Andauernder Harndrang, werde noch verrückt

    Ich bin 54 und mitten in den Wj.


    Ich gehöre zu denen, die so wie so öfter auf die Toilette müssen, hat mich nie gestört, bis ich im letzten Oktober merkte, mein Harndrang wurde häufiger und stärker :(v . Ich konnte Wasser lassen und nach 10 Minuten wieder. Dann ging es mal gut für 3 Std. und dann wieder nach ner halben Std.


    Die Untersuchungen waren ohne Befund. Es handelte sich wohl um Östrogenmangel. Ich bekam eine Estriolsalbe, die aber brannte, ich mußte einige ausprobieren. Aber, die wirkt nicht sofort, sodaß meine Blasenprobleme weiter bestanden. So 'krepelte' ich vor mich hin, es war mal besser und dann kam es einfach wieder.


    Habe Weihnachten/Silvester grad so rumgekriegt.


    Bin dann im Januar nochmal zur Gynäkologin und sie stellte dann Leukozyten und Bakterien im Urin fest.


    Sie gab mir ein AB für 5 Tage, und es lag auf der Hand, das ich dadurch einen Pilz bekam. Der Harndrang wurde nicht besser :(v .


    Ging wieder zur Frauenärztin und ich sollte Kadefungin 3er nehmen, was zuerst auch half. Danach hatte ich wieder Bakterien, und die Ärztin kam nicht auf die Idee, mal eine Kultur anzulegen, ich mußte es ihr erst sagen.


    Zufällig mußte ich am nächsten Tag zu meiner Hausärztin und sie wollte ebenfalls eine Urinkultur anlegen, sie verschrieb mir auch ein AB für 5 Tage. Beide wußten aber nix voneinander, dachte nur, doppelt kann ja nicht schaden. Nach den Anrufen, um das Ergebnis zu erfahren, .....BEIDE hatten das Urin gar nicht eingeschickt, so ein doofer Zufall....man glaubt es kaum.


    Lag jeweils an den Arzthelferinnen.


    Dann bin ich zum Urologen, er hat dann eine Kultur angelegt und es waren hauptsächlich die e-colis aus dem Darm, vorher hatte er mir auch ein AB (das 3.) gegeben, was ich brav nahm.


    Als ich danach zur Urinkontrolle wieder dort war (vor 2 Wochen), sagte er, es ist besser geworden, meine Blase sollte sich erstmal erholen, ixh bekam für Anfang März einen Termin zur Blasenspiegelung und wieder ein AB Nitrofurantoin, was speziell für die Harnwege gut ist, ich soll es bis dahin die ganze Zeit nehmen, mache ich auch. Dazu bekam ich Spasmex, zur Beruhigung des Blasenschließmuskels. das wirkt aber erst in ca. 1-2 Monaten ]:D . Mein Harndrang ist immer noch total furchtbar!!


    ich sitze hier und habe schon gar keinen anderen Gedanken mehr ]:D .


    Es ist ein Teufelskreis... ]:D .


    Ich habe es jetzt mit Düderlein versucht, weil meine Scheide auch sehr trocken und von den Kadefungingaben (häufiger) gereizt ist. Hatte das Gefühl, das die Milchsäure etwas geholfen hat.


    Aber der Harndrang ist immer noch schlimm!


    Jetzt meine Frage, hat jemand von euch auch sowas durchgemacht und kennt diese Beschwerden?


    Hilft denn die Östrogensalbe dagegen?? Ich mußte a auch damit aussetzen, konnte ja nicht alles gleichzeitig nehmen...


    Gruß


    Minkalinchen

  • 34 Antworten

    Lokaler Östrogenmangel kann durchaus ein Grund für den starken Harndrang, Trockenheit und auch für die Besiedelung mit ungesunden Bakterien sein, weil infolge des Mangels das Klima im Intimbereich einfach nicht mehr stimmt.


    Mit Östrogensalbe kannst du dem entgegen wirken. Es braucht aber auch ein bisschen Zeit bis die Wirkung sich entfaltet. Döderlein allein genügt auf Dauer nicht. Die Milchsäurebakterien überleben nur bei entsprechender Feuchtigkeit. Die wiederum benötigt einen gewissen Östrogenspiegel, also so eine Art Kreislauf.


