Du weißt das du mit der Einnahme einer Kombinationspille in diesem Alter ein immens hohes Risiko eingehst? Das gilt, neben Rauchen und Übergewicht, nämlich als weiterer Risikofaktor für eine Thrombose/Embolie.

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    Da eine Drittel ohne Beschwerden nimmt vielleicht Hormone.

    Auch wenn es alle ganz schrecklich fanden: Ich habe ein paar Jahre lang Hormone genommen und fand es toll: Durchschlafen, keine Schweißausbrüche mehr, keine schmerzenden Brüste...


    Es heißt zwar, früher hätten die Frauen nicht darüber gejammert. Aber wenn ich mit alten Frauen sprach: Die waren meist glücklich, keine ungewollten Schwangerschaften mehr zu riskieren und haben das dafür gern in Kauf genommen!

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    Im Übrigen leiden Frauen in Kulturkreisen, in denen es unschicklich ist, über Wechseljahresbeschwerden zu klagen, weniger (...)

    Naja, vielleicht allerdings leiden sie genausoviel, trauen sich aber nicht, das zu sagen (weil´s ja unschicklich ist). :-/


    Früher "gab" es in Deutschland auch kaum Menschen, die Depressionen hatten. Oder solche mit Burn-Out-Syndrom. Sowas "gab" es einfach nicht.... oder gab´s das vielleicht doch? Und die Leute haben sich nur geschämt und keiner hat es beim Namen genannt? Bzw. es gab keinen Namen dafür, weil´s ja unschicklich war, "verrückt" zu sein... :=o

    Hallo Merlinchen7,


    mir geht es genauso. Auch ich schreie bei allen Beschwerden ständig "hier".


    Hormone wollte ich nie nehmen (wurden mir schon sehr früh "angeboten" wg. Zysten und Endometriose), die Nebenwirkungen waren mir immer zu riskant.


    Letzte Woche war ich aufgrund des mittleweile immens hohen Leidensdruckes nun bei einem Arzt, der sich mit naturidentischen Hormonen auskennt. Nun stehen die Ergebnisse des Speicheltestes aus und dann sehen wir in ca. 2 Wochen weiter. Ich verspreche mir sehr viel davon, zumal ich nach wie vor keine künstlichen Hormone nehmen will.


    Zu Frau Dingens kann ich nur sagen, dass es hier nicht um Verschleißerscheinungen geht, sondern um Veränderungen des Körpers und der Psyche, die früher nicht da waren. Egal, ob man sich damit beschäftigt oder nicht.

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    Im Übrigen leiden Frauen in Kulturkreisen, in denen es unschicklich ist, über Wechseljahresbeschwerden zu klagen, weniger (...)


    Naja, vielleicht allerdings leiden sie genausoviel, trauen sich aber nicht, das zu sagen (weil´s ja unschicklich ist).

    Tun sie nicht, es gibt dazu gute Studien.


    Ich würde empfehlen, daß sie jede Frau, die ihre Wechseljahre so richtig auskosten möchte, sich eine Liste aller möglichen Symptome macht, dann jeden Tag nachguckt, ob sie sie auch alle hat und sich darüber in einem Forum austauscht. Der Nocebo-Effekt wird sie ihr dann alle bescheren.


    Frauen, die keinen Bock auf Symptome haben, sollten auf ihr Gewicht achten, Alkohol einschränken, eventuell eine Entspannungstechnik lernen, ihr Ferritin messen lassen und Hormone erwägen.

    Ich kann ja nicht sagen, dass ich Hormone schrecklich finde. Bin momentan echt kurz davor. Allerdings habe ich schlichtweg Angst wegen der eventuellen Folgen.


    Meine Mutter ist mit Anfang 50 an Brustkrebs gestorben. Ich habe viele Jahre die Pille genommen, also auch schon Hormone. Früher haben die Frauenärzte ja früh und ganz schnell Hormonersatz gegen die Wechseljahresbeschwerden verschrieben. Heute ist das umstritten. Ich denke allerdings, dass die Wirkung noch gar nicht bekannt sein kann, da es die künstlichen Hormone für gesicherte Langzeiterkenntnisse noch nicht lange genug gibt. Andererseits sage ich mir: Will und kann ich etliche Jahre mit einer stark eingeschränkten Lebensqualität leben ? Keiner weiß, wie alt er wird, ob er an Krebs erkrankt oder nicht und ob dann wirklich die Hormone mit ein Auslöser waren.


