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    @all

    Hallo,


    ich finde es wirklich bedauerlich, wie die Pro-GM-Entfernungs-Fraktion hier Flagge zeigt. Geht doch in "Euren" thread.


    Ich finde es wichtig und gut, dass Frauen aufgerüttelt werden, sich für Alternativ-OPs zu interessieren und informieren.


    Sicherlich ist es kein Weltuntergang ohne GM zu leben, besonders dann, wenn man sehr zu leiden hatte. Aber vielleicht hätte es eine Möglichkeit gegeben, diese Leiden zu lindern oder zu heilen OHNE Entfernung der Organe? Und darum geht es doch schließendlich. Wenn ihr das nicht hören mögt, warum auch immer, dann haltet euch doch zurück.


    Als ich Kind war, wurden die Mandeln ratzfatz entfernt, da man ihnen keine Bedeutung zu maß. Heute sieht man das anders.


    Wenn einige Jahre ins Land gegangen sind, wird man vielleicht auch mit den weibl. Organen anders umgehen. Und darum geht es einfach....


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in DE so anders sind. In anderen Ländern werden Alternativ-OPs angewandt, warum sollte sich das nicht auch in DE durchsetzen? Solange es andere Wege gibt werde ich mich auf jedenfall von KEINEM Organ trennen. Und genau darum geht es, es gibt andere Wege. Nicht immer für alle Erkrankungen und für alle Frauen. Aber es könnte noch so manche ihre GM haben und das mit einer viel sanfteren Methode. Moderne Methoden setzen sich in DE auch so schwer durch. Dann lasst doch einfach diesen thread für jene Frauen, die noch eine Wahl haben und sich informieren möchte.


    Grüße


    aulina

    @ariane

    Du hast so Recht.


    Hallo,


    ich persönlich bin ja eher so ein "ehrfürchtiger Patient". Ich wähle mir meinen Arzt aus, dann vertraue ich aber auch. Im KH geht das halt nicht, da lernt man den Arzt ja kaum kennen.


    Mein Gyn hat mich nicht richtig informiert, aber ich trage es ihm nicht nach, da er es auch nicht besser wusste und eigentlich von mir gelernt hat. Er war auch total begeistert von mir, dass ich alles so gut vertrage und so gut genese, konnte er kaum glauben. Er hatte nur wenige Patientinnen mit dieser OP. ABER, und genau das rechne ich ihm hoch an. Als ich ihm sagte, dass eine GM-Entfernung für mich nicht in Frage kommt, und wenn ich sterben müsse, dann würde ich halt sterben (okay, das hab ich nur gesagt um meine Ernsthaftigkeit zu untermauern, schließendlich hätte ich dann doch eher eine GM-Entfernung gemacht) hat er mir versichert, dass nur das gemacht würde, was ich möchte und er mich in meinem Anliegen unterstützt.


    Und auch das macht für mich einen guten Arzt aus. Wir kennen uns nun schon ne halbe Ewigkeit und ich fürchtete, wenn der Patient ankommt und mehr weiß als der Arzt, hab ich gleich geloost, aber so war es nicht. Er war darüber nicht böse, so wie ich fürchtete sondern hat mich voll unterstützt und dafür bleibt er für mich weiterhin der "Beste Arzt"


    Grüße


    aulina

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    Alternative zur Gebärmutterentfernung?

    Zitat

    @aulina:


    "Ich wurde nicht richtig und vollständig informiert. Ich habe mir meine schonende OP selber rausgefunden."

    Hallo Aulina,


    leider hast Du uns in Deinen Berichten nicht mitgeteilt, um welche Operation es sich dabei handelte - als bessere Alternative zum Herausschneiden der Gebärmutter.

    @maxi48

    Hallo,


    die Falschinformationen waren sowohl von meinem Gyn, über Krankenkasse bis hin zum ersten KH. Wobei mich da aber ein Professor inhaltlich zur OP richtig beriet, allerdings den Weg dorthin nicht korrekt. Und sogar im KH, das diese dann durchführte, allerdings die Gyn.abteilung, nicht die Radiologie, die diese dann durchführt. Ich habe mich wirklich durch einen Dschungel gekämpft


    Es ging um die Möglichkeit der Myomembolisation. Das kann natürlich nur bei Krankheitsbildern mit Myomen gemacht werden. Die Möglichkeit dafür hab ich mir selber rausgefunden.