    Eine Reizblase lässt sich auch trainieren, indem du den Zeitpunkt stückweise hinauszögerst bis du zur Toilette gehst (z.B. zu Hause einfach ein paar Minuten länger warten). Das Prinzip ist ganz einfach: Dein Gehirn gibt das Signal "Blase voll" zu früh und muss nun langsam lernen, dieses Signal später zu geben.


    Beckenbodentraining ist auch sehr hilfreich. Falls du in deiner Nähe ein Beckenbodenzentrum hast, kannst du dich dort nach einer Blasensprechstunde erkundigen. Dort gibt es dann auch Physiotherapeuten, die Anleitungen geben. Im www findest du aber auch viele Übungen dazu.


    Wichtig ist Geduld. Das geht nicht von heut auf morgen.


    Wurde abgeklärt, dass du keine Senkung von Blase oder Gebärmutter hast? Letztere kann auch auf die Blase drücken.

    Hallo silberbraut,


    danke für deine Antwort.


    Meine Ärztin meinte, ich hätte eine ganz leichte Gebärmuttersenkung, ganz normal, dem Alter entsprechend, aber nicht der Rede wert.


    Ich versuche immer das Fahrstuhlprinzip, d.h., den Beckenboden hochziehen, also unten kneifen und wieder locker lassen. Das mehrere Male hintereinander, hilft auch, und man kann es überall machen, fällt nicht auf. Den Tipp hat mir meine FÄ gegeben. ich kann den Urinstrahl auch anhalten, klappt noch.


    Gestern abend habe ich mir z.B. die Oekolp-Creme (Östrogensalbe) geschmiert, sie brennt erst etwas, läßt dann nach. Seit heute morgen, nach dem Waschen, habe ich wieder so ein komisches Gefühl in der Scheide, kann man gar nicht beschreiben. Wieder so einen Drang und wie ein Trockengefühl oder so, jedenfalls, alles so unruhig.


    Bist du ebenfalls in den Wechseljahren und hast ähnliche Erfahrungen mit Blase und Scheide gemacht?


    Minkalinchen

    Huhu Silbane *:)


    diesmal warst Du schneller als ich. ;-)


    Im Rahmen der Völkerverständigung werde ich nun mal mein Statement hier geben:

    @ Minkalinchen,

    erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum. Die Silbane und ich kennen uns virtuell schon länger und sind in der Regel einer Meinung.


    Wie so oft, wenn es um den BB (Beckenboden) geht, fehlen mir fast die Worte über Aussagen der meisten Gyns!


    Das hier:

    Zitat

    ...aber nicht der Rede wert.

    ist unglaublich! Ich selbst musste leider dieselbe Erfahrung machen. Lass Dir gesagt sein, dass es keine altersentsprechende Senkung gibt!


    Jede Senkung ist nicht normal und bringt unbehandelt längerfristig ernsthafte Probleme mit sich.


    Bedingt durch die Senkung wird es immer wieder zu Entzündungen in der Blase kommen.


    Wir sieht es mit der Kontinenz bei Dir aus? Kannst Du Lachen, Husten, Springen oder Rennen, ohne dass Du ungewollten Urinverlust hast?


    Die Oestrogenbehandlung ist nur ein ganz geringer Teil dafür, Deine Probleme zu stoppen. Es werden damit aber nur die Symptome behandelt bzw. ist dies nur ein Baustein. Du hast also mehrere Baustellen. Die eine ist die Trockenheit der Scheide, die andere und in meinen Augen viel größere ist die Senkung.


    Mit dem Östrogenmangel schreitet die Senkung schneller voran, als es das Alter eigentlich tut.


    Hast Du Kinder geboren und wenn ja, wie viele bzw. wie kompliziert waren die Entbindungen?

    Zitat

    ...ich kann den Urinstrahl auch anhalten, klappt noch.

    Ich hoffe, dass Du das nicht allzu oft probierst?


    Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es absolut nicht gut, dies zu probieren. Abgesehen davon ist es kein sicherer Hinweis, dass der BB in Ordnung ist! Das ist nur ein persönlicher Test, ob man die richtigen Muskeln anspricht, wenn man meint BB-Training zu machen!


    Die Problematik hierbei ist die, dass man mit dem Unterbrechen des Urinstrahles die Blase ganz schnell darauf trainiert Restharn zu verhalten.


    Gerade, wenn man mit Blasenentzündungen kämpft ist dies fatal!


