Zitat

    Vielleicht ist das etwas schwer zu verstehen wenn man nicht selbst betroffen ist. Es geht darum dass man (zumindest in meinem Fall) gegen meinen Willen eine völlig unnötige Operation an meinem empfindlichsten Körperteil durchgeführt hat und ich bin mir ziemlich sicher dass das auch dich wütend machen würde.

    Hätte man dich deiner Meinung nach fragen sollen, ob du hättest beschnitten werden wollen? Mit deinen 8 Jahren hättest du sowas doch überhaupt nicht einschätzen können. Für sowas sind nun mal Eltern da, die dann für dich auch mal eine Entscheidung fällen. Und ich bin mir sicher, dass sie das durchaus in guter Absicht gehandelt haben. Anders wäre es, wenn die Beschneidung nicht aufgrund einer medizinischen Indikation erfolgte, z.B. durch religöse Gründe. Dann wäre ich an deiner Stelle auch sauer.

    Zitat

    Eine Radikalbeschneidung ist wirklich eine völlig übertriebene Maßnahme, es gibt wirklich dutzende Möglichkeiten das Problem anders zu lösen ( Vorhauteinschnitt, dehnen, ....).

    Hast du denn mal mit deinen Eltern darüber ausführlich geredet, warum sie und der Arzt diesen Schritt gegangen sind? Weißt du denn, ob man nicht auch andere Therapiemaßnahmen in Erwägung gezogen oder gar ausprobiert hat, wie eben z.B. das Dehnen?

    Glaub mir ich kenne mich mit dem Thema mittlerweile ziemlich gut aus. Das Problem ist das es in Deutschland immer noch viele Kinderärzte und Urologen gibt, die sich mit diesem Thema leider relativ wenig auskennen, ob sie sich selbst für die neuesten medizinischen Erkenntnisse nicht interessieren oder ob sie bewusst zu einer Beschneidung raten weil man mit einer Dehntherapie kaum etwas verdient und weil sie über die negativen Auswirkungen einer Beschneidung nichts wissen oder wissen wollen sei mal dahin gestellt. Fakt ist aber dass eine Vorhautverengung bei Jungen ein völlig normaler Zustand ist und sich dieser so gut wie immer in der Pubertät von alleine löst. Natürlich konnte man mich mit 8 Jahren nicht zu meiner Meinung fragen da ich damals noch gar nicht wusste für was das Ding da unten mal gut sein soll. Aber man hätte warten müssen bis ich alt genug bin selbst darüber zu entscheiden was passiert. Eine Vorhautverengung ist kein Grund für eine Behandlung solang sich dort keine Entzündungen bilden was bei mir nicht der Fall war. Die Radikalbeschneidung in Deutschland wird leider heute noch durchgeführt weil sie die schnellste und für den Arzt einfachste Lösung darstellt. Man hat bei mir auch eine Dehntherapie versucht, aber die ging bei mir ganze 2 oder 3 Wochen, ist ja klar dass sich da nichts ändert. Der Sinn einer Dehntherapie (was viele Ärzte einfach nicht verstehen) ist es nicht die Haut zu dehnen sondern sie so lange unter Zug zu setzen bis sie durch Mitose neue Hautzellen produziert und wächst ( schau dir mal an wie es Menschen in manchen Kulturen schaffen sich ganze Teller in die Lippen und Ohren einzusetzen weil sie jahrelang gedehnt haben, und die Vorhaut ist eine der dehnfähigsten Hautstücke am Körper). Geh mal in andere Länder Europas, da wird gar keine Beschneidung mehr durchgeführt (z.B. Norwegen, Schweden,...) sondern nur ausreichend lange Dehntherapien verschrieben, die eigentlich immer Erfolg zeigen. Selbst wenn man sich für eine Beschneidung entscheidet gibt es wirklich viele Methoden um möglichst viel zu erhalten ( wie gesagt Vorhauteinschnitt, Teilbeschneidung, ....), nur das Problem ist dass besonders ältere Ärzte von diesen neueren Methoden nichts halten (aus welchen Gründen auch immer) oder einfach nichts davon wissen. Mein behandelnder Arzt war damals schon über 60 (im Jahr 2000) das heißt er hat sein Medizinstudium in den 50er oder 60er Jahren gemacht und damals wurde das halt so gelehrt (Vorhautverengung = Radikalbeschneidung). Natürlich weiß ich dass meine Eltern mir nichts böses wollten und dachten sie helfen mir damit, aber wie gesagt hätte man sich richtig und ausführlich informiert und vll eine zweite oder dritte Meinung eingefahren hätte man nicht auf den erstbesten Kinderarzt gehört. Meine Kritik geht ja auch nicht in erster Linie an meine Eltern sondern eher an den Arzt bzw hauptsächlich an die Gesetzgebung. Es kann doch nicht sein dass in einem Land wie Deutschland, das sich selbst anmaßt eines der fortschrittlichsten und modernsten (gerade was auch das Gesundheitssystem angeht) die Genitalverstümmelung kleiner Jungen toleriert wird obwohl es ausreichend Alternativen gibt. Die Ärzte in Deutschland haben immer noch absolute Narrenfreiheit was die Beschneidung angeht, die können dir deine komplette innere Vorhaut+Frenulum wegschneiden wenn sie möchten. Die Sexualität tausender Jungen hängt also davon ab, ob sie zufällig an einen gut ausgebildeten Arzt kommen der möglichst sparsam beschneidet oder ob sie Pech haben und an einen Arzt geraten der im Studium bei dem Thema geschlafen hat und sich der Bedeutung der Vorhaut nicht bewusst ist ( viele Ärzte in Deutschland begründen die Radikalbeschneidung damit, dass es ästhetischer aussehen würde als eine Beschneidung wo viel empfindliche innere Vorhaut und das Frenulum noch übrig bleibt, da fehlen mir ehrlich gesagt echt die Worte). Man müsste echt ein Gesetz ernennen, welches die Ärzte dazu zwingt erst alle Alternativmethoden auszuschöpfen bevor man eine Radikalbeschneidung durchführen lässt bzw dass man die Kinder unversehrt lassen muss bis sie selbst entscheiden was an ihrem Körper gemacht wird (es sei denn es ist wirklich medizinisch absolut notwendig was aber wirklich äußerst selten der Fall ist). Das ist das was ich darfüber denke ;-)

