@ gauloise

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    Wenn ich sowas hier lese

    Zitat

    Wer keine sexuelle Lust mehr empfindet, empfindet halt keine mehr, na und? Es gibt im Leben auch andere schöne Dinge! So Dinge wie Reisen, gutes Essen, Sport, gute Musik,....

    kriege ich echt die Krise. Das kann man doch nicht vergleichen? Ey? Sex beschert mir die tollsten Gefühle, die ich ohne Zuhilfenahme illegaler Substanzen bekommen kann, ich WILL nicht darauf verzichten!

    Derartige Vergleiche sind individuell sehr wohl zutreffend. Andere Frauen haben vielleicht ein schwächeres Verlangen oder Orgasmusprobleme, sodass Sexualität und Erotik nie diesen unvergleichlichen Stellenwert erreicht hat.

    Ich kann gauloise nur beipflichten.


    Sie will nicht auf Sex verzichten. Darauf kommt es doch an.


    Wer Sex will, darf nicht jammern und muss selbst etwas dafür tun. Mir jedenfalls gibt Sex noch sehr viel schöne Gefühle. Sex ist doch sooooo schön. :)^

    @ gauloise

    Zitat

    Und ich beschließe jetzt einfach mal, darauf zu vertrauen, dass ich ihr gynäkologisches Ebenbild bin, das hat schließlich immer funktioniert. ;-D

    Ich denke, wenn es in der Hinsicht so etwas wie Anhaltspunkte gibt, dann ist dieser in der Tat ein ganz guter. Trifft vielleicht nicht zu 100% zu und meine Mutter konnte ich dazu leider nicht befragen, weil sie früh an Brustkrebs verstarb, aber im sonstigen Umfeld beobachte ich da tatsächlich signifikante Parallelen. In der Familie meines Mannes sind den Frauen Wechselsjahrsbeschwerden nahezu unbekannt. In meiner Familie hingegen extreme Erscheinungen der Normalfall.


    Ich wünsche dir jedenfalls, dass es bei dir so verläuft wie bei deiner Mutter :)^

    @ Täubchen55

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    Sie will nicht auf Sex verzichten. Darauf kommt es doch an.

    Ich will auch nicht auf Sex verzichten. Und mein Mann ist der liebste- und verständnisvollste Partner, den Frau sich da nur wünschen kann. Er ist mir eine große Stütze, baut keinen negativen Druck auf, ganz im Gegenteil. Hilft aber alles nichts. Ich glaube, ich weiß zwar, wie du es meinst, wenn du sagst:

    Zitat

    Wer Sex will, darf nicht jammern und muss selbst etwas dafür tun.

    Aber ein bisschen wütend macht es mich trotzdem, obwohl ich früher wie gesagt selbst so gedacht habe. Ich dachte, wer Spaß an Sex hat, wird ihn sicher nie verlieren. Wer sich und seinen Körper kennt und auf eine liebevolle Partnerschaft bauen kann, in der großes Vertrauen herrscht, für den kann sich das sexuelle Empfinden doch nicht plötzlich ändern. Denn für mich war schwer vorstellbar, wie man bei zärtlichen Berührungen und dem geliebten Nahesein auf einmal nichts mehr empfinden können soll. Eine Frage der Liebe und Hingabe, dachte ich. Und dann kam alles anders. Obwohl ich auch nicht auf Sex verzichten will. Obwohl mir Sex immer die intensivsten und schönsten Gefühle beschert hat. Alles weg.


    Ich habe die Palette an pflanzlichen Mitteln durch. War bei unzähligen Ärzten, habe alles medizinisch bestimmen lassen, was sich bestimmen lässt. Es half nichts. Wir werden auch nicht müde, uns immer wieder zärtlich als Paar miteinander zu beschäftigen, in der Hoffnung, ich möge dabei irgendwann wieder etwas empfinden. Ich kannte meinen Körper in- und auswendig, ich hatte nie Scheu, mich zu berühren, im Gegenteil. Es war fester und wichtiger Bestandteil meines Lebens. Für mich. Heute fühlt es sich so an, als gehöre mir mein eigener Körper nicht mehr. Er reagiert in sexueller Hinsicht auf nichts mehr positiv. Zwar auch nur selten negativ, aber ansonsten ist da einfach gar nichts. Stumpfes, dumpfes Nichts. Dabei haben wir alles mögliche versucht. Ich habe einen fantasievollen Partner und Sex war für uns schon immer mehr als nur Penetration. Vielleicht hast du ja eine Idee, was ich noch tun könnte, außer zu "jammern"? Wenn einfach jegliches sexuelles Empfinden fehlt?


