• Erfahrung: Zwangsbeschneidung im Kindheitsalter, jetzt 22

    Liebes med1 forum, Da ich hier kürzlich mal als passiver Leser unterwegs war und gesehen habe, dass es hier öfter mal extrem zugeht dachte ich mir, ich schildere mal meine Erfahrung zu dem Thema Beschneidung. Es ist sicherlich schon aus dem Titel zu entnehmen, dass ich doch eher unglücklich über diese Operation bin, die mir dort aufgezwungen wurde. Ich…
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    Zitat

    Erhalten sollte wenn sinnvoll möglich vor wegschneiden gehen.

    und am besten halt warten, bis das kind selbst entscheiden kann – es sei denn es geht wirklich nicht anders (weil medizinisch indiziert und zeitnah nötig). es ist halt immer schwierig für jemand anderen so eine entscheidung zu treffen und treffen zu müssen. solange man das vermeiden oder herauszögern kann, würde ich das als elternteil definitiv auch tun.

    @ Guybrush,

    ich unterstelle nicht sondern ich frage mich was die Ursache sein könnte. Oder ich stelle mir vor was aus einer relativ schnell und einfachen Entscheidung hätte werden können.


    Hornhaut ja ich neige auch sehr stark dazu. Wenn mir meine Frau einen bläst kommt oftmals der Spruch, dass sie die schöne weiche Haut der Eichel besonders geil macht. Ich denke sie kann es beurteilen, meine ist bei weitem nicht der Erste, was die Natur so mit sich bringt wenn man sich mit 50 über den Weg läuft.


    Auch das mit den Nerven ist für mich ein Rätsel. Der ganze Schaft ist hoch sensibel und besonders dort wo die Haut wegeschnitten wurde, also direkt nach dem Eichelkranz. Ich spüre jeden mm wenn ich eindringe oder wenn ein tiefer "blow job" ansteht. Aber ob man mehr spürt wenn man 16000 Nerven mehr hat.


    @tuffarmi man kann auch was falsch verstehen wollen.


    Ich habe meinem Freund zu einer REHA verholfen und als weitere Folge hat er daraus eine psychologische Weiterberatung bekomen, was vorher nicht möglich war (es sei den als Privatpatient). Ich rate ihm gar nichts sondern habe ihm angeboten, dass er zu jeder Zeit mit mir reden kann wenn er Bedarf hat und lasse ihn ansonst in Ruhe. Ich glaube nicht, dass ich hiermit falsch liege. Was ich damit sagen wollte, er hatte eine sehr schlechte Kindheit, Jugendzeit und seine Ehe lief auch Sch.... Heute hat er sein Glück gefunden, er ist wieder mit seiner Jugenliebe zusammen (durch Grenzziehung getrennt). Die beiden führen eine außerordentliche harmonisch Beziehung, fianaziell, beruflich alles stimmt. Trotzdem gibt ihn der Kopf nicht frei. Glaub mir körperliche Probleme, dass ist alles abgecheckt.


    Wenn ich ein Guru wäre, hätte ich eine große Gemeinde um mich geschart und würde mir die Zeit anders vertreiben als hier zu schreiben.


    Du zweifelst meine Beispiele an:


    Konkret, Collitis Ulserosa, 18 Jahre mit meißtens 2 Schüben im Jahr, seit nun mehr 10 Jahren schubfrei. Keinerlei Medikamente, nur Lebensumstandsänderung. Was nu???


    "aber es ist für einen betroffenen, bei dem die ursachen woanders liegen, blanker hohn dinge unterstellt zu bekommen, die nicht den tatsachen entsprechen". Und woher weißt Du, dass die Ursachen woanders liegen und nicht vielleicht doch mit der Psyche zusammen hängen.


    Die "crux" bei den psychosomatischen Erkrankungen ist doch gerade, dass die Betroffenen es nicht glauben wollen, weil sie ja die Probleme tatsächlich spüren.