    :)= :)= :)= :)= @steffen 93 der Meinung bin auch auch! ES MUSS EIN GESETZ IN KRAFT TRETEN DAS JEDER ARZT ERSTEINMAL ALTERNATIVEN ANGIBT UND AUCH DURCHZIEHT BEVOR BESCHNITTEN WIRD. WARUM ZUM Henker wird das nicht in Deutschland gemacht. In dem Moment wo der Arzt Beschneidet findet eine Genitalverstümmelung statt! Es ist echt traurig das sowas in Deutschland noch toleriert wird obwohl wir schon eines der Länder mit den meisten Gesetzen sind! So Ärzte gehören verklagt und ich bin ja gerade in einem Verfahren, werde demnächst auch mal zu dem Urologen gehen der mich operiert hat und ihm drohen dass er von meinem Anwalt hören wird


    @ steffen93. Wir haben beide die gleichen Ansichten und fast exakt den gleichen Leidensweg, außer das du ja schon als kleiner Junge beschnitten wurdest, super das sich hier mal jemand meldet der ehrlich ist!


    Es ist sau krass wie sehr die Beschneidung in Deutschland propagiert wird, das macht mich echt traurig. Zitate wie; Ein kleiner Schnitt für den Mann, ein Großer für die Männlichkeit etc, da wird mir kotzübel. Leider wurde ich beschnitten da mich 2 Urologen falsch informiert haben und ich erst nach der Beschneidung auf dieses Forum gestoßen bin. JAAA jetzt kommen wieder die kommentare wie, warum hast du dich net im i-net erkundigt, ja klar bereue ich das aber es ist jetzt so wie es ist. Ich meine wenn es in Deutschland Beschneidungen gibt dann wird das doch wohl nicht so schlimm sein. Aber in meinem Bericht liest ihr die bitter Wahrheit.


