Ist es normal, nach den Wechseljahren anders zu sein?

    Im Grunde ist es egal, ob es normal ist oder nicht, denn ich bin nunmal anders geworden.


    Eigentlich schlagartig mit der Menopause veränderte sich mein Wesen und auch die Bedürfnisse.


    Früher war ich gerne verliebt, jetzt empfinde ich das als Quatsch und Gefühldusselei.


    Ist mir auch richtig lästig, über sowas zu lesen. Merke ich, wenn ich hier sowas im Forum lese.


    Sexuelle Bedürfnisse gab es eine Zeitlang gar nicht mehr. Fand ich auch ok. Aber jetzt hat sich die Libido zurückgemeldet. Hin und wieder nutze ich sie in Form von SB. Aber das ist auch alles anders als früher. Ehr eine reine Körperlichkeit.


    Auch eine ganze Reihe an Verhaltensweisen, die ich immer an mir hatte, sind komplett verschwunden. Früher hatte ich schonmal diese oder jene Art an mir, um Aufmerksamkeit zu bekommen, meist zeigte ich mir humorvoll und witzig und freute mich, wenn das ankam.


    Das ist auch komplett verschwunden, weil es mir egal ist, ob ich gut ankomme oder nicht. Von daher besteht für solche Verhaltensweisen, die dafür dienen, kein Bedarf mehr.


    Ich bin zum Eigenbrödler und Wanderer geworden. Koche und esse gerne und muß auf mein Gewicht achten. Probleme gibt es auch mehr als genug, aber die gab es vorher auch schon.


    Frage: gibt es hier noch mehr Frauen, die davon berichten können, nach den Wechseljahren anders geworden zu sein?

  • 9 Antworten

    Bei mir dauert's wohl noch ein paar Jährchen (gehe ich zumindest mal von aus :=o), aber mich würde es zumindest überhaupt nicht überraschen oder wundern, wenn eine mehr oder weniger starke Wesensänderung zu den Wechseljahren dazu gehören sollte, immerhin wird der komplette Hormonhaushalt einmal komplett auf den Kopf gestellt und Hormone beeinflussen unser Verhalten und unser Wesen nunmal mit, ob uns das passt, oder nicht...Nach der Pubertät ist man ja meist auch nicht mehr komplett derselbe Mensch, wie davor, würde ich behaupten ;-D


    Finde die Frage auf jeden Fall spannend und bin interessiert, was andere Frauen dazu schreiben...

    Ich weiß noch...vor den Wechseljahren sagte ich: "Und ich werde nicht so eine Alte wie die anderen, die auf dem Balkon hockt und irgendwelche schitt Blumen pflegt..."


    Nein, ich nicht, ich bleibe, wie ich bin. YEAH!!!


    Nach der Meno: "Ich gehe mal eben auf die Terrasse gucken, ob meine tollen Narzissen schon aufgegangen sind. *gespannt-sei*


    Seufz, man kann echt nichts dran machen. Man wird mit Gewalt verändert. %:|

    Wenn ich deinen Einganspost lese, dann hab ich den Eindruck, als wärst Du der Ansicht, dass das, was dich verändert hat, eine rein hormonelle Sache wäre. Das glaube ich aber nicht. Ich sehe das Leben insgesamt in drei Dimensionen beschreibbar, einer intellektuellen, einer emotionalen-wertemässigen und einer sinnlich-körperlichen.


    Die Menopause sehe ich vor allem in der letzten. Allerdings ist das allgemein an eine bestimmte Altersphase gekoppelt. Und deer Weg zu dieser Altersphase führt nun mal durch etliche Jahre des Lebens, und diese zeit wirkt sich auch in den beiden anderen Dimensionen aus. Du machst Erfahrungen, wirst reifer, hast mehr Verständnis, etc. Das wird sich sicher auch auf deine Einstellung zu den Aspekten des Lebens, ob die grossen Ereignisse (z.B. Verliebtsein) oder eben die ganz alltäglichen (Narzissen), auswirken. Hat dich früher manches aufgewühlt, so lässt es dich heute nur leicht lächeln und gelassen bleiben. Es verschieben sich einfach auch die Wertungen und die Prioritäten.