    Meine Frauenärztin ist auch ratlos. Letzte Möglichkeit: HET, von der sie mir entschieden abrät, durch meine familiäre Vorbelastung. Meine Mutter war nichtmal 40, als sie an Brustkrebs starb. Alle weiblichen Vorfahren mütterlicherseits erkrankten in meiner Familie irgendwann an Brust- und/oder Eierstockkrebs. Meine Frauenärztin und zwei andere spezialisierte Gynäkologen, die ich extra in dieser Frage konsultiert habe, meinen, dass die Frage nicht ist, "ob" ich Brustkrebs bekomme, sondern eigentlich nur "wann", sollte ich mich für die HET entscheiden. Und ich bin bald soweit, das in Kauf zu nehmen, so gerne will ich wieder lustvollen Sex haben. Deshalb:

    Zitat

    Mir jedenfalls gibt Sex noch sehr viel schöne Gefühle. Sex ist doch sooooo schön. :)^

    ...sei einfach froh, dass du in der Lage bist, es noch so zu empfinden. Glaube mir aber, davon bin ich inzwischen überzeugt: Dahinter steckt keine persönliche Leistung. Es ist keine Frage des Wollens. Jedenfalls nicht in jedem Fall.


    Ich denke auch, dass man unterscheiden muss zwischen Frauen, die immer ein eigenes Interesse an Sex hatten, weil ihnen Sexualität viel gab und die sich heute deshalb wünschten, wieder etwas empfinden zu können in dieser Hinsicht und den Frauen, denen es selbst eigentlich gar nicht so sehr fehlt, die aber Angst haben, ihrem Partner nicht mehr zu genügen. Mir tut mein Partner natürlich auch leid, denn er ist nicht zeitgleich mit mir zum asexuellen Wesen mutiert. Er steht aber voll hinter mir und wir gehen diesen schwierigen Weg gemeinsam. Dahingegend empfinde ich weder Angst, noch Druck, noch sonst irgendwelche negativen Gefühle. Ich will aber verdammt noch mal so gerne wieder Sex haben, weil Sex immer so schön war! Für mich! Selbst wenn mein Partner zeitgleich mit mir jegliches sexuelles Empfinden verloren hätte, wäre ich unzufrieden mit diesem Zustand. Weil mir einfach etwas fehlt im Leben. Ich verspüre bedauerlicherweise zwar keinerlei sexuelles Interesse im klassischen Sinne mehr, da ich einfach nichts mehr fühle, aber ich weiß ja, wie es einmal war! Und die Erinnerung daran schmerzt sehr. Ich weiß, was ich verloren habe... und damit werde ich mich nie abfinden können. Eben weil ich von Grund auf ein sinnlicher Mensch bin und das Interesse an Sex nie verlieren wollte. Ich wurde aber nicht gefragt.

    Wenn es so einfach wäre, wäre dieser Faden nicht eröffnet worden. Mit "wollen " hat es auch nicht viel zu tun. Die Mehrheit will doch- kann aber nicht ! Seitens der Frauen wurde auch sehr viel unternommen, aber die Situation hat sich auch dadurch kein Bisschen verbessert :-(


    Jammern !? Empfinde ich nicht so. Ich spüre eine tiefe Verzweiflung die mich sehr berührt :°(

    @ Mensch 2.0

    Mir geht es genau wie Du :)_ Ich kann dich so gut verstehen.

    @ Täubchen 55

    Vielleicht bin ich Heute sehr empfindlich, ist leider auch eine von den vielen Sachen was mir den Wechseljahren bescheren, aber dein Beitrag war für mich wie ein Schlag ins Gesicht :-(

    Auch ohne empfindlich zu sein, finde ich Beiträge mit dem Tenor "reisst euch zusammen, so schlimm kanns nicht sein" ebenfalls ein Schlag ins Gesicht. Niemand, der nicht in der Situation steckt und nicht weiss, was Frau alles ausprobiert hat, kann urteilen.

