@mahue u.a.

    Zitat

    Eine Verallgemeinerung sollte man daher nicht so einfach vornehmen... wer weiss, welche "Gründe" es für die "angebliche" Veränderung der Frau von Deinem Freund gibt...


    Ist ja auch die einfachste Lösung, dass auf die OP zu schieben...

    Genau das ist doch meist der Fall, es wird von vielen verallgemeinert.


    "Mir geht es nach Op gut, also was seid ihr unzufrieden...."


    Es geht nun mal einigen nicht besser nach Op, manche fallen in ein tiefes Loch, wurden von Ärzten angemacht/nicht gut beraten. Familie/Partner verhalten sich anders, Psyche spielt mit usw. Was auch immer es ist, es verändert sich für einige alles im Leben. Und das nicht zum Positiven. Es ist natürlich leichter diese Frauen auf die "Psycho-Schiene" zu schieben. Warum werden diese Frauen auch noch angegriffen. Reicht es nicht, wenn BFA/LVA es einem schon schwer machen. Müssen wir Frauen uns noch gegenseitig den Boden unter den Füßen wegziehen?


    Schönen Tag noch...


    Fussel

    Hallo,

    ich habe vor meiner Totaloperation (Kastration) lange nach einem Forum gesucht,in dem mir eventuell Fragen, die mich beschäftigten, beantwortet werden könnten.Nun, 8 Wochen nach der OP, dachte ich endlich eines gefunden zu haben.Mich machte der Begriff "Kastration" neugierig.Allerdings ist man hier sehr vom Thema abgekommen.Schade...

    Kastration und Hysterektomie

    Ich finde, ihr solltet hier wirklich trennen zwischen Kastration und Hysterektomie, wie mahue geschrieben hat und wie ich weiter vorner schon geschrieben habe!


    Frauen, die eine Kastration (also Eierstöcke mitentfernt) hinter sich haben, haben mit Sicherheit viel mehr Probleme als solche, denen "nur" die Gebärmutter entfernt wurde. Denn die Eierstöcke bilden die Hormone und wenn diese weg sind, kommt man sofort in die Wechseljahre.


    Das soll natürlich nicht heißen, dass Frauen nach einer Hysterektomie nicht auch viele Problem haben können. Aber viele sind auch eben froh, dass die starken Blutungen weg sind, und fühlen sich gut.

    ja, finde auch, daß die mitlesenden, die selber keine eierstockentfernung haben endlich mal annehmen sollen, daß eierstockentfernung und gebärmutterentfernung zwei verschiedene


    "stiefel" sind - wurde ja jetzt auch schon öfters und ausführlich gesagt -


    da ich selber sehr viel mit dem thema gebärmutterentfernung zu tun hatte, und im faden: "Gebärmutterentfernung vaginal" mitgeschrieben und mitgelesen habe, da ich ein großes myom hatte, weiß ich, daß es vielen die die gm entfernen ließen - und die weiter die eierstockproduktion haben: also wichtige hormonproduktion; daß es da vielen sehr gut damit geht, und die ne ganz neue lebensqualität gefunden haben.


    eine bekannte von mir hat mir das auch so erzählt, die ist schon anfang 50 jahre und hat vor ca 20 jahren die GM entfernt bekommen und die eierstöcke blieben drin - und sie hat sich durchgehend bis heute sehr wohl damit gefühlt (es war eine große erleichterung für sie die entfernung der GM - sie hatte extreme dauerblutungen)


    bei der eierstockentfernung (das sollte jetzt aber auch mal wirklich jede und jeder hier kapieren!!! fehlen anschließend ganz wichtige hormone - und es kann einfach sein, daß es auf manche gravierende auswirkungen hat - hat es ja auch oft genug!!!).


    und vielleicht soll man dann einfach mal das was die betroffenen während vieler jahre "durchmachen" mussten und müssen anerkennen, und denken, daß die ja die expertinnen sind, da ja am eigenen leib erfahren.


    es ist auch was ganz anderes, ob frau in einem verhältnsimäßig frühen alter in die WJ "geschickt" wird durch so ne kastration, oder ob die eierstockproduktion langsam zurückgeht - es gibt ja ganz unterschiedliche symptome bei frauen, manche kommen ganz gut damit klar mit den WJ, andere haben halt versch. symptome.


    bei der kastration sieht das wie man hier lesen kann doch oft ganz anders aus - vor allem hat man ja viel extremer damit zu tun, manchmal von einem tag auf den anderen -

