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    Wer keine sexuelle Lust mehr empfindet, empfindet halt keine mehr, na und? Es gibt im Leben auch andere schöne Dinge! So Dinge wie Reisen, gutes Essen, Sport, gute Musik,....

    Da hast du schon recht, man hat aber auch einen Partner, den schaltet man dan auch einfach ab??? ":/:=o

    Ich bin ja noch gute zwanzig Jahre von der Menopause entfernt, aber dieser Thread macht mir streckenweise echt Angst.


    Dank hormoneller Verhütungsmittel weiß ich, wie sich ein völliger Libidoverlust anfühlt. Was es bedeutet, kein Verlangen mehr nach Sex zu haben und auch die fehlende körperliche Empfindungsfähigkeit ist mir bekannt. Der Gedanke, das was ich mir im vergangenen Jahr zurückerobert habe, durch die Wechseljahre wieder zu verlieren, ist schrecklich.


    Leider habe ich keine Lösung parat und kann allen Betroffenen nur viel Kraft wünschen.

    Genau daran liegt ja das Problem.. Welche Mann mit 50 kann damit leben ständig eine lustlose Frau im Bett zu haben?? Klar kann man um den Mann was gutes zu tun, einfach eine Oscarreife Performance hinlegen, aber dass ist doch für einen selber ziemlich zermürbend.....


    Ist man Single, ist es ja vielleicht kein Problem, hat man ein Partner sieht es aber sehr anders aus..

    Leider ist es auch so dass man irgendwann anfängt sich unter Druck zu setzten... Man weiß dass der Partmer sich nichts mehr wünscht, als seine lustvolle Frau zurück zu bekommen, aber nichts rührt sich..Der verdammte Lust ist wie weggeblasen.. Man fängt an, und dass habe ich von so viele Freundinnen gehört, schon Morgens sich Gedanken darüber zu machen, ob doch vielleicht Heute Abend im Bett die alte Lust nur ein bisschen zurück kommt. Des mehr man sich deswegen verrückt macht, des weniger wird die Lust.. Wenn es überhaupt geht weniger Lust zu haben als man jetzt schon hat... Es ist ein Teufelskreis.. Manchmal traut man sich kaum noch den Partner im Arm zu nehmen weil es könnte ja sein dass er dann Lust bekommt und dann???? :-/


    Einfach schrecklich.. :-(

    Ich habe auch Angst vor der Menopause.


    Meine Mutter ist Ende 50, bei ihr ging es vor knappen 8 Jahren los und sie empfindet es noch immer als sehr belastend. Sie hat auch zahlreiche Ärzte aufgesucht, helfen konnte bislang niemand.


    Das Problem ist einfach die fehlende Hormonproduktion...die Ovarien stellen die Produktion weitestgehend ein, daher sind Vorschläge wie "Hormonproduktion muss nur angeregt werden" auch völliger Quatsch. Man kann sie mittels HET zuführen, aber die Produktion nicht anregen.


    Meine Mutter hilft sich mit Sport, sofern es die schmerzenden Gelenke zulassen, den Hypertonus hat sie inzwischen medikamentös eingestellt und die sexuelle Unlust und allgemeine Motivationslosigkeit versucht sie auch zu bekämpfen, auch wenn es sehr schwer ist. Sie tut mir sehr Leid und irgendwo sehe ich mich dann dort in 25 Jahren. Furchtbar. Ich hoffe nur dass die HET weiter entwickelt wird und man irgendwann die Wecheljahre besiegen kann.

    Da ich immer wieder nach Pflanzenwirkstoffen nachkrame, habe ich vielleicht Pflanzen gefunden, die eventuell die Beschwerden während der Menopause mindern könnten:


    -Verstärkte regelmäßige Einnahme von Phytoöstrogenen z.B. über Leinsamen, Salbei und Rotklee um den Östrogenspiegel zu verbessern, oder auch Weizen als Tee trinken (auch wenn das blöd klingt)


    Reich an pflanzlichen Östrogenen sind außerdem:


    Anissamen, Äpfel, Bäckerhefe, Blaubeeren, Erbsen, Fenchel, Gerste, grüne Bohnen, Himbeeren und Himbeerblätter, Kartoffeln, Kirschen, Kohl, Kürbis, Lakritze, Oliven, Olivenöl, Papaya, Petersilie, Pflaumen, Reis, Rhabarber, rote Bohnen, Salatgurken, Salbei, Sesamsamen, schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren.


    (von hier)


    - Einnahme von Erd-Burzeldorn und Maca, zusätzlich regelmäßiges kurzzeitiges intensives Krafttraining und Verzicht auf Alkohol

    Ich kann vielleicht etwas dazu beitragen, dass diejenigen welche Angst vor Libidoverlust nicht ganz "eingeschüchtert" sind. Bei mir haben die WJ nicht mit Gongschlag angefangen, sondern sind schön langsam, mit immer unterschiedlichen Beschwerden daher gekommen. Zuerst Blutungen ohne Ende, Ausschabung brachte nichts, dann notfallmässige Verödung der Gebärmutterschleimhaut. Danach kein Tropfen Blut mehr, was ich mehr als begrüsste. Es folgte eine Zeit mit Brustspannen, dann ca. 2 Jahre extreme Schwitzanfälle (täglich bis zu 15x und nächtlich etwas weniger, aber dennoch war an entspannter Schlaf nicht zu denken). Es folgten einige Blasenentzündungen, welche der Urologe auf ausgetrocknete Schleimhäute schiebt und der Gyn. davon nichts hören will.