    Zitat

    Die "crux" bei den psychosomatischen Erkrankungen ist doch gerade, dass die Betroffenen es nicht glauben wollen, weil sie ja die Probleme tatsächlich spüren.

    und ich meinte die fälle, in denen leute zum psychologen gehen, seit jahren antidepressiva einnehmen, um dann nach zehn jahren endlich rauszufinden, dass eine schilddrüsenerkrankung nicht richtig erkannt oder eingestellt wurde und die antidepressiva ergo nie richtig helfen konnten (nur ein beispiel).


    solche fälle sind ja leider auch nicht unbedingt selten.

    ich würde Guybrush nicht unterstellen, dass sein empfinden und seine beschwerden rein psychosomatischer natur sind. das kann ich gar nicht wissen, ich stecke nicht in seinem körper. nur weil andere beschnittene männer seine probleme nicht kennen, heißt das für mich nicht zwangsläufig dass sie ausschließlich in seinem kopf existieren.

    "seit jahren antidepressiva einnehmen"


    Da liegt ja schon das ganze Dilemma. Antidepressiva heilen nicht sondern sollen nur die Symptome lindern.


    "ich würde Guybrush nicht unterstellen, dass sein empfinden und seine beschwerden rein psychosomatischer natur sind"


    Nicht müssen aber können. Vielleicht wäre eine Verfolgung dieses Ansatzes eine Überlegung wert.


    Damit der Guru perfekt wird setze ich noch eins drauf.


    Mein Schwager hat ALS. Statistisch gesehen müsste er schon 5 Jahre tod sein. Seine Muskeln haben zwischenzeitlich jegliche Funktion eingestellt. Trotzdem lebt er glücklich weiter. Er hat sogar als die Krankheit schon ausgebrochen war, nochmals geheiratet. Macht jedes Jahr ausgedehnte Urlaubsreisen, kein Fest in unserer Nähe lässt er aus. Mit seinem Sprachcomputer unterhält er immer noch ne ganze Truppe.


    Der Kopf kann nicht nur Krankheiten produzieren sondern auch Krankheiten verlangsamen oder sogar stoppen.

    Zitat

    Da liegt ja schon das ganze Dilemma. Antidepressiva heilen nicht sondern sollen nur die Symptome lindern.

    wenn die depression symptom einer anderen körperlichen erkrankung ist, dann schon gar nicht.


    wir drehen uns im kreis. ich sagte mehrfach, dass die psyche und der kopf sehr wichtig sind – generell im leben, nicht nur beim sex oder was krankheiten betrifft.


    daran sollte man sicher arbeiten – aber es ist eben auch nicht immer alles nur im kopf. wenn es so wäre, dann würden wir alle nur noch schakkkkka-schreiend durch die gegend laufen und keine probleme mehr haben! ;-)

    Ich versuche mal zu helfen.

    Mir tut das extrem leid, was euch wiederfahren ist! Ich bin persönlich nicht davon betroffen und ich weiß auch nicht, ob das was ich schreibe euch irgendwas bringt, aber sonst kann ich wohl nichts beisteuern. (Ist ja auch irgendwie der Sinn von nem Forum)Hier meine Gedanken dazu


    1. Ich sollte mal als Behandlungsversuch von Konzentrationsmängeln ein Antidepressivum einnehmen. Als es nach drei Wochen zu wirken begann, hatte ich das Gefühl meine Libido wäre einfach weg. Ambitioniert wie ich bin, hab ich trotzdem versucht weiter zu machen wie bisher. Auch wenn ich mental Sex wollte und eine Erektion hatte, hat es sich angefühlt, als ob jemand das Innere meines Penisses mit Stroh ersetzt hätte. Keinerlei Gefühl. Da konnte mein Kopf machen was er wollte. Mein Penis war TAUB! Aber dennoch lag es natürlich am Kopf.


