Ab 40 fühle ich mich wie 80, wem geht's auch so?

    Also, ich bin mitte 40, seit ein paar jahren fühle ich mich körperlich und geistig doppel so alt.


    War beim verschieden Ärzten, hat nicht viel was gebracht.


    Ist das so ab 40j. ??


    Wollte nur wissen ob auch andere leute gibt die auch so sind.

  • 15 Antworten

    Ja, mir geht's auch so. Ich denk auch schon immer, das kann doch echt nicht sein. Aber ich habe das bisher auf das Übergewicht und die mangelnde Fitness geschoben und arbeite da jetzt dran. Die Augen sind auch viel schlechter geworden - Altersweitsichtigkeit! Habe schon Lesebrille. :-o an jeder Ecke ziept und zwackt es.

    Ich werde heuer 50 und bin chronisch krank, natürlich hat man da seine Zipperlein ohne Ende :)z .


    Und wehe, ich mache mal ein paar Tage lang meine Dehnübungen nicht, ohwehohweh. :[]


    Und trotzdem: ich habe in meiner Jugend eine zeitlang ziemlich, nennen wir es mal exzessiv gelebt, also im Gegensatz dazu bin ich heute fit wie ein Turnschuh. Erst neulich hab ich in einem HipHop-Tanzkurs über 2,5 Stunden mitgemacht und locker durchgehalten - im Gegensatz zu den 20jährigen und auch die 47 Bierkästen, die ich gestern durch Gegend geschleppt habe, haben nicht mal Muskelkater hinterlassen ;-D.


    Ich muss allerdings in meinem Job auch nach wie vor an manchen Tagen wirklich schwer körperlich arbeiten, laufe jeden Tag lockerst die "vorgeschriebenen" 10.000 Schritte und mache mindestens 1 Mal, meist aber 2 -3 Mal wöchentlich Sport und fahre alles bis 20km immer mit dem Fahrrad, ich tue also schon viel für meine Fitness.


    Trotzdem, die ersten 15 Minuten morgens sind eine einzige Qual, alles zwickt und zwackt, danach geht es meist wieder.

    Der (in Heilpraktikerkreisen sehr verbreiteten) Legende nach zu Folge ernähren wir uns chronisch falsch (was sicher stimmt, viel zu viel zucker, Weizenmehl, Konservierungsstoffe), was lange Zeit nix macht, aber so ab 40 zu Schäden (primär am Darm) führt, was zu Nahrungsmittelintoleranzen (Histamin!) führt, Allergien schlimmer macht und generell den Organismus schleichend vergiftet. Folge ist ständige Müdigkeit und Unfitness und besagte Allergien etc.


    Sofern das stimmt, wäre das eine plausible Erklärung. Ich halte es für sehr gut möglich.


    Ich merke bei mir einen ambivalenten Effekt. Zum einen in der Tat mehr Allergien und Histaminprobleme, müde und schlechter Schlaf, Nase oft dicht, andererseits jeden Tag ins Fitnesscenter und so fit, muskulös und trainiert wie noch nie jemals zuvor.


    Ich denke, die Ernährung macht viel (sehr, sehr, sehr, sehr viel) aus, vor allem über einen langen Zeitraum.

    Ich wurde 1961 zusammengebastelt.


    Seit ein paar Jahren merke ich körperlich auch "den Verfall".


    Körperliche Bewegung wird sehr anstrengend, man muß auch immer auf das Gewicht achten, Zipperlein gibt es von Kopf bis Fuß, so dass man damit nicht zum Arzt geht, weil es zuviel ist. Mich raunte schonmal ein Arzt an, dass ich zuviel habe.


    Na toll. %:|


    Ja, die Leichtfüßigkeit geht einem verloren.


    Geistig jedoch fühle ich mich jung. Und diese Kombination ist dann besonders blöde. {:(

    Ja ab 40 J. sollte man auf seinen Körper hören und etwas Erfahrung damit haben. Wie schon geschrieben stimmt es das sich die meisten total falsch ernähren ! Zudem fehlt sehr vielen die nötigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Wenn das mal abgedeckt ist geht es der allermeisten schon mal viel besser. ;-)


    Ich denke jeder sollte sich mit seinem Körper beschäftigen und ihm gutes tun. :)^

    Ich hatte die Phase schon mit unter 30 mich wie 80 zu fühlen. Es hängt zusammen mit dem Abbau von Kondition. Ein schwacher 80 jähriger hat im Prinzip auch seine Kondition abgebaut. Die Frage, wie schnell das passiert und wie leicht man wieder Kondition aufbauen kann. Da scheint es große Unterschiede bei den Menschen zu geben. Manche müssen dafür nicht allzu viel tun. Bei mir ist das problematisch. Viele Jahre später bin ich der Meinung dass die Energiesteuerung bei mir nicht optimal funktioniert. Woher es kommt ist schwer zu sagen. Kann angeboren sein oder erworben. Auf jeden Fall muss ich immer wieder etwas für meine Kondition tun. Es reichen schon ein paar Wintermonate um einiges anzubauen. Bei Frauen ab Mitte 40, wie lawina hier im Wechseljahre Forum schreibt sind eventuell die Hormonspiegel schlechter werden.