    Was ich persönöich als das traurigste überhauot ansehen ist die Tatsache das sobald das Thema Frauenbeschneidung in den Raum fällt jeder entsetzt ist etc aber die Männerbeschneidung kommt nah an die Frauenbeschneidung ran( Trennen des Frenulums und 1000 andere Nerven, das ist verdammtnochmal wichtig für den SEX)!!!!!


    WIE KANN EIN UROLOGE SO ETWAS NICHT WISSEN , DEM SOLLTE SOFORT DIE PRAKTIZIERUNG ENTZOGEN WERDEN.!


    Ich überlege mit meinem Anliegen auch ans Bundesverfassungsgericht zu gehen und dort zu erreichen das ein Gesetz entsteht das Ärzte zunächst alle Alternativen ausprobieren müssen bevor sie zur Beschneidung übergehen. Tun sie das nicht müssen sie sich wegen Körperverletzung verantworten bzw eine andere Straftat z.B Aufklärungspflicht verletzt oder so. DAS ES SOWAS IN DEUTSCHLAND NICHT GIBT IST EIN SKANDAL!!!!!!!!! Das hat 100% damit zu tun da viele Türken, Araber etc bei uns Leben und somit die Beschneidung nicht schlimm sein kann. In Schweden etc leben weniger Araber,da ist in meinen Augen ein Zusammenhang zu erklären


    - ich hoffe dieser Thread gibt einen Einblick in die Leiden die ich durch die Beschneidung erlebe und es auch andere hier tun.

    Zitat

    aber ich gebe insofern meinen Eltern eine Mitschuld dass wenn sie sich etwas informiert hätten (was eigentlich die Pflicht jeder Eltern sein sollte) sie sofort gemerkt hätten das es Alternativen gibt.

    Ich habe einen Sohn, dato 10 Jahre.


    Jedes Jahr bin ich brav zur U , jedes Mal fragte der Kinderarzt, ob er im Strahl pinkeln könnte, was er konnte.


    Er hatte eine Phimose, es hieß immer, das löst sich von alleine.


    Er brauchte immer ewig auf Toilette, aber wenn ich mich danach erkundigte meinte er, dass alles okay wäre.


    Im Frühling letzten Jahres hatte er eine blutige Blasenentzündung und der Bereitschaftskinderarzt meinte, das gehört behandelt.


    Kurz darauf wurde er von einem Auto angefahren und auch der Artzt, der ihn danach untersucht hat meinte, dass das operiert gehört.


    Wir sind zum Urologen und der meinte, dass das zu extrem für Dehnung wäre, manchmal bekommt man es hin, aber in dem Fall wäre es zu eng, da würde nur eine Beschneidung helfen.


    Er meinte, dass es zwei Arten gibt, die radikale und die sog. kosmetische, bei der nur vorne ein Teil weg geschnitten wird, soviel wie nötig halt, Frenulum etc. bleiben intakt.


    ABER diese Methode führt in den meisten Fällen dazu, dass sich die Vorhaut mit der Eichel verklebt und dann bleibt nur die Komplettmethode, deshalb wird die kosmetische kaum gemacht.


    Er selbst hätte da aber einen Trick, den ihm eine ALTE Kinderchirurgin gezeigt hätte (also der Mann ist um die 50, die Frau dann noch älter):


    er vernäht einfach den vorderen Schnittrand nach innen um, so läuft Oberhaut über die Eichel und die verwächst ja nicht.


    Wir haben mit unserem 9jährigen Sohn den Aufklärungsbogen besprochen und von beiden Mehthoden Vor- und Nachteile benannt.


    Er hat sich dann für die kosmetische entschieden, zu der ich ihm auch geraten hätte, eben auch wegen diesem Forum hier.


    Nach der OP habe ich mit dem Urologen noch mal gesprochen und der meinte, dass mein Sohn eine massive Entzündung der Eichel hatte und außerdm wohl einen eigentich für Kinder sehr seltenen Bakterienstamm, der schon Hautveränderungen verursacht hat (was die Pathologie hinterher bestätigt hatte).