    Bei einem "Vergleichsarzt" hab ich nur auf mein bohrendes mehrmaliges Nachfragen (ich wusste ja, dass es ander Sachen gibt) erfahren. Auch dieser Vergleichsarzt wollte sofort die GM entfernen. Selbst im KH die Oberärztin wollte noch meine GM. Ich war dann so fertig, eh schon unter Streß, dass ich nur noch einen Notruf nach Hause absetzen konnte, "die wollen sie jetzt auch".


    Der Radiologe, und somit zuständiges OP-Team, hat das dann aber scheinbar grade gerichtet. Der Radiologe erzählte mir dann, nachdem ich halt berichtete, dass alle meine GM wollen, dass er wohl mal in der Gynäkologie (auf der ich dann lag) ein Aufklärungs-Seminar machen müsse.


    Mein Gyn ist für mich dennoch "mein bester Arzt", weil ICH ankam, mit einer OP, die ich mir gefunden hatte. Ich hatte wirklich Bedenken, dass er mich zurechtweißt, wenn nicht sogar rausschmeißt, weil die Patientin "mehr zu wissen glaubt" als der Arzt. Dem war aber nicht so. Die Methode ist halt noch sehr unbekannt. Sie setzt sich in DE auch so schlecht durch, da Gyns sich halt mit der Entfernung auskennen. Diese OP wird jedoch von Radiologen durchgeführt. In gewisser Weise ist das sicherlich auch ein Kompetenzgerangel.


    Ich wurde ja auch immer "zwischen den Welten" (Radioloie, die behandelte zu Gyn. wo ich lag) hin und hergeschoben.


    Mein Gyn hat sich halt wirklich für mich eingesetzt, obwohl ich ankam. Ich hatte wirklich Angst, dass er mich abschiebt.


    Schließendlich war allerdings auch meine allererste Information (ein KH in Düsseldorf) die richtige Information. Aber was soll ich machen? Ich wusste es nicht besser und hab mich allem gebeugt, alles über mich ergehen lassen.


    Schließendlich, das sagte mir dann der operierende Radiologe, hätte ich nur eine Einweisung ins KH gebraucht. Der Arzt entscheidet dann, die OP. Ich hätte keine vorab OP-Kostenübernahme-Zustimmungen meiner KK gebraucht. Aber das weiß ich heute. Damals hab ich mich halt von Hinz zu Kunz schicken lassen. Ich hab mich ja nicht ausgekannt.


    Btw. die KK stimmte der OP zu (obwohl ich jetzt weiß, dass das so nicht nötig gewesen wäre) weil ich behauptete, einen Kinderwunsch zu haben. Obwohl genau dann diese OP nicht gemacht werden sollte, da es dazu keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Das ist paradox, mir war es egal, wenn ich so zu meinem Ziel komme.


    Etwas Klarheit gebracht... oder noch mehr verwirrung?


    Mehr Verwirrung gefällig :-)


    Diese OP ist ausschließlich dazu gut, wenn man Myome und Blutungen hat. ALLE Gyns (außer der Uni-Professor und der Radiologe) wollten meine GM, weil nicht gesichert wäre, dass die Blutungen aufhörten. Diese OP ist aber nur dafür gut. Ich kam mir manchmal wirklich wie im Irrenhaus vor.


    Ich bekomme die OP, wenn ich Kinderwunsch habe, wenn ich sie aber machen lasse, sollte ich keine Kinder mehr bekommen wollen. Ich hab einfach jedem erzählt, was er hören wollte :-)


    Und so gekämpft, dass meine GM jetzt von mir einen Namen bekommen hat. Wenn man so um ein Organ kämpft, sollte es auch einen Namen haben :-)


    Und... Nein... ich def. mich nicht über meine GM. Mir ging es ausschließlich darum, .... warum soll ich es mir schwer machen, wenn es auch einfach geht?


    Aber ich hab tatsächlich von etlichen Ärzten (incl. meinem besten Gyn.) die Aussage bekommen, ich bräuchte sie doch nicht mehr.