    Es gibt wahrlich bessere Methoden, um ein entsprechendes Bio-Feedback zu bekommen. Solche Tipp sind wirklich total veraltet.

    Zitat

    Seit heute morgen, nach dem Waschen, habe ich wieder so ein komisches Gefühl in der Scheide, kann man gar nicht beschreiben. Wieder so einen Drang und wie ein Trockengefühl oder so, jedenfalls, alles so unruhig.

    Das ist die Senkung!


    Ich weiß, wovon Du sprichst. Ich habe 11 Jahre mit einer Senkung zu kämpfen gehabt. Diverse Gyns haben mich immer beruhigt.


    Bei der urodynamischen Messung im BB-Zentrum meinte die Schwester dann zu mir: "Frau ..., sie sind seit Monaten diejenige mit den schlechtesten Werten. Erstaunlich, dass sie überhaupt noch aufrecht laufen können! Noch erstaunlicher ist, dass der Prof. keine schwere Senkung in der vaginalen Untersuchung festgestellt hat."


    Unter der Op wurde dann klar, warum der Prof das nicht gesehen hat/konnte.


    Bei mir war ausschließlich der obere BB kaputt, darum war optisch nur eine leichte Senkung zu erkennen. Der untere BB war durch mich so gut trainiert, dass dieser einen totalen Vorfall verhindert hat.


    Ich will Dir keine Angst machen. Du bist auf einem guten Weg, wenn Du anfängst Dir aktiv Hilfe zu holen. Dieses Forum hier ist ein guter Anfang.


    Viele liebe Grüße

    Hallo Mama Lischen,


    erstmal danke für deine Antwort.


    Jetzt bin ich doch erstmal erschrocken...doch eine dollere Senkung??!


    Wie stellt man denn das sonst fest?


    Es gibt doch aber mehrere Schweregrade der Senkung oder nicht?


    Hattest du denn Restharn? Den habe ich z.B. nicht.


    Das muß ich mal sacken lassen...


    Minkalinchen

    Hallo MaLi *:)


    Schön, dass du hier hergefunden hast. So tiefgründig hätte ich das nie erklären können :)_


    Minaklinchen, ich selber hatte und habe bisher keine Probleme mit meiner Blase. Aber seit meiner Gebärmutterentfernung beschäftige ich mich ein bisschen mehr mit meinem BB. In diesem Zuge hab ich mal eine Infoveranstaltung besucht. Dort wird natürlich nicht so individuell und intensiv aufgeklärt wie Mama Lischen das jetzt gemacht hat, weil sie ja auch die Erfahrung leider selbst machen musste.


    Dort war eben die Rede von Östrogenidierung, aber auch dieser Punkt kam zur Sprache:

    Zitat

    Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es absolut nicht gut, dies zu probieren. Abgesehen davon ist es kein sicherer Hinweis, dass der BB in Ordnung ist! Das ist nur ein persönlicher Test, ob man die richtigen Muskeln anspricht, wenn man meint BB-Training zu machen!


    Die Problematik hierbei ist die, dass man mit dem Unterbrechen des Urinstrahles die Blase ganz schnell darauf trainiert Restharn zu verhalten.

    Die Physiotherapeutin sprach davon, dies maximal einmal pro Woche zu testen. Das Gehirn weiß sonst irgendwann nicht mehr, ob der BB angespannt oder entspannt werden soll. Die Miktion muss "in einem Rutsch" erfolgen, um Restharn zu vermeiden.

    Zitat

    Wie stellt man denn das sonst fest?

    Google mal nach Beckenbodenzentrum in deiner Nähe! Lass dir dort einen Termin geben zur genaueren Diagnostik!

    Zitat

    Es gibt doch aber mehrere Schweregrade der Senkung oder nicht?

    Ja, gibt es. Zur Festellung deines Grades sind die Ärzte im BB-Zentrum die richtigen Ansprechpartner.

    **Hallo Minkalinchen,


    nein, ich hatte auch keinen Restharn. Mir wurde das damals mit einem strafenden Blick erklärt, warum man die Miktion nicht verhalten soll.


    Ich hatte auch "nur" nachts unter ständigem Harndrang zu leiden. Am Tage war alles gut. Nachts musste ich 5 – 7 mal raus und glaubte, dass ich auch viel austreten würde. Dass die Menge nachts überhaupt nicht viel war, erkannte ich erst nach meiner Op, weil ich jetzt erst wieder weiß, wie viel die Blase überhaupt fassen kann. Am Tage geht jeder Mensch deutlich früher aufs Klo, als in der Nacht.