    Bei meinem Sohn war nach zwei Tagen alles vergessen, er war froh, dass die Eichel nur ein bisschen frei lag, denn das war für ihn schon sehr unanangenehm, was ich nachvollziehen kann, weil Frauen passiert das auch schon mal, dass die Haut von der Klitoris hinten bleibt- autsch %:|


    Das erste Mal auf Toilette hat er den ganzen Raum verpinkelt, weil er mit soviel Druck beim Pinkeln gar nicht gerechnet hatte.


    Er hat sich mit der Beschneidung bei uns in der Familie übrigens nur eingereiht, bis auf seinen Vater sind alle männlichen Mitglieder der Familie beschnitten und ich kenne DREI, die zweimal operiert werden mußten, weil sich nach dem ersten Mal eine eklige Verklebung gebildet hatte.


    Ich denke, das wollten Dir Deine Eltern wohl ersparen, als Teenie noch mal da operiert zu werden.


    Mein Schwager war 13, als er das zweite Mal operiert werden mußte, er findet das bis heute peinlich.

    Zitat

    Er meinte, dass es zwei Arten gibt, die radikale und die sog. kosmetische, bei der nur vorne ein Teil weg geschnitten wird, soviel wie nötig halt, Frenulum etc. bleiben intakt.


    ABER diese Methode führt in den meisten Fällen dazu, dass sich die Vorhaut mit der Eichel verklebt und dann bleibt nur die Komplettmethode, deshalb wird die kosmetische kaum gemacht.

    Es gäbe auch noch eine dritte Methode, die Triple Inzision, bei der kein Gewebe entfernt wird. Leider beherrschen diese Operationsmethode wenige Chirurgen. Daneben gibt es noch eine vierte Methode, die man bevor einer jeden Operation hätte durchführen müssen, eine konservative Behandlung mittels Corticosteroiden, laut sämtlichen Ärzteverbänden die Standardbehandlung bei Phimose heutzutage.


    Schade, dass der Arzt dich nicht (oder nicht richtig) darüber aufgeklärt/informiert hat. Aber dich trifft keine Schuld.

    @ redbull

    Ich danke dir dafür, dass du so frei und offen über deine Probleme sprichst, und es wichtig und richtig dass Männer darüber offen und deutlich auszusprechen.


    Dass die männliche Beschneidung größere Akzeptanz genießt als die weibliche Genitalverstümmlung, (ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Operationen verschiedenen Schweregrads von den einiger weniger invasiv sind als die Beschneidung beim Mann) hat sicher viele Gründe, aber einer ist sicherlich dass, da wo kein Kläger, gewöhnlich auch kein Richter ist.


    Ein weitere Grund dafür ist, dass Gewalt gegen Männer und jungen allgemein akzeptierter ist, und von Männern und Jungen ein größere Resistenz gegen Schmerzen erwartet wird, was sich in diesem Kommentar mitschwingt:

    Zitat

    Aber mag gut sein, dass damit jeder Mann anders umgeht. Finde aber, dass einige etwas zu viel jammern. Wenn man mal keinen O hat oder etwas unempfindlicher ist, dann ist das doch nicht gleich ein Weltuntergang.

    Wie dem auch sei, ich bin der sehr dankbar für deine Offenheit und deinen Mut doch auszusprechen. Danke.

    Zitat

    und von Männern und Jungen ein größere Resistenz gegen Schmerzen erwartet wird,

    soweit würde ich nun als Mutter von Söhnen und Frau eines Mannes nicht gehen;


    wenn mein Mann den Kopf unter dem Arm trägt und tagelang nichts sagt, werde ich eher wütend.


    Er wäre deshalb schon einmal fast gestorben (Herzinfarkt).