    Welche Hormone hast Du denn genommen Pauline ? Wie lange ? Wie alt bist Du, wenn ich fragen darf ?

    Agnes

    Was weißt Du denn, was jede Frau, die unter den Wechseljahren leidet, nicht schon alles auf die Beine gestellt hat? Ob Du es glaubst oder nicht: Hab ich alles beherzigt und noch viel mehr ... Und trotzdem leide, jawohl leide ich phasenweise extrem. Da hilft auch die zweite und dritte Entspannungstechnik nichts. Und was das Gewicht betrifft (Welche Frau achtet wohl nicht darauf? Ich kenne keine.): Ich nehme stetig zu, jedes Jahr ein bisschen, die Hüften runden sich, die Oberweite scheint immer weiter zu wachsen und tun manchmal so weh, dass fast jede Bewegung schmerzt. Und das alles TROTZ gesunder Ernährung, fast null Zucker, Vollzeitjob, aktivem Leben inclusive sportlicher Betätigung. Was sagst Du nun ?


    Darum geht es auch gar nicht. Es ist ganz einfach so, dass Körper und Seele sehr wohl beeinträchtigt werden durch das Hormonchaos. Glaubst Du wirklich, wir weiden uns hier an fiktiven Symptomen, die wir uns aus Listen raussuchen ? Die einen merken eben mehr, die anderen weniger.

    Ich bin gerade 44 geworden und Ende letzten Jahres kamen bei mir die WJ von jetzt auf gleich. Immer regelmäßigen Zyklus, völlig beschwerdefrei und dann "klick" meine Mens mehr und ich fühlte mich einfach "anders", nicht furchtbar schlimm, aber ich habe mich selbst genervt. Dazu Hitzewallungen, die aren mir aber irgendwie völlig egal, das konnte ich gut ignorieren. Also Hormonspiegel bestimmen lassen, Hormonwerte waren wie bei einer Frau, die die WJ schon fast hinter sich hat. Also nehme ich nun Hormone und fühle mich wieder ganz normal.

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    Meine Mutter ist mit Anfang 50 an Brustkrebs gestorben. Ich habe viele Jahre die Pille genommen, also auch schon Hormone

    hatte deine Mutter denn hormoninduzierten Brustkrebs? Oder hast du eine genetische Disposition dafür?

    Hormoninduziert war der mit Sicherheit nicht. Sie hat nie die Pille usw. genommen.


    Es ist ja durch Studien bekannt, dass das Gen für Brustkrebs in der weiblichen Linie oft weitergegeben wird. Für Eierstockkrebs wohl auch. Ich habe allerdings 50% meiner Gene ja auch von meinem Vater. Und selbst wenn ich eine Genmutation hätte, muss ich nicht zwangsläufig an Krebs erkranken.


    Ich bin seit der Zeit aber in der Vorsorge. Meine erste Mammographie hatte ich schon mit 34. Da gehe ich auch regelmäßig hin, genauso wie zum Frauenarzt. Insofern bin ich genetisch vorbelastet. Und man weiß eben nicht, was künstliche Hormone so bewirken. Gerade die Jahre Ende vierzig/Anfang 50 sind hormonelle Umbruchphasen, das Leben, der Stress haben Spuren hinterlassen, man ist schon anfälliger für Krankheiten, Heilungen dauern länger usw.. Das sind oft Jahre, in denen der Krebs ausbricht.


    Habe etliche Jahre die Pille genommen. Daher habe ich mir immer geschworen, nie künstliche Hormone zu nehmen. Durch die Wechseljahre möchte ich eigentlich auch heute noch als eine Phase meines Lebens einfach so durchgehen. Diese Zeit hat ja viele positive Seiten: Die Kinder sind praktisch aus dem Haus. Ich konnte Verantwortung abgeben, lerne zunehmend loszulassen, Dinge abzuwählen, die mir nicht guttun, mache schöne Sachen für mich ... .


    Das mich dieser hormonelle Umschwung so aus dem Gleichgewicht bringt, hätte ich nie gedacht.

    Man kaufe sich Mandelöl im Reformhaus und zertifzierte ätherische Öle (zum Beispiel von Primavera).