    Zitat

    Das sollte ein Endokrinologe beurteilen.

    Bei schlechteren Hormonspiegeln kann ich mir gut vorstellen das die Kondition eben schneller abbaut und schwerer auszubauen ist. Die anderen Beiträge hier im Faden sprechen im Prinzip auch die Kondition als wichtigen Faktor an und das man etwas dafür tun muss. Übergewicht ist schlecht, das kann ich auch bestätigen. Vitamine: Jeder nennt das als Faktor. Probiert man es aus bringt es leider nicht den Kick.

    Ja, ich kenn das auch.


    Und es stört mich sehr.


    Ich schlafe chronisch schlecht, seit ich denken kann und sehe darin eine Ursache. Bin meistens müde, muss mich zu vielem zwingen, die der Blutdruck war schon mit Ende dreißig zu hoch, lässt sich nicht vernünftig einstellen, Arthrose ging mit nicht mal fünfzig los. Ständig tun die Füße weh und seit Oktober bekomme ich eine Erkältung nicht weg.


    Zwei mal pro Woche je anderthalb Stunden zügiges Walking scheinen gar nichts zu bringen. Im Gegenteil, an den Tagen, an denen ich Sport mache, fühle ich mich bis zum Abend total kaputt und muss mich zu allem zwingen.


    Hätte niemals gedacht, dass es anderen ähnlich geht!!!

    Ich werde in Kürze 42. Ja, der Körper verändert sich, man nimmt leichter zu und schwerer ab, es kommen neue Problemstellen hinzu. Sicherlich auch die "Zipperlein".


    Aber ich fühle mich keineswegs alt und finde es erschreckend, dass sich hier einige finden, die in das Lied einstimmen, dass man ab 40 alt sei. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, dann sehe ich viele, die mit 40, 50 oder gar 60 topfit sind, blendend aussehen, immer noch modisch gekleidet sind und das Leben - weitgehend - genießen.


    Wenn man sich mit 40 wie 80 fühlt, hat dies also aus meiner Sicht nichts mit einem biologischem Gesetz zu tun, sondern entweder mit einer dahinter liegenden Krankheit, die einen schwächt, oder aber mit der inneren Einstellung.

    Ich bin Ende 40 und bin körperlich fitter als mit 30. Das liegt aber auch daran, dass ich seit über 10 Jahren gezielt auf meinen Körper höre und und ihn so gut wie möglich fordere und fördere. Jeden Winter mache ich schon seit Jahren ein strenges Fitness-Programm, um nicht auf der faulen Haut zu liegen. Ich habe die Kombination Training und abschließendes Dehnen/Strecken total für mich entdeckt, seitdem ich im Spiegel mal einen längeren Artikel über Bewegung gelesen habe. An Tagen, wo ich körperlich viel gearbeitet habe (z.B. Gartenarbeit, Reifenwechsel o.ä.) und auch in unergonomischen Haltungen verharrte, ist es mir abends wichtig, nochmal 20 Minuten auf den Crosstrainer zu gehen und dann mein Dehnprogramm zu machen. Der Schlaf ist dann total erholsam und am nächsten Morgen habe ich keinerlei Einschränkungen. Im Frühjahr/Sommer mache ich viel mit dem Rad - auch mal zum Ausgehen in die nächste Stadt, da brauchen wir 45 Minuten mit dem Rad, aber das nehme ich gern in der Freizeit in Kauf.


    Ernährung: ich achte schon lange auf bewusste Ernährung. Moderate Mengen, regelmäßige Rohkost, Kohlenhydrate einschränken (ich mache während des Trainings sogar ausgesprochene Low-Carb-Tage). Mir ist aufgefallen, dass ich mit geringen Kohlenhydratmengen viel leistungsfähiger bin. Die zunehmende "Fressnarkose" oder "Schnitzelstarre" nach einer Mittagspause ist mir fremd. Von früher kenne ich das noch, wo es regelmäßig Nudeln/Reis/Pommes als Beilage in der Kantine gab.


    Dennoch gönne ich mir natürlich auch immer wieder ein "Lustessen" wie eine große Pizza, mal zum Griechen o.ä.. Auch mit 2-3 Bier dabei. Ich bin weder Apostel noch Asket. Es soll halt nicht die Gewohnheit sein, und so alkoholische Belastungen wie 5-6 große Bier an einem Abend die erspare ich mir meinem Körper auch schon lange.


    Ach ja: rauchen definitiv NICHT. Ab und zu gibt es im Sommer mal einen feinen Zigarillo, den ich in einer warmen Nacht draußen paffen möchte (kein Apostel, kein Asket), aber auf gar keine Fälle möchte ich meinen Organen eine regelmäßige Nikotinbelastung zumuten. Das macht viel kaputt und stresst den ganzen Organismus (und ich war mal Raucher, kenne das).