    2. Teilweise ist es für mich möglich ohne eine Berührung, nur durch Gedanken, so erregt zu werden, dass ich nach 3 mal Einfüren oder Wedeln intensivst komme. Auch kann ich nur durch Massage der Hoden (durch meine Frau, selbst geht das nicht) ohne jeglichen Peniskontakt kommen, und das ist wahnsinnig intensiv! Wieder Kopfsache!


    3. Durch eine Erfahrung in meiner frühen Jugend über die ich nicht sprechen möchte war ich lange Zeit sexuell total -wie ich es empfand- gestört. Bei meiner ersten Freundin war ich weder in der Lage einen Orgasmus zu bekommen, noch viel beim Sex zu empfinden (also direkt im Penis). Später gab sich das dann, obwohl ich mich immer noch nicht wirklich als sexuell gesund bezeichnen würde. Das war aber auch wieder ein mentales Problem.


    Ergo: Der Kopf kann bei mir dazu führen, dass mein Penis quasi unempfindlich wird. Ich kann aber auch die extremsten sexuellen Erleuchtungen erleben, ohne meinen Penis auch nur berührt zu haben. (Liebe spielt dabei keine Rolle) Das soll in keinem Fall heißen, dass ihr irgend etwas falsch macht. Denn, dass der Penis durch die Beschneidung an Empfindlichkeit mitunter massiv einbüßt, ist ja eben bewiesen, da sollte niemand was anderes behaupten. Ich meine nur, dass neben der Möglichkeit, dass die Haupterregung durch die Penetration entsteht, auch noch die Möglichkeit da sein müsste, dass man anders in Ekstase kommt. Jetzt frage ich mich, wieso ihr noch nie diese "penislosen" sexuellen Höhenflüge erleben konntet. Denn das wäre ja wenigstens ein Notanker über den man ein Teil des Glücks zurückerobern könnte.


    Möglichkeit:


    Die sexuelle Entdeckung beginnt bei vielen so: Man fasst sich an, man ist irgendwie errregt und es fühlt sich wirklich gut an. Weil es sich gut anfühlt macht man weiter. Dann entdeckt man, dass es sich noch besser anfühlt, wenn man an bestimmte Sachen denkt etc. Die fehlende Empfindsamkeit plus das mentale Leid durch die Minderwertigkeitsgefühle, haben diese Entwicklung von Anfang an so extrem torpediert, dass ihr nicht die Chance bekommen habt euch gesund zu Entwickeln. Wenn jedes mal, wenn der Kopf nach Phantasien fandet die einen erregen könnten mit aller macht der Gedanke "Ich hab einen zerstörten Penis, das wird nie was" ins Bewusstsein rauscht, dann wirds natürlich sehr schwer da Ideen zu finden, die nix damit zu tun haben.


    Wow, jetzt wirds langsam zuviel, ich könnt noch viel mehr schreiben aber das liest ja dann niemand mehr gerne.


    Fazit: Sau beschissen, was euch wiederfahren ist! Und es Spielt keine Rolle, was zuerst das Problem war. Kopf oder Physis. Das eine bedingt wohl das andere. Und an alle die schreiben "Sexualität spielt sich im Kopf ab" solche physischen Probleme hinterlassen genau dort die größten Narben und den Kopf bekommt man nich mal in paar Tagen umgepolt.


    Zu den Eltern schreib ich evt. später was. Wird sonst zu lang. (sonst, hahaha)

    Winkeldisskordanz

    :)= :)^


    Meine Argumentation geht in ne ähnliche Kerbe. Klar liegen hier körperliche Probleme vor. Fehlende Nervenenden, Hornhaut, Trockenheit usw. – bei jedem unterschiedlich und auch unterschiedlich wahrgenommen. Die psychische Seite ist, wie man damit umgeht. Und da zeigen sich eben unterschiedliche Persönlichkeiten. Manche schimpfen und jammern über ihr halbleeres Glas, Andere freuen sich dass es noch halbvoll ist und genießen das so gut es geht.


