Vorhautverengung, zu kurzes Vorhautbändchen – OP notwendig?

    Liebe Community,


    ich war vor kurzer Zeit beim Urologen und habe ihm mitgeteilt, dass ich meiner Meinung nach eine Phimose habe. Er begutachtete alles kurz und kam zu dem selben Ergebnis und gab mir eine Überweisung in ein Krankenhaus zur Beschneidung, allerdings ohne mich detailliert über die verschiedenen Beschneidungstechnicken aufzuklären (sprich Vorhauterhaltend, vollständige Beschneidung etc.), auch andere Behandlungsmöglichkeiten nannte er mir nicht.


    Als ich im Krankenhaus anrief und mir einen Termin gemacht habe, wurde mir mitgeteilt, dass es nicht nochmal zu einer erneuten Begutachtung käme, sondern die OP am gleichen Tag noch durchgeführt werde.


    Jetzt gibt es zwei Dinge, die mich beunruhigen:


    1) Ist die Beschneidung auf jeden Fall notwendig und kann ich im Zweifel, wenn ich im Krankenhaus mit dem Arzt gesprochen habe noch ohne Probleme von der OP zurücktreten?


    2) Ich habe auch das Gefühl, das Vorhautbändchen ist zu kurz und muss ebenfalls behandelt werden, dies hat der Urologe aber nicht festgestellt. Muss ich das nochmal ansprechen, oder ist das normal, dass dies bei der Beseitigung einer Phimose mitgemacht wird?


    Würde mich über schnelle Antworten freuen, denn der Termin im Krankenhaus ist bereits morgen und ich weiß nicht, ob ich den jetzt noch eben absagen soll,


    Vielen Dank für eure Antworten

  • 6 Antworten

    Also wenn nur das Vorhautbädchen zu kurz ist, muss nicht gleich die Vorhaut ab.


    Sowas wird eigentlich Abulant gemacht mit einer kurzen Nakose, schnipp sschnapp Bädchen ab.


    Örtliche betäubung kann ich dir nicht empfehlen es sein denn du siehst gerne dein Pillemann Qualmen....

    Hallo JonnyRico,


    vielen Dank für die schnelle Antwort. Also die Vorhautverengung ist auf jeden Fall auch gegeben. Zwar lässt sich die Vorhaut im schlaffen Zustand über die Eichel ziehen, was jedoch ein wenig unangenehm ist und sie geht auch von allein nicht wieder in den Ausgangszustand zurück.


    Beim errigierten Glied ist dies mit sehr viel Schmerzen verbunden und ist die Vorhaut zurückgezugen schnürrt sie die Eichel ab. An angenehmen Sex ist da nicht zu denken.


    Trotzdem kommt die Bändchengeschichte meiner Meinung nach noch dazu...

    Hallo Sansibar

    Zitat

    Er begutachtete alles kurz und kam zu dem selben Ergebnis und gab mir eine Überweisung in ein Krankenhaus zur Beschneidung, allerdings ohne mich detailliert über die verschiedenen Beschneidungstechnicken aufzuklären (sprich Vorhauterhaltend, vollständige Beschneidung etc.), auch andere Behandlungsmöglichkeiten nannte er mir nicht.

    Hier sieht man wieder ein sehr schlechtes Beispiel, dass Ärzte die Pat. gerade was Phimose angeht nicht richtig und umfangreich aufklären.


    Der Arzt hat dir sofort eine Beschneidung angedreaht, obwohl es auch noch anandere Behandlungsmöglihkeiten gibt. Zum einen eine konservative Therapie und auch vorhaut erhaltende Op-Techniken.


    Der Arzt hätte sie dir wenigstens erklären können.

    Zitat

    Als ich im Krankenhaus anrief und mir einen Termin gemacht habe, wurde mir mitgeteilt, dass es nicht nochmal zu einer erneuten Begutachtung käme, sondern die OP am gleichen Tag noch durchgeführt werde.

    Der Arzt hat es aber eilig dich unters Messer zu bekommen:-(


    Ich halte es zu voreilig sich so schnell unters Messer zu legen, da es wie gesagt auch andere Behandlungsmöglichkeiten gibt.

    Zitat

    1) Ist die Beschneidung auf jeden Fall notwendig und kann ich im Zweifel, wenn ich im Krankenhaus mit dem Arzt gesprochen habe noch ohne Probleme von der OP zurücktreten?

    Bevor man aber nun hingeht und operiert, kannst du versuchen die Vorhaut aufzudehnen. Denn eine Phimose kann man auch ohne Operation behandeln:-)


    Die konservative Therapei hat wenn sie regelmäßig ausgeführt wird eine Erfolgsrate von 80-90%


    Lies hier einen Artikel aus der Ärztezeitung


    Bei Phimose ist eine Op oft unnötig


    Ich schreibe dir die Dehnungsbehandlung nochmal auf und du kannst wenn du möchtest es nochmal genau nach der Anleitung versuchen:

    Zitat

    Technik zur Vorhautdehnung:


    Die Vorhaut im steifen Zustand bis zur Spannungsgrenze zurückziehen und dort 20 sek halten, 10x wiederholen, 2-3x am Tag. Vor der Dehnung die Vorhaut mit etwas Bepanthen, Bodylotion, Niveacreme, oder Babyöl eincremen damit keine kleinen Hauteinrisse entstehen.


