FÄ will dass ich Gestagene nehme

    Letzte Woche hatte ich einen Krebsvorsorge-Termin bei der FÄ. Da bekommt man dann ja auch so Fragen gestellt, wann die letzte Regel war, ob man Zwischenblutungen hat und ob Unregelmäßigkeiten bestehen.


    Da ich heuer 52 werde, war es für mich ganz normal, dass sich da was verändert und ich hoffentlich meine Regel bald ganz los bin. Sonstige WJ-Beschwerden wie z.B. Schlafstörungen oder Schweißausbrüche habe ich nicht.


    Am Schluß von dem Gespräch (noch vor der Untersuchung) sagte dann meine FÄ, dass sie mir Gestagene verordnen will :-o , da ich ohne ein erhöhte Risiko für Gebärmutterkrebs hätte. Ich habe aber dann abgelehnt, da mir meine sonstigen Tabletten schon reichen.


    Wer von euch nimmt Gestagene und wie wirkt sich das aus?

  • 21 Antworten
    Zitat

    Warum?

    Das frage ich mich auch. Ich war so perplex %:| , dass ich das mit ihr überhaupt nicht näher erörtert habe. Sie meinte dann nur, dass ich mich auf jeden Fall melden sollte wenn es mit den Zyklusstörungen zunehmen würde.


    Aber egal, ich bin eh gegen Hormone, ich will dieses Zeug einfach nicht nehmen. Außerdem habe ich keine großartigen Beschwerden, außer Zyklusunregelmäßigkeiten und ab und an Schmier- und Zwischenblutungen, was aber in meinen Augen völlig normal ist wenn man auf die 52 zugeht.

    Letzteres stimmt nicht ganz – da sind zwei Dinge durcheinander gekommen ;-)


    Gestragene sind Antiandrogene und somit ein Gegenspieler vom Testosteron – nicht vom Östrogen. Allerdings haben sie im Zyklus der Frau die Funktion die Gebärmutterschleimhaut abzubauen.


    Generell werden die Gestragene durch die Wechseljahre weniger und da sie dann nicht mehr in der bisherigen Form als Gegenspieler zum Testosteron fungiieren können steigt wirklich das Krebsrisiko etwas an, was aber vollkommen normal ist.


    Würde mir auch überlegen ob ich die ohne Grund nehmen würde, allerdings muss man Hormone nicht unbedingt verteufeln. Sollten Wechselljahrsbeschwerden auftreten oder ein Grund für ein erhöhtes Krebsrisiko bestehen sind sie definitiv sinnvoll.

    acho – habe 2 DInge ganz vergessen:


    a) Östrogene nimmst du nicht, oder ?


    b) Eine Änderung der Regelblutungen kann auf einen Progesteron (Gastrogen) Mangel hinweisen. Vieleicht hat sie deshalb angefragt. Inwiefern bestimmte Veränderungen der Regelblugtung in den Wechseljahren normal sind kann ich allerdings leider nicht sagen...

    Danke Shimone für deine Antwort, hätte garnicht gedacht dass hier ein Mann mitliest ;-) .

    Zitat

    ein Grund für ein erhöhtes Krebsrisiko bestehen sind sie definitiv sinnvoll.

    Familiär besteht bei mir kein erhöhtes Risiko.

    Zitat

    Östrogene nimmst du nicht, oder ?

    Östrogene nehme ich nicht.

    Zitat

    Eine Änderung der Regelblutungen kann auf einen Progesteron (Gastrogen) Mangel hinweisen. Vieleicht hat sie deshalb angefragt.

    Ich habe sie gefragt ob sie mir was zu einem erniedrigten SHBG (15,30 RW: 30-100) sagen kann, das wurde vor einem Jahr beim NUK im Rahmeni einer SD-Untersuchung gemacht, aber er hat sich in seinem Befund nicht näher dazu geäußert und mein HA konnte auch nichts damit anfangen.

    'Mann' liest 'hier' auch nur mit, wenn er durch Zufall im Fenster für aktuelle Diskussionen einen Begriff sieht der ihm bekannt vor kommt ;-)


    Die ersten beiden DInge hören sich doch schonmal gut an. Was deinen SHBG Wert betrifft so fragst du besser meine Schwester – die kennt sich durch die Arbeit im Labor besser mit genauen Blutwerten aus.^^


    Letztendlich kann man aber bei einzelnen Blutwerten eh immer nur raten. Da der Wert in Verbindung mit einer Schilddrüsenuntersuchung festgestellt wurde wäre jetzt die erste Frage ob vieleicht eine Schilddrüsenunterufnktion vermutet oder festgestellt wurde. Das würde dann schon den Wert erklären. Normalerweise müsste der Wert mit zunehmendem Alter ja eher ansteigen...