    Was allerdings stimmt ist, dass ich in dem intimeren Bereich tatsächlich eher so eine Einstellung habe:


    stellt Euch nicht so an bzw. ich habe es ja schon mal ausgeführt, dass ich allgemein männliche Orgasmusprobleme für relative Luxusprobleme haben, sind sie doch von Natur aus sowieso schon mal besser dran.


    Bei mir hat das aber noch einen anderen Grund.


    Ich bin bei einer Kindsgeburt schon mal mit einem Dammschnitt mißhandelt worden.


    Also von der Scheide bis zum After unter der Geburt aufgeschnitten worden, bin aber nicht gefragt worden, das wurde so gemacht, weil es halt so üblich ist.


    Auch eine Dehnung oder ein Reissen wäre theoretisch möglich gewesen, insofern weiß ich shcon, was das Gefühl der Ohnmacht ist.


    Die Folge war jedoch nicht ein weniger tieferer Orgasmus, sondern, dass ich über Monate hinweg nur mit Spreizer und Betäubungsgel auf Toilette gehen konnte.


    Auch konnte ich nicht länger stehen, weil mir durch den Schmerz schwarz vor Augen wurde.


    Des weiteren konnte ich monatelang nicht sitzen, was das mit einem Schreibaby bedeutet, können hier vielleicht einige nach voll ziehen. Mir hat damals auch keiner geglaubt; ich wurde als Hypochonder abgestempelt, weil das ja allgemein üblich ist....Insofern verstehe ich die psychische Problematik, die den TE befallen hat.


    ich hatte ein richtiges Trauma und deshalb wurden die nächsten Kinder geplante Kaiserschnitte. Die ja aber auch körperlich kein Zuckerschlecken sind, da die tiefsten Bauchoperationen, die es gibt.


    Der Mann, der die Schwangerschaft mit einem beschnittenen Penis verursacht, hat evtl. einen qualitativ weniger guten O, aber was ist die Folge für die Frau, wenn sie sich auf eine Schwangerschaft verursacht durch den beschnittenen Penis des geschundenen Mannes einläßt?


    Eventuell Bauchoperation, Dammschnitte, Scheidenrisse, innen und außen.


    Ich verstehe, dass es für den TE psychisch schlimm ist,


    ABER:


    KÖRPERLICH kann ich das NICHT nachvollziehen im VERGLEICH zu den Problemen, die


    Frauen diesbezüglich haben können.


    Das heißt nicht, dass ich Gewalt gegen Männer befürworte, aber ich denke schon, dass es sich tatsächlich um medizinische Luxusprobleme handelt.


    Gerade im Bereich Sexualität/Sexualorgane gibt es andere Katastrophen (auch Gefahr für Leib und Leben) – ich denke, der TE sollte sich den Realitäten stellen und sich klar machen, dass es ihn hätte schlimmer treffen können (auch besser, klar).

    Zitat

    Der Mann, der die Schwangerschaft mit einem beschnittenen Penis verursacht, hat evtl. einen qualitativ weniger guten O, aber was ist die Folge für die Frau, wenn sie sich auf eine Schwangerschaft verursacht durch den beschnittenen Penis des geschundenen Mannes einläßt?

    Du sagst es SIE lässt sich dann darauf ein, es ist IHRE FREIE ENTSCHEIDUNG (i.d.R.)!


    Abgesehen davon ist das für eine Frau ev. nicht nachvollziehbar. Es ist das selbe als würde man dir eine Brust amputieren, mit der Begründung Frauen haben ja zwei, stellt euch nicht so an?!? Das ist dann wohl ein Luxusproblem. Es ist aber nicht NORMAL und das ist der casus knacktus.

    Zitat

    KÖRPERLICH kann ich das NICHT nachvollziehen im VERGLEICH zu den Problemen, die


    Frauen diesbezüglich haben können.


    Das heißt nicht, dass ich Gewalt gegen Männer befürworte, aber ich denke schon, dass es sich tatsächlich um medizinische Luxusprobleme handelt.

    Ich schon, auch deshalb weil seine psychischen Probleme etwas mit seinem sexuellen Problemen zu tun haben. Aber natürlich hast Du recht, dass es schlimmeres gibt.