    Geistige Leistung: hmmmm, ich arbeite in einem geistig anspruchsvollen Beruf, der stetigen Modernisierungen unterworfen ist. Merke aber, wie mich die jungen Kollegen in Punkto Lerntempo längst überholen. Das ist etwas, wo mir bislang die Strategien fehlen, denn ich investiere schon sehr viel in den Grips. Muss aber erkennen, dass meine Vorteile zunehmend meine Erfahrungen sind. Ich werde aber geistig unbeweglicher. Da bin ich selbst gespannt, wie das in 30 Jahren aussehen wird. Habe aber auch vor, mich da stetig wachzuhalten. Soweit es halt geht. Das Hirn ist auch nur ein Organ. Man muss es fordern und trainieren.


    Wie heißt es so schön: alt werden ist nichts für Feiglinge ;-) . Also mit Mut ran an die hohen Zahlen. :)^

    Hallo Comran,


    das Posting kann ich voll so bestätigen, auch das mit dem Crosstrainer.

    Zitat

    mir abends wichtig, nochmal 20 Minuten auf den Crosstrainer zu gehen und dann mein Dehnprogramm zu machen. Der Schlaf ist dann total erholsam

    Exakt. Habe ich auch bemerkt. Vor dem Bettgehen 8 Minuten Radtrainer. Sehr gut für das einschlafen. Meine Meinung: Das viele sitzen, z.B. Abends ist nicht gut für die Durchblutung, Stoffwechsel. Geht man ins Bett, liegt man seine 6-7-8 Stunden. Die gleiche Situation. Vor dem Bettgehen noch einmal den Kreislauf hochfahren hat da eine sehr positive Wirkung. Man wärmt im Winter von innen auf in den 8 Minuten vor man sich schlafen legt. Beim Sitzen bin ich immer ehr ausgekühlt und mit kalten Füßen ins Bett. Danach schlecht eingeschlafen. Die Zeit fehlt natürlich auch, wenn morgens der Wecker klingelt und man knapp schläft von der Zeit.


    Außerdem ist für das Wohlbefinden eine gute Funktion des Darmes notwendig. Bewegung unterstützt die Verdauungsarbeit im Darm. Das halte ich mittlerweile auch für sehr wichtig.


    Hier wird der Einfluss der Muskeln beim Bluttransport in den Beinen erklärt.


    https://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/medizinische-begriffe/was-ist-die-muskelpumpe

    Ich bin Baujahr '73, also auch nicht das jüngste Fohlen im Stall. Nun, vor einiger Zeit habe ich mich ähnlich gefühlt. Morgens aufzustehen war schon die erste Qual des Tages, diesen durchzustehen, die zweite. Im Grunde hatte ich fast schon keine Lebenslust mehr und schleppte mich nur noch über den Tag. Mein Zyklus wurde auch recht lang, so zwischen 33 und 36 Tagen, die "Lustigkeit" war da auch nicht mehr so prächtig.


    Sowas wollte ich mir dann auch nicht weiter gefallen lassen. Seither ernähre ich mich kohlenhydratreduziert, faste 2x die Woche, lasse Zucker, Mehl(produkte), Zusatzstoffe etc. weg. 1x pro Woche "gönne" ich mir einen Tag für Essensgelüste. Alle Schaltjahre gibt es auch mal mehr Alkohol als mir gut tut, aber das sind Ausnahmefälle. Meist bin ich mit einem Gläschen trockenen Roten glücklich.


    Vitamin D3 hat bei mir Wunder bewirkt und einige Zipperlein beseitigt. Ich schmiere obendrein bioidentisches Progesteron in der 2. Zyklushälfte. Seither bin ich wieder bei 28-30 Tagen und obendrein "lustiger".


    Jeder kann von Nahrungsergänzungsmitteln halten was er will, ich für meinen Teil schwöre auf bestimmte Präparate. Seit 2-3 Jahren hatte ich nicht einmal mehr einen Schnupfen, obwohl alles um mich herum keucht und schnieft, was ich als gutes Zeichen empfinde.


    Natürlich hoffe ich, dass ich diesen Zustand weiter aufrecht erhalten kann.


    Ärzte konnten mir jedenfalls nicht helfen und schoben alles auf das Alter. Damit gebe ich mich definitiv nicht ab und helfe mir einfach selbst nach bestem Wissen und Gewissen.

    Kann ich zum Glück nicht so behaupten. Obwohl es körperlich schon etwas bergab ging ab 40 (OPs an beiden Schultern, künstliches Kniegelenk)...Aber das mache ich wett mit regelmäßiger Bewegung und ausreichend Erholungsphasen (schlafen, Leben genießen). Im Job habe ich mich auch noch mal etwas verändert (verändern müssen) und bin da auch mehr gefordert als in den letzten Jahren. Technisch ist das schon nicht ohne (wobei das mit 30 auch nicht anders gewesen wäre, ich befürchte, das ist bei mir keine Frage des Alters ]:D ), aber das mache ich mit Berufs-und Lebenserfahrung wett.


    Wie 80? Nö, zum Glück nicht... :-D