    Der Grad der Senkung ist auch nicht unbedingt ausschlaggebend für den Schweregrad der Blasenbeeinflussung. Meine Senkung war gerade mal ersten Grades. Hinzu kam, dass meine Senkung nach dorsal gewesen ist, also nach hinten – weg von der Blase.


    Eine sichere Diagnostik ist nur mittels einer Urodynamik möglich. Eine reine Blasenspiegelung ist Blödsinn, die spült nur dem Urologen Geld in die Kasse.


    Die Urodynamik misst die Belastbarkeit der Blase und des Blasenverschlusses. Dies geschieht mittels Kochsalzlösung, die auf Körpertemperatur erwärmt direkt in die Blase geleitet wird, sowie einer Elektrode, die die entsprechenden Reize in der Blase misst.


    Das ist alles völlig unwillkürlich. Die Messergebnisse werden in Form eines Diagrammes aufgezeichnet und daran kann man dann erkennen, ob die Funktion der Blase zu 100 % in Ordnung ist. Ebenso sieht man dann ganz genau, ob die Blase ausreichend dicht ist. An Hand der Flussrichtung (wird auch gemessen), erkennt der Doc genau, ob die Blase nach rechts, links, vorn oder hinten verlagert ist. Dementsprechend und nach prozentualer Einschränkung der Funktion wissen Urogynäkologen (BB-Zentrum) ganz genau, ob Du noch ohne eine Op klar kommst oder ob und wenn wie operiert werden muss.


    Eine Op ist und bleibt das letzte Mittel, aber wenn Du operiert werden musst, dann such Dir eine sehr gute Klinik und lass das auf keinen Fall in irgendeiner gynäkologischen Abteilung machen. Lass Freunde und Bekannte labern, wie sie wollen. Egal, nur die BB-Zentren sind wirklich fachlich in der Lage ein 1 A Ergebniss zu erzielen. Diese Op´s bringen den Kh´s sehr viel Geld. Alle wollen sie durchführen, aber kaum einer hat wirklich Ahnung davon. Eine nach-Op ist immer sehr, sehr schwierig. Leider haben hier schon viele auf ihre empfohlenen Ärzte geschworen. Einige sind wieder gekommen und mussten feststellen, dass deren Erfahrung doch nicht so toll war. Die BB-Zentren machen solche Op´s täglich. Wer hat also die meisten Erfahrungen?


    Auch halte ich nicht allzu viel von den Op´s mit körpereigenem Gewebe. In Deinem Alter macht das keinen Sinn. Wenn Du Links über einschlägige Studien brauchst, dann schicke ich sie Dir gern per Pn. Die Frage ist nur, ob Du das Mediziner-Latein darin verstehst. Dort wird auf jeden Fall davon abgeraten, Frauen kurz vor oder in den Wechseljahren Plastiken mit körpereigenem Gewebe zu machen. Gerade der sinkende Östrogenspiegel lässt vermuten, dass diese Plastiken nicht von Dauer sind. Kunststoffbänder/netze sind dann das Mittel der Wahl. Ich lebe seit knapp 3 Jahren mit einer kompletten BB-Plastik aus Kunststoff. Ich habe eine ganz neue Lebensqualität und würde mich immer wieder dafür entscheiden.

    Hallo Mama Lischen,


    danke das du nochmal geantwortet hast.


    Ich habe nur 1 oder 2 mal versucht, meinen Harnstrahl zu unterbrechen, also, das mach ich nicht immer.


    Habe auch schon davon gehört, das es nicht gut sein soll, eher das Gegenteil hervorrufen kann.


    Das 'Fahrstuhlfahren' (also den kneifen und wieder locker lassen) mache ich trotzdem öfter, dazu hat mir meine FÄ geraten.


    Beckenbodengymnastik werde ich machen, auf jeden Fall, habe mich schon im Net schlau gemacht.


    Meine Senkung wurde durch meine Gynäkologin festgestellt, indem sie Ultraschall, und durch die Scheide den Test gemacht hat: ich sollte kneifen, locker lassen und entgegen drücken, sie hat gefühlt und getastet. Dann sollte ich noch Husten. Es war soweit alles harmlos.