    Ich habe die Probleme mit den Wechseljahren am eigenen Leib gespürt.5 Jahre(ich war 42 J.) vor der OP begannen bei mir die Wechseljahre, wobei ich damit ganz gut umgehen konnte.Ein paar Hitzewallungen,Tage mit depressiven Verstimmungen,verstärkter Haarwuchs.Alles schön langsam,über Jahre hinweg konnte ich mich daran gewöhnen.Vor der OP sagten die Ärzte:"Na,sie kennen das ja schon".Ja,das dachte ich auch.4 Tage nach meiner OP bekam ich das Ausmaß der plötzlich fehlenden Hormone zu spüren.Besonders nachts lief mir unendlich der Schweiß,das Bett war ständig naß.Von den Schwestern bekam ich zu hören:"das geht aber nicht,daß wir jeden Tag ihr Bett überziehen." Erschwerend kamen die Depressionen hinzu, die es mir unmöglich machten gegen solche Äußerungen vorzugehen.Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus reagieren wissende Mitmenschen mit Äußerungen:"da bist Du ja gar keine richtige Frau mehr".Wer da kein Selbstbewußtsein hat,kann schon in ein Loch fallen.

    arbeiten nach Bauchschnitt

    Hallo,


    ich hoffe, ich habe mit meinem Beitrag niemanden vergrault,das wollte ich nicht. Ich habe an die abdominal Operierten eine Frage: Kann man sich 8 Wochen nach OP mit Bauchschnitt schon wieder voll belasten, wieder arbeiten (schwer heben) oder ist es noch zu früh und läuft Gefahr sich selbst zu schaden? Ich denke da an Narbenbruch oder Scheidenvorfall. Für eine Antwort wäre ich dankbar.

    Hallo Rosine,

    ich hatte zwar nicht so eine OP wie du, mir wurde vor Jahren wegen einer starken Entzündung per Bauchschnitt (da endoskopisch eine starke Blutung auftrat) ein Eierstock entfernt, aber meine damalige HÄ sagte mir, dass es ein Jahr dauert, bis man wieder vollkommen belastbar ist. Also aufpassen! Du solltest keinesfalls mehr als 5 kg heben.


    Ich hatte übrigens bis zwei Jahre nach der OP immer wieder sehr starke Unterleibsschmerzen ohne ersichtlichen Grund. Die Ärzte sagten immer, es seien halt Verwachsungen. Die Rettung war eine kompetente Physiotherapeutin, die meine Narbe manuell behandelte. Dadurch wurde ich wieder beschwerdefrei.


    Alles Gute für dich! @:)

    Femina

    Danke für Deine Info.Meine Frauenärztin wollte mich schon genau 6 Wochen nach der OP wieder arbeiten lassen.Ich habe ihr gesagt,dass ich noch nicht soweit bin und Angst habe Gewichte zu heben.Erst dann hat sie mich noch 2 Wochen länger krank geschrieben,obwohl sie weiß,dass ich in der Pflege arbeite.Diese Unterleibsschmerzen habe ich heute das erste Mal gehabt.Sind in etwa vergleichbar mit Regelschmerzen.Habe mich schon gewundert,was das nun wieder sein könnte.Aber da Du auch solche Schmerzen hattest,denke ich, gehört das warscheinlich dazu.


    Liebe Grüße*:)


    Rosine

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    Re: Kastration bei Frauen

    :°(Liebe Frauen,


    Leider habe ich erst jetzt dieses Forum entdeckt - ich möchte nur sagen, dass die Eierstockentfernung (beidseitig) für eine jüngere Frau das Schlimmste sein kann, was sie überhaupt erleben kann!


    Ich habe meine eigene Kastration erlebt - und es war die Hölle - und dabei übertreibe ich nicht.


    Die physischen und psychischen Schäden, die diese Op bei mir angerichtet hat, sind so weitreichend. dass ich es in ein paar Sätzen gar nicht formulieren kann.


    Kein Mensch, und ich wiederhole es nochmals, kein Mensch kann sich das vorstellen- der es nicht selbst erlebt hat! Es ist das GRAUEN pur!


    Und da man im deutschsprachigen Raum dazu "Menopause" sagt, es sozusagen mit der natürlichen Menopause gleichsetzt - werden diese Frauen im deutschsprachigen Raum einfach ignoriert. Sie gibt es einfach nicht!


    Und das, obwohl in allen anderen Sprachen für das Krankheitsbild der Kastration der Begriff "CHIRURGISCHE MENOPAUSE" oder "CASTRATION PRECOCE" verwendet wird!


    Im englischsprachigen Raum gibt es zahlreiche support groups für diese Frauen, die über Internet Hilfe geben, infos und sich gegenseitig stützen!


    Außerdem sind schon etliche Bücher dazu herausgekommen. Allerdings bis jetzt nur auf englisch, aber das schon seit mehr als 10 Jahren - und hier weiß man nichts davon!