    Zitat

    Was deinen SHBG Wert betrifft so fragst du besser meine Schwester – die kennt sich durch die Arbeit im Labor besser mit genauen Blutwerten aus.^^

    ???

    Zitat

    Da der Wert in Verbindung mit einer Schilddrüsenuntersuchung festgestellt wurde wäre jetzt die erste Frage ob vieleicht eine Schilddrüsenunterufnktion vermutet oder festgestellt wurde. Das würde dann schon den Wert erklären. Normalerweise müsste der Wert mit zunehmendem Alter ja eher ansteigen...

    Ich habe eine Autoimmunthyreoiditis und nehme L-Thyroxin 88 z.Zt., damit sind meine SD-Werte im Normbereich.

    Mit "Was deinen SHBG Wert betrifft so fragst du besser meine Schwester" wollte ich nur ausdrücken, dass es für mich mitunter eher schwierig ist die relevanz von bestimmten Werten ein zu ordnen. War das jetzt besser verständlich ? Ich hoffe es einfach mal... ;-)


    Ich weiß jetzt letztendlich nichtmehr genau warum du den SHPG Wert gepostet hast, kann jedoch ausschließen, dass allein dieser Wert Progesteronmangel hinweist, falls das die Intention war.


    Ansonsten ist ein niedriger Wert in Kombination mit der Schilddrüse ein Hinweis auf eine Unterfunktion welche auch bei einer schon länger anhaltenden Hashimoto-Thyreoiditis der Fall sein kann.

    Zitat

    Ich habe eine Autoimmunthyreoiditis und nehme L-Thyroxin 88 z.Zt., damit sind meine SD-Werte im Normbereich.

    Mit IM Normbereich geh ich davon aus dass sie das vorher nicht waren?


    Lediglich IN der Norm zu sein reicht oft nicht aus. Seit wann nimmst du denn das LT?


    Und hast du vielleicht letztgültige Werte?

    @ Gestagen

    Damit kenn ich mich nicht aus, aber ich dachte immer Frauen im Wechsel hätten eher einen Östrogenmangel.

    Progesteron ist ein weibliches Sexualhormon das in den Wechseljahren ebenfalls ab nimmt, insofern kann auch ein reiner Progesteronmangel eintreten. Und das nict nur in den Wechseljahren...


    Allerdings sind Gestagene (einfach als künstliches Progesteron ansehen) auch bei reinem Östrogenmangel wichtig. Aufgrund eines erhöhten Krebsrisikos wird mitlerweile z.B. kaum noch reins Östrogen (ohne Gestragene) bei einem Östrogenmnagel verordnet.

    @ Nala

    Zitat

    Lediglich IN der Norm zu sein reicht oft nicht aus. Seit wann nimmst du denn das LT?


    Und hast du vielleicht letztgültige Werte?

    Das LT nehme ich schon ca. 5 Jahre.


    15.09.10 beim Endo (LT 100):


    TSH bas.: (RW 0,27-2,5) 0,06


    fT3: (RW 2,04-4,4) 3,20 ->49,15%


    fT4: (RW 0,93-1,71) 1,28 ->44,87%


    8.11.10 beim HA (LT 88):


    TSH bas.: (RW 0,27-2,5) 0,11


    fT3: (RW 2,04-4,4) 2,90 ->36,44%


    fT4: (RW 0,93-1,71) 1,12 ->24,36%


    27.12.10 beim HA (LT 88):


    TSH bas.: (RW 0,27-2,5) 0,50


    fT3: (RW 2,04-4,4) 2,52 ->20,34%


    fT4: (RW 0,93-1,71) 1,22 ->37.18%


    28.03.11 beim HA (LT 88):


    TSH bas.: (RW 0,27-2,5) 0,80


    fT3: (RW 2,04-4,4) 2,28 ->10,17%


    fT4: (RW 0,93-1,71) 1,28 ->44,87%

    Zitat

    Falls du derzeit noch einen Zyklus hast, am besten am Zyklusanfang, kurz vorm Eisprung und gegen Ende des Zyklus. Nur aus reiner Sichtdiagnose (und so klingt deine Erzählung) sicher nicht

    Das dürfte sich etwas schwierig gestalten, da der Zykus nicht unbedingt regelmäßig ist .... ich kann nie sicher sein wann es wieder soweit ist. :=o