    Und dann kam ich nicht wieder drauf, das es daran liegen könnte, bis du mich drauf brachtest...


    Es muß aber bei mir nicht genauso sein, wie bei dir. Du hast ja selbst geschrieben, in deinen Augen...


    Ich hatte vor 5 Jahren das Gleiche schon mal, nur alles ohne Bakterien. Hatte schon genauso die Ärzteodyssee hinter mich gebracht, bis ich eine Psychotherapie machte.


    Danach war alles weg, hatte keinen Harndrang mehr.

    Hallo Minkalinchen,


    Das "Fahrstuhlfahren" kannst Du ja auch ruhig weiter machen. Das ist völlig ok, aber das alleine reicht nicht aus, um auch nur eine beginnende Senkung auf zu halten. Dafür musst Du schon richtiges Training machen.


    Natürlich muss es bei Dir nicht so sein, wie bei mir. Ich bin halt nur einschlägig "vorbestraft", wenn es darum geht von den Ärzten ernst genommen zu werden. "Alles halb so schlimm" ist die Devise. Natürlich war ich noch weit von einem kompletten Vorfall entfernt, aber meine Lebensqualität war total eingeschränkt. Ja, sogar meine sozialen Kontakte habe ich einschlafen lassen, weil ich eben nicht mit an den Strand gegangen bin oder zu einer Grillparty mit dünner Kleidung oder zu Familiensportfesten von der Kita oder Schule meines Sohnes.


    Eine Psychotherapie sollte ich auch machen, aber ich habe keinen Termin bekommen, weil bei uns Therapeuten extrem knapp sind.


    Statt dessen hat man mir Tabletten gegen die "Reizblase" verschrieben, die mich total müde und schlapp gemacht haben. Am Ende habe ich dann einen Restharnverhalten von bis zu 300 ml entwickelt. Ich habe es ja nicht mehr gemerkt, dass ich auf die Toilette musste. Klar kann eine Gynäkologin erst einmal mit dem Finger eine grundsätzliche Diagnose stellen, aber wenn sie dann zu dem Schluss kommt, dass da eine Senkung vorliegt, dann sollte sie doch an die entsprechenden Fachärzte überweisen. Das ist aber nur meine Meinung, weil ich eben einschlägige negative Erfahrungen gemacht habe. Mir wurden regelrecht 11 Jahre eines aktiven schmerzfreien Lebens geraubt, weil "alles nur halb so wild" war.


    Das Du Bakterien in der Blase hast, kann Zufall sein, aber es kann auch ein Anzeichen dafür sein, dass die Senkung ausgeprägter ist, als Deine FÄ es "gefühlt" hat.

    Hallo Mama Lischen,


    heute geht es so eingermaßen mit meinem Harndrang (will es aber nicht beschreien >:( ).


    Wenn ich nicht immer dran denke, was in letzter Zeit leider der Fall ist, habe ich kaum Beschwerden.


    Es hat auch viel mit meiner Psyche zu tun.


    Du schreibst, du hast auch ein Spasmolytikum bekommen. Ich habe das Gefühl, das es irgendwie den Harnstrahl mindert, jedenfalls ist er nicht mehr so ausgeprägt. Werde es wohl weglassen, habe damals, als ich die gleichen Beschwerden hatte, auch nicht viel von dem Zeugs gehalten. Ich nehme zusätzlich Vitamin C, Zink und Cranberrys für die Blase ein, und ab und an trinke ich Blasentee, das am Rande.


    Jedenfalls werde ich bei der Blasenspiegelung meinen Urologen löchern, ob er irgendeinen Druck auf die Blase sieht, muß ja nicht die Gebärmutter sein, sondern vielleicht der Darm oder Bauch...(hoffentlich nicht).


    Und wenn es der Fall ist, ob er mir eine Überweisung für die Fachrichtung schreibt.


    Meine Bekannte sagte mir, ihr Urologe hätte damals dieses alles sehn können, bei ihr war es auch eine Gebärmuttersenkung, mußte nicht operiert werden, hatte auch keine Beschwerden, nur ab und an mal etwas Harndrang, ist wohl im Laufe der Zeit verschwunden.


    Meine Gynäkologin hat diese Woche Urlaub, Termin erst nächste Woche, werde ich auch nochmal 'nerven'.


    Mal sehn, was dabei rauskommt...