    Aktuell nehme ich einmal wöchentlich ein Vaginal-Zäpfchen mit Hormonen, dies einfach, damit meine Schleimhäute nicht noch mehr leiden. Die Zäpfchen greifen in dem kleinen Ausmass weniger den Körper an als eine HET. Aktuell schwitze ich "normal", schlafen geht seit Jahren nicht wirklich gut, aber damit muss ich leben. Nun, endlich das Positive, die Libido ist mit 54-Jahren perfekt! Eigentlich auf dem Höhepunkt meines bisherigen Lebens. Dass der Hormonmangel auf die Libido schlagen kann, kann ich nachvollziehen, denn, die Wechseljahre haben so viele Aspekte und Facetten wie es Frauen auf der Welt gibt.

    Ich habe bereits an anderer Stelle vermerkt, dass ich zum 50. Geburtstag einen Herzinfarkt erlitt. Danach war ich ohne jedwede Störungen "gewechselt". ;-)


    Einen Libidoverlust konnte ich nicht feststellen. Allerdings ist mein Mann sehr vorsichtig mit mir umgegangen. Er hat mir die Ängste vor dem Leben nach den Wechseljahren genommen. Einfühlsam, wie er sich gibt, ist unser Sexleben noch immer schön, wenn sich auch zwischenzeitlich andere körperliche Gebrechen einstellten. Damit kommen wir gut zurecht. Wir tun was sich tun läßt und genießen die körperliche Zweisamkeit. GV ist noch möglich, kleine Schwierigkeiten können wir kompensieren.


    Als Paar gehen wir durch das gemeinsame Leben. Einer animiert den anderen. Was kann es da nach den vielen Jahren schon für Ängste im Bett geben?


    Ach, übrigens, wir sind mittlerweile mitte 70! :-)

    Es soll doch jetzt ein Viagra für Frauen auf den Markt kommen, dass Frauen spitz machen soll, allerdings bisher offenbar eher für Frauen die vor den Wechseljahren keine Lust haben, aber vielleicht wird das Präparat ja noch modifiziert.

    Der Bericht klingt nach Gerücht und nach noch mehr Gerücht. Passt auch überhaupt nicht in diesen Faden, aber schön, dass du dich eingebracht hast. ;-D


    Ich wollte hierauf noch kurz antworten:

    Zitat

    Interessant ist auch die Frage, ob die sexuell aktiven älteren Frauen die HET nehmen oder eine östrogenhaltige Salbe benutzen.

    Ich kann das nur für meine Mutter beantworten: nein, weder noch. Sie ist, wie gesagt 70 (was kein Mensch glaubt). Und sie hat Sex, sie hat Lust, sie hat Spaß daran.


    Und ich beschließe jetzt einfach mal, darauf zu vertrauen, dass ich ihr gynäkologisches Ebenbild bin, das hat schließlich immer funktioniert. ;-D


    Ich glaube, dass ich mit ganz vielen Dingen zurechtkommen kann, aber keine Lust mehr zu haben, ist für mich eine ganz schlimme Vorstellung. Wenn ich sowas hier lese

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    Wer keine sexuelle Lust mehr empfindet, empfindet halt keine mehr, na und? Es gibt im Leben auch andere schöne Dinge! So Dinge wie Reisen, gutes Essen, Sport, gute Musik,....

    kriege ich echt die Krise. Das kann man doch nicht vergleichen? Ey? Sex beschert mir die tollsten Gefühle, die ich ohne Zuhilfenahme illegaler Substanzen bekommen kann, ich WILL nicht darauf verzichten!


    Ohmann, weiß auch nicht. Ich tröte seit ungefähr 18 Jahren rum, nie wieder von außen zugeführte Hormone, das will ich nicht.


    Aber sollte es mich tatsächlich so erwischen, wie es einige hier schildern: her damit, und scheiß auf das Risiko.

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    Ich bin ja noch gute zwanzig Jahre von der Menopause entfernt, aber dieser Thread macht mir streckenweise echt Angst.


    (Noxxy)

    Mir auch, und ich bin fast 46 Jahre alt und merke noch nicht wirklich was von "Wechseljahren" und bin auch nicht scharf darauf, davon etwas zu merken. ":/

    Zitat

    Ey? Sex beschert mir die tollsten Gefühle, die ich ohne Zuhilfenahme illegaler Substanzen bekommen kann, ich WILL nicht darauf verzichten!

    Yepp, so sehe ich das auch, und was ihr schreibt macht mir Angst. Im Moment ist es für mich unvorstellbar, dass ich irgendwann von heute auf morgen gar keine Lust mehr haben könnte.


    Und schlimmer noch, dass ich nicht mehr "reaktionsfähig" bin.


    Meine Lust ist sehr stark hormonabhängig. In der fruchtbaren Zeit extrem, aber ich habe auch sonst Lust, wenn die Hormone nicht auf "Empfängnis" gepolt sind. Deshalb hoffe ich jetzt mal darauf, dass es auch nach der Menopause weiter geht.


    Eine Freundin hat mit 46 von heute auf morgen keine Blutungen mehr gehabt. Danach und davor Null Beschwerden. Dem Ende der Blutung ist eine ca. dreijährige Phase extremer Lust vorangegangen. Sie ist jetzt 60 und kann sich über Libidoverlust nicht beklagen.


    So hätte ich das auch gern :)z