerufen wurde. Die Krankenkasse unterstellt jetzt sozusagen DIR, dass du eine kostenlose Beschneidung zwecks Ausübung Deiner Religion anstrebst, und von daher kann ich das ganze absolut verstehen, auch wenn ich iterum verstehen kann, dass Du das nicht verstehen willst.

    Hallo

    Zitat

    Daher schlug er eine Frenulumplastik, also eine Frenulumverlängerung vor. Bis dahin alles okay!

    Das halte ich für sinnvoll. Es reicht nur das Bändchen zu verlängern :)^

    Zitat

    Es eine solche Dokumentation wirklich nötig um das Geld der KK zu beziehen oder ist der Arzt einfach nicht kompeten genug?

    Ruf doch mal bei deiner KK an und frag nach wie sich das verhält, ob das notwendig ist. Da wird man dir sicher Auskunft geben können ;-)

    Der Arzt macht sich strafbar, wenn er die Dokumentationspflicht auf die eine oder andere Weise clever umgeht und so den Abrechnungsbetrug fördert, den ich mal mit Religöser Kassen-Phimose locker umschreibe.

    Manche Leistungen sind auch von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Und es kommen immer neue Vorschriften dazu, so dass man besser selbst erst einmal nachfragt, ohne den Arzt direkt zu nennen. Und auch wenn die Kasse meint, das wäre nicht nötig, so kann es immer noch sein das der Arzt sich geirrt hat, was die jeweilige KK angeht. Sollte sich etwas anderes herausstellen, dann kann man sich einen neuen Arzt suchen.