    Hallo Zusammen,


    ich habe mir den Faden komplett durchgelesen und reihe mich hier ein. Auch bei mir ging es von jetzt auf gleich los. Bis vor 1 Jahr hatte ich noch ein erfülltes Sexleben - ebenso war und ist mir Sex sehr wichtig. Aber auch bei mir regt sich nichts mehr - keinerlei Lustgefühle und Sex interessiert mich wie wenn in China ein Sack Reis umfällt - schlicht weg nicht mehr!!!


    Aus meiner heutigen Sicht finde ich Sex vollkommen überflüssig und nutzlos und ich könnte heulen über diese Gedanken.


    Mit wollen hat das eindeutig nichts zu tun. Klar kann ich mich dazu "zwingen" mit meinem Mann zu schlafen....ABER....erstens stellt sich keine Erregung ein, zweitens ist es mir einfach nur lästig, drittens ohne außreichende "Gleitfähigkeit" sehr schmerzhaft (klar, man kann dagegen sehr viel tun) viertens frage ich mich wozu soll ich das tun??? ich empfinde nichts und fühle mich absolut unwohl!!!


    Ich möchte auch mein früheres Leben wieder zurück haben - mich wieder am Sex freuen und unbeschwert genießen können.


    Ach ja, ich bin 47 und wenn ich mir den Faden verinnerliche bekomme ich richtig gehend Angst älter zu werden. :°( :°( :°(

    Krass was sich die Natur da gedacht hat:


    die Frau sollte möglichst viel Freunde am Sex haben und sobald die Fruchtbare Lebensphase vorbei ist, ist Essig... Nach dem Motto: die kann nun keine Kinder mehr bekommen, dann braucht sie auch nicht mehr diese Art von Spaß :(v


    Mich würde ja mal interessieren, ob das auch lesbischen Paaren so geht...


    Die einzigen Frauen die mit dem Lustverlust gut umgehen können, sind dann wohl die Singles.

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    Und ich geh auf die 70 zu, fühle mich befreit. Ich vermisse nichts, gar nichts. Sex, wie ich ihn früher brauchte, scheint mir heute ein neurotisches Phänomen zu sein.

    Es kommt eben auf den Stellenwert an.


    Hier schreiben ja viele Betroffene, die ihrem Sex einen (wenn nicht den größtes) Stellenwert beigemessen haben - und nun haben sie nichts vergleichbares. Die Frauen, die Sex immer nett fanden, aber jetzt nicht überlebenswichtig, haben es da bestimmt einfacher.


    Gerade wenn man noch kleine Kinder hat, kommt man ja auch oft lange Zeit nicht mehr dazu oder nur noch übermüdet zwischen Tür und Angel, deswegen hat es bei mir auch nicht DEN Stellenwert. Es ist schön wenns passiert, aber wenn es nur 1mal imMonat ist, ist das okay... Wie habt ihr denn diese Zeit mit kleinen Kindern bloß überstanden?

    Zitat

    Es ist schön wenns passiert, aber wenn es nur 1mal imMonat ist, ist das okay... Wie habt ihr denn diese Zeit mit kleinen Kindern bloß überstanden?

    Es ließen sich immer Mittel und Wege finden - abgehalten haben mich unsere Kinder deshalb nicht.

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    Es ist schön wenns passiert, aber wenn es nur 1mal imMonat ist, ist das okay.

    Wenn das vorher so war - dann ist das auch keine große Veränderung. So war es eben bei mir nicht. Teilweise täglich und manchmal auch mehrmals |-o |-o


    und jetzt??? nichts keinerlei Lust und keinerlei Empfindungen.... :°(

    Man kriegt ja auch immer ein doofes Gefühl im Bauch, wenn man da als Lustlose Frau in den Wechseljahren neben sein Mann im Sofa sitzt, während fast jede Fernsehsender eine Sendung nach den anderen ausstrahlt, wie lustvoll und Geil alle Frauen doch sind... Kaum werden die vom Partner angefasst, fangen die an zu stöhnen.. Keine Extra Sendung mit Birgit Schrowange ohne eine Reportage über Lust, Sex, Yoni Massage, Bordells und Prostitution.. Kurz gesagt wie voll unser Leben mit Sex ist, und vor allem wie wichtig sex ist.. Das Sex doch das A und O in unser Gesellschaft ist.. Wie Männer es doch brauchen und was wir Frauen dafür tun können um unser Sexleben und Lust zu verbessern..