    Meinem Gyn. sagte ich, man braucht vieles nicht, und hat es trotzdem (Blinddarm, Milz, Mandeln etc.)


    Und der Oberärztin im KH sagte ich... wenn die Blutung nicht aufhört, kann ich die GM ja immer noch entfernen lassen, die läuft mir ja nicht davon :-)


    Komisch, damit hab ich jene Ärzte sprachlos gemacht. Es kam auf jedenfall keine Antwort. Wahrscheinlich, weil es einfach stimmt, was ich sagte.


    Aber, wie schon erwähnt. Mein Leidensdruck war nicht sehr hoch. Ich hatte noch alle Zeit der Welt und Lust zu kämpfen. Wäre ich körperlich schon geschwächt gewesen, hätte das wahrscheinlich nicht geklappt. Ich war aber wirklich in Kampfesstimmung. Die Krankenkassen-Angestellte hab ich auch "mundtot" gemacht. Aber das würde jetzt zu weit führen.


    Ich möchte nur allen Frauen mitgeben, sich zu informieren, es gibt andere Methoden. Man bekommt die nur nicht einfach so gesagt.


    Es gibt auch noch ne sanftere "Ultraschall" Geschichte. Derzeit mach die meines Wissens nur die Charite Berlin. ABer die ist für Frauen, die noch Kinder wollen. Das muss noch viel sanfter sein, aber das hätte ich wohl kaum durch gekriegt, da das noch ein Pilotprojekt ist.


    LG


    aulina

    aulina

    Danke für Deine Beiträge hier :-D Mir gehts ähnlich, ich habe viele Myome, jeder Arzt will mir die GB entfernen, ich will aber meine GB behalten >:( Ich habe mich auch über die Embo informiert, mal sehen was meine Frauenärztin nächste Woche dazu sagt

    @Kestra

    Hallo,


    mir ging es ja ähnlich. Aber ich habe nun die Myomembolisation erfolgreich hinter mir. Falls Du irgendwelche Fragen hast, ich beantworte sie gerne.


    Und lass dich bloss nicht abschrecken. Ich habe mit den allerschlimmsten Schmerzen gerechnet, da mir das von jedem prophezeit wurde. Meine Antwort war... und eine GM-Entfernung ist nicht schmerzhaft? auch da, keine Antworten. Natürlich ist das auch schmerzhaft.


    Ich hatte aber nahezu keine Probleme und nur hin und wieder minimalste Schmerzen. Also, bloss nicht panisch machen lassen.


    Für sämtliche Fragen bin ich gerne da.


    LG


    aulina

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    Hallo,


    um nochmal zu verdeutlichen, dass viel Unwissenheit über diese OP-Methode in DE herrscht.


    Im Krankenhaus lag ich ja auf Gyn. Eine Krankenschwester und eine Helferin woltlen (unabhängig von einander) neugierig wissen, was ich denn da gemacht bekäme, bzw. warum ich das denn machen lasse. Wenn diese OP ständig gemacht würde, dann wüssten sie das ja.


    Ich war wirklich überrascht, dass ich als Patient das erklären muss.


    Und auch die Arzthelferinnen wussten nicht, was das ist (zwei Stück) die erste sagte, da wird ne Embolisation gemacht, die zweite fragte, was ist denn das. die Erste antwortete, das wüßte sie auch nicht.


    Es wird also nur selten gemacht und viele, sogar Fachpersonal kennt sie gar nicht oder hat falsche Aussagen dazu parat.


    LG


    aulina

    @Kestra

    Hallo,


    es gibt schon einige Krankenhäuser mittlerweile, die das machen.


    Die OP wird dann von Radiologen, mit spezieller Schulung dafür, durchgeführt. Aber ich hatte Glück, dass ein kleines Provinzkrankenhaus in meiner Nähe, das macht.


    http://www.myomembolisation.org/pageID_3542325.html


    hier findest Du einige Adressen von Krankenhäusern, die das machen. Allerdings.... die Uni-Frankfurt hat keinen Vertrag mit den Krankenkassen dafür. Einer ambulanten OP dort hat meine Krankenkasse nicht zustimmen können. Und Gottseidank im nachhinein. Ambulant, das wäre wohl nicht gegangen, denn ich war einige Tage an Schmerzmedikamenten angedockt, das wäre ambulant nicht gegangen.