    Aber es gibt auch schlimmeres als weibliche Genitalverstümmlung. Ich kann auch verstehen, dass die Schwangerschaften mit unangenehmen Operationen und schweren Schmerzen verbunden waren.


    Was den TE eben auch Kummer bereitet, ist die Leichtfertigkeit mit der zur Beschneidung geraten wird, die mangelhafte Beratung über Alternativen, und die Art und Weise wie die Beschneidung besonders im Vergleich mit der (manchmal schwerwiegenderen manchmal weniger schwerwiegenderen) weiblichen Genitalverstümmlung als harmlos wahrgenommen wird.

    @ xShadoWolfx

    Zitat

    Abgesehen davon ist das für eine Frau ev. nicht nachvollziehbar. Es ist das selbe als würde man dir eine Brust amputieren, mit der Begründung Frauen haben ja zwei, stellt euch nicht so an?!? Das ist dann wohl ein Luxusproblem. Es ist aber nicht NORMAL und das ist der casus knacktus.

    Sorry, aber der Vergleich hinkt total. Wenn du schon vergleichst, dann auch mit den Genitalien der Frau und nicht mit den Brüsten oder dergleichen. Wobei es aber auch schwierig ist eine weibliche und eine Männliche Beschneidung zu vergleichen, da die Anatomie der Geschlechtsorgane und das Sexualempfinden unterschiedlich ist.


    Ich bin ja grundsätzlich auch dafür, dass ein Mann möglichst selbst entscheiden sollte, ob er beschnitten werden will oder nicht und es sollte natürlich auch mehr über die Beschneidung aufgeklärt werden. Aber bei denen, die schon unfreiwillig beschnitten sind, ist natürlich das Kind schon in den Brunnen gefallen. Denen bleibt nun mal nichts anderes übrig, als sich mit der Situation zu arrangieren. Wer das nicht kann, dem ist vielleicht anzuraten, mal einen Pychologen aufzusuchen. Vielleicht würde es auch reichen, wenn Mann sich auch mal mehr über die Vor- statt nur Nachteile einer Bescheidung informiert. Die gibt es durchaus und ich denke da jetzt nicht zwingend an den hygienischen Aspekt sondern mehr daran, dass auch bestimmten Krebsarten bei Mann (Penis- und Prostatakrebs) wie auch Frau (Gebärmutterhalskrebs) vorgebeugt wird. Und in sexueller Hinsicht muss eine Beschneidung auch nicht zwingend von Nachteil sein. Hier darf man natürlich auch nicht vergessen, dass die Psyche eine Große Rolle spielt. Wer sich da nütrlich selbst im Wege steht und sich ständig darüber Gedanken macht, was wäre wenn... dann klappt es in sexueller Hinsicht auch nicht, egal ob man jetzt nun beschnitten ist oder nicht.

    Gebärmutterhalskrebs ist allerdings eine Krankheit, deren Vorbeugung im Verantwortungsberreich der Frau liegt. D. h. die Frau kann ihr Risiko durch ein verantwortliches Sexualverhalten reduzieren.


    Vermeidung von ungeschütztem Verkehr, Keine häufig-wechselnden Partner, Meidung von Tabakkonsum.


    Für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit HP-Viren notwendige -aber nicht alleinige- Voraussetzung. Ob die Beschneidung des Mannes das Risiko der Frau sich mit HP-Viren zu infizieren erhöht oder nicht, ist strittig, es gibt Studien die einen Zusammenhang festgestellt haben wollen, andere wiederum nicht, manche Studien deuten daraufhin, dass die Beschneidung des Mannes das HPV -Infektionsrisiko der Frau sogar erhöht. Aber ganz egal ob die Beschneidung das Risiko nun erhöht oder erniedrigt, sicheren Schutz bieten wie gegen alle Geschlechtskrankheiten ohnehin nur Kondome.


    Die Behauptung, dass die Beschneidung Prostatakrebs vorbeugt, ist ein Mythos, der sich in den 1960ern Beliebtheit erfreute, seit dem 1970er in der medizinischen Literatur aber kaum noch als "Vorteil" der Beschneidung erwähnt wird, und von keiner ärztlichen Fachgesellschaft oder Krebsforschungsgesellschaft anerkannt wird.