    Gegen Wechseljahrsbeschwerden, besonders Schlafstörungen und Ängste und Depressionen kaufe man Muskatellasalbei, Neroli, Jasmin 4%ig.


    Man besorge sich ein 2o ml Tropffläschchen aus der Apotheke und fülle dies mit dem Mandelöl und man gibt von jedem ätherischen Öl 3 Tropfen dazu.


    Wenn man kirre ist, tropfe man sich dieses Duftöl dann auf das Handgelenk verreibe es und atme es tief ein. 2 Minuten später wirken die Düfte schon im Gehirn. Jasmin hat quasi die gleiche Andockstelle wie Valium, es beruhigt, Muskatellasalbei wirkt gegen Hitzewallungen.


    Eine sehr angenehme Therapie ohne Nebenwirkungen.


    Ätherische Öle jedoch niemals pur auf die Haut geben, sondern nur in Trägerölen wie oben beschrieben.

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    Und selbst wenn ich eine Genmutation hätte, muss ich nicht zwangsläufig an Krebs erkranken.

    das Risiko liegt bei Mutationsträgerinnen bei dem BRCA1-Gen bei bis zu 80%, bei dem BRCA1-Gen bei 45-65%, ohne Mutation bei 10%. Daher würde bich bei früher Erkrankung von weiblichen Familienangehörigen immer eine tomorgenetische Beratung machen lassen. hat man keine Genmutation, kann man sich die engmaschigen Mammographien sparen und lebt entspannter.


    Da in meiner Familie kein Krebs vorgekommen ist bisher, dafür die Frauen aber im Alter Osteoporose-Neigung haben, nehme ich eben die Hormone, um meine Knochen zu schützen. Es ist immer eine individuelle Abwägung, welche Therapie an geeinetsten ist.

    Ich habe mir eigentlich noch nie große Gedanken über die Wechseljahre gemacht und deshalb denke ich dass sich meine Beschwerden auch wirklich im Rahmen halten.


    Ich bin heuer 52 geworden und hatte meine letzte Regel im Mai. Man muss auch die positiven Seiten des Wechsels sehen ...... ich habe keine lästige Regelblutung mehr :-) und meine Haut ist etwas trocken geworden aber immer noch besser als fettige Haut ;-) . Gut ich habe auch ab und zu Hitzewallungen und wenn das Nachts ist, schlafe ich auch mal schlecht aber das würde mich jetzt nicht veranlassen irgend welche Pillen einzuwerfen.

    Die Kruemi

    Und so eine Beratung zahlt die KK ? Sowas veranlasst doch kein Arzt so ohne weiteres. Ich bin in der engmaschigen Überwachung und musste z.B. Vaginalultraschall nie bezahlen, was bei anderen eine IGEL_Leistung ist. Aber: Will ich das wirklich wissen ? Dann wird das ganze Leben doch mit Ängsten besetzt und ich bin in "Warteposition" wann der Krebs ausbricht. Er muss es ja nicht einmal, selbst wenn ich das Gen habe. Aber diese psychische Komponente ist nicht zu verachten. Ich sage mir immer: Nein, ich bekomme keinen Brustkrebs.

    Schneehexe

    Also, wenn ich so eine Schlaflosphase habe, kann ich das leider nicht so abtun. Dann krieche ich irgendwann nur noch auf dem Zahnfleisch. Es kommt ja auch immer auf die Lebensumstände an. Wäre ich zu Hause, könnte ich meinen ganzen Tag anders gestalten. Mehr nach meinen Bedürfnissen. Wenn ich müde wäre, würde ich mich eben mittags mal ein Stündchen hinlegen. Aber nicht schlafen UND Vollzeit arbeiten : Sorry, das geht irgendwann gar nicht mehr. Der Stresspegel steigt, das Herz rast, Du kannst Dich nicht mehr konzentrieren, schleppst Dich irgendwie über den Tag. Abends bist Du dann todmüde UND: KANNST WIEDER NICHT EINSCHLAFEN ! .... Ist ja auch gefährlich. Neulich bin ich in der Straßenbahn eingeschlafen. Das ist mir noch nie in meinem Leben passiert. Beim Selbst-Autofahren kann das ganz schön nach hinten losgehen