    LG


    aulina

    Hallo,

    eine andere Methode (z.B. Ausschälung) wäre bei mir nicht möglich gewesen, da ich zuviele Myome habe. Mehrere Ärzte bestätigten (sogar der Prof.) dass dann einfach nix mehr von der GM übrig wäre.


    Sicherlich ist das aber eine Methode für Frauen mit wenigen Myomen.


    Das war ja das erste, wonach ich fragte, ob man nicht nur die Myome entfernen könnte. Aber ich hab ja auch die Ultraschallbilder gesehen und selbst mir als Laien leuchtete ein, dass das nicht funktionieren kann.


    Aber wie gesagt, mir geht es wirklich blendend. Ich habe keine Schmerzen, ich warte eigentlich immer noch drauf, weil mir gesagt wurde, dass absterbendes Gewebe Schmerzen verursacht. Ich habe keine Schmerzen und auch keine sehr ungewöhnlichen Blutungen. Manchmal kommt schon was durcheinander, das war z.B. bei unserem Urlaub. Ich hab vermutet, dass der Flug vielleicht "Schuld" dran ist. Es hat sich aber alles wieder schnell eingependelt. Ich habe es nicht bereut.


    Aber... um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken. Ein Spaziergang war das auch nicht. Aber ich hatte nur die Wahl zwischen Entfernung und Embolisation, was anderes war bei mir nicht möglich. Die Embolisation erschien mir als "das kleiner Übel" und dadurch für mich erstrebenswert. Die Schmerzpumpe, die mich ein paar Tage begleitete, hat mich schon ganz schön "platt" gemacht. Ich hätte nie gedacht, dass es Medikamente gibt, die einen so benebeln können. Im KH hatte ich auch Schmerzen, eine Höherdosierung der Pumpe war aber nicht möglich, da es sehr heiß war zu dem Zeitpunkt, und nach Aussage des Fachpersonals, eine Höherdosierung mein Kreislauf nicht mehr schaffen würde. Insgesamt war es für mich der "richtige" Weg. ALLERDINGS... ggf. müsste das wiederholt werden. So wie ich es derzeit einschätze zwar nicht, aber wenn... nochmals möchte ich das eigentlich nicht durchmachen. Ich hoffe einfach mal das Beste.


    Als nach dem Flug doch wieder starke Blutungen einsetzte, dachte ich mir schon, wenn es doch nichts brachte, dann mache ich nicht nochmals eine Embolisation (die ja dann evtl. auch wieder nichts bringt) sondern lass sie doch entfernen. Eine Embolisation kann helfen, aber es ist nicht zwingend so. Es hat sich ja aber alles wieder eingependelt. Ich hoffe einfach, dass es so positiv bleibt. Schließendlich muss ich "nur" die Zeit bis zu den natürlichen Wechseljahren überbrücken, dann erledigt sich das häufig von selber.


    Grüßles


    aulina

    @PapillowDw

    Hast du denn geglaubt, daß man eine Frau nicht "kastriert" werden kann? Hast Du denn geglaubt, daß man so etwas wichtiges aus dem Menschlichen Körper schneiden kann, ohne daß es einschneidende Folgen hat? Hast Du denn geglaubt, daß "verfrühte Wechseljahre" ein Spaziergang sind? Ich muß mich immer wieder über euch Frauen wundern, und ich kenne einige Frauen die eine "Total-operation" hinter sich haben.


    Männer sind sich viel bewußter, daß ihre Keimdrüsen sehr wichtig für ihr seelisches Gleichgewicht sind. Frauen lassen sie sich oft, (nahezu grundlos) wegoperieren, weil sie keinen Zusammenhang zwischen ihrem Befinden und ihren Hormonen-produzierenden Organen sehen. Wenn es dann amputiert ist, dann kommt die Einsicht, aber dann ist es zu spät.


    Klar, für Sex braucht man nur ne Scheide. Was sollen da Uterus und Eierstocke? Also raus damit, wenn der Arzt es sagt... Dass aber die Eierstöcke Hormone produzieren die eine Frau sich erst weiblich fühlen lassen, das sagen die wenigsten Ärzte...