    Die Dehnung musst du aber regelmäßig und gewissenhaft über mehrere Wochen ausführen, damit sie Erfolg hat. Auch kannst du die Dehnung zusätzlich unter der Dusche oder in der Badewanne ausführen

    Viele Betroffen haben gute Erfahrungen mit Bepanthen gemacht. Ich schlage vor, dass du dir die Salbe zum dehnen auch besorgst. :-)


    Die Vorhaut ist für den Penis eine wichtige Einrichtung und schützt die Eichel vor Austrocknung und äußeren Reizen. Darum ist es schon wichtig die Vorhaut zu erhalten und unnötige Operationen zu vermeiden. Sie gehört zur Eichel wie das Lid zum Auge:-)


    Eine andere gute Alternative zur radikalen Beschneidung ist die sog. Triple Inzision.


    Dabei wird die Vorhaut mit drei Einschnitten erweitert und dann wieder vernäht, die Verengung wird somit behoben und die Vorhaut bleibt erhalten. Es ist also eine vorhauterhaltende Op-Technik :-)


    Lies hier:


    Drei Schnitte retten die Vorhaut


    Triple Inzisoin, sinnvolle Alternative


    Weitere Infos hier im Leitfaden


    http:www.med1.de/Forum/Vorhautprobleme/467183/


    Ich schlage vor, dass du es doch mal mit Dehnungsübungen und ggf mit einer Kortisonsalbe versuchst, bevor du den Weg der Op gehst :-)


    Gruss

    ich stimme da den anderen zu das du es mit dehnübungen versuchen kannst. anscheind hast du eine etwas stärkere Phimose erwischt.


    Ich würde auch mir unabhängig von den dehnungsübungen eine 2. meinung von einem anderen Urologen einholen was er dir so vorschlägt da ja der erste Kollege nicht wirklich so die Bombe in Sachen beratung und behandlung war.


    Ansonsten ist alles was Hyperion geschrieben hat schon richtig.


    Greetz


    Chris

    Also wir sind natürlich hier alles nur Laien. Aber ich habe schon oft erlebt, dass Ärtze bei mir "Schnellschüsse" gemacht haben. Erst bei genauerem nachfragen haben sie sich dann Gedanken gemacht.


    So bin ich z.B. auch zum Arzt, weil ich die Vorhaut nicht drüber gekriegt habe. Erste Antwort von ihm war: Ja, dann muss die Vorhaut ab. Dann habe ich ihn gebeten sich das Bändchen mal anzusehen, weil das auch spannte. Im Endeffekt hat er mir dann erstmal eine SAlbe zur Dehnung mitgegeben. Die Vorhaut konnte ich behalten, das Bändchen mußte ab und alles war optimal. Hätte ich nicht weiter gebohrt, stünde ich wohl jetzt ohne Vorhaut da.


    Vielleicht ist es ja bei dir auch nur das Frenulum. Bei mir hat das auch gespannt und dann ging halt die Vorhaut nicht über die Eichel. Nachdem es weg war, flutsche es nach einiger Zeit wunderbar.


    Im Zweifel würd ich dann erstmal das Bändchen kappen und die Vorhaut dehnen. Abscheiden kann man immer noch. Vorhautbändchen weg ist ne ganz kurze Op. Du bist dann etwa 1Woche außer gefecht und nach etwa 3 Wochen geht Sex wieder (im INternet habens einige auch sschon nach 3 Tagen wiede gemacht).


    Die Vorhauit hat ja viele Sinneszellen und trägt entscheidend zum Gefühl beim Sex und vor allem beim onanieren bei. Also trennt man sich nicht so schnell davon :)

    Ich wollte mich nochmal melden und euch für eure Beiträge danken. Ich war im Krankenhaus und habe mich dort über die verschiedenen Techniken aufklären lassen.


    Allerdings wurde mir wegen einer Entzündung (Balanitis) dringend zu einer Resektion geraten. Der Arzt versprach mir auch nur so viel wegzunehmen, wie es aus medizinischen Gründen geboten sei. Ich willigte ein und im Endeffekt wurde mir (leider) ein Großteil der Vorhaut entfernt. Man versicherte mir aber, dass dies auf jeden Fall notwendig war, so dass die Entzündung, die wohl zum Teil schon chronisch war, abheilen kann.


    Im Endeffekt habe ich auf die Einschätzung der Ärzte vertraut. Ich habe mich zwar ungern von meiner Vorhaut getrennt, aber in meinem Fall war es laut der Ärzte das einzig Richtige. Und als Laie muss man dann eben ein wenig Vertrauen in die Einschätzung der Ärzte haben. Positiv war, dass der Arzt im Krankenhaus mir alle Behandlungsmöglichkeiten erklärt hat und auf meine Bedenken und Nachfragen sehr gut eingegangen ist. Somit hatte ich im Endeffekt das Gefühl, dass nicht einfach pauschal mit mir verfahren wurde, womit sich nochmal zusätzlich Vertrauen aufgebaut hatte.


    Jetzt schaue ich mal wie groß der Unterschied zu früher sein wird :-)