    Auch die These, dass die Beschneidung das Risiko für Peniskrebs senke, ist ein in den 1930ern vom Beschneidungsethusiasten und Eugeniker Abraham Wolbarst in die Welt gesetzter Mythos. Ohnehin ist Peniskrebs eine seltene E


    Krebserkrankung, die weniger als 1 aus 100 000 Männer betrifft. Selbst Brustkrebs tritt bei Männern häufiger auf.


    Wenn die Beschneidung wirklich eine Wirkung zur Vorbeugung von Peniskrebs und Prostatakrebs und Gebärmutterhalskrebs hätte, so müssten diese Erkrankung jetzt da die Cut-Generation, die zur Zeit der Hochphase der Routine-Baby-Beschneidung geborenen Männern (Jahrgänge 1940-1965) langsam in Rentenalter kommt, (oder schon ist), merklich zurückgehen. Tatsächlich kam es nie zu einem Rückgang der Häufigkeit dieser Erkrankungen. Die USA hat mit die höchsten Raten an genitalen Krebserkrankungen in der industrialisierten Welt.

    @ _Parvati_

    Zitat

    Was allerdings stimmt ist, dass ich in dem intimeren Bereich tatsächlich eher so eine Einstellung habe:


    stellt Euch nicht so an bzw. ich habe es ja schon mal ausgeführt, dass ich allgemein männliche Orgasmusprobleme für relative Luxusprobleme haben, sind sie doch von Natur aus sowieso schon mal besser dran.

    Der Vergleich hinkt in Bezug auf die "Luxusprobleme" ganz und gar nicht! Es ist haargenau das gleiche, als wenn ich zu einer Frau, die sich eine Brust hat amputieren lassen müssen sagen würde:


    Stell dich nicht so an, Frauen haben zwei Brüste. Du hast vielleicht "Luxusprobleme".


    Im Übrigen war das auch nur ein Beispiel. Die Genitalien habe ich absichtlich nicht verglichen:

    Zitat

    Wobei es aber auch schwierig ist eine weibliche und eine Männliche Beschneidung zu vergleichen, da die Anatomie der Geschlechtsorgane und das Sexualempfinden unterschiedlich ist.

    das weißt du ja selbst ;-D


    Man muss ja nicht immer gleich alles auf die Goldwaage legen.... @:)


    Bezüglich der meisten "Vorteile", muss man DerNeueX Recht geben.

    @ DerNeueX

    DANKE, für den letzten Beitrag ! :)D :)^

    @ DerNeueX

    Zitat

    Gebärmutterhalskrebs ist allerdings eine Krankheit, deren Vorbeugung im Verantwortungsberreich der Frau liegt. D. h. die Frau kann ihr Risiko durch ein verantwortliches Sexualverhalten reduzieren.


    Vermeidung von ungeschütztem Verkehr, Keine häufig-wechselnden Partner, Meidung von Tabakkonsum.

    Schön, dass du die ganze Verantwortung der Frau zuschieben willst...


    Wenn Frau sich vor genitalen Infektionen schützen will, dann müste sie abstinet bleiben oder ständig mit Kondom verhüten, auch beim Partner, mit dem sie schon Jahre zusammen ist und welcher angeblich gesund zu sein scheint. Aber welche(r) Mann/Frau will schon in einer lange bestehenden Beziehung nur mit Kondom verhüten? Gerade die Männer sind es doch, die dann zuerst aufschreien und meinen, dass man ja mit Gummi nicht so viel spüren würde. Aber das ist wiederum auch nur eine Kopfsache, nur mag das so mancher nicht gern einsehen.

    Zitat

    Für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit HP-Viren notwendige -aber nicht alleinige- Voraussetzung.

    Das stimmt. Aber das Risiko ist mit solchen Viren nun mal erhöht. Wobei es auch auf den HPV-Typ ankommt. Nicht jeder führt zwangläufig zu Krebs.