    Also, ich denke, dass deine Wesensveränderung zwar etwas mit der Lebensphase zu tun hat, in der Du gerade bist, oder die Du gerade durchlaufen hast. Aber ich glauben nicht, dass es nur durch die homonellen Umstellprozesse in deinem Körper kommt. Es ist die Summe und die Wechselwirkung der Erfahrungen deines Lebens, das dich zu dem gemacht haben, der Du heute bist.


    (Einschränkung: das ist die Meinung eines Mannes, der diesen Hormonsturm nicht erlebt)

    @ Winwin

    Also ich bin jetzt 57 und vermutlich geh ich gerade in die Menopause.


    Seit Mitte 40 hab ich mich in sehr vielen Punkten nach und nach verändert, und begrüsse das ungemein, nachdem ich kapiert hatte, dass diese Änderungen nicht nur vorübergehende Launen sind.


    Also ich kann mich nicht mehr mit jüngeren Leuten identifizieren, weil ich da einfach nicht mehr dazugehöre. Umgekehrt sehn die mich vermutlich auch eher so wie ihre Eltern und nicht mehr wie Gleichaltrige. Find ich aber auch ok, ich bin ja nun sozusagen doppelt so alt :)z


    Ansonsten bin ich zwar ungeduldiger, reizbarer und stressanfälliger, aber trotzdem stehe ich immer öfter über den Dingen als früher, wenns mal Ärger gibt.


    Dass ich keine Menses mehr kriege, ist für mich das Paradies :)- , ich hatte immer Probleme damit.


    Mir geht es auch so, dass ich nicht mehr im Bereitschaftsmodus hinsichtlich etwaiger Partnerschaften bin, ich hab seit 20 Jahren meine Beziehung und will gar keinen anderen Mann. Aber ich schwärme auch nicht mehr nebenbei für irgendwen, und auch meine Libido hat nachgelassen. auch das finde ich ganz ok, früher stand ich total unter Strom, und heute spielt Sex für mich nicht mehr so eine grosse Rolle. Mein Mann siehts ähnlich, was aber nicht heisst, dass wir uns nicht sehr lieben! Wir sind halt älter und ein bisschen gemütlicher geworden.


    Alles in allem bin ich mit mir derzeit sehr zufrieden! Ich habe mich früher jahrzehntelang soooo bemüht, so zu sein, wie ich jetzt bin, und ewig hats nicht geklappt, weil ich immer noch zu uncool war :_D :_D . Das ist heute kein Thema mehr. Ich wollte übrigens schon immer älter sein, damit ich ernster genommen werde, und nun hab ich das endlich erreicht :)z :)^


    Ich glaube, es ist wirklich normal, dass sich mit den WJ was ändert. Als das alles bei mir anfing, musste ich mich erstmal damit bekannt machen, dass sich mein Geschmack mitmal änderte, ich andere Bedürfnisse kriegte und meine Meinung sich zu vielen Sachen änderte. Aber wenn man das einfach akzeptiert, ists ganz ok. Es hat meistens auch Gründe, die ernst zunehmen sind, und die auch zutreffen. Man muss gar keine Midlife Crisis daraus zimmern! Ich bin jedenfalls gut drauf damit :)^ :)z


    Denn viel Ballast ist von mir abgefallen, ich hab das Gefühl, ich kann einfach endlich mal schnörkellos so sein, wie ich einfach bin, ohne mich dafür zu rechtfertigen, erstmal schick anzuziehen oder was weiss ich...


    Hoffentlich erreicht jede Frau das :)- :)- :)* :)*


    *:) *:)