    Ich könnte einfach kotzen...

    Zitat

    Ich habe die Palette an pflanzlichen Mitteln durch.

    Naja, das ist aber auch eine Frage der Dosis. Auch mit pflanzlichen Mitteln lassen sich ähnliche Nebenwirkungen hervorrufen (Erhöhung des Brustkrebsrisikos), wie mit HET (bei entsprechender Wirkstoffkonzentration, z.B. Rotklee).


    Kann es sein, dass auch die Art der Ernährung und der Bewegung für die verschiedenen Zustände während der Menopause verantwortlich sind? (entchuldigt dass ich mich als Mann hier bei einem Frauenthema einmische- aber mich interessiert das einfach und ich glaube nicht, dass man die unterschiedlichen Ursachen nicht aufdecken kann- offenbar spielt nicht nur die hormonelle Situation für die Libido eine Rolle).


    Vielleicht sollten sich die Menschen auch für eine stärkere Forschung auf diesem Gebiet engagieren? Immerhin spielt es ja eine nicht unwesentliche Rolle für die Lebensqualität nicht nur von Frauen. Viele Frauen haben ja mit 50 Jahren heutzutage gerade mal etwas mehr als die Hälfte ihrer Lebenserwartung erreicht ...

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    Keine Extra Sendung mit Birgit Schrowange ohne eine Reportage über Lust, Sex, Yoni Massage, Bordells und Prostitution.

    Solche Sendungen machen aber einen extrem kleinen Bruchteil des Fernsehspektrums aus (abgesehen davon habe ich nur extrem selten Extra angeschaut).

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    Kann es sein, dass auch die Art der Ernährung und der Bewegung für die verschiedenen Zustände während der Menopause verantwortlich sind?

    Ich kann aus meiner Sicht sagen, dass es vielleicht ein wenig zum Wohlbefinden führt, d.h. Sport und gesunde Ernährung können ein besseres Körpergefühl geben und beim Sport evt. noch die Schlafstörungen etwas mindern, aber dieser wirklich heftige Hormonmangel (sprich die Libido) wird dadurch bestimmt nicht behoben.

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    Vielleicht sollten sich die Menschen auch für eine stärkere Forschung auf diesem Gebiet engagieren? Immerhin spielt es ja eine nicht unwesentliche Rolle für die Lebensqualität nicht nur von Frauen. Viele Frauen haben ja mit 50 Jahren heutzutage gerade mal etwas mehr als die Hälfte ihrer Lebenserwartung erreicht ...

    Wäre bestimmt eine gute Idee, aber weshalb sollen die Doktoren forschen? Sie haben ein Mittel, das heisst Hormonersatztherapie und damit ist das Thema für sie gegessen.

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    aber dieser wirklich heftige Hormonmangel (sprich die Libido) wird dadurch bestimmt nicht behoben.

    Dass es nicht nur am Hormonspiegel liegen kann, ist dadurch widerlegt, dass es Frauen gibt, die trotz erheblich abgesunkenen Östrogen-und Testosteronspiegels eine gute Libido haben. Deswegen glaube ich, dass der Hormonspiegel nur ein Teil der Weisheit ist und u.U. der Hormonspiegel nur Mängel, die für die abgeschwächte Libido verantwortlich sind, an anderer Stelle ausgleichen kann.

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    Sie haben ein Mittel, das heisst Hormonersatztherapie und damit ist das Thema für sie gegessen.

    HET ist infolge der Nebenwirkungen aber keine ausgereifte Therapieform ...


    Zudem halte ich neben therapeutischen Maßnahmen prophylaktische Maßnahmen oft für effektiver- deshalb sollte man vielleicht auch an dieser Stelle forschen. In jedem Fall sind die Probleme durch Menopause offenbar ein ziemlich unterbelichtetes Thema.