    Hallo Silberbraut,


    danke auch für deine nochmalige Antwort.


    ich habe ja Mama Lischen schon geschrieben, das ich den Harnstrahl nur mal kurz angehalten habe, es nicht mehr mache.


    BB-Training ist bestimmt ganz wichtig, werde ich auch machen.


    Werde mich genau erkundigen, wo es bei mir in der Nähe was Gutes dafür gibt, oder eben, erstmal eine BB-Sprechstunde in einem KH geben lassen.

    Also ich hab das gleiche Problem wie Du über Jahre gehabt. Ich mußte ständig zum Klo. Nichts hat geholfen, ich bekam sogar Blasenspasmatika. Heute nehme ich Sirdalud 4mg. Das ist ein Präperat zur Muskelentspannung. Seitdem ich das nehme, hat der Harndrang komplett nachgelassen.Frag mal Deinen Arzt danach ;-)

    Hallo Märzsonne,


    danke, für deine Antwort.


    Wie hat sich denn bei dir das Problem zuerst bemerkbar gemacht?


    Und wie oft mußtest du aufs Klo?


    Ich habe inzwischen von meiner HÄ erfahren (durch eine Stuhlprobe), das ich zuviel Darmpilze (Canida albicans) habe.


    Die hat jeder Mensch im Körper, nur bei mir haben sie sich zu sehr vermehrt, durch die vielen Antibiotika, die ich nehmen sollte ]:D .


    Sie meinte, kein Wunder, das sie die Blasen- und Scheideninfektionen immer wieder bekommen :(v .


    Sie hat mir für 2 Wochen Nystatin (3x2 Tabletten) verschrieben. Das Antibiotikum soll ich natürlich ganz weglassen.


    Wer hat dir denn das Sirdalud verschrieben?


    Und hat es sofort gewirkt oder gedauert?


    Liebe Grüße

    Du wirst lachen. ich bekomme das sirdalud vom Schmerzarzt, aber zwischendurch verschreibt es auch der Hausarzt. ich habe es eigentlich in der Migräneklinik Kiel als Prophylaxe gegen Migräne verschrieben bekommen. Das Leiden mit der Blase hab ich seit der Geburt meiner Tochter im Jahre 1998. ich mußte auch bis zu 25 Mal am Tag zur Toilette.


    Wirklich nichts half. meine Blase wurde ein paarmal operiert(das heißt unter Vollnarkose wurde sie gedehnt), was aber auch nichts brachte. ich trank zu wenig, vor lauter angst ständig zum Klo zu müssen.


    ich üpberlegte genau, wo ich hinging, und ob dort auch ein Klo zur Verfügung steht.


    Einmal beim Zahnarzt mußte ich innerhalb kurzer Zeit dreimal zum Klo. der arzt war sichtlich genervt. Manchmal nahm ich vor Ereignissen dann einfach eine Entwässerungstablette, weil ich dachte, wenn alles raus ist, mußt du nicht mehr. das war ein Trugschluß.


    Meine Neurologin meinte dann, es wäre ein neurologisches bzw. psychisches Problem. das heißt ich konzentriere mich zu sehr auf die Blase. Aber, der Urin war durchsichtig, ich mußte jedes Mal wenn ich ging sehr viel.


    Durch den Nebeneffekt der Migräneprophylaxe hab ich jetzt endlich eine Erleichterung.


    Vorher hatte ich mir schon Windeln besorgt, weil ich dachte, du hälst ja nicht mal mehr 10 Minuten aus. das war schon eine Not.


    Sirdalud wirkt jetzt so auf meine Blase, dass sie wieder wie früher funktioniert. ich muß ganz normal alle 4 stunden in etwa.Ich kann endlich genug trinken, und hab auch keine Kopfschmerzen mehr.


    Ich wünsche Dir, dass du das medikament mal ausprobieren kannst, und dann berichte mal :)z

    Ach so, was mir noch einfällt. saniere Deinen Darm auch noch über die Nahrung. Laß mal Zucker und Weißmehl 4 Wochen weg. Dann würde ich Sauierkrautsaft trinken und Joghurt mit rechtsdreheneden Milchsäurebakterien trinken. Der Darm scheint jetzt schwach durch Antibiotika. Ich hatte das früher auch ganz oft.


    Vielleicht kannst Du Dir auch mal eine Woche Tampons mit Biojoghurt getränkt in die Scheide einführen um dort auch die Flora wieder aufzubauen.