    Winkeldisskordanz hat da gute Beispiele gebracht. Was an sexuellen Reizen, Erregung, Empfindungen, Qualität, Dauer, Häufigkeit der Orgasmen usw. alles möglich ist lässt sich durch experimentieren, Entspannung und Offenheit herausfinden. Wenn man seinen Penis verteufelt, dann wird das hingegen schwierig.

    Sicher ist es unendlich schwerer das Problem anzunehmen, wenn man der Meinung ist, dass jemand anderes einem das eingebrockt hat, als wenn man aus medizinischen Gründen selbst die Entscheidung getroffen hat.


    Es nutzt aber gar nichts nun mit dem Schicksal zu hadern, da wird alles noch viel schlimmer.


    Ich habe wie oben geschrieben keinerlei Probleme mit der Beschneidung, aber eine Masse anderer Probleme. Trockener Orgasmus, vorher immer erst einen kleinen Ball in meinem Hodensack mehrfach drücken, deutlich verkürztes Teil, vorher ein klassischer Blutpenis und nun das Teil was nur noch im wesentlichen aufgerichtet wird.


    Ich musste es annehmen, blieb ja nichts anderes übrig. Mein Sex ist Klasse, trotz der Einschränkungen. Gut, gehört auch die geeignete Frau dazu. Wir nehmen das alles mit Humor (sie!, na hast Du das Teil schon eingeschaltet, dann grinsen wir uns an und alles ist im grünen Bereich).

    Ich frag mich, warum das Kopfargument so abgelehnt wird.


    Das kann doch eine Möglichkeit sein.


    Mal ehrlich, einfach nur rumschmollen, rummeckern, Hass etc (auch wenn begründet) bringt keine Vorhaut wieder.


    In solchen Situation ist es oft am besten, wenn man sich auf seine aktuellen Möglichkeiten konzentriert.

    Warum bist du dir so sicher, dass es an deiner Beschneidung liegt? Ich habe Erfahrungen mit beschnittenen Männern gesammelt und keiner von denen hatte irgendwelche Probleme, müssten sie ja eigentlich, wenn eine Beschneidung zwangsläufig zu einer unglücklichen Sexualität führen würde, dem ist aber nicht so. Es gibt auf der Welt auch millionen unbeschnittene Männer die Probleme mit ihrer Sexualität haben, gibt viele Gründe warum es mit dem kleinen Freund nicht ganz klappt. Die Hoffnung solltest du nicht einfach so aufgeben!

    es ist die beschneidung.


    es gibt auf der welt halt nunmal wesentlich mehr beschnittene männer, die aufgrund ihrer beschneidung probleme haben.


    die "hoffnung" ist aufgegeben – und auch zurecht.


    jetzt gilt es eher, sich damit zu arrangieren.

    Woher willst du das wissen?


    Hast du alle Juden und Moslems gefragt ob sie unzufrieden sind?


    An was machst du das bitte fest?


    Es gibt zig Millionen die Beschnitten sind und komischerweise hört man da nicht viel von Problemen.


    Nur weil paar vereinzelte Probleme haben wird dies gleich auf die Mehrheit ausgeweitet.


    Ist genauso wenn einer zu schnell fährt und dann aber alle sagen die Raser.

    Zitat

    es gibt auf der welt halt nunmal wesentlich mehr ...

    %-| %-|


    Aussagen, die die Bestandteile "... es gibt halt nunmal ..." enthalten, liebe ich besonders. Es ist halt nunmal ein schönes Gefühl zweifelsfreie Erkenntnisse zu haben. ]:D ]:D ]:D

    da habt ihr mich aber voll erwischt. :-)


    diese

    Zitat

    Es gibt auf der Welt auch millionen unbeschnittene Männer die Probleme mit ihrer Sexualität haben, (...)

    völlig inhaltsfreie aussage hat mich verleitet, ich gebs zu. :)


    woher ich übrigens sonstige, sehr eindeutige aussagen zu problemen beschnittener moslems habe, das können wir sehr gerne via pm klären. ;-)