    Ich frage mich als schwer Betroffene. warum man erst ins internationale Netz gehen muss, die englische oder französische Sprache beherrschen muss -damit man überhaupt ordnugnsgemäß informiert und einem wenigstens mentale Unterstützung zugute kommt?


    Hier im deutschen Sprachraum gibt es ja nicht einmal eine Selbsthilfegruppe für totaloperierte Frauen!


    Die reden hier ja tatsächlich von "Wechselbeschwerden".


    Es weiß hier auch kaum einer, dass in Frankreich und Nordeuropa viel weniger dieser invasiven Ops durchgeführt werden!


    Es wieß hier auch kaum jemand, dass auch Frauen Testosteron brauchen -wenn sie keine Ovarien mehr haben... Das alles kann man im Netz beim surviors guide to surgical menopause oder unter der hers foundation oder unter dem hormonjungle der hyster sisters oder bei sex. lies and uterine fibroids überall nachlesen!


    Man braucht nur "hysterectomy awareness" in google einzugeben und man kommt auf soviel Seiten, wo man all das nachlesen kann, was betroffenen Frauen hier oft nicht geglaubt wird - und was hier oft noch nicht einmal bekannt ist!


    Das finde ich tatsächlich tragisch und beschämend und unverständlich für das Zeitalter der Informationstechnologien!


    grüße


    rosaluxemburg:°(

    Kastration

    liebe Frauen,


    ich habe vor 7 Jahren die GM, die Eierstöcke und die Scheide gekürzt bekommen -Wertheimer-OP- nach Gebärmutterhals-Krebs-Befund.


    Ach ja, die Lymphknoten im kleinen Becken wurden auch noch entfernt.


    Ich kam mir vor wie ein ausgenommenes Hühnchen.


    Gottseidank hatte nichts gestreut.


    Der Prof. legte mir "Liviella" auf den Nachtisch und meinte:


    sie bekommen jetzt Hitzeallungen, die sich gewaschen haben.


    Doch ich sollte selbst entscheiden, ob ich Hormone einnehme oder nicht(meine Mutter hatte Brustkrebs).


    3 Monate nach der OP habe ich sie genommen und mir ging es sehr gut damit. Ich war 6 Monate krankgeschrieben.


    Dann ohne Hormone ging wirklich die Achterbahn gefühlmäßig los.


    Schlafsörungen, hochsensibel, Hitze/Röte..peinlich, peinlich als ich wieder arbeiten ging und bei Besprechungen mit lauter Männer am Tisch saß.


    Zum Zeitpunkt der OP war ich 50 Jahre alt, also schon gut i.d. WJ


    allerdings immer noch ziemlich reglmäßig meine Perode.


    Manche Tage denke ich darüber nach, die "Liviella"wieder einzunehmen.


    Am meisten schlaucht mit, daß ich nicht mehr als 2 Std. am Stück schlafen kann...


    Kennt ihr das auch?


    P.S. es ist das erste Mal, daß ich mich über dieses Thema mit Frauen austausche.

    Hallo ganneh,

    für die Hormonersatztherapie gilt, dass sie nur so kurz wie unbedingt nötig angewendet werden soll.


    Nach sieben Jahren Pause wieder damit zu beginnen, ist gerade auch wegen des Brustkrebses deiner Mutter für dich ein Risiko, das gegen den eventuellen Nutzen gut abgewogen werden muss.


    Femina hier im Forum macht bei Hitzewallungen und Schlafproblemen gute Erfahrungen mit pflanzlichen und/oder homöopathischen Mitteln, vielleicht liest sie dies hier noch oder du schreibst ihr PN?


    Möglicherweise ist dies ja auch für dich eine Lösung.


    Alles Gute,

    HRT

    Hallo Ariane @all,


    sehr interessant, was Du hier aufführst. Warum ist z.B. ein Brustkrebs mit HRT besser zu behandeln als ohne HRT? Was spielt sich hier ab?


    Ich hatte vor 7 Jahren eine "Wertheimer-OP" (Zervix-CA)es hatte gottseidank nichts gestreut.


    Danach bekam ich "Liviella" was mir supergut bekommen ist.


    Ich hatte Libido wie noch nie... weiß auch nicht wie das kam.


    Trotzdem wg. Krebs-Risiko habe ich abgebrochen; die infos zu dem Präperat waren mir "zu heiß"(das Präperat Liviella ist erst kurz auf dem Markt gewesen).


    Ich bewege mich viel, um der Osteoporose vorzubeugen.


    Trotz alledem fühle ich mich sehr gebeutelt nach dieser OP.


    psychisch vor allen Dingen und auch kräftemäßig wg. massiven Schlafstörungen.


    Gruss ga