    Zitat

    Ob die Beschneidung des Mannes das Risiko der Frau sich mit HP-Viren zu infizieren erhöht oder nicht, ist strittig, es gibt Studien die einen Zusammenhang festgestellt haben wollen, andere wiederum nicht, manche Studien deuten daraufhin, dass die Beschneidung des Mannes das HPV -Infektionsrisiko der Frau sogar erhöht. Aber ganz egal ob die Beschneidung das Risiko nun erhöht oder erniedrigt, sicheren Schutz bieten wie gegen alle Geschlechtskrankheiten ohnehin nur Kondome.


    Die Behauptung, dass die Beschneidung Prostatakrebs vorbeugt, ist ein Mythos, der sich in den 1960ern Beliebtheit erfreute, seit dem 1970er in der medizinischen Literatur aber kaum noch als "Vorteil" der Beschneidung erwähnt wird, und von keiner ärztlichen Fachgesellschaft oder Krebsforschungsgesellschaft anerkannt wird.


    Auch die These, dass die Beschneidung das Risiko für Peniskrebs senke, ist ein in den 1930ern vom Beschneidungsethusiasten und Eugeniker Abraham Wolbarst in die Welt gesetzter Mythos. Ohnehin ist Peniskrebs eine seltene E

    Studien sind eh immer so eine Sache, da deren Ergebnis sich ständig ändern kann. Aber man muss sich immer nach den aktuellen medizinischen Stand richten und dein Stand ist nicht geade sehr aktuell. Gerade was den Prostatakrebs betrifft, war im Februar oder März erst was darüber Arztezeitung zu lesen. Quelle kann ich dir nennen, aber ich denke mal, du kannst Google selber bedienen.


    Davon abgesehen, waren das alles eh nur BEISPIELE. Ich wollte nur aufzeigen, dass eine Beschneidung auch Vorteile haben kann und Mann sich eher danach richten sollte, als ständig nach Nachteilen zu suchen, die im Grunde nicht wirklich welche sind. Oder anders gesagt: Mann sollte die positiven Eigenschaften einer Beschneidung lernen zu schätzen und nicht ständig negativ denken, was wäre wenn... usw.


    Im Grunde ist euer Hauptproblem doch nicht der beschnittene Penis sondern euer Kopf! Seit ihr denn etwa so sehr eingeschränkt, dass ihr z.B. nur noch unter Schmzen Pinkeln könnt? Nein. Ihr habt im Grunde nur ein Problem damit, dass ihr z.B. länger braucht, um zum Orgasmus zu kommen oder dass euer Penis etwas länger braucht um steif zu werden... Aber das sind doch keine wirklichen Probleme! Es passiert soch alles nur etwas zeitverzögert. Mehr nicht. Und ein Orgasmus muss doch auch nicht ständig sein. Mann kann übrigens auch ohne O Spaß haben. Und ein nichtvorhandener O kann noch andere Vorteile haben, vor allem, wenn mal ein Kondompatzer passiert (war kürzlich erst bei mir und meinem Mann der Fall :=o )


    Und klar, Mann spürt an der Eichel vielleicht auch etwas weniger nach einer Beschneidung, aber das heißt ja nicht, dass man dadurch keinen intensiven Sex haben kann. sicher, der Sex mag anders sein, aber doch nicht zwingend schlechter. Im Grunde ist es doch nur eine Sache der Gewohnheit und des Kopfes, wie Mann mit der Beschneidung umgeht.

    @ xShadoWolfx

    Zitat

    Der Vergleich hinkt in Bezug auf die "Luxusprobleme" ganz und gar nicht! Es ist haargenau das gleiche, als wenn ich zu einer Frau, die sich eine Brust hat amputieren lassen müssen sagen würde:


    Stell dich nicht so an, Frauen haben zwei Brüste. Du hast vielleicht "Luxusprobleme".

    Nein, der Vergleich hinkt trotzdem, da es sich nun mal um grundsätzlich verschiedene Körperteile bzw. -regionen handelt.